Credit Crunch: UB vs. IB

Bea... 11.04.08 14:02

Hi,
bin bald mit meinem Studium fertig und tendiere dazu, mich bei IBs zu Bewerben. Jedoch machen mir die News der gegenwärtigen Finanzkrise ehrlich gesagt ein bißchen Sorgen. Bin mir nun etwas unschlüssig, ob ich trotzdem zu IB gehen soll oder lieber zu UBs, um nicht evtl. nach 3-6 Monaten gefeuert zu werden. Man weiß ja nie wie sich so die M&A Welt entwickelt.
Würdet ihr momentan UBs den IBs vorziehen? Finde generell beide interessant, ist nur eine Einschätzung der momentanen Lage!
Wär dankbar für ein paar Einschätzungen!
MfG

  1. mar... 11.04.08 14:15

    Nach den Wirtschaftszyklen zu urteilen, wäre am in einer Bust-Situation der Einstieg am besten.

    Einige Studierende richten nach diesem Kreislauf auch ihr Studium aus, um möglichst am Tiefpunkt einzusteigen. In einer Boom-Situation (bspw. Anfang 2000) würde ich nicht dazu raten.

    Wie lange dauert dein Studium dennoch? Wenn es noch ca. 6 Monate dauert, würde ich durchaus einen Einstieg wagen. Die Krise dauert dann (in 6 Monaten) schon 1 1/3 Jahr und sollte sich dann auch ziemlich dem Ende neigen. Die Mitarbeiter der Branche würden dann jedoch auch weniger verdienen als zu Peak-Zeiten, aber du wärst dann wieder dabei.

    Kurze Frage: Dieser Wirtschaftskreislauf hat doch eine Zyklusdauer von 7 bis 8 Jahren - richtig? Dann wäre demnach jetzt der optimale Einstieg (vgl. Anfang 2000).

    Wie sehen die anderen das?

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  2. han... 11.04.08 15:42

    Sehe ich nicht ganz so. Viele Banken haben jetzt
    schon Einstellungsstop. Wieso sollen die jetzt
    erst leute für viel Geld feuern und sich
    gleichzeitig neue holen, weil das im Moment bei
    den großen keiner gebraucht wird liegt auf der
    Hand. Ich würde an deiner Stelle wenns dir
    absolut egal ist zu ner UB gehen. Deine
    überlegung in 3-6 Monaten wieder gefeuert zu
    werden ist alles andere als aus der Luft
    gegriffen...(volle Arbeit gemacht, kein Bonus
    bekommen, keine Abfindung fällig - was will die
    Bank mehr).

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  3. Bea... 11.04.08 16:49

    Danke für die schnellen Antworten!!
    Mein Studium dauert noch ca. 9 Monate, aber dennoch fängt langsam Die Zeit an um sich bzgl. Bewerbungen etc. umzuschauen.
    Das Problem ist, dass niemand weiß, wie lange bzw. wie stark der wirtschaftliche Abschwung und damit auch häufig die Job Misere bei IBs ist. Rückblickend mag 2003/04 ein gutes Jahr gewesen sein um einzusteigen. Aber zu diesem Zeitpunkt konnte auch niemand prognostizieren, dass solche Boomjahre folgen werden.
    Außerdem ist ungewiss, was noch alles im Zuge der Finanzkrise auf die Wirtschaft zukommt.
    Andererseits, auch UBs sind z.T. von Konkunkturzyklen beeinflusst und auch denen mögen schlechtere Zeiten gegenüberstehen. Dennoch tendiere ich z.Z. auch eher zu UBs, da sie mir momentan etwas sicherer erscheinen als IBs.
    Bin aber für weitere Anregungen und Meinungen offen!
    MfG

    PS: Klaro, ich weiß dass UBs und IBs nicht die ganze Welt sind, aber es sind nunmal zwei Bereiche die mich sehr interssieren;)

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  4. goldmanK 12.04.08 18:13

    Die Angst bei eine IB gleich gefeuert zu werden ist völlig aus der Luft gegriffen. Ersten braucht man auf jeder Hierarchieebene der Pyramide Leute, zweitens wird einfach im Moment sehr selektiv eingestellt. D.h. solltest Du überhaupt ein Angebot erhalten, kannst Du dir sicher sein, dass sie es ernst meinen... Grosser Vorteil ist, dass du in 2-3 auf jeden Fall befördert wird, weil damals es kaum Leute in deinem Jahrgang gab... ;-)

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  5. han... 13.04.08 12:58

    Aber die Leute hat man doch schon! Jede Bank hat sich doch mit Analysten versorgt in den letzten (speziell im letzten Jahr). Die Hierarchieebene ist also besetzt. Kündigen von sich aus wird derzeit wohl keiner. Also ist die Ebene doch gut besetzt. Zudem geht einfach weniger Geschäft, dass ist fakt. Warum also einstellen? Einige sehr wenige ja von mir aus und die beschreiten dann den Weg wie von Goldman skizziert stimme da zu. Würde aber mal schätzen, dass dieses Jahr vielleicht 30% von dem Volumen vom letzten Jahr eingestellt wird (wenn überhaupt).

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