Sinn und Zweck von Assessment-Center Training

min... 16.12.00 19:32

Zur Zeit wimmelt es nur so von Trainings- und Vorbereitungsangeboten für Assessment-Center. Doch wieviel kann sowas wirklich bringen? Nimmt das nicht viel Natürlichkeit und Spontanität? Was hat man (oder der Arbeitgeber) davon, wenn bestimmte Fähigkeiten und Persönlichkeitsmerkmale vorgaukelt, werden? Und wie gut kann so eine Auswahlmethode wirklich sein, wenn man durch Schauspielerei an Ziel kommen kann?

  1. Anonym 17.12.00 23:45

    ACS sind gerade da, um den fürs Unternehmen besten bewerber auszuwählen. anders als bei einem test (den man auch immer Trainieren kann) oder einem Bewerbungsgespräch ist es beim ac sehr schwer die rolle über die ganze zeit aufrecht zu erhalten. durch ein zusammenspiel verschiedener aufgaben kann ein profil erstellt werden. die beste Vorbereitung auf einen ac ist sich gar nicht vorzubereiten. einfach locker rein gehen und sich seiner stärken bewußt sein!

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  2. Bir... 20.12.00 18:15

    Durch ACS soll der Bewerber zum einen in verschiedenen Situationen getestet werden und verschiedene Bereiche abgedeckt werden (logisches Denken, Kreativität, fachliches Wissen, soziale Kompetenz). Dadurch wird der Bewerber beispielsweise in Streßsituationen oder in Situationen, in denen er sich unsicher fühlt, versetzt, um festzustellen, wie er darauf reagiert und wie er damit umgeht. Richtiges Verhalten kann man dabei allerdings nur zu einem gewissen Grad Trainieren.
    Auf der anderen Seite kommt man aber schon wieder von ACS ab, weil sich die Frage der Reliabilität und Validität stellt.

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  3. Anonym 20.12.00 18:34

    Hey Birgit, das ist ein gutes Thema mit der Reliabilität und Validität.
    Wenn AC's über mehr als 2 Tage gehen und gut geführt werden haben sie eine Validität um die 0,70.
    Als Vergleich ein Einstellungsgespräch kann von 0 bis 0,3 und das Abiturzeugnis hat eine Validität von 0,48 (dies ist der zweithöchste Wert!!!).
    Wenn man sich den Kosten-Nutzen-Effekt betrachtet sind AC's nicht haltbar. Aber die Personaler stehen halt darauf. Die beste Bewertung ist das Abiturzeugnis, bzw. einen kontinuierlichen Zeugnisvergleich.


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  4. sky... 14.01.01 20:15

    Da muß ich aber vehement widersprechen! Wenn wir die Richtungen BWL, Jura, etc. betrachten ist das Abitur eines der unmöglichsten Vergleichsmittel. Da ich selbst gerade dabei bin, mein Abitur abzulegen, sehe ich immer mehr, wie wenig die entstandenen Noten über die eigene Kompetenz aussagt - gleich welcher Art. Um es auf den Punkt zu bringen - ein sehr gutes Abitur hat in seltensten Fällen etwas zu sagen, wenn wir über Dinge wie soziale Kompetenz, Fachwissen, analytischer Überblick, etc. sprechen... Lediglich eine gute Fähigkeit, daß Vorgegebene möglichst unkritisch zu verarbeiten, sowie eventuelle Selbstdisziplin ist damit bescheinigt!
    Aber oft führen die herausragenden Leistungen zu Abwertungen in anderen Bereichen. Ich denke, ein ausgewogenes Verhältnis mit einem dennoch guten Abitur ist für Firmen weitaus interessanter.

    skylogic

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  5. Tom... 15.01.01 02:36

    In Zeiten von EQ speilen meiner Meinung nach ACS eine immer weniger wichtige Rolle.
    In den meisten Fällen sind die völliger humbug, da wird ein AC gestartet für eine klassische Teamplayer Position.
    Hier kommt es haupts. auf die Mentalität und Persönlichkeit an, ob jemand in ein Team passt stellt sich eh erst nach ein oder zwei Projekten heraus.
    Praktische Erfahrungen als Grundlage plus ausführliches Interview ist m.E.
    die sinnvollste Möglichkeit Bewerber zu bewerten.

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  6. Anonym 16.01.01 11:55

    es kommt beim abitur nicht auf das wissen an. für BWL ist es wirklich uninteressant wer der punischen kriege geführt hat und wie dann die Note in geschichte war....
    Das Abitur zeit aber wie gut ein zukünftiger Student lernen kann. Es ist empirisch festgestellt worden, daß Studenten mit einem einser Abitur mit höherer Wahrscheinlichkeit ein gutes Studium ablegen, als Studenten mit einem dreier Abi. Natürlich kommt es auf die einzelne Person an. Jedoch aus meiner Erfahrung zeigt sich, die guten Schüler in auch gut im Studium und die mittelmäßigen kommen über die Mittelmäßigkeit nicht hinaus.

    Ein einser Abi zeigt, daß du allen Bereichen von Sport bis Englisch über Mathe bis Erdkunde gut warst...mit einem zu sehr auseglichenen Abi, d.h. schlechter 2er schnitt hast du oft keine möglichkeit dein fähigkeit in einem Unternehmen darzustellen. du wirst nicht genommen...

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  7. TOM... 23.10.01 00:55

    Hallo Björn,
    meiner Erfahrung nach gibt es eine Reihe von Chefs, die gerade Einserzeugnisse meiden, da diese Fleißbienen oft starke soziale Mängel aufweisen . Doc h das Soziale zählt in einer Gesellschaft, in der Wissen eine jederzeit Verfügbare Ressource wird. Hier kommt es auf die Nutzung von Wissen an. D.h. Networking und Kommunikation.
    Wir alle wissen aber, das der Löwenanteil (nicht alle!) der "Streber" sozial weniger in Klassen oder Studierendengruppen integriert sind und aus Gewohnheit lieber allein lernen - kurz weniger teamfähig sind.
    Gruß
    TOM

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  8. TOM... 23.10.01 01:04

    Hallo Björn,
    wenn die Mehrheit der ACS tatsächlich eine Validität von 0.7 aufweisen würden, wären wir alle happy.
    Typischerweise werden Werte nicht deutlich über 0.40 erreicht. Die "70%-Trefferquote" ist meines Wissens EINE Ausnahme!

    Die Personaler sind hier oft auch nur Opfer, die auf die Versprechungen der Anbieter hereinfallen oder oft versuchen nachzustellen, was in der Literatur beschrieben wird. Aufklärung tut hier richtig Not!

    Aber das Zeugnis als Bewertungsmaßstab? Wissen wir nicht alle, wie Noten zustande kommen? Welcher Lehrer oder Prof traut Angesichts überfüllter Sääle seiner Notengebung wirklich?

    Noch eins zu alten Zeugnissen und Taten:
    Frei nach Seneca: Die Vergangenheit gehört dem Tod!
    Gruß
    TOM

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