Beziehung und Karriere

Nic... 17.06.01 00:48

Wer von Euch hat sich denn schonmal zwischen einer Beziehung und Karriere entscheiden müssen?

  1. Ing... 17.06.01 12:54

    Ich hatte noch nicht das Vergnügen. Bei mir hat sich sowas immer von selbst erledigt... zu gunsten der Karriere... ;-)

    Stehst Du im Moment vor dem Problem? Jedenfalls nicht so einfach. Ich als Single würde sagen: so lang Du jung bist: Karriere! Aber das ist auch nur die Meinung eines alten unwissend beziehungslosen... und möglicherweise springt mir jeder mit Beziehung in den Nacken und regt sich über den Quatsch auf, den hier verzapfe. Und zugegeben, auch ich bin mir bewusst, dass eine Zeit kommen wird, in der ich anders als eben gesagt entscheiden würde. Aber wenn es der/die Richtige ist, dann weisst Du es vor oder später von selbst... und jede Entscheidung erübrigt sich...

    Abschluss Tipp: Falls Du wirklich vor dieser Frage stehen solltest und es sich nicht vermeiden lässt, die Beziehung zu beenden, dann such Dir das nächste mal `nen anderen Investment Banker, dann habt Ihr beide keine Zeit. Das meinte mal `n Mädel von JP Morgan zu mir als ich sie darauf ansprach.

    Schreib mal, wie Du Dich entscheidest oder entscheiden würdest???

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  2. Lan... 17.06.01 13:43

    Beziehung. Karriere mache ich so oder so.

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  3. sim... 17.06.01 22:56

    Ich stand zwar nicht direkt vor der Entscheidung, aber immerhin vor der Frage, ob ich trotz Beziehung für ein halbes Jahr ins Ausland gehe. Hab's getan und die Beziehung hat es überlebt.
    Trotzdem meine unentschlossene Bauch-Antwort: es ist schwieriger eine dauerhafte, erfüllende Beziehung aufzubauen, als erfolgreich zu sein. Wenn also meine Karriere darauf basierte, dass ich mich von lieben Menschen trennen muss verzichte ich dankend auf eine solche "Karriere". Wenn ich allerdings einen Partner hätte, für den ich wesentliche Lebensträume aufgeben müsste, dann wäre das auch nicht mein idealer Partner. Ich wär' halt gern in allen Lebensbereichen erfolgreich und zufrieden, nicht nur in einem.

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  4. Nic... 18.06.01 02:25

    Tja, es kommt zwar immer auf den Partner an, aber generell ist eine gute Beziehung ein hohes Gut. Ich muss Soeren zustimmen, dass man ohnehin Karriere machen kann, so oder so.
    Aber Beziehungen kann man nicht planen und lenken wie eine Karriere, es passiert, wenn es passiert.
    Daher sollten wir dieses hohe Gut schützen.

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  5. oro... 18.06.01 13:49

    es ist schwer eine eindeutige antwort zu formulieren, jedoch solltest du immer von dem was du im moment so betreibst überzeugt sein. denn egal mit oder ohne beziehung, du bist immer allein...
    hört sich ein bisschen tragisch an, soll es aber nicht sein. ich bin der überzeugung, dass mit jedem lebensabschnitt und der damit verbundenen Erfahrung sich die dinge von selber regeln (Karriere und beziehung). was man machen kann, ist nur proaktiv sich für das eine oder andere zu engagieren. was für mich utopisch erscheint, ist der spagat zwischen einer emotional-funktionierenden beziehung und Karriere a la vorstandsvorsitzender....

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  6. Anonym 18.06.01 16:27

    ich denke es kommt ganz auf den job an. ich hatte vor einigen wochen das vergnügen mich mit m&a beratern einer großen deutschen bank zu unterhalten, die studenten der hfb als "girl of the year" oder "Mädchen für alles" gesucht haben. Sie arbeiten halt 7 Tage die Woche und haben keine Zeit für eine Familie. Also wer ins M& a einsteigen möchte....aber das beste (oder auch nicht...) war die Aussage, daß im Team ein gleichgewicht zwischen Männern und Frauen gefunden werden muß, sonst bleibt einer auf der Strecke...also auch hart arbeitenden Menschen bekommen sex...auch wenn es nur die kollegin ist.....
    kann natürlich eine beziehung nicht ersetzen!

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  7. Anj... 18.06.01 20:38

    Schwer pauschaul zu beantworten die Frage. Es kommt halt immer drauf an, was man will im Leben. Manche Menschen sind sicher nicht beziehungsfähig, andere nicht karrieregeeignet. Somit erübrigt sich die Frage.
    Doch ich denke wir alle hier sind sowohl jobtauglich als auch potentielle Super-Partner ;-). Insofern ist die Frage echt nicht schlecht. Für mich lautet die Antwort: Im Zweifesfall Beziehung. In meinen Augen ist eine Karriere ohne familiären oder partnerschaftlichen Hintergrunde keine Karriere. OK, paar Jahre kann man das alleine machen. Aber wenn der Job der einzige Halt ist, dann geht man doch irgendwann kaputt. Es ist erwiesen, dass Manager, die ein erfülltes Privatleben haben, leistungsfähiger und gesünder sind als Menschen, die nach der Arbeit in eine Wohnung kommen, in der niemand auf sie wartet.
    Selbstwertgefühl darf man nie nur aus dem Beruf schöpfen, denn wenn der mal weg ist, ist man nichts. Eine gute Beziehung sollte Kraft und Zuversicht für eine erfolgreiche Karriere geben. So - und nicht andersrum.

