Gibt es ein Leben nach dem Tod?

cpo... 02.04.02 16:46

Oder was kommt danach?

Ist vielleicht eine etwas abgefahrene Frage. Aber sie beschäftigt mich schon seit geraumer Zeit.

Kann man diese Frage nur mit Religion begründen (Wiedergeburt, das ewige Leben, etc..) oder sollte man sie rein biologisch (Zerfall in die einzelnen Bestandteile) betrachten.

Wie passen Bilder von Personen, welche fast tot waren in das ganze Schema, die von hellen Lichtern sprechen.

Macht Ihr Euch über dieses Thema auch schon mal Gedanken oder eher nicht?

  1. Anonym 02.04.02 17:13

    Es gibt Leben nach dem Tod, wenn man es überhaupt Leben nennen kann. Rein biologisch betrachtet entwickelt sich aus den zerfallenen Bestandteilen wieder neues Leben. Das Ganze in einem immerwährenden Wechsel betrachtet lebt der Körper weiter, nur ohne Bewusstsein. Mit dem uns angeborenen Verstand und Bewusstsein leben wir leider nicht weiter. Also kann man rein biologisch nicht als neuer Mensch wiedergeboren werden, höchstens als ein milliardstelkleines Teilchen.
    Es kommt also darauf an, wie man Leben definiert. Definiert man es aus religiöser Sicht, gibt es kein Leben nach dem Tod. Sieht man das Leben aber als Ganzes, also als ein immerwährend fließender Prozess (also biologisch oder philosophisch) so geht es immer weiter.
    Dann ist da noch die Seele, die, wenn man an sie glaubt, immer weiter lebt.
    Nach Platon besitzt jeder Mesch eine Seele, die im Körper mehr oder weniger gefangen ist. Stirbt der Mensch, so kehrt sie wieder in ihren Urzustand zurück, d.h. sie kehrt wieder in die platonische Ideenwelt zurück.
    Ich persönlich glaube nicht daran, dass es eine Welt nach dem Tod gibt, in der man dann weiterleben kann, so wie es manche Religionen sagen. Welche Frage mir noch offen bleibt, ist ob das eigene Bewusstsein nochmal irgendwann wiedergeboren werden kann in einem neuen Menschen.

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  2. Che... 02.04.02 20:01

    Ich bin ja bekennender Unglaeubiger (jdf. was Religionen angeht), aber Gedanken macht sich ja wohl jeder. Das mit der Seele - oder wie man es auch immer nennen mag - sehe ich mal so:
    Was treibt ein Lebewesen an? Schmeiss weg, bau neu gibts nicht, man muss durch eine Energie angetrieben werden, die man noch nicht fassen kann. Wenn man sich das als Energie mal vorgestellt hat, kennt man ja aus der Physik, Energie kann nicht vergeudet werden, i.a.W. man schwingt einfach woanders weiter - wieviel von einem da noch mitschwingt ist eine andere Frage ;-)

    Das, was man als Seele bezeichnet, kann man natuerlich auch fuer Humbug halten, schaut man sich aber Aussagen der verschiedensten Religionen selbst, metaphysische Phaenomene bzw. deren Theorien usw. an, kann man schwer glauben, dass sich das irgendwelche Spinner so ausgedacht haben.
    OK, dies ist natuerlich kein wissenschaftl. Beweis.

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  3. Anonym 02.04.02 19:54

    Nein.

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  4. Anonym 02.04.02 20:18

    wat fott es, es fott sach isch da nur...; )

    nein, also das mit den metaphysischen Phänomenen halte ich für Humbug. Es mag zwar sein, dass bestimmte Menschen etwas transzendentales erlebt haben mögen, doch das war bestimmt nicht das Tor zum Land jenseits des TODs.

