Promotion - Private Uni vs. Staatliche Uni

einsertzwo 10.01.07 22:07

Hi,

ich wollte hier mal ein kleines Forum eröffnen zu Promotionen im Bereich BWL...
Wo seht ihr die Vorteile/Nachteile einer Promotion an einer privaten Uni vs. staatliche Uni bzw. gibt es überhaupt Unterschiede?
Wer Erfahrungen hat... ich bin gespannt...

LG
Anna-Lena

  1. blablub2 10.01.07 23:26

    Hallo,

    habe an einer staatlichen "Elite-Uni" promoviert. Man kann nicht alles über einen Kamm scheren, aber mein Eindruck ist folgender: Wer in die Forschung möchte, sollte von Privatunis eher Abstand nehmen. Wer "nur" den Tital braucht, findet in der Tendenz an den Privatunis geringere Hürden vor. Dieses Urteil erlaube ich mir aufgrund der Dissertationen, die ich in meinem Bereich gelesen habe. Interessanterweise wird das aber nur von wenigen Praktikern so gesehen, also dürfte Aufwand/Nutzen bei den Privaten besser aussehen.

    greets,
    blablub2

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  2. wis... 11.01.07 03:01

    abschwächung durch gänsefüsschen ist was für mädchen. sei ein mann und steh zu deinen wörtern.

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  3. wis... 11.01.07 02:52

    promovieren bedeutet eigenständig wissenschaftlich arbeiten. das kann man überall. wenn man es an einer privatuni nicht kann, kann man es auch nicht an einer staatlichen Uni. was zählt sind publikationen in internationalen fachzeitschriften. von wo man die arbeiten einreicht, ist völlig irrelevant.

    @blablub2. natürlich sagen Praktiker mit doktortitel nichts dagegen. das praktikersein legt doch die präferenz für das nur-titel-wollen offen. es schimpft doch keiner gegen den eigenen stall, daran ist nichts interessant. der schreibstil von anna-lena hingegen umso mehr. "ich wollte hier [...]". sie wollte hier nicht nur, sondern sie hat hier dann auch. zugegeben wird nur das wollen und zwar nach dem haben. informationswert des ganzen liegt im hinweis auf zwanglosigkeit. außerdem. "wer Erfahrungen hat ... ich bin gespannt ...". im ersten teil wird der imperativ gescheut. im zweiten teil die konkretisierung auf was man gespannt ist. vermutlich soll hier eine einengung des antwortenden vermieden werden. und/oder es ist die angst vor dem finalen punkt, der als startzeichen/aufforderung zum antworten interpretierbar ist. so eine art symbolischer imperativ.

    @anna-lena. beim bäcker. wie bestellt du brötchen? „ich würde gerne ...“ und dann auf die brötchen zeigen? oder im taxi. „wenn sie dann bitte ... flughafen ...“. ist doch so, oder?

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  4. blablub2 11.01.07 04:06

    Hi wisser!

    Freut mich, daß Du auch noch wach bist! Die Gänsefüßchen sind als Anbiederung gegenüber Studenten zu verstehen, denen das Glück, an einer Elite-Uni studieren zu dürfen, bisher versagt blieb. Nenn' es ruhig Bescheidenheit. Im übrigen stelle ich fest, daß wir auf verschiedenen Ebenen diskutieren. Mein Standpunkt lautet nämlich, daß die Voraussetzungen (=Input) für eine wissenschaftliche Karriere an der staatlichen Uni im allgemeinen besser sind. Natürlich hängt diese vom wissenschaftlichen Output ab, aber was geht dem voraus? Der Input des Professors und der Deiner Kollegen. Ich halte es für reichlich naiv zu glauben, man könne davon losgelöst publizieren. Die Kausalkette verläuft daher wie folgt:

    Input (Stimuli,Forschungskompetenz des Doktorvaters) - Output (Publikationen, wissenschaftliche Karriere)

    sofern Deine Zielfunktion die wissenschaftliche Karriere nicht beinhaltet, war mein Vorschlag an die Posterin: Geh zu den Privaten!

    greets,
    blablub2

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  5. einsertzwo 11.01.07 09:52

    Danke für die Infos!
    Wie sieht das eigentlich mit Bezahlung aus? Würdet ihr sagen, dass eine volle Stelle immer 4-5 Jahre Promotiond bedeutet während eine halbe Stelle 2-3 Jahre ermöglicht???

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  6. blablub2 12.01.07 00:42

    Wenn die halbe Stelle auch wirklich bei der halben bleibt (bleibt sie meist nicht) und Du Dich anderweitig finanzieren kannst, nimm sie. Die Lehrstuhlzeit wird in der Praxis noch nicht einmal als Berufserfahrung anerkannt, so traurig das ist. Also: so schnell wie es geht durch und raus!

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