Ein Semester überziehen - wie schlimm?

bugmenot 02.05.08 03:24

Hallo squeakers,

kurze Frage. Kontext: Ich studiere zur Zeit auf Bachelor an einer "Elite-Uni"; werde voraussichtlich ein Semester überziehen müssen und dann irgendwo im Bereich von 2.5 abschließen. Durch den Zeitversatz zum Master wird sich das wohl letztendlich auf ein ganzes Jahr aufsummieren.
Ich habe bisher jede Semesterferien gearbeitet, davon 3mal bei Beratungen. Das ist eigentlich auch der Hauptgrund fürs Überziehen, da mir dadurch viel Zeit zum Lernen verloren ging.
Wie kritisch wird das beurteilt, insb. im Hinblick auf den Einstieg in die strategische Beratung? Aus meiner Sicht wiegt ja die Praxiserfahrung das Überziehen wieder auf (trotz der evtl. eher mauen Note), aber viele von euch haben da einen besseren Einblick.

Würde mich über eure Meinungen freuen!

  1. woo... 02.05.08 11:02

    Elite Uni, kuwl....

    Studiendauer war bei mir nie ein Thema, auch nicht positiv. Aber vielleicht bekommt man das aber auch nie mit, wenn es Issue war. Wenigstens in den Gesprächen kam's nie auf die Agenda...

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  2. 007ck 02.05.08 11:33

    Wenn du ein oder zwei Semester überziehst, und das ordentlich begründen kannst (Arbeit bei Beratungen in den Semesterferien ist definitiv eine gute Begründung) sollte das kein Thema sein.
    Wichtiger ist wie der Abschluss aussieht und ob du Praktika aufweisen kannst.
    Kommt natürlich auf die Branche an, in die du nach dem Studium gehen willst, aber wenn eine Beratung die Wahl hat zwischen einem Studenten, der in Mindestzeit studiert hat und keine Praktika vorweisen kann, und einem, der ein oder zwei Semester länger an der Uni war, dafür aber schon mehrere relevante Praktika absolviert hat, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie sich für den „unerfahrenen“ entscheiden…

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  3. Defton 02.05.08 12:46

    sehe ich auch absolut unkritisch! Was mich mehr intessieren würde ist weshalb du gleich noch einen Master machen willst und nicht den Direkteinstieg versuchen willst, zudem du ja bereits 3 Praktika bei Beratungen hast?

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  4. bugmenot 02.05.08 12:51

    stimmt, darüber denke ich auch nach. der grund fürs Masterstudium wäre, dass ich momentan durchs Studium und 2 der Praktika auf eine bestimmte richtung mehr oder weniger festgelegt bin, und vielleicht vor dem Einstieg meinen fokus nochmal durch einen anderen Master erweitern will.

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  5. woo... 02.05.08 13:38

    Ein Master ist sicher nicht falsch. Nur mit Bachelor wirst Du (wahrscheinlich) Mühe haben. Aber ich kenn auch Leute die ohne Master ne steile Karriere hingelegt haben....

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  6. Defton 03.05.08 01:29

    was heisst falsch...

    die Frage ist ob er notwendig ist, bzw. einen mehrwert bringt.

    Für mich käme nur ein spezialisierter Master im ausland in Frage, was sich gleich mit rund 50.000 mücken (studiengebühren + lebenserhaltung) niederschlägt + opportunitätskosten in form eines späteren einstiegs. Wenn ich direkt irgendwo den Einstieg finde, würde ich das auf jeden fall vorziehen.

    kann natürlich schon sinn machen wenn man nochmal die richtung wechseln will oder ähnliches...

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  7. Mar... 03.05.08 12:23

    50.000? Wo das denn?
    in Fra 15.000 mit Lebenshaltungskosten zum Beispiel und da nimmt man halt einen Kredit auf. Kann niemandem empfehlen sich nur mit Bachelor ins Arbeitsleben zu stürzen.

    Unbedingt notwendig ists sicherlich nicht, aber mit BA schränkst du dir natürlich schön den Arbeitsmarkt ein. Einen Mehrwert bringts in jedem Fall - gerade wenn im Ausland. Für die Personaler ist das ziemlich wichtig, auch wenn jemand der im Ausland war nicht qualifizierter sein muss als jemand der nicht war.

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  8. Defton 03.05.08 18:33

    Sofern man Praktika und Auslandserfahrung mitbringt und auch fachlich aus seinem Bachelor-Studium das meiste rausgeholt hat denke ich nicht dass man sich irgendwie einschränkt. Im angelsächsischen Raum ist es auch üblich nach dem Bachelor einzusteigen, ich denk das wird in Deutschland früher oder später auch so kommen. Das worauf es ankommt lernt man sowieso on the job und sonst kann man auch mal was im Buch nachschlagen... meine Meinung.

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  9. Anonym 03.05.08 20:41

    Im Grunde ist es doch so: wenn man einen Master hat muss man nicht unbedingt noch einen MBA draufsetzen. Wenn man nur einen Bachelor hat würde ich einen MBA oder Master schon als Pflicht ansehen. Geht natürlich auch ohne, aber im Grunde ist es in Deutschland und insbesondere in den UBs generell schon eher Pflicht als Kür nachzulegen wenn man "nur" einen Bachelor hat. Wenn man ein super job offer hat und man bereit ist später nochmal zu studieren würde ich es annehmen, ansonsten würde ich sofort einen Master anschliessen.

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  10. Defton 04.05.08 18:12

    Ja wie du sagst, das hängt von der Branche ab. Die UBs sind natürlich ziemlich geil auf titel, das ist bei den IBs (zumindest im S&T) zum glück etwas anders nach allem was ich bisher mitbekommen habe...

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  11. Anonym 05.05.08 01:06

    Stimmt. Im M&A sieht die Sache dann aber auch schon wieder anders aus, wenn auch nicht so strikt wie bei den UBs. Ausserdem hängt es noch stark vom Unternehmen innerhalb der Branche ab. Eine deutsche Traditions-/Privatbank ist was Bachelorabschlüsse angeht sicherlich kritischer als eine Amibank die eh fast nur Bachelor kennt. Dafür erwarten die dann wieder eher einen MBA nach dem Analystenprogramm...

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  12. Defton 05.05.08 14:25

    Nicht im S&T ;) so bald man dort mal drin ist zählt zum Glück reine Performance und weder Uni, noch Titel noch Connections...

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