Allgemeinbildung?

Anj... 07.05.01 18:27

Was ist eigentlich Allgemeinbildung? Was muss ich denn wissen? Und was nicht? Wie schätzt Ihr Euch denn selber ein? Bestens informiert? Wandelndes Lexikon? Ich selbst kriege immer Panik, wenn ich merke, was ich alles nicht weiß. Und mal eine konkrete Frage: Hat jemand das Buch "Bildung. Alles was man wissen muss."von Dietrich Schwanitz gelesen? Meinungen?

  1. runaway 07.05.01 18:41

    Ich habe von diesem Buch noch nie etwas gehört, geschweige denn gelesen.
    Mir wird meist nicht gut zumute, wenn ich merke, was ich alles noch nicht weiß. Ich habe gelernt, mir selbst die Mängel zuzugestehen. Somit bleibe ich offen für's Lernen. Schade eigentlich, dass man alles nicht auf Anhieb aufnehmen kann, wie in "Matrix". Aber es bleiben einem ja noch Jahrzehnte, um an sich selbst zu arbeiten.
    Eine Feststellung habe ich bereits gemacht: Bei Günter Jauch würde ich es nicht zum Millionär schaffen, aber ein paar gute Tausender wären drin..

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  2. Anonym 08.05.01 18:31

    da man so selten die mio Frage hört, weiß ich nicht wie schwer sie ist. ich wunder mich immer, wie doof manche leute sind. natürlich ist es unter den augen von millionen zuschauern was anderes...
    zum thema allgemeinbildung. ich denke nicht, das man wirklich ein wandelndes lexikon seien muß...wir hatten einen typen in der schule, der gab unter lieblingsbüchern lexikon und duden an...naja, freunde hatte er wenige....
    Anja, mach dir nichts draus...ich weiß auch nicht alles....

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  3. Anj... 08.05.01 20:22

    ... für den Trost, Björn. Ich glaube, ich liege im besten Durchschnitt mit dem wenigen, was ich weiß! ;-)
    Hm, ich Frage mich allerdings auch, was man von guter Allgemeinbildung überhaupt hat - außer vielleicht mal 1 Million von Jauch! Nein, ich spreche jetzt nicht von basics wie "Wann war der Zweite Weltkrieg zu Ende" sondern eher von den Lebensdaten von Karl dem soundsovielten. Muss man so was wirklich wissen. Sollte man sich nicht lieber um andere Fähigkeiten kümmern? Die so schön genannten Soft Skills zum Beispiel?

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  4. cpo... 09.05.01 11:20

    Na vielen Dank auch Björn. Ich liebe es auch im Brockhaus zu stöbern; habe aber Freunde.
    Zu Deiner Frage Anja: Ich glaube man sollte (auch wenn es ich so altklug anhört) mit offenen Augen durchs Leben gehen, viel Zeitung/Zeitschriften/Bücher lesen, viele Statements auch hinterfragen und sich dann bemühen, eigene Antworten auf Fragen zu finden und nicht alles hinzunehmen.
    Man muß sicherlich nicht alles wissen, aber jeder sollte das Interesse haben sich eine breite Basis zu verschaffen, um somit auch viel besser auf seine Mitmenschen eingehen zu können. Vielfach hilft ein breites Wissen, d.h. auch Wissen nicht aus dem Spezialgebiet, auch zur Lösung von Problemen von beruflichen Problemen, auch wenn die beiden zu vergleichenden Gebiete auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben.

    Zum Buch von Schwanitz. Ich habe schon einiges positives aber auch negatives darüber gehört. Es soll zwar einen guten Überblick geben aber nicht unbedingt fundiert geschrieben worden sein. Ich empfehle Dir mal die Rezensionen bei Amazon durchzulesen.

    Was sehr gut ist, sind die kleinen Hefte vom Klettverlag (alle so 100 Seiten stark). Genauso kann ich Dir den Autor Joachim Fernau empfehlen, wenn Du auf amüsante Weise etwas über Griechische, Römische, Preußische oder Deutsche Geschichte wissen willst.