    Problematisch wird's natürlich, wenn Karriere bedeutet, weit vom andern weg zu sein. Doch ich glaube, wenn's der/die Richtige ist, dann schafft man auch einige Zeit des Getrenntseins. Und auf lange Sicht sollte es doch Möglichkeiten geben...

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  8. Tom... 20.06.01 01:15

    Sehe ich ähnlich, die meisten und erfolgreichsten Manager haben als Rückhalt eine Familie oder Frau/Mann.
    Falls man denn wirkliche seinen "Seelenverwandten" gefunden hat, ist die Karriere völlig egal.
    Vor allem hat sich noch keiner auf dem Sterbebett darüber beschwert, dass er zuwenig im gearbeitet hat:-))

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  9. cpo... 20.06.01 18:31

    Also ich würde mich im Zweifelsfall auch für die Beziehung entscheiden. Jedoch sollte man Entscheidungen die die Karriere des jeweilig Anderen betreffen gemeinsam treffen. Somit kann sich am Ende niemand herausreden. Des weiteren finde ich es wichtig, daß der Spielraum für die Karriere oder sonstige persönliche Entfaltung für beide Partner gleich groß ist. Viele vergessen, daß Ihr(e) Partner(in) ihnen diesen Spielraum zugestanden hat und sind bei späteren Entscheidungen nicht mehr bereit, dieses Zugeständnis/Entgegenkommen zu erwidern.

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  10. Anonym 13.10.01 20:25

    Hallo Nicole,

    auch wenn es für Deine aktuelle Entscheidung vermutlich schon zu spät ist, stehen wir doch alle früher oder später und vor allen Dingen immer wieder vor dieser Entscheidung.

    Darum möchte ich Dir von meinen Erfahrungen berichten. Dabei ging es bei mir um eine viel profanere Entscheidung, ich stand zu diesem Zeitpunkt noch ganz am Beginn dessen was man "Karriere" nennen mag. In Deinem Fall wiegt natürlich die Karrierechance in einem Haus wie Goldman Sachs ganz anders. Die Grundproblematik andererseits bleibt die gleiche.

    Ich habe mich damals der Liebe wegen gegen einen Arbeitgeber entschieden. Allerdings nur mit halben Herzen, was letztlich dazu führte das die Spannungen in der Beziehung zu stark wurden und sie(nicht nur, aber doch maßgebend) daran zerbrochen ist.

    Dennoch würde ich jederzeit wieder so handeln, allerdings mit ganzem Herzen.

    Du musst Dir klar über die Ziele in Deinem Leben sein. Natürlich ist es ideal sowohl beruflich als auch privat "erfolgreich" zu sein. Genaugenommen kommt das eine ohne das andere nicht aus. Wer unzufrieden mit der Beziehung ist, wird im Berufsleben nicht alles geben können, wer sich nicht ausgelastet vorkommt wird die Unzufriedenheit darüber in die Beziehung tragen und dort Schwierigkeiten verursachen.

    Dennoch halte ich es für wichtig sich Prioritäten einzuräumen. Was ist für Dich wichtigER? Einen Partner der Dich liebt, gleichgültig was Du beruflich machst, oder einen Beruf, der Dir Ansehen und Finanzielle Unabhängkeit verschafft?

    Gut, ich gebe zu das war eine Suggestivfrage. Ich habe für mich die Antwort schon gefunden und bin natürlich der Meinung damit recht zu haben ;-)

    Allerdings hat meine Entscheidung für mich auch etwas Positives gebracht. Im Nachhinein hat sich meine "Notlösung" als Glücksgriff herausgestellt. Mein "Notarbeitgeber" hat mir deutlich mehr Chancen und Möglichkeiten eingeräumt, als ich von jedem anderen Arbeitgeber hätte erwarten können.

    Allerdings habe ich das erst erkannt, als ich aufgehört habe über verpasste Chancen nachzudenken und die Chancen zu ergreifen.

    Ich denke eine "Karrierechance" (ich mag' das Wort nicht besonders) wird sich immer wieder stellen. Den Partner für's Lebe zu finden halte ich für eine der größten Herausforderungen der wir uns stellen müssen.

    Ob im Berufs- oder Privatleben:
    Letzlich kommt es nicht darauf an Karriere zu machen, sondern ein wertvoller Mensch zu werden.

    Liebe Grüße,
    Markus

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