Zweitwohnsitz - Erfahrungen

steuermann123 21.11.07 16:42

Hi Leute,

ich möchte gerne meinen Zweitwohnsitz in Frankfurt a.M. anmelden.
Habr ihr bereits Erfahrung damit (oder in anderen Städten)? Die Städte wollen einen ja gerne dazu zwingen den Errstwohnsitz anzumelden, um Steurn zu kassieren. Eigentlich muss man ja mindestens 180 Tage NICHT am Ort des Zweitwohnsitzes verbringen. Wie habt ihr dies nachgewiesen? Die Wochenenden am Erstwohnsitz bieten einem 100 Tage, + 30 Tage Urlaub = 130 Tage. Wie hat ihr die fehlenden Tage nachgewiesen bzw. eine Anmeldung des Zweiswohnsitzes erreicht?

Gruss

Steffen

  1. ranner66 21.11.07 16:44

    Verpiss Dich!!! Steuern sparenn. Penner!!!!!!!!!!!!!!!!

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  2. ranner66 21.11.07 16:44

    Das letzte Volk, was hier so herumläuft!

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  3. flo... 21.11.07 21:45

    Hey Steffen,

    ich Frage mich die selbe Frage. Außerdem wie verhält sich die Sache mit dem Firmenwagen und dem Weg zur Arbeit. Da muss man ja die Kilometer versteuern. Gilt da der Erst- o. Zweitwohnsitz?

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  4. Tenalp 21.11.07 23:53

    Hallo Leute,

    tolle Antworten auf diese interessante Frage.

    Meine Empfehlung: Behalt einen erst Wohnsitz in einer anderen Stadt. Aber nur wenn Du verlobt (kann keiner etwas gegenteiliges beweisen) oder verheiratet bist. Falls Du bei Deinen Eltern wohnst, gilt das alles nicht. Heimfahrten (also zum erstwohnsitz) müssen dokumentiert werden, z. B. Fahrtenbuch, Tüvberichte. Diese Heimfahrten kannst theoretisch jedes WE machen. Nur die KM-Zahl muss stimmen. Fährst Du seltener nach Hause, dann mach mal Urlaub mit dem Wagen. Hauptsache nachweisbare KM!

    ZU 2. Frage: KM versteuern:
    Firmenwagen = i.d.R Pauschalbesteuerung mit 1% vom Nettoanschaffungswert. Wird in 90% der Fälle von allen Unternehmen angeboten und so gehandhabt. Falls Privatwagen: Montags von München nach FFM entscprechende KM angeben. Während der Woche die Paar KM in FFM. Heimfahrt freitags wieder FFM-M.

    Falls Du einen neuen Job annimmst und desegen einen Zweitwohnsitz brauchst, kannst eine Menge Abschreiben. Behalt einfach mal alle Rechnungen und hol Dir ein Datev Buch. Besser noch: hol Dir einen Steuerberater.

    Wie gesagt, kompliziertes Thema, enorme Potenzialle Rückforderungen vom FA zu bekommen. Investier echt lieber 200 Euronen für ein Gespräch mit einem Steuerheini oder geh zu so einem Lohnsteuerverein. Die sind günstiger als die Steuerheinis, aber meiner Meinung nach nicht die Fähigsten.

    Jetzt muss ich mal meine Weischwurscht und Bierchen runterschlucken.

    Grüße,
    Der Münchner

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  5. jon... 22.11.07 00:37

    Interessantes Thema! Guter Beitrag, Münchner!

    Zwei Frange hätte ich da auch mal:
    Reicht eigentlich auch ein Fahrtenbuch oder werden Tankquittungen auch gefordert vom Finanzamt für die DHF?
    Muss es sich bei dem verwendeten PKW um dein eigenes handeln oder kann es auch das Auto der Freundin/Mutter sein?

    LG
    Ann-Katrin

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  6. jon... 22.11.07 00:55

    Interessantes Thema! Guter Beitrag, Münchner!

    Zwei Frange hätte ich da auch mal:
    Reicht eigentlich auch ein Fahrtenbuch oder werden Tankquittungen auch gefordert vom Finanzamt für die DHF?
    Muss es sich bei dem verwendeten PKW um dein eigenes handeln oder kann es auch das Auto der Freundin/Mutter sein?

