Wieviel zählt Vit B wirklich?

goeast 10.06.04 18:21

Hi squeakers,
wie viel bringts wirklich jemand von den Personalern oder aus dem Unternehmen zu kennen? Würd gern mal eure Meinung dazu hören.
Mir persönlich wäre es lieber ein Interview mit Mr. Unbekannt zu führen statt jemand dem ich bereits begegnet bin.

  1. meydo 10.06.04 19:48

    Ich weiß nicht, ob es so viel bringt die Personaler zu kennen, da letzten Endes die Fachabteilung entscheidet. Insofern würde ich sagen, dass es mehr bringt dort jemanden zu kennen und an die Personalabteilung (die oft gar nicht beim Interview dabei ist und lediglich die Einladung versendet) empfohlen zu werden.

    Ich persönlich hatte mal ein Interview u.a. mit einem Freund. Er hat mich empfohlen und auch klar kommuniziert, dass er mich gut kennt. Er war dann auch zusammen mit 3 anderen Kollegen bei mir im Interview, in dem er dann allerdings nichts gesagt/gefragt hat, sondern lediglich als stiller Beobachter fungierte. So ist keiner von uns in eine unangenehme Situation gekommen.

    Ich stelle es mir sehr schwierig vor, ein ernsthaftes Interview mit einem Freund zu führen und denke, dass es auch nur bedingt möglich ist. Auf dieser Basis könnte man wohl nur über Job-Inhalte sprechen...

    M.E. ist die beste Konstellation, durch jemanden außerhalb des Unternehmens empfohlen zu werden, der/die einen fachlich und persönlich gut einschätzen kann und Personen im Ziel-Unternehmen kennt (z.B. Ex-Kollegen, Ex-Kommilitonen, Freunde, Familie etc.). Eine Empfehlung abzugeben ist völlig legitim und m.E. sogar gut, da man als Arbeitgeber ein geringeres Risiko eingeht (Moral Haard etc pp). Natürlich ist es schade, wenn Leute einzig und allein aufgrund einer Empfehlung genommen werde - womöglich noch ohne Interview. Diese Situation finde ich extrem unglücklich, da weder der Arbeitgeber noch der Bewerber glücklich werden, wenn die nötigen Qualifikationen nicht vorhanden sind...

    Gruß, Meydo

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  2. goeast 11.06.04 08:58

    Hi Meydo,
    danke für die ausführliche Antwort. Ich stimme dir zu, daß reine Vetternwirtschaften nicht mein Fall wäre. Aber provokativ gefragt, ist die Realität nicht doch eher so, wie mans sich nicht wünschen würde?
    Da helfen reale Lebensgeschichten das Weltbild wieder zurecht zu rücken: Ein guter Bekannter kam durch persönliche Empfehlung auf höchster Ebene in Peking in ein Spitzenberatungsunternehmen. Hatte durchaus die Qualifikation, aber der Chef der Abteilung fühlte sich wohl übergangen und setzte ihn unter Druck. Resultat: freiwillige Kündigung nach zwei harte Arbeitsjahre. Beim Abschied offenbarte sein Vorgesetzter, daß er ihn von Anfang nicht leiden konnte.

    Gruss
    goeast

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  3. goeast 11.06.04 09:05

    Hi Meydo,
    danke für die ausführliche Antwort. Ich stimme dir zu, daß reine Vetternwirtschaften nicht mein Fall wäre. Aber provokativ gefragt, ist die Realität nicht doch eher so, wie mans sich nicht wünschen würde?
    Da helfen reale Lebensgeschichten das Weltbild wieder zurecht zu rücken: Ein guter Bekannter kam durch persönliche Empfehlung auf höchster Ebene in Peking in ein Spitzenberatungsunternehmen. Hatte durchaus die Qualifikation, aber der Chef der Abteilung fühlte sich wohl übergangen und setzte ihn unter Druck. Resultat: freiwillige Kündigung nach zwei harte Arbeitsjahre. Beim Abschied offenbarte sein Vorgesetzter, daß er ihn von Anfang nicht leiden konnte.

    Gruss
    goeast

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  4. meydo 11.06.04 15:42

    In der Realität kommt diese Situation sicherich häufig vor. Ich bezweifele allerdings sehr die Nachhaltigkeit. Ohne Qualifikation wird es wohl nur ein kurzes Gastpiel und sollte man die notwendige Qualifikation mitbringen, tritt regelmäßig genau der von Dir beschriebene Fall ein, da sich andere, die oft einen steinigen Weg hinter sich haben, übergangen fühlen...

    Ist natürlich auch verständlich, aber wie sagte Will Smith in Bad Boys 2 so schön "Don't hate the player, hate the game".

    Viele Grüße
    Meydo

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