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  5. Anj... 09.05.01 14:20

    Danke für die ausführliche Antwort cpost. Deinen ersten Abschnitt finde ich gut: mit offenen Augen durch's Leben gehen. Ich denke, dass es heutzutage viel wichtiger ist, so viel wie möglich vom aktuellen Geschehen aufzunehmen und zu hinterfragen als geschichtliche Daten runterrasseln zu können. Natürlich ist das Verstehen des Aktuellen
    ohne eine gewisse Basis an historischem Wissen nicht möglich. Womit wir schon wieder am Ausgangspunkt wären... also am besten alles wissen, hm... ;-)

    Und was ist eigentlich mit dem Spruch (?) WISSEN IST MACHT!?

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  6. Anj... 09.05.01 14:21

    Hm, ich glaube, dafür werde ich mal ein neues Forum eröffnen... ;-)

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  7. cpo... 09.05.01 17:08

    Nein, natürlich nicht alles wissen.

    Für mich sind zwei Faktoren sehr wichtig. Zum einen sollte man die groben Zusammenhänge schon begriffen haben. D.h. wie paßt welches Thema wohin, welches andere Thema ist gleichartig, etc... Hat man sich selbst dieses Raster/Matrix erstellt, kann man es jederzeit ergänzen bzw. sollte dieses tun.
    Zweitens ist es dann wichtig Schnittstellen zu definieren. Wenn ich ein Problem bei einem bestimmten Thema habe, kann ich wen Fragen, wo nachschlagen, etc... : also problemlösungsorientiert handeln.

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  8. Anonym 11.05.01 16:08

    hmmm sorry daß ich dir ans bein gepinkelt habe...der typ hat auf der klassenfahrt den fremdwörterduden gelesen und das ist krank. ich stöber selber gerne im brockhaus.

    mit dem mit offen augen durchs leben gehen gefällt mir auch. jedoch wird man zwangsläufig nicht alles mitkriegen können was um einem passiert. selektion ist angesagt!

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  9. Ing... 11.05.01 22:21

    Ich weiss, dass das jetzt folgende Zitat nicht wirklich Deiner Meinung gerecht wird, aber dennoch finde ich es wert, es an dieser Stelle mal zu erwähnen:

    "Der Weise lernt aus der Geschichte, nur der Narr aus seinen Erfahrungen..." Bismark

    Gar nicht so dum der Kerl, und so kann es manchmal auch gut sein sich mit fern zurückliegender Geschichte abzumühen... was jedoch nicht heissen soll, dass Jahreszahlen daran das wirklich interessante sind.

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  10. Anj... 12.05.01 17:17

    Hier noch ein Zitat, was schön passt:
    "Wer nicht von dreitausend Jahren
    Sich weiß Rechenschaft zu geben,
    Bleib im Dunkeln unerfahren,
    Mag von Tag zu Tag leben."
    (J. W. Goethe)

    Ich denke auch, dass man ein Basiswissen Geschichte haben muss, um die Gegenwart zu verstehen. Doch letzendlich glaube ich, sind aktuelle Dinge wichtiger als historische. Ich find's zumindest spannender, mich mit Dingen zu beschäftigen, die mein Leben betreffen.

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  11. Ing... 13.05.01 03:28

    Na das ists doch gerade, die Geschichte ist Gegenwart, jeden Tag wieder...

    und wenns die von gesternn ist die Du heute am liebsten nicht mehr war haben willst ;-)

    Aber Du hast recht, ich bin auch nur bedingt ein Geschichtsfreak...

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  12. cpo... 15.05.01 23:25

    Wo schon das Buch "Bildung" von Schwanitz gefallen ist, möchte ich Euch Fragen, ob Ihr nicht noch weitere Buchtipps auf lager habt, die nicht unmittelbar mit BWL zu tun haben, dafür die Allgemeinbildung stärken.

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  13. Anonym 16.05.01 19:59

    Das kommt darauf an, was du unter Allgemeinbildung verstehst.
    Mein Tip: Wähl dir ein Standartwerk der Geschichtsschreibung aus - (Golo Manns Deutsche Geschichte ist sehr geignet, es ist auch eine Kulturgeschichte, mit Hinweisen auf die großen Schriftsteller und Philosophen) und lass dich treiben, achte auf die Querverweise und baue deine literarische Bildung aus.

