dreispurige Autobahn..

runaway 16.03.02 08:43

Hat jemand eine passende Erklärung dafür, warum auf einer dreispurigen Autobahn die langsameren Autofahrer (womit ich nichts gegen das langsame Fahren an sich gesagt haben will) hartnäckig die Mittelspur benutzen, selbst wenn Wochenende ist und keine Lastwagen auf der rechten Spur unterwegs sind? So unwichtig finde ich die Frage deswegen nicht, weil eine Verkehrsgefährdung allein dadurch ausgeht, daß sie meist rechts überholt werden, da links nur noch gedüst wird.

  1. cpo... 16.03.02 10:19

    Das Frage ich mich jedesmal auch. Vor allem Sonntags ist es eine unsitte geworden, auf der Mittelspur zu fahren. Auch wenn dieses als Gefährdung des Straßenverkehr bestraft werden kann, tut die Polizei hier vielzu wenig dagegen.

    Ein Grund ist die Verunsicherung der Autofahrer. Häufig - nicht immer - sind es ältere Autofahrer oder Familienväter, die die Mittelspur benutzen. Hier fühlen sie sich vielleicht sicherer als auf den Randspuren. Nachvollziehbar ist dieses jedoch für mich nicht.

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  2. Che... 16.03.02 10:51

    Ohja, das leidige Thema.

    Ich denke, Unsicherheit (insb. beim Fahrspurwechsel) ist ein Grund (man beobachte, wie viele Leute Probleme bei Beschleunigungsspuren haben). Aber ich glaube Bequemlichkeit gehoert auch dazu. Auf der Mittelspur muss ich nicht LKW ueberholen und blockiere links keinen Heizer. Oder anders: rauf auf die Autobahn, 5. Gang und das Denken abschalten.

    Andererseits ist es bei dichtem Verkehr auch nicht immer leicht, die Spur zu raeumen und dann nicht hinter einem langsameren Fahrzeug zu versauern, weil - eine andere Unsitte - dich keiner reinlaesst (jeder will natuerlich noch vorbei).

    Dies erklaert alles nicht das Problem bei leeren Autobahnen (nachts/Sonntags) - vermutlich geschieht das aus Gewohnheit oder in dem Denken, dass ja eh nicht viel los ist.

    Man hat uebrigens mal im TV dokumentiert, wie die Herren Gruen-Weiss solche Leute rausgefischt ha´ben. Haeufige Aussage der Fahrer: 'Wie schnell muss man denn hier noch fahren?' (das sagt doch schon alles).

    Tip: Ich erzieh' die Leute immer, von rechts kommend links ueberholen und direkt davor nach rechts rueber. Die Haelfte raffts meistens

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  3. cpo... 16.03.02 14:20

    Dann hast Du aber eine ziemlich hohe Quote.

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  4. Che... 16.03.02 14:51

    Man muss natuerlich etwas ueberzogener rueberziehen. Nicht fuer jeden Beifahrer geeignet :-

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  5. Che... 16.03.02 14:58

    Wie sieht das mit dem Rechtsueberholen aus? Wenn man rechts faehrt und bleibt, ist das Ueberholen? Ein Fahrlehrer (!) muss wohl mal gesagt haben, dass sei nicht Ueberholen sondern 'aufschliessen zum Vordermann' - nicht ganz falsch, denn man schert ja auch nicht aus. Die Staatsdiener werden das vermutlich anders sehen. Was meint ihr?

    Aber dies ist keine Empfehlung zum Rechtsueberholen, ganz im Gegenteil, mehr eine theoretische Frage...

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  6. Anonym 16.03.02 15:48

    die straßen rechts sind i.d.r. schlechter als in der mitte.

    in der mitte ist die straße breiter!

    ein tipp dichter hinter einen setzen und blinker setzen. ist zwar verboten aber macht zum teil spaß!

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  7. Anonym 16.03.02 18:27

    Also ich überhol dann meistens rechts (nach vorherigem Vergewissern, daß keine Polizei hinter mir ist). Ich glaube das ist die beste Erziehungsmaßnahme, dann verstehen die Leute auch, daß sie falsch machen.

    Überhaupt finde ich, daß rechts überholen erlaubt werden sollte, daß sich von rechts überholen lassen sollte verboten werden.

    Also wenn einer mich rechts überholt, dann ist das spätestens der Moment in dem ich mir sage, vieleicht hätte ich doch mal ne andere Spur benutzen sollen...

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  8. Che... 17.03.02 22:50

    Mit der Polizei wuerd ich mir nochmal ueberlegen, die sind heutzutage doch nur noch mit zivilen Fahrzeugen unterwegs. (Allerdings fallen zwei Personen in einem Auto im Berufsverkehr schon mehr auf, evtl. am zweiten Spiegel zu erkennen ;-)

    Erlauben wuerde ich das nur bei Geschw. Begrenzung. Wenn man bei unbegrenzt auch rechts mit Tempo 200 rechnen muss, wird das etwas heikel.

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  9. Mic... 27.03.02 12:00

    Vom Rechtsüberholen würde ich dir dringend abraten. Wenn der andere Fahrer gerade in diesem Moment auf die Idee kommt, auf die rechte Spur zu wechseln, wenn du überholst, seit ihr bei der Autobahngeschwindigkeit beide tot. (Oder noch schlimmer, eure beiden Auots beiden sind Schrott *g*). Wenn er Glück hat, bist nur du tot, weil du dich beim Ausweichmanöver in die Leitplanke gebohrt hast.

    Laß das bloß sein!

