PR-Erfahrungen

Chr... 11.03.04 10:30

Hallo, ich hätte gerne mal Meinungen und Erfahrungsberichte von Leuten gehört, die schon bei den großen PR-Agenturen oder PR-Beratungen gearbeitet oder ein Praktikum gemacht haben (Shandwick usw.); wie muss ich mir den Job vorstellen? Arbeitszeiten, Bezahlung, aber vor allem: interessant?
Danke schonmal,
Chris

  1. meydo 11.03.04 21:47

    Grundsätzlich gilt, dass:

    - die Arbeitszeiten lang sind
    - die Bezahlung sehr schlecht ist
    - die Atmosphäre recht oberflächlich und oft angespannt ist (insb. Zickenalarm)
    - die Arbeit teilweise sehr stumpf ist (administrative tätgkeiten oder den showroom schön machen)
    - die Kunden oft sehr "eigen" sind

    Wenn man allerdings der Typ für diesen Job ist und das gesamte Umfeld mag (und nur dann!), kann es sehr spannend und erfüllen sein. Die Personen die ich in diesem Bereich kenne, finden ihren Job toll...

    VG
    Meydo

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  2. Chr... 12.03.04 16:18

    Hört sich ja nicht gerade überzeugend an. Hast du dort schon ein Praktikum gemacht, oder worauf basiert deine Erfahrung?

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  3. Sun_girl1 21.02.06 11:22

    Ich kann das nur BESTätigen, habe nach 6 Wochen gekündigt.
    Ich habe ein Praktikum bei einer sehr erfolgreichen PR Agentur in HH gemacht, die haben sehr gute Kunden und auch schon mehrere Preise gewonnen.
    - Es wurde regelrecht als selbstverständlich gesehen, dass man bis in die Puppen arbeitet, und nicht mal Zeitausgleich bekommt. Ich musste täglich 2 Std. hin und 2 Std. zurück fahren, wenn ich um 19 h gegangen bin, wurde ich schief angeguckt.
    - die Bezahlung ist super schlecht, als Praktikant hab ich 325 € bekommen, Volontäre nur 1500 €, juniorberater ca. 2000-2300 €.
    - Ellenbogen-Atmopsphäre; es geht nur darum, wie man Arbeit und Fehler geschickt an andere abwälzen kann und selbst beim Chef gut dasteht.
    - obowhl es nicht so viele Leute dort gab, eine unglaublich steile Hierarchie. ganz unten an der Kette sind Praktikanten und die Empfangsdame.
    - Arbeiten nicht gerade anspruchsvoll (fand ich), man lernt nur richtig zu knüppeln und unter enormem Zeitdruck zu arbeiten.
    - viele sinnlose Tätigkeiten, wie "clippings". Ist der Kunde in der Zeitung gewesen, wird der schnipsel ausgeschnitten, und dann auf ein Formular geklebt, auf dem man daten über das Medium geschrieben hat. Wäre nicht so schlim, wenn es da GANZ klare Regeln darüber gäbe, wie und wie nicht der Kleber geschwungen wird, wieviel mm Platz zum Rand sein müssen etc.
    - sehr sehr viel schein

    Insgesamt ist das sicher auch ein interessanter Job, PR-Berater, aber der Weg, bis man erstmal da angekommen ist, ist es mir persönlich nicht wert.

    Als Praktikant war ich einfach nur eine billuge Telefonkraft, habe täglich 9-10 Stuinden nur mit irgendwelchen redaktionen telefoniert und immer wieder den selben Satz aufgesagt: Wer ist mein Ansprechpartner für xxx" Dann alles in Excel tippen und hoffen, dass denen das passt. echt ätzend.

    Hab zweimal das Gespräch mit denen gesucht, hab denen klar gemacht, das ich mit ner einser-Note im Hauptstudium (fast fertig mit dem Studium), und meinen vielen Praktika NICHT zu denen gekommen bin, um so einen blödsinn zu machen, sondern was lernen will. Sie haben jedes Mal versprochen, es wird ab jetzt alles anders. wurde es aber nicht. und die Leute sind mir derart auf den Keks gegangen, weil die sehr sehr oberflächlich waren, so das ich nach 6 Wochen gekündigt habe. Das war das schönste am Praktikum!!

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  4. Mankind 05.12.04 14:42

    Also ich finde PR auch interessant und habe
    mir auch überlegt in dem Bereich
    anzufangen. Der DPRG gibt zu dem Thema
    Berufseinstieg auch eine Broschüre "Wege
    in die Öffentlichkeitsarbeit" heraus. Mein
    Eindruck ist, dass man mit dem Volontariat
    anfängt und sich dann die ganzen
    Karrierestufen wirklich hart erarbeiten
    muss. Also abwechslungsreich und
    interessant ist PR auf jeden Fall, mal
    organisiert man Pressekonferenzen, den
    Tag der offenen Tür mal für eine Baufirma,
    mal für eine Sportkette etc. Ich nehme mal
    an, dass viel Querdenken und Flexibilität
    gefragt ist. Der Kehrseite der Medallie (so
    zumindest mein Eindruck) ist, dass viel
    Überstunden für wenig Lohn insbesondere
    zu Volontariatszeiten anfallen (man
    verdient etwa 1600 Euro brutto monatlich
    und bekommt je nach Agentur
    Fortbildungen oder Zertifizierungen
    bezahlt). Das mit den "Topagenturen"
    (Shadwick etc.) würde mich auch
    interessieren wie das da läuft, hat jemand
    Erfahrungsberichte?

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