Master oder Promotion?

Labus 20.09.04 16:24

Hallo Ihr!

Ich bräuchte mal eine Entscheidungshilfe und ein paar gute Tipps.

Vielleicht vorweg ein paar Angaben zu mir. Ich bin 26 Jahre, haben berufsintegrierend BWL studiert an einer FH studiert und das Studium vor einem Jahr mit Gesamtnote "sehr gut" abgeschlossen. Seit Ende meiner Berufsausbildung bin ich in der Bilanzierung tätig.

Jetzt möchte ich aber unbedingt noch etwas drauf setzen. Zuerst habe ich nur über einen Masterstudiengang nachgedacht. Wenn ich die Zulassungsvoraussetzungen schaffe (TOEFL und GMAT sind noch nicht abgelegt) würde ich es ganz gerne an einer B-School mit besserem Ruf probieren - Vollzeit. Ansonsten doch eher ein Teilzeit- oder Distance-Learning-Programm.

Jetzt habe ich durch Zufall erfahren, dass meine alte FH Unterstützung gibt, bei Leuten die promovieren möchten. Es gibt wohl Kooperationen mit anderen europäischen Universitäten.

Was wäre sinnvoller? Master oder Dr.? Bräuchte Vor- und Nachteile für beide Möglichkeiten, an die ich noch nicht denke. Geldliche Belange (Kosten etc.) möchte ich aussen vor lassen. Die sind erst einmal nicht so wichtig.

Danke!

Labus

PS: Bitte keine Diskussion über FH und Uni oder FH und Promotion.....ich will hier nur Informationen und kein emotionsgeladenes Rumgehacke.

  1. jonin 20.09.04 17:58

    Hi Labus,

    grundlegend kann ich Dir als BWLer nur zu einer Promotion raten.

    Ein MBA hat von den Inhalten her keinen sonderlich großen Mehrwert für Dich. Einzig die Beziehungen und der Ruf der MBA-Schule könnte Dir einen Karrieresprung verpassen, allerdings zumeist auch nur an amerikanischen Business schools - wenn Du bereit bist in Amerika zu arbeiten...

    Eine Promotion kann in manchen großen Unternehmen noch immer einen Vorteil bringen...

    Viele Grüße,
    Jonin

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  2. Labus 21.09.04 08:37

    Danke Jonin!

    Diese Gedanken kamen mir auch schon. Einen wirklichen Mehrwert an reinem Wissen hätte ich kaum beim MBA. Mit Amerika und den Top-BS dort hätte ich vom Prinzip her keine Probleme.

    Gibt es noch andere Vor-/ Nachteile?

    Grüße,

    Labus

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  3. boe... 21.09.04 22:47

    Hallo Labus,

    grundsaetzlich ist die Frage wo Du spaeter hin moechtest?!

    Wie bereits auf Deine Frage beantwortet wurde, bringt Dir als BWL-ler der MBA nur einen natuerlich in der gobalen Welt immer wichtiger werdenden Abschluss und durch eine gute Bus.-school Kontakte und auch die anschliessende Jobgarantie. Allerdings wuerde ich jedem BWLler zum MBA raten, worauf ich spaeter zurueckkomme.
    Der Trend beim MBA geht heutzutage zu Joint-ventures und Spezialisierungen. Dabei geht es auch hauptsaechlich um Networking, Internationalitaet und Erfahrungen, die Du in einem solchen Programm sammelst (ich schreibe gerade meine Diplomarbeit ueber dieses Thema).

    Ausserdem gibt es dann noch die Entscheidung US oder EU bus.school, die untereinander unheimlich variieren.
    In Europa ist die Ausbildung eher praktisch als akademisch wie in den USA, aber dafuer auch internationaler ausgerichtet.

    In Europa richtet sich die MBA Ausbildung auch mehr zu den executive MBAs, was sich erklaeren laesst durch die lange Ausbildung, die wir an Unis geniessen.