    Michael

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  10. Suesse 16.03.02 18:35

    Wenn wiedermal die linke Spur völlig verstopft ist und ich gemütlich rechts daran vorbeidüse, fühlt sich das irgendwie nicht nach überholen an. Denke nämlich auch, dass man dazu erstmal direkt hinter einem gewesen sein und sich dann mittels aus- und wieder einscheren direkt vor das andere Auto begeben müsste. Frag aber nicht, ob das jetzt mehr rechtfertigendes Wunschdenken oder substantiierte Antwort war ;-)

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  11. Anonym 25.03.02 01:58

    Laut meinem ehemaligen Fahrlehrer ist es sogar erlaubt auf der mittleren Spur zu fahren und es bleibt somit dem Fahrer überlassen, ob er auf die rechte Spur wechselt.

    Jedoch bin ich auch der Meinung, wenn rechts frei, so solle der Fahrer auch nach rechts wechseln.

    Das mit dem Rechtsüberholen sehe ich mit vorsicht an, jedoch, wen man ca. 20 km schneller ist, so sollte dies gestattet werden. Ein pures vorbeirassen finde ich hingegen unverantwortlich und sollte mit einer höheren Strafe belegt werden, da bei diesem Tempo kein bremsen und ausweichen realisierbar ist.

    Lichthupe und dergleichen bringt oft nichts. Es gibt zu viele Leute, die ihren Dickschädel durchsetzen wollen, notfalls gefährten diese sogar den Verkehr noch erheblicher.

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  12. Pin... 26.03.02 15:24

    Ich denke nerven tun sie uns alle, nur irgendwas machen ist auch nicht.
    Mann muß mit leben und es wird noch schlimmer.
    Alerdings um auf die Kern Frage zurück zu kommen, wenn mann sich für links oder rechts nicht entscheiden kann, nimmt mann die Mitte.
    Da sie am sichersten ist.
    Breiter und vor allen keine LKWs, außerdem ist die rechte spur meist so liert, das kann PKW der Welt diese fahrt angnehm über steht;))

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  13. Che... 26.03.02 20:57

    Also dein Fahrlehrer scheint aber da ganz massiv das Rechtsfahrgebot zu ignorieren. Fragt sich, wie er dieses ausgelegt hat, um zu dieser Schlussfolgerung zu kommen.

    Das mit dem Tempo bei dem jede Reaktion zu spaet kommt ist natuerlich richtig - daher halte ich auch nichts von Draenglern (bei 180 noch auf 1m ran). Der Adac hat mal einen groesseren Bericht ueber Draengler in der motorwelt gehabt. Auffaellig viele und zum Teil heftige Reaktionen hat es darauf gegeben, u.A. mit den Hinweisen, dann auch mal Verkehrserzieher und notorische Linksschleicher zu untersuchen. Waere ja mal als Fortsetzungs-Thema hier im Forum geeignet...

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  14. Mic... 27.03.02 12:15

    Da ich selber nach Laune manchmal schnell und manchmal langsam fahre, kenne ich das Problem aus beiden Perspektiven. Wer sich diese Frage stellt, sollte einfach mal einen test machen, und selbst eine halbe Stunde bei mittlerer Geschwindigkeit (ca. 130-140km/h) fahren.

    Man stellt dabei fest, das ein Einhalten des Rechstfahrgebotes die ganze Sache viel anstrengender macht. Es gibt auch Sonntags immer einige LKW mit Fahrgenehmigung und langsamere PKWs, die überholt werden müssen.

    Jedesmal dann Rückspiegel schauen, hinten sieht man einen Raser auf der mittleren Spur, dann muss man Timen: komme ich noch raus? kann der auf links oder ist da noch ein schnellerer? muss ich langsamer werden oder beschleunigen und rüberziehen? Wenn ich in der Mitte fahre, externalisiere ich das Problem.

    Jeder solte sich die halbe Stunde mal reintun, genauso wie ich mich als Fahrradfahrer immer über die Autofahrer ärgere, die offenbar keine Ahnung haben, wie sich ein Fahrrad in der Großstadt fährt. Auch da wäre ein Selbstversuch hilfreich.

    Ich finde übrigens den Hinweis auf die Verhkehrsgefährdung durch "provoziertes" Rechtsüberholen falsch und gefährlich. Ursache für diese Gefährdung ist ausschließlich die Selbstjustitz der Schnellfahrer und auch nur diesen anzulasten. IMHO sind das genau die die Leute für die MPU, weil ihnen die charakterlichen Eigenschaften zum Führen eines Kraftfahrzeuges abgehen. Wird regelmäßig auch durch deren fehlende Einsicht BESTätigt.

    Michael

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  15. runaway 19.04.02 18:54

    Na ja, ich selbst habe neuerdings ein Auto, welches nur 130-140 km/h schafft und kenne das Geschilderte an sich ganz gut. Aber darum geht's wirklich nicht. Ich rede von Leuten, die so um 100-120 km/h auf mittlerer Spur fahren, wo - in die Ferne geschaut - die rechte Spur frei ist.
    Sicherlich ist die Selbstjustiz der Rechtsüberholer nicht zu rechtfertigen, aber eine gewisse Einsicht muß auch der Hindernde zeigen. Nicht alle wollen rasen, es können Leute auch berechtigterweise "eilig" haben. Durch die StVO/StVG ist dieser Umstand (noch) nicht geregelt. Aber Fakt ist, daß ein guter %-Anteil der Autobahnunfälle sich im Vorfeld ähnlich abspielen. Ignorieren kann man daher das Verhalten nicht.

    Zum Radfahren in Großstädten stimme ich dir voll und ganz zu und ergänze um folgenden Aspekt: nicht damit genug, daß du als Radfahrer ständig gefährdet bist, zu allem Überfluß wird dir auch noch dein Rad geklaut, weil es eine Nacht zuviel auf dem Albertus-Magnus-Platz (Bezug auf Köln versteht sich) gestanden hat.

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