Externe KUMULATIVE Dissertation

stefan1315 10.09.09 03:34

Hallo, schreibt gerade jmd. oder plant bald eine kumulative Dissertation in BWL (Finance) zu schreiben? Wo seht ihr die Vor-und Nachteile vs. Monographie? Wie sieht die Realität aus, soviel Erfahrunsgwerte scheint es ja nicht zu geben...

  1. MBA_05 10.09.09 23:17

    Eine kumulative Dissertation besteht im Normalfall aus mindestens drei bis vier wissenschaftlichen Publikationen in anerkannten Fachzeitschriften. Selbst dann muss man diese noch verbinden und kommt somit im Endeffekt auf einen sehr hohen Arbeitsaufwand. Da man nur Publikationen durch Forschung bekommt(Vorsicht: TIME GAP!!), und du diese nicht "rueckwirkend" betreiben kannst, vergiss es!

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  2. FC707 10.09.09 23:36

    Das stimmt absolut nicht!

    Es hängt absolut von der erwarteten Journalqualität und somit vom Lehrstuhl ab, wie hoch der Arbeitsaufwand ist. Häufig reicht es auch veröffentlichungsnahe Paper zu schreiben. Den Reviewprozess muss man meist nicht mehr machen...

    Der Arbeitsaufwand ist meiner Ansicht nach nicht höhrer als bei einer normalen Diss. Vorteile sehe ich allerdings, dass man sich die Arbeit so besser aufteilen kann.

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  3. MBA_05 11.09.09 09:01

    "Veroeffentlichungsnah" gibt es nicht. Ausser vielleicht an der Uni Buxtehude. Denn jede Diss. muss einen gewissen Standard erfuellen. 99% der Professoren werden dich mit Arschtritt aus dem Insitut befoerdern wenn du ohne echte Veroeffentlichungen nach einer kumulativen Arbeit nachfraegst. Und warum sollte der Arbeitsaufwand niedriger sein wenn selbst veroeffentlichungsnahe Papers Forschung beinhalten muessen, die man im Endeffekt dann doch selbst durchfuehren muss??? Deine Logik stinkt.

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  4. FC707 11.09.09 10:02

    Ich glaube eher, dass Du keinen Plan von einer Promotion hast.

    Aber nun noch einmal für Dich, MBAler, zum mitschreiben :)

    Man muss eine kumulative Diss nicht notwendigerweise in Journals veröffentlichen (abhängig vom Lehrstuhl natürlich). Dies wäre enorm arbeitsaufwendig. Man kann stattdessen die Paper veröffentlichungsnah bringen (im Sinne von Journals) und diese dann einfach in einem Buch herausbringen (ähnlich wie die normale Diss)

    Da man nicht für jedes Paper komplett unterschiedliche Sachen erforscht sondern aufeinander aufbauen kann (z.B. den gleichen Datensatz verwendet nur andere Analysen fährt), ist der Arbeitsaufwand durchaus vergleichbar wie mit der normalen Diss.


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  5. MBA_05 11.09.09 13:20

    Freund, deine Logik stinkt immer noch. Wenn der Arbeitsaufwand in etwa gleich ist (laut deiner Argumentation), was genau waere denn dann der Vorteil einer kumulativen Diss.? Antwort: es gibt keinen Vorteil, sondern nur Nachteile. Wenn man die Daten erhebt und dann drei oder vier Journal "aehnliche" Papers schreibt, kann man auch gleich stattdessen mit geringerem Aufwand einen Monograph mit verschiedenen Kapiteln schreiben. Und vermeidet gleichzeitig das Problem der Wiederholungen.

    P.S.: ich habe einen klassischen UK PhD und rate immer noch vom steinigen Weg der Kumulation ab!

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  6. stefan1315 11.09.09 14:58

    Dank für die Antworten. Wenn man andere Foren (doktorandenforum.de) etc. verfolgt, scheint es für Deutschland und BWL eher so zu sein, wie FCF07 schreibt und man (natürlich abhängig vom Lehrstuhl) nicht unbedingt in die Top-Journals muss. Ich erinnere mich ja MBA_05, dass du bei McK angefange hast, da werden ja viele Fellows mittlerweile die kumulative machen MÜSSEN (da mehr Publikationen für den Prof), oder?

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