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  5. juni_1 02.04.02 20:28

    ....dieser Glaube ist der Antrieb unseres Handelns....und ich sage dennoch (unabhängig vo irgendwelchen Religionen): gibt es garantiert!!! Nur weiss es leider niemand und soll es auch nicht wissen! Wenn wir es wüssten, würde sich nicht jeder in dem Leben, das er gerade lebt Mühe geben, weil man ja noch zich weitere Leben hätte. Daher ist es so schon ganz gut, wenn wir ins Unbekannte verschwinden... und uns in jedem Leben Mühe geben soo das wir am Ende stolz sagen können gelebt zu haben....
    Und ich glaube die wahre Kunst ist es an ein Leben nach dem Leben zu glauben und dennoch erfolgreich und gut zu sein..... ein wirschmachendes *aufdeutsch:verwirrendes,komisches,interessantes* Thema.........

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  6. cpo... 02.04.02 20:34

    Mit wirschmachendes Thema muß ich Dir absolut recht geben, denn dieses ist so ziemlich die einzige Frage, auf die es keine Antwort gibt.

    Man kann so vieles nachlesen und sich Wissen aneignen. Hier gelangen wir jedoch an die Grenzen des faßbaren.

    Ich persönlich hoffe - ich kann irgendwie nicht sagen glaube - daß es noch etwas danach geben wird.

    Aber Du hast in jedem Fall recht, daß man sich in dem hier und jetzt sehr viel Mühe geben muß, damit man am Ende stolz darauf sein kann.

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  7. juni_1 02.04.02 22:24

    .......Ich persönlich hoffe - ich kann irgendwie nicht sagen glaube - daß es noch etwas danach geben wird........

    wieso das denn??

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  8. Suesse 03.04.02 00:01

    Denke auch, dass es so etwas nicht gibt. Die wahre Kunst ist es, sein Leben so erfüllt zu leben, dass man jederzeit glücklich und zufrieden sterben könnte. Dabei finde ich die Vorstellung von etwas, was "danach" kommt, weder hilfreich noch irgendwie tröstlich - für mich persönlich erscheint es eher ein wenig wie eine Krücke, um sich leichter damit abfinden zu können, dass das eigene Leben irgendwann einmal zu Ende sein wird. Ich will damit aber niemandem auf die Füße treten, der/die daran glaubt; das muss ganz einfach jede/r für sich selbst entscheiden.

    Eine ganz interessante Theorie zum Leben nach dem Tod hat übrigens Sartre in "Das Spiel ist aus" verarbeitet - sehr lesenswert!

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  9. Ducati 02.04.02 20:19

    Irgendwie glaube ich schon dran. Bin der
    Meinung, dass das, was uns als Menschen (ob
    liebenswert oder nicht) ausmacht, nicht nur in
    Fleisch /Blut stecken kann. Man stirbt, verrottet,
    das wars? So simpel sollte es doch nicht sein.
    Die "Seele" muss noch auf einem anderen Level
    exisitieren. Wir werden sehen ( na ja, oder auch
    nicht...).

    Aber auf jeden Fall:
    Interessantes Thema!

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  10. juni_1 02.04.02 20:33

    Ich glaube, dass es sowas gibt... genauso wie es eine Seele, wie es Engel gibt, gibt es ein Leben nach dem Tod...

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  11. runaway 02.04.02 21:33

    wenn man anerkennt, daß der Mensch nicht nur aus Fleisch+Knochen besteht, sondern auch eine Seele hat, dann erkennt man auch an, daß die Seele fähig ist, sich einen neuen Körper zu schaffen. Das kann irgendwo im Universum sein, muß nicht zwingend der menschliche Körper auf der Erde sein.
    Wie auch immer, eine unbewiesene Sache. Es ist nicht bewiesen, daß es ein Leben nach dem Tod gibt. Auch ist aber das Gegenteil nicht bewiesen. Daher halte ich das ganze für eine Glaubensfrage. Dieses Ergebnis stellt mich - wie alle Glaubensfragen - nicht zufrieden. Ich tendiere daher zu einem "ja", weil:
    1. das kann nicht alles gewesen sein, ansonsten finde ich das Leben frustrierend kurz
    2. es ist manchmal so, als würde man in (s)eine Ewigkeit hineinschauen und würde es nicht wahrhaben wollen. Solange es mir ab und an so geht, muß an dem Gefühl etwas dran sein. Hier stellen sich Fragen wie: Ist Phantasie eine andere, unerkannte Art der Realität? Ist die Welt, wie wir sie allgemein kennen, nicht zu eng? Gibt es noch andere, übergeordnetere Welten? schließlich und endlich: Was ist der Mensch? Ein zufälliges Produkt der Natur? Eine Erfindung eines Schöpfers? Ein Wesen, daß seit Ewigkeiten sich in neuen Galaxien, in neuen Universen neue Körper schafft? Sind wir demnach schon immer dagewesen? Fragen über Fragen..freut mich zumindest nicht alleine dazustehen...scheinen sich ja so einige Gedanken darüber gemacht zu haben..

