Austauschsemester

tor... 25.01.01 12:07

Auslandserfahrungen während des Studiums
werden mittlerweile fast von allen international
tätigen Unternehmen vorausgesetzt. Aber läuft
es im Ausland nicht meistens so ab, dass man
sich eigentlich nur mit anderen
Austauschstudenten abgibt und somit von der
Kultur und der Mentalität des fremden Landes
kaum mehr mitbekommt, als nach einem
dreiwöchigen Urlaub? Welche Erfahrungen habt
ihr im Ausland gemacht, was habt ihr wirklich
mitgenommen und welche Erfahrungen hätter ihr
an sich genauso gut an eurer Heimatuniversität
im Austausch mit Gaststudenten gesammelt?

  1. Anonym 25.01.01 13:14

    Ich war während meines Studiums noch nicht im Ausland. werde aber ab Juli ca 7 Monate in Madrid (Praktikum) und Sevilla (Studium) verbringen. (Kennt irgendjemand Sevilla...für Tips bin ich offen!!!)

    Aber ich habe auch die Erfahrung gemacht in meinem Austauschjahr in den USA, das viele Schüle nur mit anderen Austauschschülern abhingen. Ich kann nur jedem davon abraten, auch wenn es in der ersten Zeit viel schwieriger ist Freunde zu finden, kriegt man so die besten und schönsten Erfahrungen (kulturell, sprachlich und auch persönlich)

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  2. tor... 26.01.01 23:50

    Na da bist Du ja wirklich zu beneiden. Sevilla ist meiner Meinung nach die schönste Stadt in Spanien und zählt sicherlich auch zu den besten Europas.Die Architektur ist von dem maurischen Einfluß geprägt. Die Leute in Sevilla sind offen und herzlich. Dort wirst Du keine Schwierigkeiten haben, Leute kennenzulernen. Tips kann ich Dir kaum geben, da ich schon 3 Jahre nicht mehr da war, aber die Plaza San Salvador ist wohl immernoch der Treffpunkt für Studenten am Nachmittag. Auf dem ehemaligen Expo-Gelände befinden sich nun einige Diskotheken und Salsa Bars.
    MACH mal einen Sevillanas Kurs mit, damit kannst Du bei den spanierinnen sicher Eindruck schinden. Und dann läßt Du Dich auf die Feria de Avril einladen.
    Erasmus -Studenten werden in Sevilla übrigens hervorragend von AEGEE (Association des Etats Genereux des etudiants europeen) betreut. ABER, besser ist es, Du suchst von Anfang an den Konatkt zu Einheimischen. Wenn Du schon in einer Erasmus-Clique bist, ist es schwieriger andersweitig Leute kennenzulernen.
    Wenn es dann so weit ist, eröffnen wir ein Forum: Neues aus Sevilla, ok?

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  3. Anonym 30.01.01 15:15

    hey super! das machen wir! björns Sevilla Ecke!
    ich freue mich schon riesig drauf. Leider muß ich erstmal mein Vordiplom in einer Woche schreiben und ein 6.Semester "überstehen".

    Wenn du noch mehr tipps hast...immer nur her damit!

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  4. Nic... 22.02.01 12:23

    Meine Austauschsemester finden in Frankfurt statt ! ( Hauptstudium + 2 fünfmonatigen Praktika)
    Ich komme aus Frankreich.....
    Es gefällt mir so wahsinnig gut hier, daß ich hier bleiben will.
    Ich habe 1 Jahr gebraucht um mich zu integrieren aber dann habe ich eine Wünderschöne Frau getroffen, 3-4 gute Freunden sonst.....
    Meiner Meinung nach braucht man viel mehr als ein Semester, um eine andere Kultur und andere Menschen kennenzulernen....insbesondere wenn du in einer Hochschule für Bankwirtschaft studiert....Diplomarbeit, Seminararbeiten, Vorlesungen, wo du kaum etwas verstehst...

    Ich habe zuerst Frankfurt gehaßt, dann war sie mich nur egal und jetzt liebe ich sie.....

