Soll ich den Job annehmen oder den Traumjob weiter suchen?

Kuni66 26.03.09 12:32

Hallo miteinander,
Ich möchte Eure Meinung hören, da mir die Entscheidung, ob ich einen Jobangebot annehmen soll, schwer fällt.
Ich habe BWL mit den Schwerpunkten Rechnungswesen und Finanzen studiert. Vor kurzem bekam ich einen Job bei einer großen Rückversicherung als Underwriter. Jetzt in der Krise gibt es vor allem für Absolventen wenig Jobangebote in Bereich Rewe/Finanzen, alle wollen schon Spezialisten mit Berufserfahrung. Deshalb bin ich eigentlich sehr froh, dass ich diesen Jon gekriegt habe.
Trotzdem habe ich gewisse Bedenken, ob ich den Job annehmen soll. Die Underwriter Tätigkeit ist zwar interessant, hat aber sehr wenig mit dem was ich studierte zu tun. Deshalb quält mich permanent die Frage, wenn mir dieser Job doch nicht gefällt, kann ich dann später im Fachbereich Rechnungswesen/Finanzen einen Job kriegen? Andererseits die Alternative, gar keinen Job zu finden (bzw. noch sehr lange zu suchen), wird immer mehr realer....
Freue mich auf Feedback!

  1. youdith 26.03.09 13:15

    Hi,

    genau deine Frage stelle ich mir momentan auch. Bin auch grad mit dem Studium fertig und mein Traumjob wäre im Produktmanagement oder Marketing eines großen Unternehmens. Doch bis die antworten dauert das anscheinend, und ich höre aus dem Bekanntenkreis auch nur von Absagen, bzw. dass man bei großen Firmen irgendwie gar nicht so leicht reinkommt.
    Jetzt habe ich ein Angebot von einer Krankenkasse, im Bereich System engineering und SAP, was nun mal gar nicht meinem Traumjob entspricht, im gegenteil.
    Meine Meinung ist, dass man zwar keinen JOb beginnen sollte, wenn sich alles in einem sträubt, man aber andererseits wirklich auch die Lage bedenken sollte. Lebensläufe werden immer auch geschrieben, und wenn Du dir mal ein paar auf XING anguckst zB kannst du auch sehen, dass man durchaus auch erstmal in einem ganz anderen Bereich einsteigen kann, bevor man in seinen Traumjob wechselt. Manches fügt sich auch einfach und wenn man erstmal arbeitet ergibt sich auch viel über Kontakte, und mit Berufserfahrung wirst du es auch einfacher haben irgendwo reinzukommen wenn die KRise in 2 Jahren vorbei ist, meine MEinung. ICh denke du verbaust dir nichts, wenn das ein gutes Angebot ist. Ich hab bisher auch schon 2 Angebote ausgeschlagen, komme aber eben auch ins zweifeln ob jetzt der richtige Zeitpunkt ist nach dem optimum zu suchen.
    viel glück!

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  2. Kuni66 26.03.09 13:27

    Danke,
    irgendwie ist es schön zu hören, dass ich dieses Problem nicht alleine habe...
    Wünsche Dir auch viel Glück!

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  3. Mar... 26.03.09 17:43

    Ich kann euch nur raten den Job anzunehmen. Ich habe im Juli ein sehr gutes Angebot ausgeschlagen, weil es nicht passte. Seidem nur noch Absagen aus oben genannten Gründen. Habe auch BWL mit Schwerpunkt Controlling / Finanzen studiert. Und da findet man im Moment nichts als Rookie.
    Notlösung Beratung ist nichts für mich.

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  4. maik2010 26.03.09 23:27

    Hi,
    ich rate dir, den Job anzunehmen.
    Ich bin auch in der Branche und weiß, dass es nicht unbedingt üblich ist, Absolventen direkt als Underwriter einzustellen. Da hast du schon ein gutes Angebot vorliegen (ohne jetzt Einzelheiten zu kennen).

    Und der Job ist doch auch Finance-nah. Rückversicherer haben übrigens auch immer ne große Rewe Abteilung. Also ein Wechsel in die Richtung ist dann später gut möglich.

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  5. pippo 27.03.09 13:49

    Hallo,
    ich glaube auch, dass man momentan erst einmal glücklich sein muss, überhaupt was zu haben. Auch ich rate, den Job anzunehmen. Es ist zwar eine Binsenweisheit, aber man kann später Berufserfahrung immer besser verkaufen, als ein Loch im Lebenslauf. Auf den Erfahrungen, die man hat, kann man immer aufbauen und es später als Stärke verkaufen. In meinen Augen bist Du später mit Berufserfahrung immer noch interessanter für Deinen Traumjob, als jemand ohne jegliche Erfahrung.

    Dennoch soll das nicht heißen, ein x-beliebiges Angebot anzunehmen. Grundsätzlich setzt sich der Traumjob ja aus zwei Komponenten zusammen: Erstens der Sektor, zweitens der Bereich.
    In der momentanen Situation finde ich es ausreichend, wenn jemand wenigstens eins der beiden abdecken kann. Also entweder die richtige Position im "falschen" Unternehmen. Dann kann man später relativ einfach wechseln, wenn man gute Arbeit geleistet hat. Oder der falsche Job im richtigen Unternehmen/Sektor, denn ein Unternehmen besetzt frei werdende Stellen auch gerne mal mit bereits vorhandenen Mitarbeitern, wenn die Qualifikationen stimmen.

    Hoffe das hilft Dir/Euch.

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