Persönliches Gespräch bei ESB Reutlingen

Wertebefinden 16.07.11 22:36

Liebe squeaker-Gemeinde,

ich würde es sehr begrüßen, wenn ihr mir durch eure Tipps ein paar Anstöße bezüglich meiner Zukunft geben könntet. Ich habe im letzten Jahr relativ erfolgreich mein Abitur abgeschlossen, danach ein Jahr bei einer deutschen Forschungsanstalt als Projektleiter gearbeitet und stehe nun zwischen der Entscheidung, entweder ein eigentlich lange schon feststehendes Duales Studium in Angriff zu nehmen (dafür allerdings mit garantiertem Praxissemester in Shanghai oder gleichwertig) oder nach weiteren (reputierteren?) Perspektiven Ausschau zu halten. Ich erhielt nun eine Einladung nach Reutlingen seitens der European School of Business. Ich habe nicht sonderlich viel Geld zur Verfügung, Oestrich-Winkel oder Vallendar, das ist nichts für mein Portemonnaie, Reutlingen ist da doch wahrscheinlich in der Hinsicht fast noch am tragbarsten. (, oder?)

Was würde für mich denn prospektv eher pfortenöffnend (Wunschfeld: UB) in Frage kommen? Das Duale Studium befände sich (leider) nur in Zusammenarbeit mit der HWR Berlin, klar ist, dass dann der Master an einer renommierten Uni stattfinden müsste, hab ich dann trotzdem noch Chancen auf mehr als mittleres Management [ich werde die dreijährige Bachelorzeit nicht im Sand spielen und zu ner oberen Prozentzahl gehören]?

Ich schwanke momentan sehr, der finanzielle Aspekt ist eben nicht außer Acht zu lassen. Und wer verspricht mir ein rosiges Leben nach Reutlingen. Ich bin leistungsfähig und ehrgeizig, nichtsdestotrotz bin ich Abiturient aus Mecklenburg, weiß damit nicht, ob ich bspw. das Mathepensum auf Anhieb bewältige.

Ich überlege lediglich, ob es sich überhaupt lohnt, den Weg zum persönlichen Gespräch anzutreten. Dabei gehen auch locker 200 Euro drauf. Wenn ich wüsste, dass der Dialog mit einem Erfolg verbunden ist, dann ließe ich mich schon eher darauf ein, aber mein Englisch ist nach einem Jahr Schulabstinenz bereits ein wenig eingetrocknet und außerdem scheint dieses Meeting ja nicht die letzte Stufe zu sein, in der E-Mail sprach man von einer Art Semi-Finale. Wenn Reutlingen Leute zum Gespräch herbeiruft, sind das dann die Perlen unter den Kandidaten oder wird da auch bereits im Vorfeld differenziert zwischen High-Potentials und "Naja, eigentlich bestimmt nicht, mal schauen"- Typen?

Einen angenehmen Sommer wünsch

ich.

  1. tri... 18.07.11 16:03

    Zum Auswahlverfahren kann ich leider nichts sagen, aber das finanzielle sollte bei deinen Leistungen eigendlich nicht sooo das Problem sein, da es einerseits recht viele Stipendien gibt (wobei hier natürlich die Frage ist was du mit "relativ erfolgreichem Abitur" meinst) oder notfalls es ein Studienkredit auch tut. Die EBS hat soweit ich weiß auch ein paar Partnerschaften mit Banken die sich auf EBSler "spezialisiert" haben. Vom Preislichen ist ohne recherchiert zu haben EBS=WHU bis auf n paar EUR/Monat vll.

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  2. Wer... 18.07.11 21:23

    Schon mal vielen Dank für die Auskunft, aber die EBS fällt jetzt eh raus, da die Bewerbungsfristen für einen Start '11 längst verstrichen sind.
    Mir gehts eigentlich wirklich um die reine Entscheidung zwischen Reutlingen und Berlin und vllt ein bisschen um die Entmystifizierung von Reutlingen. Ist das Studium dort -letzten Endes an einer staatlichen FH- höher anzusehen als ein Duales Studium im Verbund mit einer FH?

