Interne Auswahlkriterien bei UBs

Sun_girl1 17.04.07 09:11

Hallo Leute,

naben den formalen Anforderungen, die die meisten UBs an Bewerbern stellen, haben sie ja noch interne Kriterien, die z.B. Noten, Anzahl Praktika etc. betreffen.

Aus Insiderquellen habe ich erfahren, dass Roland Berger bspw. sehr stark nach dem Vordiplom selektiert und dieser 2,0 oder besser sein muss.

Wie sieht es mit anderen Unternehmen aus? Lasst uns doch mal sammeln :)

  1. Anonym 17.04.07 10:52

    Das Prinzip wird wohl bei allen ähnlich sein, wobei es sicherlich leichte Unterschiede gibt. Kenne z.B. jemand mit nicht ganz so tollen Noten, der bei McK noch nicht mal eingeladen wurde und bei BCG jetzt anfängt. Kann jedoch wahrscheinlich auch umgekehrt sein.
    Gerade Roland Berger kann es sich wohl nicht leisten genauso selektiv zu sein wie z.B. McK. Auch wenn jede Beratung behauptet bestimmte Kriterien knallhart durchzuziehen, wird das in der Realität nur begrenzt möglich sein, sofern nicht genügend Bewerber diese Kriterien erfüllen.
    Zum Thema Noten: Pauschalaussagen sind definitiv nicht möglich, lediglich Richtwerte. Eine Recruiterin von BCG hatte mir mal gesagt, dass sie sich Noten schon differenziert angucken (Studiengang, Uni). So dürfte klar sein, dass an der Uni-Witten Herdecke eine 1,7 eine ziemlich schlechte Note ist, da dort die Notenskala schon fast endet.
    Was mir allerdings sehr stark aufgefallen ist: das Vordiplom ist sehr wichtig und auch das Abitur wird sehr stark in die Betrachtung einbezogen. Letztlich nachvollziehbar, da das Abitur alle möglichen Fächer abdeckt und nicht nur das was man aus Interesse studiert. Für das Vordiplom hat man fast immer kaum Wahlmöglichkeiten und muss auch Klausuren in ungeliebten Fächern schreiben. Das Diplom ist hingegen sehr schwierig vergleichbar, da man sich im Zweifel Fächer und Schwerpunkte aussuchen kann, bei denen es an der eigenen Uni sehr gute Noten gibt.

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  2. Raul1 17.04.07 15:02

    Ich glaube auch, dass die Noten in Abitur, Vordiplom und Diplom eine gewichtige Rolle spielen. Es ist meiner Meinung nach eben für die Unternehmen am einfachsten die Bewerber am Anfang nach den Noten zu selektieren - was anderes bleibt ihnen auch nicht übrig. Jedoch glaube ich auch, dass es in der Zeit des Abiturs noch viele junge Menschen gibt, die ihr Potential noch gar nicht richtig ausschöpfen können oder wollen. Sei dies zum Beispiel bedingt durch den Leistungssport, "Null-Bock-Phase", Reife oder eventuelle Private Probleme. Diese Bewerber, die eigentlich im Nachhinein bewiesen haben, dass sie sehr gut sind, fallen somit durch den Bewerbungsraster der Firmen. Letztendlich haben diese Einzelfälle meistens keine Chance bei der hohen Anzahl der Mitbewerber - die zumeist deswegen auf den ersten Schein als besser erachtet werden. In diesem Sinne ist es für mich auch logisch, dass man mit schlechteren Noten bei BCG einfacher Berater werden kann als bei MCK, da MCK viel mehr Bewerbungen erhält. Zitat aus dem Buch "Karriere Insider Consulting" (Staufenbiel Verlag):
    Wussten Sie, dass McKinsey jedes Jahr zwischen 10.000 und 15.000 Bewerbungen (...) erhält?

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  3. Anonym 17.04.07 18:08

    So ein Schwachsinn...BCG steht auf einer Stufe mit MCK, sowohl in der Reputation als auch in der Anzahl der Bewerbungen

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  4. Raul1 17.04.07 18:15

    Keiner hat hier von Reputation gesprochen! Ist ja klar das MCK, BCG und Roland Berger sich nichts nehmen:-)

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  5. Raul1 17.04.07 18:16

    Keiner hat hier von Reputation gesprochen! Ist ja klar das MCK, BCG und Roland Berger sich nichts nehmen:-)

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  6. maj... 17.04.07 18:17

    Meint ihr nicht dass es auch ein bisschen auf die Umstände ankommt? Beispielsweise zum Thema Vordiplom... ich hab Wirtschaftsingenieurwesen studiert und der Durchschnitt an den besseren Unis beim Vordiplom liegt meist über 3,x. Da würde ich mir als Beratung auch überlegen, ob beispielsweise ein Bewerber sein Grundstudium in Regelstudienzeit und mit vielleicht nicht ganz so tollen Noten, oder 2 Semester über Regelstudienzeit und mit ner guten Note abgeschlossen hat...