    LG
    Ann-Katrin

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  7. tor... 22.11.07 10:06

    Hallo Steuermann,

    für die Geltendmachung einer doppelten
    Haushaltsführung ist entscheidend, dass Du
    einen eigenen Hausstand am "Mittelpunkt Deiner
    Lebensinteressen" unterhältst. Den
    Zweitwohnsitz am Beschäftigungsort zu haben,
    ist weder notwendig noch hinreichend. Wo man
    sich anmeldet, kann man also ruhigen
    Gewissens von eventuellen
    Zweitwohnsitzsteuern abhängig machen. Ich
    selbst arbeite in Berlin und bin dort auch mit
    Hauptwohnsitz gemeldet, finanzamtlich
    anerkannter Lebenmittelpunkt ist aber München.

    Dass Dein Lebensmittelpunkt nicht in FFM ist,
    lässt sich z.B. durch Freunde, Verlobte oder
    Vereinsmitgliedschaften nachweisen. Ausserdem
    wird erwartet, dass Du im Schnitt alle zwei
    Wochen dort bist. Völlig problemlos sollte die
    Anerkennung sein, wenn Du Deine erste
    Beschäftigung aufnimmst oder (noch besser)
    verheiratet bist.

    Der zweite Punkt (der eigene Hausstand) ist
    ausserdem entscheidend. Wenn Du also nur ein
    Zimmer bei Deinen Eltern hast, kannst Du die
    Sache also gleich vergessen.

    Meiner Meinung nach kann man sich den
    Steuerberater schenken. Was Du geltend
    machen kannst, ist z.B. auf
    http://www.steuerwiki.net/index.php/Doppelte_H
    aushaltsfuehrung
    aufgeführt. Die Hilfe in ElsterFormular ist auch
    ganz brauchbar, wenn man sich erstmal ins
    Beamtendeutsch eingelesen hat.

    Viele Grüße,
    Torben

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  8. steuermann123 22.11.07 12:04

    Danke für die klasse Antwort.

    Eine Frage habe ich noch: Muss ich die Heimfahrten nachweisen? Wenn ja, was ist das "Minimum", was gefordert wird?

    Danke

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  9. tor... 22.11.07 14:51

    Im Prinzip kannst Du Deine Steuererklärung seit
    2003 ohne Belege einreichen, ich würde aber
    denken, dass die wegen der recht hohen
    Steuerrückzahlungen regelmässig nachgefordert
    werden. Da jede Heimfahrt zu
    Steuererleichterungen führt (30 Cent pro
    Kilometer bzw. Ticketpreis bei Flügen), musst Du
    die dann auch nachweisen, z.B. mit den
    Bahntickets oder Bordkarten.

    Ich fahre die Strecke nie mit dem Auto, daher
    weiss ich nicht, was man da einreichen sollte
    und ob man auch Autos von Bekannten oder
    Verwandten benutzen kann. Eine Kollegin von
    mir schickt ihre Werkstattrechnungen mit, auf
    denen der Kilometerstand erscheint.

    In den Erläuterungen zur Steuererklärung steht,
    dass man sich im Schnitt alle 2 Wochen in der
    Hauptwohnung aufhalten sollte. Wie streng das
    gehandhabt wird, weiss ich nicht.

    Viele Grüße,
    Torben

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  10. jon... 22.11.07 16:01

    Hallo,

    mal unabhängig von der DHF, hat ejmand Erfahrung in der Begründung eines Zweiwohnsitzes?

    LG

    Ann-Katrin

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  11. julia44 22.11.07 21:48

    man muss sich mind. 185 Tage nicht am Zweitwohnsitz aufhalten. Das Argument des Lebensmittelpunktes hat bei mir leider nicht gewirkt. Die Abwesenheit vom Zweitwohnsitz muss nachgewiesen werden, sprich Heimfahrten müssen dokumentiert werden. Fährt man am Freitagnachmittag bis Montagmorgen in die Heimat, ist das schonmal ein gutes Argument. Addiert man dann noch 30 Tage Urlaub hinzu, argumentiert mit Gleitzeittagen sowie Heimfahrten an Feiertagen kommt man idR knapp auf diese erforderliche Anzahl von "Abwesenheits"-Tagen.

