Selbst kündigen in der Probezeit?

Anonym 10.04.08 00:50

Hallo squeaker-Gemeinde,

ich befinde mich derzeit in einer Situation die mir große Bauchschmerzen bereitet. Vor anderthalb Monaten habe ich einen Job bei einer 3rd-tier-Beratung begonnen - noch dazu mit Schwerpunkt auf IT-Themen, was mir eigentlich gar nicht liegt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich fühle mich Total unwohl in meinem Job, quäle mich morgens auf mein Projekt und wälze mich nachts im Bett beim Gedanken an die vielen anderen interessanten Dinge, die ich mit meinem Leben machen könnte. Ich kann meine Situation kaum so drastisch beschreiben, wie sie für mich aussieht.

Kurzum: ich versuche im Moment abzuwägen, ob ich während der Probezeit selbst kündigen soll. Was spräche dafür, einem so starken persönlichen Unwohlsein in einem Job nachzugeben? Wie reagiert ein Unternehmen, wenn man bei 6 Monaten Probezeit zum Ende des 3. kündigt? Hat jemande wirklich schlechte Erfahrungen mit einem "zukünftigen EX-Arbeitgeber" oder bei der späteren Jobsuche gemacht?

Vielen Dank für's Teilen eurer Erfahrungen!

  1. mat... 10.04.08 12:39

    auf alle Fälle ist kündigen besser als gekündigt werden

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  2. Anonym 10.04.08 13:13

    Hi Christiane,

    erst einmal: tut mir leid, dass es Dir so schlecht geht im neuen Job und Du darunter so zu leiden hast!

    Ehrlich gesagt zeigst Du mit Deinem Post schon, dass Du Dich eigentlich längst dagegen entschieden hast (Dir gefällt es ja nun einmal sehr schlecht und Du hältst es nicht für das Richtige). Vielleicht fehlt Dir nur noch ein wenig der Mut, nun auch das durchzuziehen, was Du machen möchtest? Sorry für die etwas provokante Unterstellung, aber den Eindruck machst Du ehrlich gesagt mit Deinem Posting...

    Doch unabhängig davon nun konkret:

    - selbst kündigen in der Probezeit ist kein Problem! Je länger Du aber bleibst, ohne es eigentlich zu wollen, umso schlechter ist es in der Aussenwahrnehmung. Wenn Du nun nach drei Monaten sagst: "sorry, war ein mißverständnis, ihr seid nett etc., aber ich habe gemerkt, dass it-consultng nichts für mich ist" dann nimmt Dir das jeder ab. wenn du nach sechs monaten (ablauf probezeit) damit kommst, sieht es schon etwas anders aus. selbst dann aber kannst du das noch machen. wenn du aber danach noch da bist, solltest du die üblichen zwei jahre im ersten Job durchziehen meiner meinung nach.

    - völlig ohne ersatzplan zu kündigen ist natürlich nervig und unsicher. family & friends sowie der Karriere-anteil in dir wollen ja wissen, was du nun stattdessen machst, was der neue plan ist. hast du schon einen 'plan b', vielleicht sogar shcon fertig? falls nein, würde ich dir raten, dass du dir ab sofort jedes WE einen tag (samstag zb) zur karriereplanung vornimmst, also einen zusätzlichen arbeitstag hast, an dem du Bewerben schreibst etc. wenn da schnell mehrere neue termine bei spannenderen anderen sachen kommen, dann kannst du ja sofort springen. falls nein, würde ich mir ein end-datum nennen, bis zu dem du gekündigt haben wirst. absolut letztes datum hierfür: ende der probezeit.

    soweit meine gedanken.. wenn du dich dazu weiter austauschen magst, schick mir ne pm. ich kenne deine gedanken ein klein wenig von früheren Jobs... Gruß, M.

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