Logistik

cpo... 05.01.01 22:56

Der Logistikmarkt bzw. -Branche ist nicht erst seit dem Börsengang der Deutschen Post World Net AG in aller Munde. Mittlerweile gibt es schon viele Artikel, die von einem der Zukunftsmärkte sprechen. Dieses auch im engen Zusammenhang zum E-Commerce-Boom der vergangenen und auch zukünftigen Jahre. Somit ist/wird die Branche auch immer interessanter für Absolventen. Mich würde interessieren, welche Erfahrungen Ihr mit Logistik oder in Logistikunternehmen gemacht habt.

  1. Tom... 06.01.01 03:54

    Ich durfte vor ca. 6 Jahren mal bei UPS arbeiten.
    Dies war in der Niederlassung Heidelberg.
    Damals gab es die noch keinen ebusiness oder auch eine "Logistik".
    UPS war ein Frachtunternehmen.
    Das hat man auch an allen Ecken und Enden bemerkt.
    Ich habe selten so eine Menschen verachtende Arbeitsatmosphäre erlebt.
    Angefangen habe ich als Packer am Fliesband: sprich die LKWs beladen.
    Kaffeepause bitte exakt einhalten,
    kein Ausruhen erlaubt.
    Als ein Fahrer seinen LKW beim ausparken aus Versehen an einen Pfosten gesetzt hat durfte er gehen...
    Nach 3 Monaten war ich dann Vorarbeiter.
    Weiteres Vorankommen wäre auch kein Problem gewesen, wenn man sich nur durchmobbt, was auch an der Tagesordnung war.
    Eine Arbeitsatmosphäre war eigentlich nicht vorhanden, geschweige denn Teamgeist.
    Ich glaube auch nicht, dass sich inzwischen viel GEändert hat, da vor ca. 1 Jahr auch mal ein Bericht in Panorma(?) über die unsäglichen Arbeitsmethoden bei UPS gesendet wurde.
    Zu meiner Studienzeit habe ich auch mal in einer Import-Abteilung der Fa. CASE IH gearbeitet.
    Auch wenn das hier etwas an der Zielgruppe vorbeigeht, habe ich dort auch die Zustände in Speditionsfirmen (e-commerce) mitbekommen:
    Scheinselbständigkeit, Übermüdung, Kleinstgehalt
    Von der wirtschaftlichen Seite sollte man die Logistikbranche nicht zu sehr überschätzen.
    Wie in allen Branchen findet auch hier eine Konsolidierung statt, desweiteren bin ich der Meinung, dass der Internethandel natürlich weiter wachsen wird, doch sehe ich hier auch einen Gegentrend.
    Viele Kunden die schlechte Erfahrungen
    mit dem Internet gemacht haben kehren
    dem Gesamtmarkt den Rücken, diese zurückzuholen wird schwierig, neue zu gewinnen ebenso:
    Die Pleitewelle ist noch nicht abgeflaut.
    Amazon macht immer noch kein Gewinn, obwohl de Umsatz exorbitante Höhen erreicht.
    C & A hat seine online Aktivitäten eingestellt.
    Ich habe die Befürchtung falls einer der grossen (Amazon, eBay) den Löffel abgibt, dann hat auch die Logistikbranche ein großes Problem.
    Ein innovativer Weg geht z.B. LION.CC
    die Verknüpfung von online und realen Shops ist m.E. der richtige und zukunftsweisende Weg

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  2. Anonym 06.01.01 18:33

    ich glaube nicht, daß die logistik Branche den löffel abgibt. die angeführten Beispiele (Amazon eBay) sind ja keine logistik Unternehmen.

    meiner meinung nach werden nur einige wenige logistikunternehmen übrig bleiben. derzeit tummeln sich auf dem weltmarkt auch nicht gerade viele Unternehmen. in europa wird sich die deutsche post durchsetzen, da sie wie ich glaube das beste konzept hat (ich meine auf dem massenmarkt). durch die gefüllte kriegskasse wird sich die post weiter zukaufen.

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  3. Anonym 06.01.01 18:33

    ich glaube nicht, daß die logistik Branche den löffel abgibt. die angeführten Beispiele (Amazon eBay) sind ja keine logistik Unternehmen.

    meiner meinung nach werden nur einige wenige logistikunternehmen übrig bleiben. derzeit tummeln sich auf dem weltmarkt auch nicht gerade viele Unternehmen. in europa wird sich die deutsche post durchsetzen, da sie wie ich glaube das beste konzept hat (ich meine auf dem massenmarkt). durch die gefüllte kriegskasse wird sich die post weiter zukaufen.

