Exoten als Consultants

mm0013 28.01.03 11:07

hallo - was denkt die BWL-geprägte squeaker-community über das thema "mediziner in der Beratung" besonders vor dem hintergrund der aktuellen entwicklungen im health-care sektor mit sicherlich nicht zu unterschätzendem beratungsbedarf.

wie würdet ihr - vielleicht in analogie zu den allseits beliebten McKinsey Clones - einem unwissenden die einzelnen top-Unternehmen (bes. BCG, BoozAllenHamilton, Bain und ATKearney) beschreiben. den Bain leuten sagt man z.B. eine erhöhte party-tendenz nach - die ATKerney Leute arbeiten dafür mehr ...
bin für jeden input dankbar

sebastian

  1. Hen... 28.01.03 14:33

    So whansinning exotisch sind die Exoten schon gar nicht mehr -- BCG so um die 45% und bei den anderen auch viele...

    Mediziner in der Beratung -- sicher, gerade auch in den von Dir genannten Bereichen, wobei gerade Berufserfahrung insb. was die regulativen Besonderheiten angeht, nicht schlecht wäre.

    Die Consultants gehen jedenfalls im Pharmabereich der Healthcarebranche schon lange ein und aus... mehr Beratungsbedarf eher im Regierungssektor (Health und allgemein) - dafuer koennte dann ne Zeit als Beamter nicht schaden ;)

    Bain - angeblich eher Unternehmertypen, BCG -nach Selbstdatstellung - etwas unkoventioneller als McK, suchen aber die gleichen Leute (nach Profil).

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  2. meydo 29.01.03 04:44

    meiner meinung nach völliger quatsch!

    für die brainstorming-phase effektiv, da man unterschiedliche sichtweise berücksichtigt, aber danach nichts mehr für mediziner (, historiker oder germanisten...). außerdem glaube ich, dass die mediziner sehr stark auf ihre kleinen spezialbereiche fixiert sind und nicht wirklich ein breites medizinsiches wissensspektrum haben...

    gru$$

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  3. mm0013 29.01.03 10:31

    Das rein medizinische Fachwissen (was du vielleicht mit "kleinem spezialwissen" meinst, spielt meiner Auffassung nach in eurem Business mal abgesehen von bestimmten Projekten im Bio-Tech-Sektor überhaupt keine Rolle!

    Abgesehen davon glaube ich dass du die Mediziner ein bisschen unterschätzt. Man muss zunächst mal grundsätzlich Internisten von Chirurgen trennen! Ein Arzt, der zwei Jahre in einer chirurgischen Disziplin an einer Großklinik überlebt hat, könnte vielen von euch in Sachen Real-Pragmatismus noch einiges zeigen. Er ist gewohnt aus hunderten Info-Clustern unterschiedlichster Colour in sehr kurzer Zeit eine Entscheidung mit zum Teil erheblichen Konsequenzen zu treffen, in Sachen Arbeit unter Druck ist er nicht mehr zu beeindrucken und die gängiger Arbeitszeiten (60 stunden pro Woche bei Bain wäre viel??!!) kommen ihm vor wie eine Kaffeefahrt ...

    OK ein bisschen viel Pathos – ich habe ja auch jeden Input erbeten und bin natürlich auch für diese Art dankbar, da sie letztendlich auch bei meiner Entscheidungsfindung hilft.

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  4. futurefunds 30.01.03 12:15

    hallo,

    henning hat das schon angesprochen, bei den top strategieberatungen ist ein wirklich großer anteil "erstmal fachfremd". ich bin der meinung, dass das studienfach selbst "null" über das eigene können aussagt. vielmehr zeigt ein Studium, dass man sich gezielt auf etwas vorbereiten bzw. mit etwas auseinandersetzten kann...

    im leben zählt nicht fachwissen (das ja eh eine immer kürzere halbwertszeitaufweist) sondern intelligenz, zielstrebigkeit und interesse für ein fachgebiet...
    wenn diese voraussetzungen gegeben sind, ist die frühere tätigkeit absolut egal.

    regards
    thomas

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  5. Glo... 30.01.03 17:52

    Zum Einen verstehe ich nicht, wieso Du hier anonym auftrittst! Zum Anderen ist Deine Aussage bezgl. des Spezialwissens einfach falsch! M.E. geht die Richtung auf dem Consulting Markt verstärkt zum Spezialwissen hin, d.h. der Kunde ruft an und kauft sich für eine gewisse Zeit das Wissen und dann bist Du wieder draussen oder bekommst das nächste kleine Teilprojekt!

    Deine Frage nach den Unterschieden der sog. TOP Beratungshäuser kann ich noch folgen, wie Du dann aber zu den Aussagen im Sinne von einer höheren Partylastigkeit und mehr Arbeiten kommst, ist mir in diesem Sektor der TOP Beratungen schleierhaft.

    Dennoch kann ich z.B. Deinen Punkt der gewohnten und extrem hohen Arbeitsbelastung der Mediziner absolut unterstreichen!

    Hast Du es schonmal mit dem Bereich PR/ Werbung/ Kommunikation versucht? Gerade hier können sich u.a. Mediziner unheimlich gut einbringen.

