Karriere im Mittelstand

Anonym 16.01.02 17:00

Die gängigen Unternehmensziele der squeaker liegen bei GroßUnternehmen, oder vielversprechenden Startups. Kaum jemand interessiert sich für das große Spektrum mittelständischer Unternehmen. Warum? Ist nicht gerade hier durch die Nachfolgefrage ein viel schnellerer Aufstieg möglich? Ist der Verantwortungsbereich nicht größer?

Woran liegt dieser Trend? Monitäre Gründe? Oder mangelndes Ansehen mittelständischer Unternehmen?

  1. Squ... 25.07.13 14:32

    Ich arbeite in einem Startup als Unternehmensberater im Bereich Online Technologie Management und berate vorwiegend KMU. KMUs sind meines Erachtens unattraktiv - weil es nichts halbes und ganzes ist. Entweder man ist der Typ der im Großkonzern Karriere macht oder in einem Startup seine Millionen schäffelt. Der folgende Link gibt interessante Aspekte in Bezug auf das Thema: http://www.akkar-media.de/kmu-beratung.html

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  2. cpo... 16.01.02 17:10

    Da ich selbst in einem Großkonzern arbeite kann ich hierzu gut Stellung nehmen. Ich habe mich pro Konzern entschlossen, da ich glaube, hier eine bessere Ausbildung zu erhalten. Gerade als Einsteiger/Trainee dürfte in vielen Konzernen das Einstiegsprogramm wesentlich besser struktiert sein.

    Ich bin aber auch der Ansicht, daß man nach dieser fundierten zweiten Ausbildung durchaus im Bereich der Mittelständler suchen sollte, weil hier die Verantwortungsbereich sicherlich größer sind und man mehr Möglichkeiten hat, seine persönlichen Ideen und Vorstellungen einzubringen und zu verwirklichen.

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  3. Glo... 16.01.02 18:19

    Ich denke es ist für Hochschulabgänger das mangelnde Ansehen der KMU´s. Zuviel (mich eingeschlossen) sind von Prestigeaspekten "geblendet" und versuchen sich in einem großen Unternehmen, wo sicherlich auch der Einstieg nicht der schlechteste ist, wenn zB das Mentoring stimmt.
    Ich gebe Dir recht, das der Aufstieg in einem miitelständischen Unternehmen leichter sein wird, allein basierend auf der Orgastruktur.
    Auch der Verantwortungsbereich ist ín der Regel größer - ja-, aber der Name ist nunmal nicht im CV - was sich aber zB durch die Bezahlung kompensiert, denn wie sagte ein Freund zu mir, der bei einem DAX 30 Unternehmen arbeitet so schön: "Der Unternehmensname im CV gleicht mein geringeres Gehalt wieder aus" - was sicherlich temporär auch i.O. ist.

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  4. Suesse 16.01.02 19:43

    Ich kann das zwar nur aus der Perspektive von Rechtsanwaltskanzleien beurteilen, denke aber, dass die Situation ansonsten sich davon nicht so sehr unterscheiden wird. Neben dem mangelnden Ansehen der KMUs ist es sicher auch noch ein weiterer Aspekt: Während es bei Konzernen in der Regel Mentoring oder andere Formen der Einarbeitung gibt, d.h. man als Einsteiger doch eher behutsam an die Verantwortung rangeführt wird, bedeutet der Einstieg bei einem KMU neben einem größeren Verantwortungsbereich auch häufig den Sprung ins kalte Wasser ohne großartige Hilfestellungen (die entsprechende Funktion ist eben vielleicht nur 1x im Unternehmen zu besetzen, also u.U. niemand da, den man um Rat Fragen könnte...). Das kann sehr positiv sein, mag aber zunächst einmal auf viele abschreckend wirken. Dazu kommt noch: Größerer Verantwortungsbereich bedeutet auch, mehr Überblick haben zu müssen, den man als Berufseinsteiger nicht unbedingt mitbringt bzw. sich zutraut. Insofern auch eine Frage des eigenen Mutes... (will damit aber niemand auf die Füße treten - ich tendiere selbst auch erstmal zu größeren Kanzleien, aus den gleichen Gründen wie Christoph...)

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  5. Glo... 17.01.02 14:42

    Hier mal ne Studie der EMDS Consulting aus Kölle (n=5.200)

    Junge Fuehrungskraefte aus Deutschland legen groessten Wert auf die Reputation ihres Arbeitsplatzes. Nur etwa ein Drittel
    der Befragten wuerde im Zweifel auch einen Job antreten, der zwar ein schlechteres Image besitzt und den persoenlichen Neigungen nicht exakt entspricht, dafuer aber auf das persoenliche Karriereziel hinfuehrt. Deutlich kompromissbereiter in Sachen
    Arbeitsplatzimage zeigten sich dagegen Manager aus dem United Kingdom (67 Prozent), Belgien (70 Prozent) und
    Spanien (71 Prozent).

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  6. jos... 14.04.02 14:28

    meiner meinung nach Bewerben sich viele in großkonzernen, da man bei diesen aufgrund ihrer bekanntheit viel besser an die entsprechenden adressen kommt. in der regel sind dies Unternehmen, die image-anzeigen oder Stellenangebote in bekannten tageszeitungen schalten, auf messen vertreten sind, öfter in der presse erwähnt werden oder schlicht aus dem alltag bekannt sind. nachteil: tendenziell wartet man bei solchen großkonzernen viel länger auf ein feedback als bei kleineren Unternehmen. als ich vor drei jahren mein Studium beendet habe, habe ich mich zu 1/3 bei großkonzernen beworben, die restlichen 2/3 bei kleineren firmen.

    fazit: von den größeren hörte ich im besten fall nach 2 monaten, dass sie meine unterlagen prüfen und mehr zeit brauchen. von kleineren firmen hatte ich bis dahin längst ein feedback und war zum Vorstellungsgespräch bereits dort gewesen. um nicht ewig zu warten, habe ich deshalb einer kleineren Firma den vorzug gegeben und würde es für den start wieder so machen, weil es u.a. persönlicher ist. wenn man erste berufserfahrung gesammelt hat, kann man sich immer noch nach einem größeren Arbeitgeber umsehen, der z.b. international ausgerichtet ist.

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