Fachhochschulprofessor

Anonym 13.09.06 17:09

Hi zusammen,

kennt jemand Informationen zum Berufsbild des Fachhochschulprofessors? Besonders interessiert mich dabei der optimale Weg zum Erreichen dieses Ziels?

Bis jetzt weiß ich, dass man promoviert haben sollte und 5 Jahre in der Industrie gearbeitet haben sollte.

Wie seht ihr die Chancen, FH-Professor zu werden? Gibt es hier Entwicklungen, Trends bei den Einstellungen? Welche Fächer werden besonders gefragt sein?

Kurz zu mir: Ich studiere Wirtschaftsmathematik, möchte nach dem Studium für ein paar Jahre ins IB oder UB, danach Promotion und dann FH-Professor werden (Bereich: Statistik, Finanzen).

Grüße

Flo

  1. wis... 13.09.06 17:53

    bezweifle, ob man nach ein paar geldgesegneten jahren im ib zurück an die Uni will, um ernsthaft zu promovieren (ernsthafte Promotion typischer Berater-sabbatical promitionsquickie). wenn, dann würde ich vor dem Berufseinstieg promovieren. ansonsten steigt man als analystenwurm ein und erledigt uninteressante sklavenarbeit.

    ausserdem. wenn unikarriere, wieso um himmels willen fachhochschule? wieso nicht an einer richtigen Uni?

    insgesamt gesehen ein eher zu verwerfender plan.

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  2. bilbo5 13.09.06 18:15

    ???
    ich halte nichts von Deinem Plan...muß ich wirklich noch erklären warum?

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  3. wis... 13.09.06 18:20

    erstens. ich würde heisst nicht ich plane. zweitens. ja. warum?

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  4. bilbo5 13.09.06 18:28

    @wisser: ich meine nicht Deinen Plan, sondern den von unserem zukünftigen FH-Professor.

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  5. hhfwt 13.09.06 20:43

    wieso fh und nicht Uni?

    vielleicht weil auf fh nicht unterricht a la rein...1,5 h ranzige Folien vortragen.....raus...gelebt wird, sondern intensiver, praxisnaher Unterricht, oftmals in diskussionsform.
    Ich denke, dass eine FH-Professur mehr befriedigt (aber auch mehr fordert) als eine Uni-Professur.

    Und jetzt bitte keine voreiligen Meldungen von Uni-Studis...ich habe beides -FH und Uni -besucht und weiß wovon ich rede.

    Fazit: Lasst den Mann doch FH-Prof werden ;-)

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  6. Anonym 13.09.06 22:04

    @bilbo: Na dann schieß doch mal los
    @wisser:

    pro FH:

    + keine langjährige Habilitation wie an der Uni notwendig
    + ich möchte in der Lehre tätig werden (FH-Profs haben ihren Schwerpunkt in der Lehre, nicht in der Forschung)

    Ok, wahrscheinlich ist es sinnvoll die Promotion gleich ans Studium anzuhängen.

    Aber denkt ihr wirklich, dass die FH-Professur ein so schlechter Exit z.B. vom IB ist?

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  7. bilbo5 14.09.06 08:56

    Erstens, warum willst Du Dir den Stress als analyst im IB geben, wenn Du später sowieso Prof werden willst. Das Geld kanns ja wohl nicht sein..IB wird doch erst ab senior level interessant.
    Zweitens, Prof zu werden, setzt meiner Meinung nach ein wissenschaftliches Interesse voraus. Das scheinst Du ja nicht zu haben, wenn Dir die Habilitation zu langwierig ist.
    Wenn Du unbedingt so schön praxisorientiert unterrichten willst, warum hast Du dann nicht gleich Wipäd studiert?

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  8. Anonym 14.09.06 11:35

    Oh je...hättest du besser deine geistigen Ergüsse für dich behalten. Wipäd? Willst du jetzt im Ernst die Arbeit als Berufsschullehrer mit einem FH-Professor vergleichen? Also bitte, dass sollte sich doch sogar bis nach Nbg herumgesprochen haben...

    Gleichzeitig sprichst du mir wissenschaftliches Interesse ab, wenn man keine Lust auf 5-10 Jahre Habilitation hat, in dieser Zeit mehr als schlecht verdient und auf eine ungewisse Zukunft blicken kann. Alles klar...

