Einstiegsgehalt für Bachelorabsolventen in einer Top-Unternehmensberatung

Larshenrik 04.08.05 11:36

Hallo,

weiss jemand, welches Einstiegsgehalt man als Bachelorabsolvent bei einer Top-Unternehmensberatung (McK, BCG, RB) erwarten kann?
Vielen Dank!

Lars

  1. cze... 04.08.05 16:04

    keins! seit wann nehmen die bachelors..wäre ja was völlig neues

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  2. MBA_05 04.08.05 17:09

    dem stimme ich absolut zu. die nehmen weder bachelor noch diplom-kaufmann, sondern nur Absolventen mit minimum zwei abschluessen (bachelor/Master oder diplom und noch ein diplom oder bachelor und PhD oder diplom und Dr.) oder in ABSOLUTEN ausnahmenfaellen bachelor oder diplom aber ausreichende Arbeitserfahrung. das bezieht sich alles natuerlich nur auf die Top-League der Unternehmensberatungen..

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  3. Anonym 04.08.05 20:21

    Mann o Mann! Es ist ja nicht schlimm, keine Ahnung zu haben. Aber vollkommen ahnungslos zu sein und trotzdem hier mit seinem Nichtwissen zu desinformieren...

    Bei RB steigen Bachlor als Consulting Analyst ein, bei McK als Business Analyst, bei BCG als Junior Associate.

    Diplom-Kaufleute (ohne Zweitqualifikation!) bilden immer noch die größte Gruppe unter den Consulting-Rookies und steigen bei RB als Junior Consultant, bei McK als Fellow, bei BCG als Associate und bei Bain als Associate Consultant ein. Wer sich auf der Einstiegsstufe bewährt hat (up or out - der ewige Kampf gegen die Normalverteilung), wird bei der Erlangung einer Zweitqualifikation (MBA, Dr.) unterstützt (Übernahme eines Teils der Studiengebühren, Weiterzahlung des Gehalts).

    Mit Zweiqualifikation steigt man auf der nächst höheren Stufe (wieder) ein: Als Senior Consultant bei RB und BCG, als Associate bzw. Senior Associate bei McK, als Consultant bei Bain.

    Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen.

    Gruß & nichts für ungut,
    PRS

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  4. MBA_05 04.08.05 21:10

    danke fuer die Infos. trotzdem muss man eins bedenken: wer wird den eher zum Vorstellungsgespraech geladen? Der High Potential mit Bachelo, mehreren Jahren Arbeitserfahrung UND MBA oder der Bachelor?

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  5. Anonym 05.08.05 12:12

    High Potential solltest du eh sein, ob nun nur mit Bachelor oder mit MBA. Als Bachelor hat man m.E. keinesweg geringere Chance, zum Interview geladen zu werden, nur interviewt man halt für eine Einstiegsposition auf einem niedrigeren Level als ein MBA.

    Gruß,
    PRS

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  6. Anonym 04.08.05 20:36

    Ach ja, noch was zum Gehalt.

    Mit Diplom bzw. (non-MBA)Master kommt man insgesamt auf ca. 65 TEUR (55 TEUR fix, 5 TEUR variabel, 5 TEUR Car Lease). Da nehmen sich die Top Tier Beratungen so gut wie nichts. Viel Verhandlungsspielraum ist da auch nicht, denn wie willst du ein höheres Gehalt begründen: sehr gute Studienleistungen, Praktika bei renommierten Unternehmen, Extracurriculars, Fremdsprachenkenntnisse? Mach dich nicht lächerlich. Entweder du bist High Potential, dann kriegst du den Job, oder eben nicht.

    Ich schätze als Bachelor bekommt man dann immer noch ca. 40 - 50 TEUR Total.

    Geld sollte allerdings nicht die Hauptmotivation sein, sonst gehst du ganz schnell vor die Hunde. Natürlich ist es schön zu sehen, wie dein Konto wächst, da du ja eh keine Zeit hast, das ganze Geld auszugeben. Ich habe bei meinen Praktika im Consulting die Erfahrung gemacht, dass die Top Performer ihre Motivation eher aus den Aufgaben und dem Arbeitsumfeld beziehen als aus dem Gehalt.

    Gruß,
    PRS

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  7. tobra 04.08.05 18:35

    Hier werden ja wieder reinste Klischees bedient.
    Einige Leute können und wollen sich wohl nicht daran gewöhnen, dass es bald dank Bologna-Prozess nur noch Bachelor/Master-Abschlüsse gibt und nur eine absolute Minderheit überhaupt in der Lage sein wird, direkt an den Bachelor noch einen Master dran zu hängen.

    Unternehmensberatungen haben dies schon lange erkannt. Roland Berger beispielsweise bietet direkt ein Einstiegsprogramm für Bachelor-Absolventen an.
    Oder du bewirbst dich in Großbritannien, dort ist ein Bachelor nämlich der Standard-Einstiegsabschluss. Einen Master macht man dort erst nach einigen Jahren Berufserfahrung.

