hohes Gehalt auch ohne Studium?

gm5... 13.06.08 11:45

hallo, möchte euch kurz von 2 bekanntinnen erzählen, die ohne Studium aus meiner sicht viel verdienen:

Frau A:
Abitur
Ausbildung Industriekauffrau
berufsbegleitendes Studium (Dipl-BW VWA-kein akademischer Abschluss NRW)
nach 3 Jahren: Key Account Manager
Gehalt: 48.000€
ca.45Std Woche

Frau B:
-Ausbildung zur Bankkauffrau Commerzbank
-nach ca. 2Jahren Individualkundenberaterin
-Gehalt: letzte Tarifgruppe; wird dieses Jahr auf AT hochgestuft
-ca 42Std pro Woche

Wenn ich nächstes Jahr mit meinem Diplom fertig bin, bin ich froh wenn ich 40.000€ bekomme (zähle mich nicht zu den high-potentials)

Anscheinend kann man auch ohne Studium verhältnismäßig viel geld verdienen oder?

Weiss jemand, wie hoch das Gehalt bei der letzten Tarifgruppe bei der CoBa ist?


  1. BSi... 13.06.08 12:21

    Klar geht das. Aber ohne kann es um einiges länger dauern.

    Habe dazu eine Frage: Ist ein VWA-Abschluss generell kein Akademischer Abschluss? Auch wenn man jetzt einen Bachelor macht??

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  2. obacht 14.06.08 21:31

    Der Unterschied ist halt, dass da noch oben hin schnell Schluß ist mit Gehaltsentwicklung nach Ausbildung. Mit einer Ausbildung gewinnt man natürlich auch Zeit im Vergleich zu Leuten, die studieren, das muß man berücksichtigen. Allerdings sollte es bei einem halbwegs vernünftigen Job ohne größere Probleme möglich sein, dass im Laufe des Arbeitslebens überzukompensieren, wenn man studiert hat. Zu VWA kann ich nichts sagen, sehe das allerdings persönlich auf gar keinen Fall als Studium an. Auch dann nicht, wenn man das mit Bachelor-Leuten vergleicht...

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  3. fre... 15.06.08 11:03

    Klar kann man auch ohne Studium (und manchmal auch ohne Ausbildung) vergleichsweise viel verdienen. Das geht aber i.d.R. nicht als abhängig beschäftigter.

    In meinem Studienort fuhren die Chefs der besten Steh-Pizzaria Ferrari und Porsche.

    Oder man hat einfach Verkaufstalent und geht in einen Strukturvertrieb.

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  4. HenRuf 15.06.08 11:15

    Der Verdienst hat nicht unbedingt etwas mit
    studieren zu tun. Studium = gutes Gehalt gilt
    schon lange nicht mehr.

    EIn gutes Studium hilft auf jeden Fall beim
    Berufseinstieg, da man als "Anfänger" ja nichts
    anderes als seine Schul-, bzw. Uniausbildung
    vorweisen kann. Nach 10 Jahren Berufsleben
    zählen Erfahrung, Kompetenzen und
    Referenzen.

    Aus meiner Sicht kommt noch etwas hinzu: im
    Vertrieb verdient man immer sehr gut oder
    überdurchschnittlich. Wer sich nicht zu fein ist,
    im Vertrieb zu arbeite und vielleicht sogar einen
    Teil seines Gehaltes als Provision zu erhalten,
    wird mehr verdienen als der konzeptionell
    arbeitende Abteilungsleiter mit BWL-Studium.
    Ausnahmen BESTätigen natürlich diese Regel.

    Ich habe im Bekanntenkreis auch Fälle, wo
    Leute ohne Studium im Vertrieb über 100 TEUR
    verdienen. Unsere Zeitungs-Kiosk-Türke um die
    Ecke übrigens sicher auch ;-)

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  5. HenRuf 15.06.08 11:20

    hier noch ein Beispiel als Nachtrag:

    http://www.jobticket.de/l049n/job_zeigen1.phtm
    l?
    gASSENCE=0&gVERTRIEB=1&jobid=69138&f_fla
    g=0&joburl=http://www.jobticket.de/jobs/anz/w
    /whp/080612-account-mana-
    d/&sessionid=133882d03365a1a44da4dfe3aa25
    68ee

    dieser einfache Vertriebsjob bringt 55TEUR

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  6. Anonym 19.06.08 12:50

    im grunde machst du nichts anderes als einen klassischen vergleich der preis-leistungs-verhältnisse von zwei oder mehr parteien. p1/l1 p2/l2 usw.

    ich wäre mit solchen vergleichen generell etwas vorsichtiger, weil hier wesentliche informationen fehlen, um ein objektives urteil treffen zu können.

    du bezeichnest dich selbst als studierten nich high potential (leistung) und zeichnest dich mit einem "fairen" erwarteten preis (40'€/a) aus. soweit noch alles in ordnung.

    dann sprichst du von zwei nicht studierten (ist das schon die leistung???) Frauen A und B, von denen die eine 48'€/a (preis) verdient.

    wir wissen doch gar nicht, ob es sich hier um low-, high- oder sonst welche potentials handelt. dieser begriff ist nicht nur für die studierten reserviert. ich persönlich wage es zu bezweifeln, dass die beiden damen durchschnittskandidatinnen sind. denn würde das gleiche schicksal der mehrheit der nichtstudierten widerfahren, dann wären unsere unis/fhs um einige studenten ärmer (oder hättest du lust darauf, zu studieren und am ende trotzt all der akademsichen qualen und hürden 8'€/a weniger zu verdienen?)

    außerdem würde ich die ganze sache nicht nur kurz- sondern auch mittel- bis langfristig sowie in abhängigkeit vom umfeld und den persönlichen zielen sehen.

    die core competence z.b. eines key accounters besteht darin, die richtigen produkte an wertvolle kunden für einen angemessenen preis bringen. er muss in erster linie mit menschen umgehen können, seine Ausbildung ist tendenziell zweitrangig (außer er versuchst als friseur-azubi kohlekraftwerke zu verkaufen). klar, im Vertrieb wird auch mehr verdient, weil die arbeit nicht besonders einfach ist und die meisten dafür nicht unbedingt geeignet sind.

    falls du vorhast weiter aufzusteigen, bist du mit einem "akademsichen" diplom-abschluss besser dran als ohne. idealer wäre natürlich eine Promotion (schau dir mal die akademischen qualifikationen der vorstands- und aufsichtsratmitglieder der DAX30 Unternehmen an: die mehrhat hat mindestens einen diplom-abschluss, viele davon mit Promotion, ausnahmen sogar einen prof.-titel). einige UBs stellen dich ohne diplom- oder Master-abschluss erst gar nicht ein.

    benchmark doch die beiden Frauen mit einem high potential aus deinem bekanntenkreis, der bei einer UB/IB eingestiegen ist, dann werden dir auch ein paar unterschiede auffallen

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  7. Oll... 24.06.08 22:41

    Ich arbeite bei der Coba, bin 27 und habe schon 11 Jahre Erfahrung auf dem Buckel. Und verdiene noch ne Ecke mehr als die Key account Managerin.
    Coba bezahlt sehr sehr gut.

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