Schlechtes Praktikum verschweigen?

Squeaker 1 31.10.12 16:52

Hallo!

Mich würde einmal eine allgemeine Einschätzung zu folgender Situation interessieren: Angenommen, man hat vier Praktika absolviert, die Zeugnisse zu dreien davon sind sehr gut. Allerdings ist das Zeugnis zu Praktikum Nr. 4 unterdurchschnittlich und auch sonst sehr eigenwillig formuliert, wenn auch nicht ungesetzlich.

Was würdet ihr tun? Sollte man Praktikum Nr. 4 wie alle anderen Praktika auch behandeln, also in der Bewerbung aufführen? Besteht dann vielleicht die Gefahr, dass man aufgrund des unterdurchschnittlichen Zeugnisses aussortiert wird, oder wird es durch die drei sehr guten Zeugnisse ausgeglichen? Oder sollte man es lieber verschweigen und sich nur mit den drei sehr guten Praktika präsentieren?

Wie seht ihr das?

Viele Grüße und besten Dank!

  1. Squeaker 2 02.11.12 10:39

    Hallo,

    wie lange war das Praktikum denn? Ist es während des Studiums gewesen, oder hast du eine Lücke im Lebenslauf, wenn du es nicht angibst? Ist es das letze Praktikum gewesen?

    Wenn es ein studienbegleitendes Praktikum war, dann würde ich es weglassen. Es kann dir in diesem Fall nicht mehr bringen, da du ja schon 3 andere hast. In diesem Fall ist die Gefahr, dass es sich eher negativ auswirken mag.

    Sollte es ein Praktikum nach deinem Studium sein. Und beim weglassen würde eine mehrmonatige Lücke entstehen, wäre die Sache schon ein wenig komplizierter. Handelt es sich um das letzte Praktikum, würde ich abwägen, ob das Zeugnis u. a. darauf hinweist, dass derjenige der es schrieb keine Ahnung hat. Dann kann man es u. U. auch mit reinschreiben, da erfahrene Personaler solche Sachen nicht verborgen bleiben. Als Zwischenfrage: War dein Chef denn der Meinung, dass du so "schlecht" warst? Sonst kannst du ihn ja auch nochmal anrufen/Anschreiben und da nachhaken.

    Sollte es sich um dein 2. oder 3. Praktikum handeln (nicht studienbegleitend,...) würde ich es drin lassen, da es von 3 anderen sehr guten Zeugnissen umrahmt wird und dadurch ersichtlich wird, das es sich hierbei nicht um den Regelfall handelt, sondern nur um einen "Ausrutscher" der evtl. auch persönlichen Ursprungs sein kann.

    Insgesamt ist eine solche Frage allerdings nicht allgemein beantwortbar, sondern bedarf immer der Abwägung aller Aspekte drum herum (neben oben genannten, z. B. Relevanz in Bezug auf Karriereplanung,...)

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  2. Squeaker 1 06.11.12 18:56

    Hallo,

    vielen Dank für deine Einschätzung, die mir schon einmal weiterhilft! Ich erläutere den Fall gerne noch ein wenig, zumal es vielleicht noch andere Leute interessieren könnte:

    - Es war in der Tat das letzte Praktikum, bereits nach dem Studienabschluss absolviert und quasi als Lückenfüller gedacht. Es dauerte 10 Wochen. (Während ich noch im Praktikum steckte, bekam ich die Zusage für ein Promotionsstipendium.)
    - Das Hauptproblem mit dem gesamten Praktikum war meines Erachtens, dass ich quasi beschäftigungslos rumsaß und mir meine Arbeit permanent selbst besorgen musste. Nachdem ich das immer wieder gemacht und auch darauf hingewiesen hatte, dass ich nichts zu tun bzw. die Aufgaben erledigt hätte, verging mir so langsam die Lust, und ich engagierte mich nicht weiter. Da ich das Praktikum aber auch nicht von mir aus abbrechen wollte (was vielleicht besser gewesen wäre), saß ich eben herum.
    - Der Schreibstil des Zeugnisses ist tatsächlich sehr untypisch, wenn auch am Wohlwollensgebot orientiert. Trotzdem erkennt man, dass hier versucht wird, sich betont originell zu geben und nicht die übliche Zeugnissprache zu verwenden. Das MUSS einem Personaler auffallen, wenn es schon mir auffällt.

    Soviel zum Hintergrund.
    Viele Grüße!

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