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  14. luf... 21.05.01 11:40

    Ich kann da ein Buch empfehlen, das vom Namen her wie ein Kinderlexikon klingt, aber wirklich einen recht guten Überblick über die verschiedenen Bereiche des Lebens gibt: "Ich sag Dir alles. Das große Buch des Wissens" vom ADAC-Verlag (auch über Amazon., wo es gute Kritiken erhält).

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  15. Lan... 24.05.01 22:52

    Also der "Schwanitz" ist in der Tat nicht schlecht. Ich empfand es als Crash-Repetitorium von Abiturwissen, aber wie das immer so ist: Vieles ist sicher schon wieder vergessen. Aber ich muss cpost und Bjoern zustimmen: Zum einen ist sicher eine gewissen Grundbildung wichtig, ohne die man vieles nur schwer verstehen kann, andererseits gilt es durch aktives Verfolgen des Zeitgeschehens (Politik, Kultur etc.) mittels guter Zeitungen und Zeitschriften sich zu informieren, so dass man sich sicher nicht blamieren wird, wenn man die Grundinformationen hat.
    Zudem bin ich auch ein Anhänger der selektiven Informationsbeschaffung bei Bedarf; schließlich leben wir ja in einer Informationsgesellschaft und es zählt die richtige Information am rechten Ort, zur rechten Zeit und das ist seit Brockhaus-CD-ROM und Internet um einiges leichter geworden.
    Aber vergesst einfach das Lesen nicht: Nur die stetige Lektüre von Literatur schärft die Sinne und den Intellekt. In diesem Sinne.......

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  16. ogi... 02.06.01 18:38

    Also, ich halte diese Disskusion im Kern für sinnlos. Denn sich Allgemeinwissen aneignen zu versuchen, hat keinen Sinn. So etwas kommt von selbst - vorausgesetzt man ist an Allgemeinwissen interessiert.

    Und solche Bücher wie "Bildung. Alles was man wissen muss" halte ich für einen heuchlerichen Versuch der "Instant - Generation" ein "Instant-Allgemeinwissen" zu verpassen. Und genau dieses ist sinnlos.

    Apropos Zitate - zufällig fällt mir eins von H. Hesse ein, welches die ganze Sache gut auf den Punkt bringt:

    "Es gibt Leser, welche zeitlebens mit einem Dutzend Bücher auskommen und dennoch echte Leser sind. Und es gibt andere, die alles geschluckt haben und über alles mitzureden wissen, und doch war all ihre Mühe vergebens. Denn Bildung setzt etwas zu bildendes voraus: einen Charakter nämlich, eine Persönlichkeit. Wo die nicht vorhanden ist, wo sich Bildung ohne Substanz gewissermaasen im Leeren vollzieht, da kann wohl Wissen entstehen, nicht aber Liebe und Leben.
    Lesen ohne Liebe, Wissen ohne Erfurcht, Bildung ohne Herz ist eine der schlimmsten Sünden gegen den Geist."
    (Hermann Hesse)

    Was ich hiermit belegen will, ist folgendes: Allein schon in der Frage "Was muss ich wissen?" steckt ein Widerspruch. Denn wissen muss man nicht - wissen will man. Und genau das was man wissen will, sollte man auch wissen.

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  17. ogi... 02.06.01 18:48

    ..man kann sowieso nicht alles wissen. Auch nicht all das bischen wenige, was einem irgendein pseudointellektueller, pseudogebildeter Bestsellerautor empfiehlt. Denn, dass was er "uns" empfiehlt, wollen wir gar nicht wissen, sonst hätten wir es schon längst gewust.