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  12. runaway 02.04.02 21:40

    ach ja, fast hätte ich's vergessen..Nach dem Kinobesuch bei "Matrix" sagte ich einem Freund, das ganze wäre doch quatsch gewesen. Er meinte, ich hätte die Einstellung der Inquisition im Mittelalter. Heute denke ich, daß an seiner Beschuldigung durchaus etwas dran ist. Man sollte sich dem Gedanken nicht versperren, daß der Mensch mehr ist oder sein kann als nur der menschliche Körper..

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  13. juni_1 02.04.02 22:28

    .....da braucht man keinen Gedanken......da ist immer mehr gewesen und es wird immer so bleiben.....da kann man so viel drehen wie man will....

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  14. TOM... 02.04.02 23:26

    Hi cpost,

    ...die Sache mit dem Tod beschäftigte mich spätestens, seit meine Großmutter in meinem Bette verstarb...

    Nun aber ein paar Aspekte und Gedanken:

    Analog zahlreicher religiöser Bilder definiert z.B. die Enzyclopedia Britannica, der Tod bestehe darin, dass die Schnur zwischen unsterblichem Geist und dem physischen Körper durchtrennt wird.
    Was also nach gängiger Anschauung übrig bleibt ist die Seele, lösgelöst, vom einstigen Körper, der getrost dem Verwesungsprozess überlassen wird.

    Demgegenüber verstehen z.B. Hesekiel (Hes. 37, 1-15) und Paulus (1. Korinther 15, 52-54) die Wiederauferstehung (=das Leben nach dem Tod) auch körperlich.

    Die von Dir angesprochenen Lichterscheinungen gehören zu einer Gruppe von Nah-Todeserlebnissen, die nach aktueller Auffassung eher als Teil einer größeren Gruppe dissoziativer oder außerkörperlicher Zustände betrachtet werden müssen. Unterschied: Der Tod wäre die dauerhafte Form eines solchen Zustandes.

    Solch ein Ansatz steht jedoch im Konflikt mit der Physiologie, welche den Zustand des Wissens und den Prozess des Denkens auf korpuskulare Ursächlichkeit zurückführt, es sei denn, man ginge von der Masse-Energie-Relation aus. Dann aber müsste ein Leichnam weniger wiegen, als der Verstorbene zuvor.

    Die Frage nach dem Danach wird, meines Wissens, offen bleiben dürfen. Allein die Griechen verheißen uns immerhin ewige Glückseligkeit auf der Asphodeluswiese, die pussierliche Anschaulichkeit bietet.

    Dass es aber ein Jenseits gibt, sollte recht einhellig bejaht werden können.

    Sehr Empfehlenswert sind hier auch Immanuel KANT’s Ausführungen vom Tod und Todeszeitpunkt. [vgl. unten]
    Gleichwohl ermahnt er uns den Blick auf das Wesentliche nicht zu verlieren:

    „..., daß es ganz und gar nicht hier unserer Bestimmung gemäß ist, uns um die künftige Welt viel zu bekümmern, sondern wir müssen den Kreis, zu dem wir hier bestimmt sind, vollenden, und abwarten, wie es in Ansehung der künftigen Welt sein wird....Die Vorsehung hat uns die künftige Welt verschlossen, und uns nur eine kleine Hoffnung übriggelassen, die hinriechend genug ist, uns dazu zu bewegen, uns derselben würdig zu machen; welches wir nicht so eifrig tun würden, wenn wir die künftige Welt schon zum voraus genau kennten.“
    I. KANT [Vorlesungen über Psychologie]


    Lesetipps:
    Zaleski; Carol: Nah-Todeserlebnisse und Jenseitsvisionen
    Sachliche, gut recherschierte und verständliche (kritisch nennt man das ja populärwissenschaftliche) Darstellung des Themas Tod und drumherum
    Kant, Immanuel: Vorlesungen über Psychologie, insbesondere das Kapitel: „Über den Zustand der Seele nach dem Tod“

    Gruß
    TOM

    P.S.: Gehört diese Frage wirklich ins Formum "Leben"? ;-) *nurspass*

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  15. cpo... 02.04.02 23:52

    Dein P.S. muß ich eindeutig bejahen. Denn auch zum Leben gehört als "Schlußpunkt"(?) der Tod.

