Gehaltsvorstellung zu niedrig

FKN... 08.04.05 10:48

Ich habe beim VG in einer mittleren Beratung eine verhältnismäßig niedrige Gehaltsvorstellung (35-40k) angegeben, obwohl ich mir bewusst war, dass i.d.R. mehr gezahlt wird. Grund war, dass ich von verschiedenen Seiten gehört habe, dass gerade in kleineren und mittleren Beratungen die Einstiegsgehälter stark zurückgegangen sind. An der Reaktion des Gesprächspartners merkte ich sofort, dass ich damit daneben lag. Jetzt wurde ich zu einem zweiten Gespräch eingeladen und weiß überhaupt nicht wie ich mich in diesem Punkt nun verhalten soll!

-Entgegen besseren Wissens daran festhalten, wenn ich ein zweites Mal gefragt werde? (Gibt es nicht dicke Minus Punkte wenn man sich zu niedrig einschäzt?)
- Gleich höher ansetzen (zb 42-45k) und das erste Gespräch dazu ignorieren? Was antworten wenn ich nach dem Grund der Abweichung gefragt werde?

Hat jemand einen Tipp wie ich da elegant wieder rauskomme ohne ein schlechtes Licht auf mich zu werfen??? Ich habe noch nie eine Gehaltsverhandlung geführt!

  1. chr... 09.04.05 10:59

    Daß Du überhaupt schonmal bis zur Gehaltsverhandlung gekommen bist, zeigt doch daß die Dich haben wollen. Das ist schonmal sehr positiv. Ich denke nicht, daß dieser Ausrutscher sehr relevant war, die werden sich im Gegenteil sogar eher freuen wenn jmd eher billiger arbeiten möchte.
    Vielleicht kennst Du schon andre Berater aus dem Unternehmen, die Du Fragen könntest, mit was sie angefangen haben?

    Wenn Du bei der zweiten Sitzung dann Deine Gehaltsvorstellungen nach oben setzt, könntest Du als Grund für das erste billige Angebot zum Beispiel sagen, daß Dir sehr viel am Herzen liegt bei dieser Beratung zu arbeiten und deswegen ein so billiges Angebot gemacht hast, um auch wirklich rein zu kommen. Dir gefällt die Unternehmensphilosophie, die Arbeitsweise oder so, deswegen hättest du auch billiger gearbeitet. Den zweiten Termin hast Du wahrscheinlich nur bekommen, weil die Chefs da Dir eine zweite Möglichkeit geben wollen ein richtiges angemessenes Gehalt zu fordern. Wahrscheinlich meinen die es also vielleicht sogar nur gut mit Dir...

    So long und halt mich über den zweiten Termin auf dem Laufenden...

    Chris

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  2. Hom... 09.04.05 22:44

    Ich weiss ja nicht ob im ersten Gespräch über Zusatzleistungen (Firmenwagen usw. etwa) gesprochen wurde aber vielleicht kannst Du ja so argumentieren dass Du eine etwas niedrigere Gehaltsvorstellung angegeben hast, da Du Dir in dem Bereich etwas mehr erhoffst, das Gehalt quasi mit den anderen Sachen koppeln...wäre mein Tip wenn Du die Gehaltsvorstellung nicht ändern möchtest.

    Ciao
    J

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  3. feb... 10.04.05 23:43

    ganz schnell:

    warum sagst du nicht, dass eben weil du weisst, was du wirklich wert bist hast du deine vorstellungen so niedrig angesetzt..

    wieso?

    na, weil du keine angst davor hast auf dauer zu kurz zu kommen-

    vielmehr siehst du eine anpassung deines gehaltes im laufe der zeit nur als eine natürliche konsequenz deiner leistungsfähigkeit, die du nicht verlegen bist unter beweis zu stellen -

    der standpunkt ist also, dass das niedrige Gehalt für dich eher vertrauen in dich darstellt, als mangelndes selbstwertgefühl o.ä. -

    pimpelfimpel

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  4. Anonym 18.04.05 11:56

    Halte alle von den Kollegen gebrachten Punkte für gut. Desweiteren finde ich, die Spanne 35-40k ist nicht zu gering für eine mittlere Beratung. KPMG zahlt ab 43-44k für Einsteiger. Allerdings solltest Du nicht weniger verlangen als der Durchschnitt dort!! Über Angebot und Nachfrage kann man, glaube ich, immer argumentieren. Ausserdem wird dein Zweit-Gespräch niemals an eine zu-geringe-Gehaltsforderung scheitern! Ich habe z.B. 50(+Extras) gefordert und 60 + bekommen. Ich glaube, gute Firmen lassen dich einfach nicht, unter Mindest-Standardlohn arbeiten.

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