Inhouse vs. Nicht-Inhouse

GeorgP 27.08.07 16:51

Hi Euch!
Ich würde gern mal Eure Meinung zu den Inhouse-Consulting Unternehmen wissen, die es so in Deutschland von VW, BMW, LH, Simens, etc. gibt.

Wie seht ihr diese Häuser? Sind sie besser als normale Beratungshäuser wie Capgemini, Steria-Mummert, Bearing Point, etc? (die großen BCG, McK, etc. zähle ich mal nicht auf, da sie ja eh über allen Wolken schweben...) Oder sind die eher schlechter, weil sie nur sozusagen ein "Abklatsch" des Großkonzerns sind? (das soll ist nicht negativ gemeint...)

Haben die irgendwelche Vor oder Nachteile? Wie sieht es mit dem Gehalt und irgendwelchen Zusätzen (Auto, Bonus, etc.) im Vergleich aus?

Und wie sind die Aufstiegschancen- wo gehts schneller nach oben? In der Industrie, im Inhouse oder in einem normalen Beratungshaus???

Danke Euch,
Georg

  1. FC707 28.08.07 11:41

    Man kann meiner Ansicht nach nicht sagen, dass eine ist besser als das Andere. Beides hat Vorteile und Nachteile.

    Non-Inhouse bietet Dir in erster Linie Abwechslung. D.h. Du kannst mehrere Industrien und Firmen kennenlernen ohne Dich früh festlegen zu müssen. Wenn Du allerdings schon genau weißt ich will eh nur Automotive machen oder ein spezifisches Unternehmen spricht Dich Total an, dann ist Inhouse Consulting eine gute Alternative. Du hast dort genug Abwechslung, um die Firma detailliert kennenzulernen und richtest Deine Karriere schon auf ein Unternehmen aus. In Gehalt orientiert sich Inhouse eher am Industriegehalt und ist daher wohl eher ein bisserl geringer als in der klassischen Beratung (aber nicht signifikant). Die Aufstiegschancen sind glaube ich in beiden gleich gut. Du kannst genauso quer wechseln wenn Du im Non-Inhouse arbeitest. Ich hoffe ich konnte Dir ein bisschen helfen.

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  2. sudden 28.08.07 14:53

    wenn du in die Beratung willst führt kein Weg an McK, BCG etc. vorbei.

    Ansonsten ist Beratung immer so ne Sache vom Ansehen. Es werden arbeitsplätze wegrationalisiert und im Endeffekt sprechen Berater öfter Themen an, die die Vorgesetzten in den letzten Jahren nicht behandeln wollten.

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  3. homofaber 28.08.07 15:44

    Bei Inhouse-Beratungen sind die Unterschiede wahrscheinlich noch größer, als bei den klassischen Beratungen. Ein wesentlicher Bestehet darin, ob die Inhouse-Beratung im wesentlichen ehemalige Mitarbeiter klassischer Bratungen (McK, BCG usw.) beschäftigt oder sich sein Personal von der Uni und aus dem eigenen Unternehmen holt. Im ersten Fall kannst Du davon ausgehen, das das Niveau vergleichbar ist – im zweiten eher nicht. Anderes gesagt: wenn Du zu einer guten Inhouse-Beratung willst musst Du wahrscheinlich eh erst den Umweg über McK, BCG etc. machen.
    Ansonsten ist die Bezahlung tendenziell etwas geringer, dafür aber auch die Arbeitszeiten. Außerdem ist – im Regelfall – die Stellung im Unternehmen einer andere: Du bist nicht mehr der externe Berater, sondern der hilfreiche Kollege, der zufällig in der Inhouse-Beratung sitzt.
    Bei Inhouse-Beratung ist im Regelfall eine Karriere Im Konzern vorgesehen (und erwünscht), dafür gibt es natürlich keine (richtigen) Partner, was ggf. in der klassischen Beratung eine attraktive Möglichkeit ist.

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  4. GeorgP 29.08.07 20:30

    Danke euch für die Meinungen. Ich glaube, ich sollte mal die Finger davon lassen. Dadurch das mein Studium doch eher breit aufgestellt ist, würde ich mich ungern schon jetzt spezialiesieren. Aber das würde ich zur Not noch überleben. Was ich aber auf gar keinen Fall möchte, ist mich einem Unternehemn jetzt schon "zu verkaufen", also mich da jetzt schon zu binden....

