Exotenfreundliche UBs?

dideldum 11.08.08 15:29

Hi,

weiss jemand, welche Beratungen Interesse an "Exoten" aus der Wissenschaft haben (nicht Wiwis)? Ich hab Einladungen von BCG und McK erhalten, aber Absagen von boardeleven, Wyman und Monitor bekommen. Gerade bei Monitor haette ich erwartet, dass bei meinem wissenschaftlich gepraegten CV Interviews drin waeren... Bain, RBSC, ATK und Booz hab ich noch nicht abgeschickt. Habt Ihr noch einen Geheimtipp fuer etablierte, exotenfreundliche UBs?

  1. min... 11.08.08 16:27

    Kann ich als Informatiker BESTätigen. Einladung bei BCG und McK, Absagen von Wyman, Booz, ATK, RBSC. Versuchen würde ich es noch bei Bain, von denen habe ich ebenfalls eine Zusage.

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  2. glitz 12.08.08 01:47

    Booz und ATK sind eigentlich sehr informatikfreundlich, da großer Fokus auf IT-Strategie.

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  3. Anonym 12.08.08 11:41

    Ich würde es bei allen vier noch versuchen, da sie alle lt. Eigenaussage alle auch explizit Exoten suchen. Bei RB und Bain kann ich das auch aus eigener Erfahrung BESTätigen.

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  4. Anonym 12.08.08 11:56

    und falls es bei keiner der großen klappen sollte, sind grds auch die nächsten 20 der lünendonk-liste grds. offen für sowas, sofern du über Praktika, nebenbeschäftigung o.ä. ein wenig wirtschaftsnähe vorweisen kannst...

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  5. homofaber 13.08.08 15:31

    kommt drauf an, was für ein "Exot" Du bist. Informatiker haben sicherlich gute Chancen bei UBs mit starkem IT-Bezug. Bei McK findet man recht viele Physiker (wie auch im IB). Bei UBs mit starker Healthcare-Practise sind Ärzte gern gesehen. UBs mit vielen Sanierungsprojekten stellen gerne Juristen ein. Chemiker werden zur Zeit auch gern genommen, da einige UB versuchen ihr Chemiegeschäft auszubauen. Und Ingenieure werden eh gerne eingestellt, da man sie sehr gut in der Industrie einsetzten kann. Den höchsten Anteil an "echten" Exoten – d.h. ohne Bezug zu einem relevanten Thema (Historiker, Biologen, Musiker etc.) scheint mir BCG zu haben.
    Die deutschen Beratungen (Berger, Dröge, ...) tun sich eher schwer mit Bewerbern, die kein BWL-Wissen mitbringen (ist ja ein allgemeines Phänomen, dass in Deutschland sehr viel Wert auf die fachliche Qualifikation gelegt wird, während im angelsächsischen Raum mehr auf die Soft Skills geachtet wird) - wobei ich den Eindruck habe, dass sich Berger zumindest Mühe gibt über den Schatten zu springen.

    Von den vier genannten sind Bain und Booz wahrscheinlich "exotenfreundlicher", aber versuchen würd ich ruhig alle vier. Ich würde ggf. noch ADL versuchen und je nach deinem Backgroud evtl. noch "Spezialberater".

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  6. dideldum 13.08.08 18:36

    Hallo! Erstmal vielen Dank fuer die ganzen Antworten. Derzeit versuch ich, die Personaler dazu zu bewegen, wenigstens ein Praktikum machen zu duerfen. Hab noch keine Ergebnisse, werd Euch aber berichten, wie's ausgegangen ist. Mit ADL hab ich telefoniert und schon vor der Bewerbung erfahren, dass ich ohne Wiwi-Background keine Chance hab. Fand ich eigentlich sehr fair! Die 3, die mir absagten, hatten mir urspruenglich zur Bewerbung geraten und aufgrund der Unterlagen abgesagt. Ich zoegere noch damit, die genannten 4 rauszuschicken, da ich vielleicht noch die Strategie aendern muss. Kenne leider kaum jemanden bei den genanntan UBs. Bewerbung ist schliesslich ein one-shot Problem, wenn's daneben geht, hat man kaum eine zweite Chance. Die Bewerbungen wurden auch von zig sehr kompetenten Leuten gegengelesen, also ich hab nicht den Eindruck, dass es an Formalitaeten lag.

    Zum Background: ich habe einen Background in Psychologie und Biologie (+PhD). Chancen gaebe es also auch bei personallastigen UBs, z.B. Kienbaum. Aber die Lernkurve scheint mir bei den Strategen doch steiler zu sein. Eine andere Option waere vielleicht eine UB mit Fokus Healthcare. Aber eine Healthcare-Section haben die doch praktisch alle, oder? Vielleicht hat jemand einen Ueberblick ueber die Top-Player im Pharma-/ Healthcare-Bereich!?

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  7. homofaber 14.08.08 10:13

    ich bin mir ziemlich sicher, dass die Bedeutung des Anschreibens überschätzt wird – CV ist viel wichtiger. In deinem Fall ist es allerdings für das Anschreiben wichtig sauber herzuleiten, warum Du jetzt auf einmal in die Beratung willst, wenn sich das aus deinem bisherigen Werdegang so gar nicht ergibt.
    Wenn dich der Bereich interessiert könntest Du Dich zumindest bei RB direkt für Healthcare Bewerben, da die – im Gegensatz zu den meisten anderen – auch auf Junior-Level direkt für einzelne Practices rekrutieren (ich würde aber vorher mal telefonisch Nachfragen, ob in dem Bereich überhaupt Bedarf besteht – sonst kannst Du Dich mit der Taktik auch selbst raus schießen).
    Personalberatung ist ein ganz anderes Marktsegment – da solltest Du Dir eine klare Meinung bilden, was Du machen willst. Ansonsten halte ich die Idee erst mal ein Praktikum zu machen für ganz gut um zu sehen, ob Beratung überhaupt das richtige für Dich ist. Bei den meisten kannst Du dann ggf. auch ohne weiteres Auswahlverfahren direkt anfangen, wenn das Praktikum gut läuft.

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  8. ahackl 19.02.11 04:14

    Hallo,

    guter Thread, ich stehe vor demselben Problem. Promoviert in theoretischer Physik
    mit wirklich sehr starkem wissenschaftlichen Profil das Richtung Professur
    sicher ausreicht. Habe Absagen von Wyman, Post DHL, RWE bereits
    nach Anschreiben sowie eine Zusage für ein Gespräch bei AT & Kearney und noch keine Antwort von Bain.
    Die Top Berater gehe ich erst noch an (MBB sowie Booz).
    Ich schätze stark das McK und Boston am freundlichsten sind, weil
    sie auch sehr stark hier an Caltech um grad students werben und auch um Postdocs.
    Ich kenne auch einige Postdocs die es zum Partner und Director bei McK gebracht
    haben, nicht zu vergessen Helmut Panke als CEO von BMW.

    Ich denke die Faustregel ist, je größer die Beratung, desto besser für
    Exoten, da Sie dann besser eine passende Nische finden. Die kleinen
    Berater kämpfen bereits zu sehr um Basisknowhow, besonders im Inhouse
    Bereich. Mir scheint das da lieber solides Knowhow mit Berufserfahrung gefragt ist
    statt die Katze im Sack. Bei Technologiekonzernen wie Siemens und Bayer kann
    das anders sein, da sie danach in der Konzernführung auf jeden Fall die Ing's
    und oder MatNat's gebrauchen können, daher auch ein guter Mix in der Consultingabteilung angestrebt wird. Diese zwei habe ich mir deshalb noch aufgespart.

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