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  3. Ste... 19.07.11 09:42

    Hi,
    ich würde den inhaltlich schwierigsten Weg wählen. Vermutlich die Hochschule, mit der besseren Reputation.

    Warum nicht Uni? An der Uni Köln gibt es den CEMS Master zb.

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  4. Wertebefinden 19.07.11 10:52

    Warum nicht Uni? Das ist eine gute Frage, ich habe auch über Ingolstadt/Eichstätt oder Münster nachgedacht... wahrscheinlich war es schließlich die Angst davor, den Stoff nicht wieder aufholen zu können... Das Mecklenburger Abitur wird zurecht degradiert in Westdeutschland. Wir liegen in Lehrplänen weit mehr als ein Jahr zurück im Vgl. zu BW und Bayern. Das ist jetzt kein Mitleidsgesuche, ganz im Gegenteil, ich muss da einfach realistisch bleiben. Und dann gehe ich lieber mit einer 1,x von einer FH als mit einer 2,x von einer Uni.

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  5. Anonym 20.07.11 11:11

    Ich sehe das aehnlich wie Stefan. Ausserdem ist es schwer heute eine Leistungsanalyse fuer die Zukunft (so "gut" ich jetzt bin, wuerde ich wohl eine 1,x an einer FH und eine 2,x an der Uni bekommen) abzugeben, da du mit den Aufgaben mitwaechst und dir deshalb, bei entsprechend vorhandener Leistungsbereitschaft, auch eine 1,x an einer Uni sicherlich moeglich ist.

    Auch deine Bedenken bezueglich der Mathematik halte ich fuer vernachlaessigbar, da meiner Erfahrung nach die allerwenigsten Studienanfaenger in BWL/VWL mit wirklich soliden mathematischen Faehigkeiten vom Gymnasium kommen. Deswegen werden auch entsprechende Vorbereitungskurse angeboten, die dich, sofern ein grundlegendes analytisches Verstaendnis und ein gewisses Interesse zur Abstraktion vorhanden ist, gut auf die Anforderungen des Studiums vorbereiten.
    Wenn du genauer wissen willst was auf dich zukommen wuerde, dann sehe dir einfach mal Buecher mit Titeln wie "Mathematik fuer Wirtschaftswissenschaftler" an und du wirst sehen dass der mathematische Teil des wirtschaftswissenschaftlichen Studiums, auch dank seiner praxisnaehe, absolut ueberschau- und machbar ist.

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  6. Ste... 19.07.11 10:58

    halte ich für den falschen Ansatz. Wichtiger als deine Note ist das Umfeld und der Inhalt. Was nützt dir eine 1.x, wenn du zu einer Beratung willst, die einfach praktisch niemanden von der XYZ-FH in Berlin oder sonstwo einstellt? Mit einem 2.x von Münster, Köln, Mannheim, WHU, EBS, HHL, Ingolstadt usw hast du diese Chance eher.

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  7. Wertebefinden 19.07.11 12:01

    Peile ja dann sowieso an, den Master möglichst renommiert im Ausland zu machen. Ist damit dann der verhältnismäßig schwache Bachelor von der FH bei den UBs vernachlässigbar? (Und wenn nicht Ausland, dann HHL, die nehmen ja auch Dualstudium-FH-Leute - dort sind ja auch ausschließlich Masterprogramme, wenn ich mich nicht irre, da kommt man ja ohne Bachelor eh noch nicht hin)

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  8. Anonym 20.07.11 10:59

    Wenn dir klar ist dass du den Master auf jeden Fall machen wirst, dies dazu noch an einer renommierten Institution, dann ist der Impact deines Bsc IMHO zu vernachlaessigen, da dich dein hoechster Bildungsabschluss fuer die zukuenftige Anstellung qualifiziert.