    Stichwort: homo ökonomicus!
    Nur ICH weiss, was ICH wissen will

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  18. Lan... 04.06.01 14:22

    Wenn es so einfach wäre, nur das wissen zu müssen, was man wissen will, dann wäre man wohl in jedem Studium äusserst erfolglos. Hast Du alles während des Abiturs, Deines Studiums wissen wollen, um es zu wissen? Besteht nicht in unserem Leben eine gewisse Notwendigkeit, über bestimmte Wissensbereiche verfügen zu können; unabhängigkeit davon, ob man es wissen wollte?
    Grundsätzlich stimme ich Dir mit Hesse zu: Man spricht sicherlich nur mit Leidenschaft über Themen, mit denen man sich auch mit Leidenschaft beschäftigt. Aber leider kann man nicht bei allen Wissensbereichen, die aber zweifellos erforderlich sind, mit Leidenschaft den Wissenserwerb vorantreiben.
    Ich nehme an, dass Du Dir in Deinem Studium auch ganz ohne Leidenschaft Wissen aneignen musst, ohne es unbedingt wissen zu wollen, es aber wissen zu müssen.
    Trotzdem klang Dein Statement gut. Im Ergebnis aber leider nur eine idealistische Idee.

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  19. ogi... 05.06.01 19:30

    Du hast natürlich vollkommen recht. Wir mussten (und müssen) uns in der Schule und Studium jede Menge uninteressantes Zeug geben, allerdings war das auch notwendig. Schliesslich muss sich ein Akademiker doch irgendwie von einem Nichtakademiker unterscheiden. Selbst im Job ist (wird) man gezwungen (sein), sich in Themen und Fachgebiete reinzudenken, die man nicht sonderlich spannen findet. Aber muss man das darüber hinaus auch noch in der Freizeit tun???

    Nur um bei oberflächlichen Disskussionen mitplaudern zu können. Warum oberflächlich?, fragst Du Dich jetzt warsscheinlich.

    Na eben aus o.g. Grund. Wenn mich etwas nicht interessiert, dann werde ich mich nicht mit Leidenschaft damit beschäftigen können - ERGO, werde ich lediglich eine oberflächliche Meinung(!!!) (NICHT WISSEN, sondern eben MEINUNG) haben - und diese ist sinnlos.

    Denn JEDER hat eine Meinung zu ALLEM. Um Meinung zu haben, braucht man kein Wissen!

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  20. ogi... 05.06.01 19:52

    ...gerade die Wirtschaftswissenschaftler unter uns müssten doch wissen, dass die Kosten den Nutzen nicht übersteigen sollten.

    Meine Freizeit opfern (uninteressantes Zeug lesen, nur weil irgendjemand meint, man müsste dies und jenes wissen, etc..) um dafür ein Paar oberflächliche Disskussiönchen führen zu können, entspricht definitiv nicht meinen Präferenzen;-).

    ..aber da gibt es doch anscheinend genug "Wirtschaftseinheiten" mit anderen "Präferenzstrukturen".

    Na dann, jeder wie er will;-)

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  21. Anj... 06.06.01 15:23

    Hm, da müssen wir uns mal über die Definitionen von Meinung und Wissen unterhalten...

    Ich denke, dass es keine wirkliche Meinung ohne Wissen geben kann.

    Da Ogi das vielleicht so sieht, dass jeder wissensunabhängig eine Meinung hat, kann er natürlich auch von oberflächlichen Diskussionen sprechen. Weiß genau, was Du meinst Ogi. Das sind immer die Diskussionen, in denen Hinz und Kunz über die Beschäftigungspolititk der Regierung und so quatschen, ohne eigentlich zu wissen, wovon sie reden. Das sind aber auch genau die Diskussionen, bei denen ich weiß: "Hm, hier fehlt mir fundiertes Wissen, hier halte ich den Mund." Gleichzeitig Frage ich mich aber auch, ob ich das denn hätte wissen müssen. Und genau hier entsteht die Eingangsfrage dieses Forums!!!

    Natü ;rlich hat Ogi recht, wenn er sagt, dass man sich nur mit Leidenschaft richtig mit einem Thema beschäftigen kann. Doch es gibt doch auch Dinge, die man wissen muss, oder nicht?

    Zum Beispiel: wer nicht die verschiedensten polititschen Standpunkte den entsprechenden Parteien zuordnen kann, der sollte auch nicht wählen dürfen, oder?

    Also noch mal meine Frage: Was sollte man wissen? ;-)))

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  22. Anonym 06.06.01 16:12

    also, Punkt 1: in meinem letzten Beitrag sollte deutlich werden, dass man um ene Meinung zu haben auf jegliches Wissen verzichten kann.

