Firmenwagen: Car-Allowance

chrism 02.11.06 17:54

Hallo zusammen,

mir wurden heute im Gespräch die Konditionen bzgl. Firmenwagen vorgestell (steige nach Uni-Diplom ein): nach der Probezeit (6 Monate) gibts das Recht auf einen Firmenwagen (ca. 3er BMW, Audi A3).
Man kann sich aber auch für die dienstliche Nutzung des eigenen PKWs entscheiden, dann erhält man 1030€ monatlich als 'car allowance', müsste dann aber alle Dienstreisen bis 300km mit dem eigenen Wagen durchführen.

Nun meine Überlegungen (hab natürlich nicht weiter gefragt): 12 * 1030 = 12.360 jährlich (!). Nur fürs Auto. Kann das stimmen? Oder sollen mit den 1030€ monatlich auch pauschal schon alle Spritkosten mit abgedeckt sein? ...kann ich mir ja kaum vorstellen, denn die dürften, je nach Einsatzort, stark schwanken.

Kurzum: Ist es i.d.R. geschickter,
- einen Privat-PKW dienstlich zu nutzen (da sollte man neben der 'allowance' doch auch Kilometergeld vom Arbeitgeber bekommen, und steuerlich kann man das auch alles irgendwie noch absetzen)
- oder den Dienstwagen zu nehmen (wäre in dem Fall wohl mit Fahrtenbuch), wofür man vom Finanzamt aber ordentlich zur Kasse gebeten wird. Als Schätzer kann man ja wohl den steuerrechtlichen Pausch-Bemessungsgrundlage heranzeihen. Bei 30.000€ Wagen wären das so 3600 + ca. 400 (für Arbeitsweg), was dann ja ca. 1600€ an zusätzlichen Steuern im Jahr macht (abgesehen davon, dass einem die allowance entgeht).


Kennt sich einer aus? Bin ich voll auf dem Holzweg?

Grüße
Chris

  1. hansmaiser 04.11.06 14:02

    Hallo,

    habe auch so eine ähnliche Regelung in meiner Firma (kleinere UB). Da bekommt man 530€ im Monat für die Nutzung des Privatwagens. Muss alle Fahrten bis ca. 200 KM mit eigenem Fahrzeug fahren, ist aber zum Teil Verhandlungssache mit dem Chef...

    Was du wissen solltest: Diese 530€ sind Brutto -- D.h. nach Steuern bleibt nur noch die hälfte übrig... D.h. bei mir lohnt das nur, wenn ich viel in Projekten bin, wo ich nicht viel fahren muss. In die Regel sind diese Projekte so, dass ich viel im unserer NL sitze und nicht viel fahren muss.
    Kilometergeld vom Arbeitgeber entfällt aber mit dieser Regelung. D.h. du musst schauen, dass du mit diesem Geld deine Kosten deckst. Wenn du ein einigermaßen zuverlässigen Diesel (oder Gas-Fahrzeug) fährst, dann klappt das, ansonsten würde ich dir einen Firmenwagen empfehlen.

    Hier findest du einige Tools, wo du dir dein Netto ausrechnen kannst mit Fahrtkostenpauschale oder Firmenwagen:
    http://www.steuern-online.de/rechner/

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  2. chrism 05.11.06 21:30

    Danke für die Antwort!
    Hatte ich mir schon so etwa gedacht. So habe ich jetzt Gewissheit, wie das Schema real angewendet wird.

    Die Rechner sind natürlich Klasse, aber das große Problem ist: ohne Erfahrungswerte fehlen einem natürlich die sehr detaillierten Angaben bzgl. der zurückzulegenden Strecken.

    Wer konkret vor der Frage einer Anschaffung steht, der findet vielelicht folgenden Link auch nützlich. Da haben die abh. von der jährlichen Kilometerleistung und Nutzungsdauern für verschiedene PKW die "Betriebskosten pro Kilometer" angegeben. Als schneller Schätzer und Vergleich der Wagen evtl. interessant.

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