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  8. MBA_05 04.08.05 19:56

    Dem muss ich leider widersprechen: es geht hier nicht um Bologna-Prozess oder darum, ob nur eine Minderheit in der Zukunft noch einen Master an ein Studium dranhaengen wird (so steht es nur auf dem Papier), sondern um die Realitaet. Und in der Realitaet hat man bei Unternehmensberatungen in Deutschland schlechte Karten mit nur Bachelor oder nur Diplom-Kaufmann. Selbst in Grossbritannien nehmen die Top-Unternehmensberatungen in der City nicht jeden Bachelorabsolventen mal einfach so. Man muss bedenken, dass es einen ziemlich starken Wettbewerb um Jobs in Top-Unternehmensberatungen gibt, aehnlich wie fuer die Top-MBA Programme. Also am besten schauen, dass zu dem Bachelor oder Diplom noch Arbeitserfahrung oder ein sonstiger Abschluss dazukommt, dann werden die Chancen naemlich wieder realistisch.

    Zu Bologna allgemein moechte ich nur sagen, dass ich denke, dass das eine sehr gute Sache ist, denn im Ausland ist ein Bachelor teilweise sehr viel wert, nur halt nicht bei den Top-Unternehmensberatungen.

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  9. tobra 04.08.05 22:23

    Okay, ich muss mit meiner Aussage auch etwas zurück rudern. Natürlich sind die Chancen mit Bachelor wesentlich geringer, aber trotzdem besteht eine Möglichkeit, die ich nicht ganz so gering einschätze, wie du.
    Vielleicht nicht unbedingt bei den Top4, sondern bei 5-x, die deshalb aber auch nicht unbedingt viel schlechter sind.
    Mit MBA, Dr., DBA oder PhD hat man aber sicherlich weitaus bessere Chancen.

    Aber du hast Recht, gerade bei den UBs herrscht ein War for Talents.
    Leider gibt es sehr viele blauäugige WiWi-Studenten oder -Absolventen, die mal irgendwo gehört haben - Karriere oder ManagerMagazin kennen die meisten nur vom Hörensagen - dass man bei ner UB schnell, viel Geld verdienen kann.
    Jeder Depp, der dann mal bei einem Praktikum in einem Tante-Emma-Laden die Regale umgestaltet hat, denkt dann er hat das Zeug zum Berater. Doch selbst viele High-Flyer taugen nicht dazu, denn nicht alleine die Noten oder Abschlüsse zählen, sondern das Gesamtpaket.

    Abgesehen davon sollte man sich nicht nur vom Gehalt locken lassen. Auch in anderen Branchen kann man vernünftig verdienen und hat eventuell auch noch ein Privatleben, was mit Geld nicht aufzuwiegen ist.

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  10. MAS... 05.08.05 11:20

    Hi Leute,
    mich würde mal interessieren, welches Gehalt bzw. auf welcher Stufe man mit folgender Qualifikation einsteigt:
    - Dipl. Wirtsch.-Ing (TU), sehr guter Abschluss, 26 Jahre
    - MBA (USA), AACSB-akreditiert, GMAT: ca. 600
    - namenhaftes Stipendium für USA-Aufenthalt

    Dank an alle UB-Profis!

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  11. Anonym 05.08.05 12:30

    Ich gehe mal davon aus, dass das ein einjähriger MBA an einer 3rd Tier-School (relativ geringer GMAT) war, der auch keine nennenswerte Berufserfahrung vorausgesetzt hat. Demnach würdest du wohl als Fellow (McK), Junior Consultant (RB), Associate (BCG, Bain) einsteigen und mit ca. 65 TEUR Total nach Hause gehen. An deiner Stelle würde ich allerdings mit dem Recruiting sprechen und vorab klären, für welches Einstiegslevel du mit deiner Qualifikation in Frage kommst. Normalerweise machen Consultants ihren MBA an Top Tier Schools (Top 20, besser noch Top 10) und steigen danach als Senior Associate/Consultant ein. Wenn du tatsächlich für dieses Level rekrutiert wirst, kannst du mal bei Business Week bzw. auf den Career Report Websites der Business Schools nach Post-MBA-Salaries im Consulting schauen (aber nicht größenwahnsinnig werden: Du warst nicht an der HBS, also kein HBS-Salary fordern, sondern den Wert des eigenen MBAs realistisch einschätzen). Ich gehe aber eh davon aus, dass die dich auf dem Fellow/Junior Consultant/Associate-Level rekrutieren. Mal halt 2 Jahre lang schöne bunte Charts und dann lass dir deine Promotion sponsorn. Als promovierter WIng mit MBA und Consulting-Erfahrung musst du dich schon arg anstrengen, um nicht eine Karriere bis mindestens ins mittlere Management in der Industrie zu machen.