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  16. Ste... 03.04.02 15:25

    Auf deine Frage kann kein sterblicher eine Antwort geben.
    Ich glaube an ein Leben nach dem Tod, Mein Bruder ist vor 6 Monaten gestorben und ich(auch andere) habe/n öfters von ihm geträumt, wo unerklärliche dinge passierten.

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  17. cpo... 03.04.02 23:40

    Interessantes zum Thema findet Ihr auch unter: http://www.nahtod.de/

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  18. cpo... 03.04.02 23:46

    Interessantes zum Thema findet Ihr auch unter: http://www.nahtod.de/

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  19. Anonym 04.04.02 00:06

    Vielleicht kann ich in die eifrig geführte Diskussion einen neuen Aspekt bringen. Vorweg, ich persönlich glaube an das Leben nach dem Tod. Wofür leben wir unser Leben? Nur um es gelebt zu haben? Das kann es nicht gewesen sein. Nahtoderfahrungen sind meiner Meinung nach keine Spinnereien und deuten zumindest darauf hin, dass wir in ein "anderes Leben" übergehen, in welchem Zustand auch immer.
    Nun zu dem neuen Aspekt, den ich in die Diskussion miteinbringen wollte: ich glaube auch an Gerechtigkeit. Nun, wir wissen alle, dass es in dieser Welt schlecht darum bestellt ist. Wer von euch ist in seinem Leben noch nie ungerecht behandelt worden? Ganz zu schweigen von den Ungerechtigkeiten und Greueltaten, die z.B. im zweiten Weltkrieg passiert sind.

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  20. Anonym 04.04.02 00:30

    Tschuldigung, bin aus Versehen auf Speichern gegangen. Mein Diskurs war noch nicht beendet.
    Also zurück zu den Greueltaten des 2. Weltkriegs. Ich denke es muss eine Gerechtigkeit nach dem Tod geben. Eine höhere Instanz, sei es Gott o.ä., wird das Leben jedes einzelnen richten, ob gut oder schlecht und denjenigen dementsprechend belohnen oder bestrafen. Ich weiss es ist ein drastisches Beispiel, aber ich könnte den Gedanken nicht ertragen, dass Hitler mirnichts dirnichts einfach in ein "anderes Leben" übergeht ohne dass seine Taten irgendwelche Konsequenzen hätten. Ich würde mir ehrlich gesagt ziemlich verarscht vorkommen. Wofür strenge ich mich an und versuche gut mit meiner Umwelt zurechtzukommen und mein Leben nach meinen eigenen Wertvorstellungen, nach staatlichen Gesetzen, sozialen Normen oder kirchlichen Geboten gut zu leben? Ich würde es wahrscheinlich nicht tun, wenn ich nicht die Hoffnung und den Glauben hätte, dass es irgendwann (nach dem Tod) belohnt würde.

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  21. Anonym 04.04.02 00:34

    Mag zwar banal klingen, aber schon die alten Ägypter glaubten an ein Leben nach dem Tod.

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  22. Pin... 04.04.02 01:46

    Ich denke das es wenn mann Stirbt ineine andere Form des Lebens eintritt, aber ich hätte kein problem damit, wenn da nichts wäre, solange ich in dieser Realität meine Träume gelebt habe(vielleicht bin ich ja schon todt, und dieses ist ein Form davon, vielleicht ist das ganze Leben der Todt, oder Todt das Leben)
    Das was wir wissen, ist das wir nichts wissen, sondern deswegen glauben, der es ermöglicht uns das Leben zu ertragen um denn gedanken zu verschönern das nach dem Tod nix ist.
    Egal ob gläubig oder nicht, es ist in der Natur des Menschen denn glauben zu haben, damit wenn es einen schlecht geht, mann die Hoffnung nicht verliert und fürs Leben kämpft.
    Persönlich finde ich die Glaubensweise der Buddhisten sschön ist, das jede Seele in einen Neuen Leben, neue Erfahrungen sammelt(reichtum, armut, Krankheit etc.)
    Also, die Frage nach denn Todt, ist wie die Frage nach, wer wir sind, oder was wie sind.

