Einstiegsgehalt als Analyst bei MSR

Sus... 03.06.08 01:25

Hallöchen Ihr Lieben, pfeile gerade meine Bewerbung für die MSR aus. Zwar nicht als Beraterin sondern als Analyst und Frage mich was man da als Einstiegsgehalt nennen darf!? Hat jemand ne Ahnung? Bin mir sehr unsicher, da es sich ja nicht um eine Tätigkeit als Berater, aber dennoch in einer Unternehmensberatung handelt. Habe Angst sowohl zu viel als auch zu wenig anzugeben. Was meint Ihr, wenn man bspw. zu wenig angibt, besteht dann überhaupt noch eine Möglichkeit ein höher gelegenes Angebot zu bekommen? Viele liebe Grüsse, Susanne.
Viele Grüsse.

  1. Anonym 03.06.08 14:15

    Hi Susanne,

    als Analyst bist Du natürlich zunächst tatsächlich anders positioniert als z.B. ein Berater. Darüber hinaus aber kann es auch bei den Beratern noch Unterschiede geben, z.B. wegen einer Branchenzugehörigkeit oder Practice-Zuordnung. In der marktforschungsnahen Beratung werden nun mal ganz andere Tagessätze gezahlt von Klienten als im klassischen Beratungs-Bereich.

    Zu Deiner Frage: eine konkrete Zahl wird Dir hier sicherlich kaum einer nennen, und wenn doch, dann solltest Du diese mit Vorsicht genießen. Insofern würde ich Dir eher raten, gewisse Grundsätze zu berücksichtigen, damit Du selber zu einer Angabe kommst, mit der Du dann guten Gewissens und klaren Verstands in die Gespräche bei MSR gehen kannst.

    Als erstes solltest Du ganz grundsätzlich tendenziell lieber eher zu viel verlangen, als zu wenig. Bei ersterem kann man Dich, sofern insgesamt in einem nicht komplett unrealistischen Rahmen, immer noch herunter handeln. Bei letzterem aber würde man sich sonst Fragen müssen, ob Du Deinen Marktwert nicht selber realistisch einschätzen kannst. Wer hier viel zu niedrig liegt...

    Weiterhin solltest Du einmal bedenken, was es heißt, in Stadt XY zu arbeiten bzw. auch zu wohnen. Also typischer Mietspiegel, Lebenshaltungskosten etc. bis hin zu Kleidung und dergleichen. Da kommt schon einmal einiges zusammen, das für Dich persönlich die absolute Verhandlungsgrundlage sein sollte ( (nach Steuern, ganz wichtig!). Wenn Du dann auch noch an Altersvorsorge und Freizeit-Sperenzchen denkst und hoffst, auch noch den einen oder anderen Kreuzer beiseite legen zu können, kommst Du einer realistischen Einschätzung Deines Einstiegsgehalts als Analyst schon deutlich näher. Weiterhin würde ich einmal erkundigen, wie hoch die Vergütung für Analysts denn ansonsten in der Branche ist. Dazu kann man dann auch hier einmal die älteren Postings durchgehen... Last, but not least veröffentlichen auch Spiegel und diverse HR-Spezialisten regelmäßige Rankings über durchschnittliche Einstiegsgehälter von Akademikern. Die solltest Du auch einmal ansehen, um noch ein etwas besseres Gefühl bekommen zu können.

    Absolute Grundlage aber für jegliche Verhandlungen ist meines Erachtens die Frage Deiner bereits vorhandenen Skills, gerade als Analyst. Wie fit bist Du mit den gängigen Datenverarbeitungs-Geschichten fürs Numer-Crunching wie Excel, SPSS und ähnlichem? Je mehr Du hier drauf hast, desto mehr dürfte sich MSR auf Deine Bewerbung freuen und versuchen, Dich für sie zu gewinnen. Falls diese Skills eher noch 'ausbaufähig' sind, Du zwar die Veranlagung hast, aber noch entsprechend ausgebildet werden mußt von denen, wird sich das auch in Deinem Marktwert widerspiegeln natürlich.

    So long, wünsche Dir viel Erfolg bei der Bewerbung!

    Abraxas

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  2. Sus... 03.06.08 21:38

    Wow, das war mal eine tolle und ausführliche Antwort. Vielen lieben Dank. werde mir über geschriebenes Gedanken machen-Danke!

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  3. Anonym 03.06.08 14:21

    Hi Susanne,

    als Analyst bist Du natürlich zunächst tatsächlich anders positioniert als z.B. ein Berater. Darüber hinaus aber kann es auch bei den Beratern noch Unterschiede geben, z.B. wegen einer Branchenzugehörigkeit oder Practice-Zuordnung. In der marktforschungsnahen Beratung werden nun mal ganz andere Tagessätze gezahlt von Klienten als im klassischen Beratungs-Bereich.

