Quereinstieg für theor. Physiker

angura 09.06.10 20:04

Hi,

ich habe vor ein paar Monaten mein Physikdiplom mit 1.1 gemacht und arbeite seitdem als wiss. Mitarbeiter an der Uni, würde aber gerne die Hochschule verlassen.
Ich habe gehört, dass Physiker wohl häufiger in Beratungen, Investment Banking und RISK Management zu finden sind.
Hätte ich da bei einer Bewerbung wirklich reelle Chancen, auch mit wenig wirtschaftswissenschaftlichem Hintergrund? Falls ja, welche Unternehmen/Banken wären Quereinsteigern wie mir denn besonders aufgeschlossen?

Vielen Dank im voraus!
mfg angu

  1. Son... 10.06.10 13:41

    hi angu,
    bin selber auch math absolventin und seit 3
    jahren bei KPMG im financial RISK management.
    ich denke du hast sher gute chancen, aber zeige
    im Interview deine affinitaet zur verbindung von
    theorie mit praxis, also banking/insurance. zb du
    magst gerne SDEs, aber moechtest sie gerne
    beim modellieren von marktrisiken oder so
    anwenden... vorm Interview wuerde ich mal ne
    weile financial times lesen oder so was in der
    art.
    viel erfolg! sonja

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  2. Ova... 10.06.10 23:23

    Servus.

    Ich bin selbst auch theor. Physiker mit Doc in der UB...die Aufgaben zu bewältigen ist eher simpel. Der Einstieg hingegen nicht. Denn Du hast zwar genug im Kopf, aber Du musst auch deine Affinität zeigen. D.h. hast Du mal ein Praktikum gemacht? Oder wenigstens irgendwas UB/IB lastiges? Denn genau daran wirst Du im Bewerbungsprozess oft scheitern, falls Du das nicht hast.
    Mein Vorschlag: Bewirb Dich einfach überall, ein paar UB/IBs werden Dich schon einladen, grad die Kleineren aber nicht. Aber bist Du erstmal im Interview ist das eher einfach zu bewältigen.
    Cheers

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  3. Anonym 12.06.10 17:33

    Hi, bin selbst auch promovierter Naturwissenschaftler in der UB. Ich stimme zu 100% mit Ovaron überein. Das Problem ist nun, dass Du weniger "Patronen zu verschießen" hast als der BWLer, der eben 50 Einladungen bekommt, wenn er die Bewerbungen schreibt. Der kommt dann immer irgendwo unter. Mein Problem war damals auch, dass ich die Rolle von Praktika vollkommen unterschätzt habe und die wissenschaftliche Leistung, z.B. mehrere Top-Artikel überschätzt. Tip: Mach ein längeres Praktikum bei einer kleinen Beratung oder IB und lege Deine Bewerbungsgespräche bei den großen in diesen Zeitraum. Falls Du nicht übernommen wirst, musst Du das noch nicht erklären und dass Du von einer Boutique zu den großen willst, kannst Du gut begründen. Viel Erfolg.

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  4. Ann... 17.10.11 17:04

    Naturwissenschaftler werden in vielen Branchen gerne eingestellt: Consulting, Finance, Versicherung und Start-ups sind nur einige davon. Noch mehr Infos zu diesem Thema findest du unter

    http://www.squeaker.net/de/Karriere/Versicherung/Bewerbung-in-der-Versicherung/Gesuchte-Bewerber-in-der-Versicherungsbranche

    http://www.squeaker.net/de/Karriere/Versicherung/Bewerbung-in-der-Versicherung/Berufsbilder-fuer-Mathematiker

    http://www.squeaker.net/de/Karriere/Versicherung/Karriere-in-der-Versicherung/Interview-Luchsinger-Mathematik-Berufseinstieg

    - letztere richten sich zwar in erster Linie an Mathematiker, sind aber auch für Physiker interessant ;)!

    Viel Erfolg bei Recherche & Bewerbung.

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  5. Joe... 11.11.11 07:59

    Hallo,
    mir geht es sehr ähnlich (keine Praxiserfahrung). Das haben wir Physiker wohl alle gemeinsam. Im Studium ist es einfach nicht vorgesehen. Man muss alles im Anschluss machen.

    Ich habe mein Diplom noch nicht fertig habe (erst Ende Mai nach 14 Semestern inkl. Auslandsaufenthalt) und eine 1.1 werde ich auch nicht schaffen.

    Ich habe hier einen neuen Thread eröffnet, da ich auch speziellere Fragen habe:
    http://www.squeaker.net/de/Insider-Netzwerk/Forum/Bewerbung-Berufseinstieg-und-Karriere/Karriereplanung-und-Bewerbung-eines-Physikers

    Gruß,
    Kai

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  6. testmath 23.11.11 10:12

    Naja, du hättest dir auch während des Studiums Zeit dafür nehmen können/sollen. Gerade, wenn man nicht an der Uni bleiben möchte Praxiserfahrung ja unabdingbar. Wer da nur das System der Physik-Studienpläne als Entschuldigung vorschiebt sollte sich ggf. auch Fragen ob man denn dann außerhalb der Uni selbstständig genug Entscheidungen treffen kann.

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