    Ein "Hauptschüler" hat auch eine Meinung zu z.B. Schöders Eingriff für Holzmann. Er "findet" es villeicht gut (er weiss es aber nicht), weil sei Onkel bei Holzmann seinen Job behalten kann. Dieser Junge braucht aber KEINE AHNUNG von Wirtschaftspolitik o.ä. zu haben um diese MEINUNG zu vertreten!

    ERGO, es gibt wohl Meinung ohne Wissen.

    Punkt 2: Du hättest es nicht wissen müssen, es sei denn das ist Dein Job, oder du findest es interessant.

    Punkt 3: hat sich mit meinem letzten Beitrag erledigt

    Punkt 4: jeder darf wählen, die Frage ist WILL er das?. Wenn ja dann, weiss er es in der Regel (WISSEN)

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  23. Tom... 10.06.01 19:04

    Was hat denn der Schulabschluss mit Wissen zu tun.
    Ein Hauptschüler der regelmäßig Speigel liest und sich auch mit anderen Medien
    beschäftigt kann mit Sicherheit eine fundierte Meinung zu einem Theman abgeben, als der WiWi der sich ausschließlich mit Wirtschaftstheorien beschäftigt (klass. Fachidiot).
    Meinungen gibt es viele, nur die wenigsten wissen, was sie meinen...
    Lieber wird irgendwas kundgetan, als zugeben zu müssen, dass men nix weiß

    Jürgen

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  24. ogi... 10.06.01 23:18

    Natürlich kann auch ein Hauptschüler über fundiertes Wissen verfügen. Mir fiel leider in dem moment kein besseres Beispiel ein.
    Ich denke trotzdem, dass meine Aussage verständlich war.
    Ansonsten stimme ich Dir zu, was Dir beim aufmerksamen lesen meiner obigen Beiträge auch aufgefallen wäre.

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  25. Squeezer 28.09.05 15:33

    .....viele sagen was sie wissen; kaum einer weiss was er sagt.....


    Zu "Bildung" von Prof. Dr. Dietrich Schwanitz: Ich habe es mir vor ein paar Jahren gekauft und auch (teilweise) gelesen. Ich halte es fuer ein sehr gutes Buch mit fundiert recherchierten und anschaulichen, im Zusammenhang gezeigten Themengebieten. Um tatsaechlich jedes Wort dieses Buches zu lesen (lesen zu wollen) muss man entweder ein "Bildungsfanatiker" sein, wie es Schwanitz selbst war, oder aber so vernarrt das gesamte Wissen (ueber all die Themengebiete) zu versuchen aufzunehmen. Warum "vernarrt"? - Weil man meiner Meinung nach zwar all dies lesen kann, es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aber nicht ueber laengere Zeit behalten und spontan abrufen kann. Dazu sind die Themengebiete die von klassischer Kunst bis zur bemannten Raumfahrt reichen einfach zu weit gefaechert. Die Konsequenz daraus ist ein gefaehrliches Halbwissen; womit wir wieder bei dem Punkt sind, dass zwar jeder zu allem eine Meinung hat, diese Meinung allerdings nicht unbedingt durch fundierte Sachkenntnis untermauert ist. Im uebrigen veraendern sich Meinungen zu bestimmten Themen im Zeitablauf. -Neu angeeignetes Wissen uns persoenliche Erfahrungen tragen dazu bei dass sich unsere Meinungen "weiterentwickeln und veraendern".

    Zu diesem gesamten Themenkomplex noch ein Zitat von J. W. von Goethe:

    "Was ich nicht erlernt habe, das habe ich erwandert"

    ....eine Anspielung auf seine ausgedehnten Reisen und Wanderungen. -Soll heissen, man muss nicht zwingend allen durchs Lesen oder gar Auswendiglernen von geschichtlichen Daten erlernen. Macht die Augen auf, reist durch die Welt und schaut euch an wie das Leben anderswo auf dieser Erde funktioniert. Wer nicht glaubt dass einem dies etwas bringen sollte, dem kann ich nur dringend eine Reise nach Nepal, Guatemala, oder Zentralafrika ans Herz legen.

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