    Mal so eine andere Frage. wie sieht es denn mit "Quer-Wechslern" aus? Also z.B. von Lufthansa Consulting nicht in den LH Konzern sondern zu Emirates oder so. Oder von VW Consulting zu Porsche, etc.?

    Und wenn wir dabei schon sind, was zahlen denn die normalen Consulting-Häuser (also keine BCGs etc.) für einen frischen FH-Absolventen? Kann man mit 36.000Euro rechnen? Oder eher zu viel/zu wenig? Ja, ich weiß, es kommt auf so viele Faktoren an, aber so mal als Durchschnittswert....

    Danke Euch,
    Gruß

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  5. sudden 30.08.07 11:23

    wechseln innerhalb der Branche sollte kein Problem sein. Hab aber auch keine genauen Info's. Wechseln zwischen den Branchen (z.B. Kraftfahrzeuge zu Energiekonzern) dürfte aber wesentlich schwieriger werden.

    Aber selbst bei einer externen Beratung spezialisiert man sich nach einer gewissen Zeit, wenn nicht gar von Anfang an. Wenn du also ein Praktikum o.ä. denkst, solltest du genau überlegen, wo du dein Praktikum absolvierst.

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  6. homofaber 30.08.07 19:24

    zu "Quer-Wechslern": ich denke nicht, dass das sehr sinnvoll ist, denn einer der Vorteile der Inhouse-Beratung ist ja grade, dass Du dir in dem Unternehmen ein Netzwerk aufbaust und dann relativ einfach (und recht hoch) in die Linie wechseln kannst – während es Leuten aus klassischen Beratungen manchmal schwer fällt den Ausstieg zu schaffen

    Zum Thema Gehalt: die "nicht-normalen" (also BCG etc.) nehmen meist gar keine FH-Absolventen (wobei ich den Eindruck habe, dass sich das grad aufweicht). Bei den anderen sollte schon etwas mehr als 36 TEUR drin sein (das ist grad mal BAT II a) – ich weiß zwar nicht, ob die dann einen FH-Abschlag vornehmen, aber 40-45 sollten es schon sein

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  7. GeorgP 31.08.07 14:09

    Danke Euch. Also du meinst, dass man bei den Kandidaten der zweiten Reihe (CapGemini, Accenture, Horvath, Steria, etc. etc. etc.) als frischer FH Absolvent so um die 40-45 kriegen kann, ja???

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  8. Anonym 01.09.07 13:16

    40 bis 45 minimum + Bonus + kfz; alles andere ist far below average, wenn du ein gutes profil hast

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  9. GeorgP 01.09.07 16:15

    Also Profil ist nur mittel: Diplom FH 1,7; mehrere Praktika In/Ausland; 9 Monate Praktikum in dem Betrieb selbst...

    Bonus, kann ich da mit einem Monats-Brutto-Gehalt rechnen am Jahresende oder ist damit eher ein Projekt-Erfolgs-Abhängiger Bonus gemeint?

    Mit PKW sieht schlecht aus, das habe ich schon abgecheckt. Erst ab Senior Manager kriegt man um die 800 Euro von der Leasing-Rate erstattet. Kriegt aber dafür auch privates Benzin bezahlt. Bis dahin kriegt man "nur gute Konditionen beim leasingpartner"...

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  10. GeorgP 01.09.07 16:21

    Also Profil ist nur mittel: Diplom FH 1,7; mehrere Praktika In/Ausland; 9 Monate Praktikum in dem Betrieb selbst...

    Bonus, kann ich da mit einem Monats-Brutto-Gehalt rechnen am Jahresende oder ist damit eher ein Projekt-Erfolgs-Abhängiger Bonus gemeint?

    Mit PKW sieht schlecht aus, das habe ich schon abgecheckt. Erst ab Senior Manager kriegt man um die 800 Euro von der Leasing-Rate erstattet. Kriegt aber dafür auch privates Benzin bezahlt. Bis dahin kriegt man "nur gute Konditionen beim leasingpartner"...

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