    Wenn das alles nicht hilft und sich das Meldeamt am gewünschen Zweitwohnsitz sperrt, kann man Alternativ auch nachträglich in der Heimat wieder den ersten Wohnsitz eintragen lassen und hoffen, dass es niemand merkt ;-)

    Bzgl. der DHF ist es wohl unerheblich, ob man am Beschäftigungsort seinen Erst- oder Zweitwohnsitz hat. Zumindest wurde mir dies von einem Steuermenschen mal so BESTätigt. Oder hat hierzu jemand andere Informationen?!?

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  12. julia44 22.11.07 21:52

    man muss sich mind. 185 Tage nicht am Zweitwohnsitz aufhalten. Das Argument des Lebensmittelpunktes hat bei mir leider nicht gewirkt. Die Abwesenheit vom Zweitwohnsitz muss nachgewiesen werden, sprich Heimfahrten müssen dokumentiert werden. Fährt man am Freitagnachmittag bis Montagmorgen in die Heimat, ist das schonmal ein gutes Argument. Addiert man dann noch 30 Tage Urlaub hinzu, argumentiert mit Gleitzeittagen sowie Heimfahrten an Feiertagen kommt man idR knapp auf diese erforderliche Anzahl von "Abwesenheits"-Tagen.

    Wenn das alles nicht hilft und sich das Meldeamt am gewünschen Zweitwohnsitz sperrt, kann man Alternativ auch nachträglich in der Heimat wieder den ersten Wohnsitz eintragen lassen und hoffen, dass es niemand merkt ;-)

    Bzgl. der DHF ist es wohl unerheblich, ob man am Beschäftigungsort seinen Erst- oder Zweitwohnsitz hat. Zumindest wurde mir dies von einem Steuermenschen mal so BESTätigt. Oder hat hierzu jemand andere Informationen?!?

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  13. tor... 23.11.07 10:24

    Das mit der DHF kann ich aus eigener Erfahrung
    BESTätigen. Ansonsten habe ich mal eine naive
    Frage: Warum ist es eigentlich so wichtig, wo
    Erst- und wo Zweitwohnsitz sind? Letztlich geht
    man doch sowieso nur alle fünf oder zehn Jahre
    aufs Amt, um einen neuen Ausweis oder Pass zu
    beantragen.

    PS: Das mit dem nicht merken kann tatsächlich
    passieren. Ich hatte ein paar Monate lang zwei
    Hauptwohnsitze und habe es erst gemerkt als
    ich zwei Wahlbenachrichtigungen bekommen
    habe :-)

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  14. Tenalp 23.11.07 12:19

    Hi,

    also mit dem Nachweisen der gefahrenen KM ist das so eine Geschichte an sich. Der Gesetzgeber verlangt keine Nachweise. Die Durchführungsverordnung der FA sieht das etwas anders.
    In unserem Fall 2003: Stuttgart - "Irgendwo im Osten". Streit, Widersprüchen, Einsprüche, etc. wurde ohne KM Nachweis nicht alles anerkannt.

    Als Nachweis reichen i. d. R. Tankbelege und Tüv-, Reparaturberichte etc. aus. Ein Fahrtenbuch wird Dir eh früher oder spärter auferlegt. Solltes Du wie ich Pech haben und Dein Wagen ist nicht Reparaturanfällig, dann TÜV Berichte und Tankbelege. Sag Deinen Kumpels, dass Sie bar tanken sollen. Es dreht sich nicht nur alles um Bescheissen des FA. aber auf Dich passen die auch nicht auf. Also, jedes WE fährst Du Heim. Und wenn Du gefragt werden solltest warum nur Du fährst und Deine Frau/Freundin Dich nicht besucht, ganz einfache Antwort:
    Ich habe keine Waschmaschine und meine Frau/Freundin muss mir meine Socken und Unterwäsche waschen. Ist sofórt Ruhe.

    Grüße
    Der Münchner

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  15. sudden 23.11.07 13:33

    oder du wäscht noch bei mami, dann sagste sogar die Wahrheit ;-)

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