    Zu Deiner Frage: eine konkrete Zahl wird Dir hier sicherlich kaum einer nennen, und wenn doch, dann solltest Du diese mit Vorsicht genießen. Insofern würde ich Dir eher raten, gewisse Grundsätze zu berücksichtigen, damit Du selber zu einer Angabe kommst, mit der Du dann guten Gewissens und klaren Verstands in die Gespräche bei MSR gehen kannst.

    Als erstes solltest Du ganz grundsätzlich tendenziell lieber eher zu viel verlangen, als zu wenig. Bei ersterem kann man Dich, sofern insgesamt in einem nicht komplett unrealistischen Rahmen, immer noch herunter handeln. Bei letzterem aber würde man sich sonst Fragen müssen, ob Du Deinen Marktwert nicht selber realistisch einschätzen kannst. Wer hier viel zu niedrig liegt...

    Weiterhin solltest Du einmal bedenken, was es heißt, in Stadt XY zu arbeiten bzw. auch zu wohnen. Also typischer Mietspiegel, Lebenshaltungskosten etc. bis hin zu Kleidung und dergleichen. Da kommt schon einmal einiges zusammen, das für Dich persönlich die absolute Verhandlungsgrundlage sein sollte ( (nach Steuern, ganz wichtig!). Wenn Du dann auch noch an Altersvorsorge und Freizeit-Sperenzchen denkst und hoffst, auch noch den einen oder anderen Kreuzer beiseite legen zu können, kommst Du einer realistischen Einschätzung Deines Einstiegsgehalts als Analyst schon deutlich näher. Weiterhin würde ich einmal erkundigen, wie hoch die Vergütung für Analysts denn ansonsten in der Branche ist. Dazu kann man dann auch hier einmal die älteren Postings durchgehen... Last, but not least veröffentlichen auch Spiegel und diverse HR-Spezialisten regelmäßige Rankings über durchschnittliche Einstiegsgehälter von Akademikern. Die solltest Du auch einmal ansehen, um noch ein etwas besseres Gefühl bekommen zu können.

    Absolute Grundlage aber für jegliche Verhandlungen ist meines Erachtens die Frage Deiner bereits vorhandenen Skills, gerade als Analyst. Wie fit bist Du mit den gängigen Datenverarbeitungs-Geschichten fürs Numer-Crunching wie Excel, SPSS und ähnlichem? Je mehr Du hier drauf hast, desto mehr dürfte sich MSR auf Deine Bewerbung freuen und versuchen, Dich für sie zu gewinnen. Falls diese Skills eher noch 'ausbaufähig' sind, Du zwar die Veranlagung hast, aber noch entsprechend ausgebildet werden mußt von denen, wird sich das auch in Deinem Marktwert widerspiegeln natürlich.

    So long, wünsche Dir viel Erfolg bei der Bewerbung!

    Abraxas

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  4. Sus... 03.06.08 21:40

    Hab gerade gesehen- Du bist ja ein MSR-Insider! Für Einsteiger in die MSR-Beratung erfolgt i.d.R. ein sog. Bewerbertag, wie ich der MSR-Homepage entnommen habe. Wie sieht das aus bei Analysten? Weisst Du was einen da erwarten kann? Viele Grüsse.

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  5. Sus... 04.06.08 23:39

    Hoffe Du denkst jetzt nicht : kaum reicht man ihr den kleinen Finger, zieht sie direkt am ganzen ARM ;-)

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  6. Anonym 05.06.08 13:23

    hi, kein Problem, schau doch mal in Deine PM-Box..

    Der Bewerbertag bzw. Recruiting-Day ist ziemlich typisch für Beratungen und u.a. auch hier bei squeaker.net beschrieben. Für Analysten sind die Anforderungen vermutlich genauso analytisch, aber eben auch technisch (Excel etc.), würde ich vermuten. ich bin da aber nicht involviert, so dass du dich ja schon selber erkundigen musst.

    grds aber sollte klar sein: immer shcön normal und authentisch bleiben, damit sich beide seiten von ihrer 'wahren' seite kennenlernen können. Erzählen kann ja grds erst mal jeder, dass er mit Pivot-Tabellen, S-Verweisen usw ständig arbeitet und das beherrscht - in der Praxis kann das dann natürlich anders aussehen, deswegen könnte ich mir da zB auch praktische Tests vorstellen. Aber das solltest Du dann wirklich Deinen Ansprechpartner einfach selber Fragen, wenn Du es zum Recruiting-Day geschafft hast.
    viel glück/erfolg bei der Bewerbung!

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