    Gruß,
    PRS

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  12. MAS... 05.08.05 13:13

    Danke für die Antwort! Stimmt übrigens, es ist ein One-Year-MBA mit einem 600er GMAT-Durchschnitt und ohne nennenswerte Berufserfahrung (Uni-Patnerschaftsprogramm.
    Würdest Du denn prinzipiell von solchen Programmen abraten und eher dazu raten seinen MBA sich durch eine UB an einer Top Business School finanzieren zu lassen? Wie sieht denn da überhaupt die Chance aus so etwas finanziert zu bekommen? Ich denke die Finanzierung der Promotion dürfte für die UB billiger sein...

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  13. Anonym 05.08.05 20:23

    Abraten würde ich von solchen Programmen auf keinen Fall. Wenn das über einen Uni-Austausch läuft kommst du auf diese Weise recht günstig an eine nette Zusatzqualifikation. Schaden tut das bestimmt nicht. Bei McK wurde mir gesagt, dass es egal ist ob promovierst oder einen MBA machst. Dein Gehalt wird auf jeden Fall für ein Jahr weitergezahlt und sofern deine Performance stimmt, wird auch ein Teil der Studiengebühren übernommen. Mein Eindruck ist jedoch, dass es bei Consultants mit wirtschaftswissenschaftllichen Background (Dip.-Kaufm., Dipl.-Vw., WIng., WInf.) lieber gesehen wird, wenn sie promovieren. Hey, bei McK dürfen wohl nichteinmal Kulturwirte am Mini-MBA (Exotentraining) teilnehmen wegen ihres "wirtschaftswissenschaftlichen" Backgrounds. Die meisten Fellows, die ich kenne, die nach 2 Jahren den "Cut" geschafft haben, promovieren. Einen promovierten Engagement Manager/project Leader kann man einem deutschen Kunden wohl immer noch besser verkaufen als einen mit MBA. Und wenn du dann mal zum Kunden in die Industrie wechselst, sind deine Karriereperspektiven mit Doktortitel nach meiner Einschätzung erst recht besser als mit MBA. Schau dir mal den akademischen Background der Vorstände dt. Unternehmen an. Natürlich ist das auch eine Generationenfrage: Als Dr. Ackermann, Dr. Kleinfeld, Dr.Cordes, Dr. Zetsche, Dr. Pietschetsrieder, Dr. Diekmann, Dr. Schulz, Dr. Middelhoff, Dr. Reitzle, Dr. Dibelius, Dr. Achleitner (der hats allerdings mit 'nem
    DBA der HBS so eine Art Mittelweg gewählt), Dr. Panke, Dr. Kluge promoviert haben, war der MBA mehr oder weniger vollkommen unbekannt in D. Selbst diejenigen die schon einen MBA gemacht haben wie Klaus Zumwinkel (Wharton) oder Wolfgang Bernhard (Columbia) haben dann zusätzlich noch promoviert. Natürlich etabliert sich der MBA immer mehr auch in D, aber meines Erachtens wird insbesondere in Folge des Bologna-Prozesses und der Schwierigkeit, die vielen Master-Abschlüsse richtig einzuschätzen, der Doktortitel sogar noch an Wert(-schätzung) gewinnen.

    Willst du eine Karriere in D bzw. irgendwo auf der Welt bei einem dt. Unternehmen machen, wird dich ein Dr. weiterbringen als ein MBA.

    Insofern scheinst du doch super aufgestellt zu sein. Promoviere nach 2 Jahren im Consulting und lass dir neue Visitenkarten drucken: Dr. Max Mustermann, M.B.A.
    Den Namen der Business School in Klammern dahinter zu setzen lohnt sich nur , wenn er Harvard, Wharton, Tuck, Columbia, Kellog, LBS, INSEAD usw. ist. Da das bei dir nicht der Fall ist, lass ihn einfach weg und überlass den Rest der Phantasie deines Gegenübers.

    Ich selbst planen nach meinem Diplom in BWL berufsbegleiten zu promovieren und hoffe dann noch ein 1-Jähriges MBA-Programm mit einer starken Brand (INSEAD, Oxford, Cambridge) absolvieren zu können. Mit macht wissenschaftliches Arbeiten eigentlich keinen großen Spass, aber aus oben genannten Gründen hätte ich schon gerne einen Dr. (und damit meine Oma mich nicht länger nervt, die mit 'nem MBA überhaupt nichts anfangen kann und für die ein promovierter Enkel wie wohl für viele andere Omas das größte Glück bedeuten würde). Also, Augen zu und durch.
    Zwar wird mir ein MBA fachlich wohl nicht soviel bringen, aber in terms of Soft Skills, Networking, international experience und fun schon.

    All das ist meine persönliche Meinung, die sich aus den Erfahrungen und Beobachtungen aus meinen Praktika im Consulting und in der Industrie gebildet hat und die hier natürlich recht stark verallgemeinert. Es gibt jede Menge VVs, die weder Dr. noch MBA haben. Letztlich führen viele Wege nach Rom.

    Aber wir squeaker werde ja sowieso alle ankommen - in Rom.

    Cheers,
    prs

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