    Danke für deine Ansichten, sie helfen mir jedoch auch nicht weiter.









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  9. bilbo5 14.09.06 11:58

    Leicht reizbar?
    Willst Du jetzt Kohle machen oder Prof werden?
    Ungewisse Zukunft in Zeiten von Junior-Professur?

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  10. Anonym 14.09.06 12:23

    Ja, bin heute nicht so gut drauf! Ich hoffe, du verzeihst, sorry...

    Mal zwei Frage an dich: Gehts dir beim IB eigentlich nur ums Kohle machen?
    Möchtest du wirklich dein ganzes Leben dem Stress in einer IB ausgesetzt sein?

    Ich finde mein Plan hat was:

    Uni --
    Promotion (ggf. doch gleich nach dem Studium) --
    IB,UB (für 5 Jahre kräftig Gas geben, gutes Geld verdienen, obwohl mir durchaus bewusst ist, dass das richtige Geld erst danach verdient wird) --
    FH - Professur (intellektuelle Arbeit, Bezahlung ok)

    Wo wir auch wieder bei einer meiner wichtigsten Fragen wären:

    Gelingt der Absprung von der Wirtschaft zur FH-Professur ohne größere Probleme?

    Flo

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  11. bilbo5 14.09.06 15:46

    Ich hab nie gesagt, dass ich im IB anfangen will; zumindest nicht zu 100%.
    Noch weniger aber kann ich die Leute verstehen, die im IB schon mit dem Exit-Horizont

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  12. Anonym 14.09.06 18:25

    Den von Dir geplanten Weg finde ich sehr interessant, auch ich trage mich mit dem Gedanken nach einigen Jahren UB eine FH-Professur anzustreben.
    Was die Habilitation angeht muss ich Dir voll und ganz recht geben, wissenschaftliches Interesse zeigt sich nicht ausschliesslich in der Bereitschaft jahrelang der Handlanger eines Profs zu sein mit mehr als ungewissen Zukunftsaussichten - auch in Zeiten der Juniorprofessur. Ich kenne einige ehemalige Postdocs/Habilitanden und Privatdozenten, die seit Ewigkeiten an der Uni rumhängen und bis dato erfolglos auf einen Ruf warten.
    @Motivation für IB: für die meisten (es mag Ausnahmen geben) ist natürlich die Kohle der Hauptanreiz in so einem Laden anzufangen. Wer kann mir erzählen, dass es Spass macht 100 Stunden die Woche zu arbeiten und dabei jegliches soziale Leben ausserhalb der Bank aufzugeben. Für mich eine Form der Highclass-Prostitution...
    Natürlich verdient man an ner FH nicht so viel wie im IB, aber es gibt ja auch noch andere Werte als den schnöden Mammon. Ausserdem ist es sehr gut möglich durch externe Beratungsprojekte die Finanzen noch etwas aufzupolieren...
    Meines Wissens geht ein Einstieg in eine FH-Professur am besten -die genannten formalen Kriterien vorausgesetzt- indem man sich bereits während der Promotion (möglichst mit einer gewissen Berufserfahrung) als Gast/Teilzeitdozent an einer FH engagiert. Wichtig sind auch gute Kontakte in die Wirtschaft zur Beschaffung von Drittmitteln sowie zur Aufrechterhaltung der "Praxisverbundenheit".

    So long...

    Zcarface

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  13. Anonym 14.09.06 18:27

    Steigt man denn mit Promotion höher ein in ner IB? Ich dachte das zählt dort quasi gar nicht die wollen doch lieber "Macher" als Theoretiker...?

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  14. Anonym 15.09.06 10:20

    Danke Zcarface für deine Anregungen! Mit Promotion steigst du im IB meist als "Associate" ein, eine Karrierestufe höher ein als mit Diplom.

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  15. bilbo5 15.09.06 11:15

    Ohne Berufserfahrung stehen die Chancen sehr schlecht als associate einzusteigen, egal ob Promotion oder MBA von wo auch immer. Hatte vor kurzem genau darüber ein Gespräch mit einem MD von MS.

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