Gehaltvorstellung im Anschreiben

lycka 08.11.04 18:06

Hallo,
zunehmend soll man auch seine Gehaltsvorstellungen im Anschreiben formulieren. Woher bekomme ich denn Infos, was zur Zeit gezahlt wird. JungeKarriere hatte z.B. vor ca. 3 Monaten eine Übersicht. Die hat mir aber nicht richtig geholfen.

Ich suche Infos für den Bereich Corporate Finance Beratung, Transaction Advisory bei großen Prüfungs- und Beratungsgesellschaften. Außerdem wären Infos über Banken und Traineeprogramm bei Banken auch super.

Wäre auch über Erfahrungen und Formulierungshilfen dankbar. Ich habe bis jetzt gehört, dass man auf das Thema eingehen muss, wenn es in der Ausschreibung erwähnt wird. Ausflüchte und Verweis auf das Gespräch sollen nicht empfehlenswert sein.

Danke und Gruß
lycka

  1. Anj... 08.11.04 21:28

    Hallo lycka,

    Ausflüchte sind definitv nicht empfehlenswert. Aus Erfahrung (screene Bewerbungen in einem Unternehmen) weiß ich, dass Nicht-Angaben sehr nervig sind. Wir bitten ja nicht umsonst darum, dass sich mit Angabe von Gehaltsvorstellungen beworben wird. Und das zu Umgehen sieht a) so aus wie "Sie kann nichtmal tun, was in der Anzeige steht, wie soll sie dann einen gescheiten Job machen" und b) können wir nicht einschätzen, ob der Bewerber realistische Vorstellungen hat und ins Gehaltsgefüge passt.

    Kleine Entwarnung: Wenn ein Kandidat tatsächlich interessant ist, seine Gehaltsangabe aber 2.000 Euro über unserer Vorstellung liegt, dann wollen wir ihn natürlich trotzdem noch kennen lernen. Verhandeln kann man ja immer noch. Aber wenn es 10.000 Euro drüber sind, dann stimmt was nicht.

    Insofern: Ja, wichtig, dass du etwas nennst. Es empfiehlt sich, von bis anzugeben. (Z.B. mit einer Spanne von 4.000 Euro.)

    Formulierung? Das kannst du ganz einfach halten: Am Ende z.B. schreiben "Meine Gehaltsvorstellungen belaufen sich auf ..." Etwas kreativer schadet aber sicher nicht.

    Hoffe, das motiviert dich, dich beim Gehalt schlau zu machen. Wo du Angaben für deinen Bereich findest, kann ich dir leider auch nicht sagen. Sorry.

    Viel Erfolg!
    Anja

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  2. Steve_25 08.11.04 23:35

    Hallo lycka,

    hoffentlich ist das schon klar: AnjaCZ hat den Fall hinreichend behandelt, in dem Unternehmen ausdruecklich um Gehaltsvorstellung bitten. Wenn das nicht so ist, sollte man es vermeiden. Das ist nicht allein meine Meinung (spielt weniger eine Rolle), sondern kann auch in den bekannten Ratgebern nachgelesen werden (z.B: in der Hesse/Schrader Literatur).

    Viel Erfolg (und Glueck) beim Bewerben!

    Gruss,

    Stefan

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  3. lena6 09.11.04 00:23

    welcher klar denkende mensch verschlechtert sich vorsätzlich durch die Angabe des gehaltwunsches seine verhandlungsposition? wer trägt schon die gehaltsvorstellung einem unflexiblen kleingeist aus der personalabteilung an, anstatt angebotenes fair von der fachabteilung bewertet und abgegolten zu bekommen? mal von den schwachköpfen abgesehen, die noch immer diese Bewerbungsratgeber* lesen, niemand. deswegen. einfach den ball zurückspielen und "meiner qualifikation entsprechend" hinschreiben und sich danach gedanklich meine sehr genervte fast-namenskollegin beim screenen vorstellen. meine meinung, grosse rolle spielend.

    * Bewerbungsratgeber von Personaler für Personaler. der zweck ist das provozieren von komplexen bewerbungsunterlagen um entsprechend budgetreiche personalabteilungen rechtzufertigen. dem nicht genug, es werden die jeweiligen Personaler zwecks
    arterhaltung angehalten sich auch in foren entsprechend zu engagieren und personalerdenke abseits jeglicher rationalität zu verbreiten.

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  4. lena6 09.11.04 00:25

    ad kleingeist: „Sie kann nichtmal tun, was in der Anzeige steht, wie soll sie dann einen gescheiten Job machen“. Demnach gilt: „Sie kann tun, was in der Anzeige steht, sie kann also einen gescheiten Job machen“?? soviel zu den angewendeten bewertungsmaßstäben.

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  5. mac... 09.11.04 06:44

    Goldman Trader haben es nun mal drauf - nicht nur Excel, sondern auch in angewandter Logik! Wenn man bei einer DCF-Bewertung landen kann, wozu sich zum Marktwert verkaufen?

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  6. dos... 09.11.04 13:58

    Meine Meinung dazu ist zwiegespalten.
    Doch bisher habe ich es immer vermieden in den Anschreiben meine Gehaltsvorstellungen zu nennen.

    Ich denke das Mittel der vorab Gehaltsnennung wird von Unternehmen gerne dazu benutzt den Bewerber einzuengen, ohne das man ihn zunächst persönlich kennt und sich einen eindruck gemacht hat.

    Ich habe bei meinen letzten- und bei dem aktuellen Job frei verhandelt und es ist nicht schlecht für beide Seiten gelaufen. Allerdings wurde auch bei beiden Unternehmen in der Stellenbeschreibung keine Gehaltsvorstellung gefordert.

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  7. Anonym 09.11.04 18:14

    Bei den großen Prüfungsgesellschaften liegt der Einstieg zwischen 37000 und 45000. Also liegt man mit 40000 bis 42000 so in dem von Anja definierten Bereich würde ich sagen.

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  8. cha... 07.04.05 22:53

    Hi, du bist der einzige der hier auf die Frage geantwortet hat. wir sollten uns vielleicht am Ausland ein Beispiel nehmen und diese Gehaltsgeheimniskrämerei aufgeben und nicht ständig um den heißen brei reden.

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