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  23. wh1... 05.04.02 21:35

    Meiner Meinung nach ist die Frage nach einem Leben nach dem Tod irrelevant. Jeder, der will, kann getrost daran glauben ohne je enttäuscht zu werden. Gibt es nämlich kein Leben nach dem Tod, so wird derjenige es nicht merken sobald er stirbt. Alles ist aus, Ende, Schluß. Zu diesem Zeitpunkt ist er dann entweder im Himmel o.ä., oder er ist tot und da er dann nun einmal tot ist merkt er nicht wo er ist und somit kann es ihm eigentlich egal sein. Folglich kann ein jeder daran glauben, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, sollte es so sein kann er sich dann glücklich schätzen, ist es nicht so, dann hat er keine Zeit deshalb zu trauern.
    Insofern wäre wohl die beste Lösung nicht daran zu glauben. Dann wäre nämlich die Freude umso größer, wenn es doch etwas "danach" gibt--- :)

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  24. Anonym 05.04.02 23:42

    Das sah ich ähnlich, aber nach dem Tod eines nahen Verwannten musste ich die Glaubensfrage (Wissen gibt es hierüber ja nicht) für mich beantworten. Ich habe vor 15 Jahren die Aspekte abgewogen und bin zu der Überzeugung gekommen, das nichts (außer den Wünschen der menschlichen Psyche) auf eine zeugende, richtende Kraft hindeutet. Und damit auch nicht auf ein Leben nach dem Tod.

    Die klassischen Religionen hatten mir zu starre Denk-Korsette, die massiv am Alltag vorbeischnitten.

    Ich habe mich eher auf Beobachtungen und Gesetzmäßigkeiten verlassen. Und da bleibt für eine personifizierte Gottheit kein Platz.

    Wenn es also keinen Gott gibt, könnte es nach dem Tod immer noch eine andere Energieform für meine Seele geben.

    Nimmt man die entsprechenden (und wie ich finde faszinierenden) Energiegesetze als Basis, kann man vermuten, dass die Seele (= Energie) beim Verlassen des Systems erhalten bleibt, aber seine Form ändert - so wie ein Tropfen der ins Wasser fällt.

    Das würde für mich heißen: Ich verliere neben dem körperlichen "sein" auch mein Bewußt"sein". Psychologisch gesehen erwarte ich also nix und physikalisch gesehen eine Durchmischung.

    Alles andere waren für mich uralte menschliche Wünsche nach Antworten auf Unbeantwortbares.

    Theoretiker, bemühten sich immer schon um Antworten. So erfinden Theologen Antworten, wenn keine haben. Philosophen bauten Antworten auf Paradikmen auf (also Grundsatzbehauptungen). Und Wissenschaftler stützen ihre Antworten auf Vermutungen.

    Beispiel:
    Der Theologe sagt, es gibt einen Gott, der uns nach dem Tod belohnt/bestraft. Der Philosoph akzeptiert Gott und stellt den Menschen in Frage.
    Der Wissenschaftler vermutet, dass der Glaube an einen Gott auf dem menschliche Unvermögen zur Akzeptanz seiner eigenen Verletzlichkeit bei der Interaktion mit seiner Umwelt beruht und schafft ein Sicherheitsgefühl durch Verständnis und Kalkulierbarkeit der Umwelt: genannt Logik.

    Auf diese Logik beziehe ich mich, denn bei Akzeptanz eines Gottes müßte ich die Wahrscheinlichkeit, also die Basis der Logik über Bord werfen.

    Also erwarte ich nach dem Tod nix. Grund genug das Leben ausgiebig zu geniessen :-)

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