    Steht fuer dich also momentan das Thema Kostenreduktion im Vordergrund, empfehle ich dir den Bsc moeglichst kostenschonend zu absolvieren, damit du mehr Mittel fuer deinen Msc/MBA zur Verfuegung hast.

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  9. Wertebefinden 20.07.11 11:10

    Super, das wollte ich eigentlich hören. Dann nehme ich wohl das duale Studium in Angriff. Und stürz mich nach dem Bachelor -koste es, was es wolle- auf einen guten Master. Ihr habt mir sehr geholfen!

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  10. Juliana.Ott 22.07.11 13:31

    Für welchen Link hast du dich denn an der ESB beworben?
    Falls es dir langfristig um den Einstieg in eine UB geht, hilft dir vielleicht zu wissen, dass Reutlingen die einzige FH ist, die auch von allen UBs aktzeptiert wird.

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  11. Wertebefinden 24.07.11 19:26

    Für diesen hier: http://www.esb-Business-school.de/studiengaenge/bachelor/bsc-international-Business.html

    Über die UB-Akzeptanz gegenüber der ESB war ich mir bereits bewusst... Aber trotzdem garantiert einem niemand, dass man nach nem Bachelor dann sofort angenommen wird. Vor allem komme ich erst mal ohne Auslandserfahrung. Und dann müsste ich zum High-Potential-Dasein wahrscheinlich eh noch nen hochrangigen Master selbst finanzieren. Hieße also, ich bezahle sowohl für Bachelor als auch für den Master. Bei meinem Dualen Studium krieg ich den Bachelor für lau und die Auslandserfahrung gleich mit. Somit muss ich lediglich für den Master aufkommen.

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  12. Juliana.Ott 24.07.11 20:47

    Reden wir hier über die ESB Reutlingen?
    Das Studium ist kostenlos, bzw es fangen nur die normalen Studiengebühren an und du wirst 2 Jahre im Ausland absolvieren.
    Deswegen verstehe ich deine Argumentation nicht.

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  13. Wertebefinden 25.07.11 18:09

    Sind auch gute 20.000 Euro für den gesamten Bachelorprozess zusammen mit Lebenserhaltungskosten/Umzug, etc.

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  14. Juliana.Ott 25.07.11 23:19

    Ja, das ist richtig, dass die ESB soviel kostet wie jedes andere Studium in Deutschland auch (außer natürlich dual).
    Du musst aber natürlich die 2 Semester berechnen in denen du Praktkum machst, voll verdienst und wenn du dich nicht dumm anstellst auch noch etwas für das kommende Semester zurücklegen kannst.
    Außerdem kannst du im Sommer nach dem 4. Semester noch ein Praktikum machen.
    Es komm ziemlich stark darauf an, welchen Link du machst.
    Im französischen Link bekommst du in Frankreich sogar noch Zuschuss zu deinem Wohngeld etc...

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  15. Wertebefinden 26.07.11 00:02

    Ja, es mag ein Fehler gewesen sein, womöglich habe ich mich für die erst mal "bequemere" Variante entschieden, für mehr Sicherheit. Das kann ich allerdings gegen so viele Sachen aufwiegen, habe in Berlin so gut wie sicher eine chice Vierer-WG, erlebe hier noch drei Jahre eine kulturell und allen Anzeichen nach auch wirtschaftlich prosperierende Stadt (bis auf Landeshaushalt :D), und womöglich nach diesen drei Jahren Reifezeit und Höchstleistung im Studium dann auch den Arsch in der Hose, dem ganzen hier den Rücken zu kehren, mein gesamtes Erspartes in den Master zu stecken und notfalls -wenn alle Stricke reißen- wieder ins ursprüngliche Unternehmen zurückzukehren...
    Kann jetzt auch sowieso nichts mehr tun, außer es mir schön zu reden und meinen Zielen hinterherzurennen und mein Bestes zu geben. Hab mich über das Feedback sehr gefreut.

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