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  4. Anonym 07.01.01 13:07

    Korrigiert mich bitte, wenn ich jetzt Blödsinn verkünde. Hat die Deutsche Post nicht mit der Lufthansa über eine Zusammenarbeit im Logistikbereich verhandelt? Das wäre wirklich ein großer Wettbewerbsvorteil. Wenn man sie mit ihren ehm...Konkurrenten in Europa vergleicht steht sie wirklich gut da...nicht zuletzt aufgrund einer Preispolitik, bei der ich immer noch nicht verstehe, warum sie von den Verbrauchern eigentlich toleriert worden ist.

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  5. Tom... 09.01.01 02:02

    Natürlich sind eBay und Amazon keine Logistikunternhmen, aber deren Kunden!
    Die Post hat nur dann eine Chance wenn sie ihre Aktivitäten auf den "wahren"
    Logistikbereich verstärkt.
    Irgendwann fällt das Briefmonopol dann doch.
    Der Weg ist der richtige. Was die Telekom konnte , kann die Post auch:-)

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  6. Anonym 09.01.01 16:48

    Inwieweit die Telekom wirklich schon als Gewinner auf dem Telekommunikationamarkt dasteht ist m.E. noch lange nicht geklärt. Vodafone ist da weitaus besser positioniert, der einzige halbwegs wichtige markt im Neuen Westen der diesem Unternehmen fehlt, ist Osteuropa. Der Telekom fehlt Amerika, voicestream ist im Grunde genommen eine kleine Mistfirma, die auch noch rote zahlen schreibt. Es wird noch mindestens fünf Jahre dauern, bis die Telekom in Amerika so dasteht, wie sie es mit einer vernünftigen Übernahme (Sprint wäre eine Möglichkeit gewesen) heute schon dastehen könnte.

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  7. Anonym 14.01.01 09:42

    so weit ich weiß hat die post eine kooperation mit Lufthansa geschlossen.
    das problem ist, daß mit der Logistik also ein Paket von a nach b transportieren keine geld verdient wird. die post wird sich auf dem europäischen markt durchsetzen, da sie 1.) einen technik vorsprung ggü anderen konkurrenten hat, 2.) als einzige ein flächendeckendes netz hat, 3.) eine riesen Marge im Briefgeschäft.

    Die Marge wird dünner da das Porto nach Meinungen von Analysten auf 1 dm gesenkt werden wird. Das Briefmonopol für

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  8. cpo... 14.01.01 23:32

    Das mit der Kooperation zwischen der DPWN (hier Danzas) und Lufthansa Cargo ist richtig.
    Die DPWN hat sicherlich den Vorteil, daß sie im größten europäischen Markt hervorragend aufgestellt ist und auch in der technischen Abwicklung den anderen zukünftigen Konkurrenten einiges voraus hat. Die Marge wird sicherlich schwinden. Problematischer sehe ich eher, daß die Post immer noch einen Strukturauftrag hat, d.h. daß auch weiterhin der Brief nach Hintertupfingen geliefert werden muß, während sich sogennante alternative Briefdienste gar nicht erst auf solche Sachen einlassen werden. Denn mit diesen Nachteil hat keiner der Wettbewerber zu kämpfen.
    Zu dem sehe ich weiterhin das Problem, daß in Deutschland verstärkt liberalisiert wird, während in den Nachbarstaaten, die jeweiligen Regierungen mauern. D.h., La Poste wird demnächst bei uns tätig, während deutsche Unternehmen, dieses in Frankreich nicht tun dürfen. Da sind wir leider noch meilenweit von einem einheitlichen europäische Markt entfernt; aber daß ist ein anderes Thema.

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  9. Marcy 09.08.01 18:37

    Wie schon erwähnt werden in den einigen
    Jahren ein paar wenige Weltweit
    agierende Konzerne den Markt dominieren.
    Durch die Tendenz zum One Stop Shopping
    wird hier Geld nicht im Paket oder
    Stückgutbereich verdient, sondern bei
    Exporten, logistischen Dienstleistungen
    oder kundenspezifischen Aufträgen. Ist
    der Kunde gewonnen, kauft er nicht nur
    den Transport von A nach B sondern
    wickelt gleich mehrere AufträGE über
    seinen Spediteur ab. Nur so kann beim
    jetzigen Konkurrenzdruck profitiert werden.
    Soweit so gut. Jedoch sehen die
    Karriereaussichten in der
    Logistik/Transportbranche nicht
    unbedingt rosig aus. Es existieren
    flache Hierachien in dezentralen
    Profitcentern und die Bezahlung liegt
    deutlich unter dem Niveau anderer
    Bereiche. Wenn dann also in einem
    Konzern anheuern oder z.B. der
    Logistikabteilung eines
    Industriebetriebs einen Besuch abstatten.

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