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  6. Hen... 29.01.03 18:37

    Vorsicht ! ;) Historiker (und Politologen) haben meist viel Ahnung von allgemeinen Strategie und Politikspielregeln ... und aus dem Bereich ist die Strategieschiene in der BWL (Stichwort: Unternehmenspolitik) erwachsen...

    Ähnlich denke ich über Mediziner. BWL-Fachwissen kann man sich verdammt schnell aneignen, den Umgang mit komplexen Systemen weniger.

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  7. Anonym 30.01.03 13:27

    Dem kann ich nur eins zufügen: Just do it!

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  8. surfer77 30.01.03 18:37

    meydo:

    Wenn ich richtig informiert bin ist deine Aussage das mediziner stark auf kleine Bereiche spezialisiert sind falsch, da vor der Facharzt Ausbildung erstmal jeder in Sachen Allgemeinmedizin ausgebildet wird. So wird also als erstes ein bereites wissensspektrum vermittelt. Alles andere waere ja auch unlogisch, da die entferntesten Dinge Beschwerden hervorrufen, an die Nichtmediziner als letztens denken wuerde... Die Zusammenhaenge sind doch sehr komplex! Des weiteren ist der Markt in dem Mediziner involviert sind doch sehr gross und als kompetente Ansprechpartner die den Markt verstehen... Man spricht dann halt die gleiche Sprache!

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  9. mm0013 31.01.03 09:09

    lieber global player,

    zum einen ist es durchaus üblich nur unter nennung seines vornamens in foren zu posten - nur weil du deinen Lebenslauf zugänglich machen willst, müssen das doch nicht alle tun. zum anderen gebe ich meine echten daten immer erst an, wenn ich sicher bin, das ich hinter dem passwort das finde was ich gesucht habe.

    zum thema fachwissen - ich dachte ihr jungs seit gewohnt genau zu lesen - ich sagte dass " medizinisches Fachwissen ...spielt meiner Auffassung nach in eurem Business mal abgesehen von bestimmten Projekten im Bio-Tech-Sektor überhaupt keine Rolle! " - ich weiss nicht warum eine bank sich medizinisches wissen kaufen sollte ... (ausser vielleicht bei der berechnung der risikodaten bei lebensversicherungen). ich wollte von euch hören - am besten basierend auf persönlicher Erfahrung - ob die allgemeinen (positiven) eigenschaften eines mediziners reichen um im Consulting klarzukommen. however ...

    zum thema partylastigkeit ... hier geht es um die erfassung des subjektiven images innerhalb einer gewissen gruppe bei - so meine ich - vollständigen objektiven infos über die firmen (selbstdarstellung sagt allerdings wenig über das image aus) - images lassen sich glaube ich mit schlagworten gut beschreiben. Mir geht es hier sicher nicht um die sondierung der partymöglichkeiten ...
    Warum du allerdings glaubst die "TOP Beratungen" so vehement gegen der Vorwurf der partylastigkeit verteitigen zu müssen ist mit ebenfalls schleierhaft.

    ich habe nicht um tips zur beruflichen orientierung gebeten - das sagt dem laien, dass der herr unter umständen recht gut weiss was er tut - wie auch immer, war wahrscheinlich nett gemeint ...

    unabhängig von den vielleicht etwas sarkastischen tönen bin ich dir natürlich trotzdem für den input dankbar!

    sebastian

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  10. Glo... 31.01.03 11:44

    Sebastian,

    nichts gegen kritische Zeitgeister und auch nichts gegen eine konstruktive/ aufreibende Diskussion, aber ich denke Du solltest mal ein wenig die Luft anhalten!

    1 - Woher nimmst Du die Frechheit anzunehmen, dass ich der Community meinen CV zugänglich machen möchte? Völlig daneben diese Aussage!

    2 - Wenn Du mal genauer lesen würdest, was sicherlioch ein Manko dieser Community ist (Ironie!), dann würdest Du auch verstehen, dass ich die TOP Beratungen nicht gegen den Aspekt einer Partylastigkeit verteidige!

    3 - Ich denke Deine Frage nach der "Eignung von Medizinern" ist doch schon beantwortet worden. Ein gesunder Menschenverstanden, Esprit und die nötige Portion Ehrgeiz - dann steht die Sache schonmal auf gesunden Füßen.

    Vielleicht sollten wir uns über diese Thematik mal offline/ per qm unterhalten!

    Gruß
    Hans-Christian

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  11. tri... 01.02.03 16:27

    btw - auf dem absolventenkongress in Köln ende letzten jahres kam von den top-Consulting-buden im grunde unisono nur die eine aussage: "BWL´er haben wir genug, was wir suchen, sind dipl.-gesundheitsökonomen oder MBA´s mit schwerpunkt health care management" - warum sollten mediziner da rausfallen?
    (insbes., wenn sie nen MBA draufsetzen)

    greets,
    trigger

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  12. Anonym 01.02.03 19:48

    Also mir haben sie bei BCG gesagt, dass Fachwissen ueberhaupt keine Rolle spielt. Sie suchen Leute die unter Hochdruck kreativ und innovativ arbeiten koennen, am Besten aus allen Bereichen. Meiner Meinung nach sind Mediziner genauso geeignet wie jeder andere auch, da sie es gewohnt sind viel zu arbeiten und auch sehr kreativ sein koennen. Das habe ich zumindest so festgestellt waehrend meiner Zeit als Sanitaeter.....

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