    Ich denke mal es kommt eher auf ein interessantes Gesamtbild an... wenn jemand ein sehr gutes Diplom, Auslandsaufenthalt(e), gute Praktika, soziales Engagement und kurze Studiendauer vorzuweisen hat, dann glaub ich nicht dass man grundsätzlich durch ein schlechtes Vordiplom rausgesiebt wird... oder wie seht ihr das ?

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  7. Ertan_Ongun 17.04.07 21:12

    Leute Leute Leute,

    erstens als Student an der UW/H kann ich euch mitteilen, dass ein Einser Examen auch in Witten nicht hinterhergeworfen wird. Im GEgenteil, zweier Examen gibt es auch reichlich, wenn gleich dreier Examen fast nie.

    Das liegt auch daran, dass die Abiturnoten, im Durchschnitt je nach Jhg. zwischen 1,2 und 1,5 liegen. Mein Semester hat ein arithmetische Mittel von 1,2 ...

    Zweiten, rate ich von sämtlichen Rastern ab, die darauf deuten, dass ein Dreier Abiturient oder ein schlechter zweier Abiturient keine Chance hat. Ich habe Freunde mit zwei Abiturnoten und Diplomnote bei den MCK. Natuerlich hat der Rest halt gut gepasst: Praktika , Ausland, Studiendauer, Reputation der Uni, Außercurriculares Engagement und last but not least nicht zu unterschätzen die Personality.

    Außerdem sollte wäre es mal ratsam dieses haette wenn und aber Gerede bei Seite zu lassen und sich einfach straight zu Bewerben und den eigenen Marktwert auszuloten.

    Alle Berater von sämtlichen Beratungen (einschl. Top 20) werden den selben Kriterien Katalog durchboxen.

    Top Berater gibt es im übrigen nicht nur bei
    den Üblichen Verdächtigen: BCG MCK Berger, ATK, Bain, und Booz, sondern auch bei spezialisierten Beratungen, wie Simon-Kucher, Kurt Salmon, oder Mercer Oliver Wyman. Die Leute sind alle super und gewinnen im Dayt to Day Business uunnzählige Pitches gegen die großen jungs. Außerdem die Bezahlung ist nicht schlechter dort, und die Atmosphäre und die Aufstiegschancen oft umso größer.

    Jeder der ein großes EGO hat, Brandgeil is t und gewisse komplexe mit der dicken Visitenkarte kompensieren muss, sollte alles tun um in jedem Fall ein McKinsey offer zu bekommen.

    Alle coolen und trotzdem nicht duemmere Leute, gründen einfach mal was.

    Ertan Ongun

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  8. fre... 17.04.07 23:05

    Noten sind doch rein relativ. Man kann über spezialisierte Dienstleister herausfinden, in welchem Segment eines jeden Jahrgangs das jeweilige Examen / Vordiplom einzuordnen ist.

    Gepaart mit einem Uni-Vergleich, kann man ungefäHR erkennen, ob der Bewerber wirklich zu den Top 10-15% gehört. Du darfst in Witten also auch noch mit einer 1,8 hoffen ;-)

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  9. abc... 20.04.07 09:51

    "Jeder der ein großes EGO hat, Brandgeil is t und gewisse komplexe mit der dicken Visitenkarte kompensieren muss, sollte alles tun um in jedem Fall ein McKinsey offer zu bekommen."

    Was'n Spruch.

    Dann geh doch mit Deinem super background zu Aldi an'ne Kasse. Dann kannst Du ALLEN zeigen, dass Du ein genialer Typ bist und diesen ganzen Karriere-Klimm-Bimm nicht brauchst. Aber achte bitte aufs Wechselgeld, wenn ich bei Dir einkaufe. Ich hasse es, wenn sich Kassierer "verrechnen".

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  10. Raul1 20.04.07 11:59

    An Ertan Ongun

    "Jeder der ein großes EGO hat, Brandgeil is t und gewisse komplexe mit der dicken Visitenkarte kompensieren muss, sollte alles tun um in jedem Fall ein McKinsey offer zu bekommen."

    Find ich ganz ehrlich auch nicht ganz gelungen, was du da geschrieben hast. Vor allem dann nicht, wenn du selber in deinem Profil als "Branchen, die mich interessieren" MCK angibst!?

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  11. k30... 02.05.07 23:09

    also ich habe Jura gemacht an einer sehr guten Uni (BA 2.0, MA 1.7 mit vertiefung wirtschaftsrecht) hab abi 1.8 gehabt, Promotion is im sommer fertig, bin deutsch/englisch zweisprachig, hab 4 Praktika gemacht während dem Studium (alles top tier banken, aber kein Praktikum im ausland) und wurde von MCK, BCG, RB, Mercer, Marakon, ATK und Stern Stewart ohne Interview abgelehnt. Bain, BAH, Monitor, Deloitte und AD Little haben mich eingeladen.

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  12. Dor... 03.09.08 16:19

    Habe von einer Boutique-Beratung jetzt eine Mail bekommen, dass ich mein Vordiplom nachreichen soll :-(.

    Mein Abi is' 1,0, Diplom 1,7, Vordiplom - weil es mir damals psychisch schlecht ging - nicht prickelnd.

    Jedoch bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als mein Vordiplom im 2,5-3-Bereich kommentarlos hinzuschicken. Oder???

    LG

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