Pharma

squ... 21.04.01 19:37

Die Pharma-Branche hat uns in den vergangenen Wochen keine positiven Schlagzeilen beschert. In Afrika sterben zu viele Menschen an AIDS und Pharma-Konzerne stellen sich quer, wollen nicht helfen, sondern denken nur an ihren Umsatz. Was meinst Du? Muss die Branche einen ethischen Anspruch haben oder muss sie wirtschaften wie jede andere Branche auch?

  1. Anonym 23.04.01 16:11

    Schön wäre es ja, wenn Medikamente nach ethischen Kriterien
    produziert würden...dann könnten wir auch endlich mit einem besseren Malariaschutz in die Tropen reisen. Aber das würde bedeuten, dass die Firmen hohe Verluste in Kauf nehmen müssten. (In Südafrika sind die Mediakmente zu Herstellungskosten abgegeben worden, man hat dort kein Geld mit HIV verdient, was in der allgemeinen Debatte untergegangen ist.) Sollte die Pharmabranche den patentschutz verlieren, würde sie sich noch mehr auf die Behandlung von Krankheiten spezialisiern, die typisch sind für Länder mit garantiertem Patentschutz...also für die üblichen Wohlstandskrankheiten. Eine Lösung wäre ein Stiftungsfonds, in den die (gesamte!) Pharmabranche, also auch die indischen Billiganbieter, deren Medikamente auch nur den wohlhabenderen Südafrikanern zugänglich sind, die Regierungen der betroffenen Staaten sowie die Regierungen der Industrieländer einzahlen würden. Von seinen Erträgen könnten
    Gesundheitskampagnen in der Dritten Welt finanziert werden. Eine derartige Lösung hätte den Vorteil, dass man ohne Gewinnstreben helfen könnte, und auch die Pharmaindustrie einen Anreiz hätte, Medikamente für Krankheiten wie die Schlafkrankheit, Malaria und eben auch Aids zu entwickeln.

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  2. Hen... 10.09.02 14:29

    Sie - bzw. viele Menschen die in ihr arbeiten - haben tatsächlich einen hohen ethischen Anspruch an sich selbst. Um diesen Anspruch kommt sie auch gar nicht drum herum, wenn sie ihre Medikamente mit positivem Image besetzt verkaufen will. Damit natürlich kollidieren die wirtschaftlichen Ansprüche aus Managementsicht immer wieder. Diese Spannung ist in so einer Branche wohl unumgänglich.

    Der hohe ethische Anspruch verführt aber auch immer wieder dazu, es in einigen Situationen - zum Ausgleich - damit nicht so genau zu nehmen. Ein Beispiel dafür ist die hohe Wachstumserwartung in der Pharmaindustrie. Tatsächlich sind die Umwächse in den letzten 15 Jahren um ca. 50% gewachsen - mit den entsprechendeen Belastungen für das Gesundheitswesen. Das scheint so extrapoliert kein nachhaltiger Trend sein zu können, wenn die Versichertengemeinschaft für die Medikament aufkommen soll.

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