    In einem Tremd habe ich gelesen, dass der MBA immer noch sehr hoch angesehen wird und auch gute KArrierespruenge verspricht, vor allem, wenn Du bereit bist, im Ausland zu arbeiten.

    Der Doktor hingegen verspricht Dir die Moeglichkeit des Wissenschaftlichen Arbeitens und spaeter einmal zu lehren zu koennen.
    Gehaltstechnisch ist beides sehr wahrscheinlich relativ aehnlich!
    Uebrleg Dir auch, was Du in einem Jobinterview antworten wuerdest, wenn man Dich fragt, warum Du als Dr nicht direkt den Weg ueber die Uni gewaehlt hast, wenn es Dein Ziel war wissenschaftlich zu forschen...

    MBA wie auch der Dr sind beides weitere Vertiefungen in die BWL Materie, deshalb finde ich es sehr sinnvoll auch als BWLler- diese MEinung teilen auch Experten.

    Falls Du hilfreiche Links benoetigst, kannst Du mich kontaktieren.

    Gruss,

    boeckenhoff

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  4. Labus 22.09.04 09:45

    Hallo,

    vielleicht einmal kurz vorweg, als Privatdozent und Gastdozent zu arbeiten halte ich nicht für uninteressant aber bitte nicht mehr. Klassische Lehre und Forschung ist nicht meine Richtung. Zumindest zeitweise im Ausland zu arbeiten kann ich mir allerdings sehr gut vorstellen.

    Das der MBA immer noch sehr hoch angesehen ist bezweifelt keiner - jedoch nur wenn im Ausland und dann möglichst nicht von einer No-Name-School. Das wurde mir auch vorige Woche von einem Personalberater wieder BESTätigt. Ein Vollzeit-MBA in D wäre gerade bei der Wirtschaftslage (wenn man aus einem festen Job raus geht) nicht empfehlenswert. tz oder DL käme sehr auf die Fakultät an.
    Problem wird dabei sein, das der MBA hier immer weniger einer herausstechender Abschluß sein wird (gerade auch auf die Sicht der nächsten Jahre - Stichwort Bologna). Um so wichtiger wäre und ist es eine herausragende Schule zu besuchen um nicht in der Masse unterzugehen.

    Ein Jobgarantie ist ein MBA aber nicht mehr - auch, mit Blick auf die letzten Statistiken, nicht mehr (oder im Moment) bei den Top-BS. Deren Absolventen zugegebener Maßen noch sehr, sehr viel besser dran sind.

    Was ich eher bezweifel ist, dass der MBA für Betriebswirte aus D eine "weitere Vertiefung in die BWL Materie" ist. Habe mittlerweile mit zwei Leuten (Columbia und Stern - beide vorher BWLer) gesprochen und die meinten beide - es ist Streß, es ist eine andere Le(h)rnweise, aber nichts neues. Sehr viel praxisorientierter und auf Anwendung bedacht. Gleiches sagte mir auch eine ehemalige Professorin unserer FH, die eine zeitlang im MIT Sloan Programm doziert hat. Viel neues würde man nicht lernen. Probleme mit dem Stoff (der Menge) hätten vor allem die, für die der MBA erfunden wurde - Fachfremde, Ings, Anwälte etc.

    Über interessante Links würde ich mich dennoch freuen - meine eMail-Addy habe ich Dir ja geschickt!

    Grüße,
    Labus

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  5. fel... 17.10.04 18:40

    Hallo,

    bin kürzlich mal auf eine Seite gestoßen www.topgraduate.com, vielleicht hilft die in Richtung MBA.

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  6. ba930 29.11.04 21:43

    Was ich mittlerweile mitbekommen habe:

    Bleibst du in D, A oder CH: Ich würde promovieren.

    Orientierst Du Dich nach GB oder USA: Mach' nen MBA. PhD wird dort eher als Einstieg in die Forschung (Uni-Laufbahn) gesehen.

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