    Home is where you´re happy and i´m HAPPY

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  5. Lan... 26.02.01 20:18

    ...das hängt immer von einem selbst ab, wie man den Auslandsaufenthalt gestaltet. Man kann sich sicher nur mit Deutschen abgeben, aber damit hilft man sich nicht unbedingt. Besser ist, gleich in eine WG mit Ausländern ziehen und den Freundeskreis bewusst "Nicht-Deutsch" zu gestalten. Ist zwar mehr Arbeit, zahlt sich aber aus.

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  6. tor... 01.03.01 00:19

    Meistens ist es doch, dass man im Ausland durch den Sprachkurs von Anfang an eine ganze Reihe Ausländer kennen lernt, mit denen man die gleichen Probleme teilt. Wohnung, Party, Sprachprobleme etc. So lernt man in sehr kurzer Zeit Leute aus der ganzen Welt kennen und spricht dabei meistens auf Englisch. Sollte man statt dessen nicht versuchen, Einheimische kennen zu lernen, sich vollkommen der Sprache und Mentalität des Gastlandes zu widmen, auch wenn es schwerer ist? Läßt sich beides miteinander vereinbaren oder nicht? Mein Tipp lautet: at home global, abroad local.

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  7. len... 09.03.01 15:21

    Ich verstehe nicht genau deine problemstellung. Ich mache gerade selbst mein austauschsemester und obwohl ich meistens mit den anderen austauschstudenten rumrenne (leute von den ganzen welt) habe ich doch auch viele lokale leute -einheimische wie du dass nennt, deutsch ist wie offensichtlich nicht meine erste sprache - kennengelernt. Dadurch und auch durch nur einfach hier zu leben und sich an alle locale gewoehnlichkeiten zu gewoehnen lernt man doch sein gastland ganz gut zu kennen. Ich meine dass ein austauschsemester ist nicht der zeit sich in eine anderen kultur sich vollstaendig zu integrieren. Das dauert normalerweise viel laenger - egal ob man dass wirklich versucht oder nicht. Erstens haengt das doch ab wie gut man die sprache des gastlands kenne. Wie erwaehnt in den ersten beitrag, fragst du ob firmen das eine oder eine bevorzugst. Ich glaube firmen guckt deine CV an, siehst dass du erlebnisse gemacht hast, andere (mehr oder weniger egal welche) kulture "kenne", Erfahrungen bei den umgehen mit fremde leute gemacht hat und dass du keine "nerd" ist die lieber zu hause bleibt ist... Was firmen lieber sieht ist das du ein herausforderung genommen hat - weniger oft sucht man eine stelle in das land wo man sein austausch gemacht hat - das wichtige ist das man internationale Erfahrungen gemacht hat - egal wo man sich bewerbt!!! "Always global!!"

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  8. tor... 14.03.01 20:46

    Du hast sicherlich recht damit, dass ein Austauschsemester nicht reicht, um internationale Erfahrungen zu sammeln. Um sich in einem Land wirklich heimisch zu fühlen, muß man schon die Phasen der Euphorie und der anschließenden Ernüchterung durchlaufen, bevor man sich ein realistisches Bild machen kann. Besonders bei den "Urlaubsländern" Spanien und Italien ist die Gefahr sehr groß, aus positiven Urlaubserlebnissen auf den alltag zu schließen.
    Auch aus diesem Grund habe ich mein Austauschsemester in Mailand verbracht, mit dem Ziel, für mich rauszufinden, ob ich dort später arbeiten möchte. Es ging mir also wirklich nicht so sehr um eine internationale Erfahrung, sondern um eine italienische Erfahrung. Dementsprechend hatte ich auch hauptsächlich Kontakt zu Italiener/innen.
    Ein weiterer Vorteil: Wenn du Monate nach dem Austausch zurückkommst, sind all Deine Freunde noch da, die Austauschstudenten sind dann alle wieder zu Hause. Was ich in Italien an "internationaler" Erfahrung verpasst habe, habe ich in Köln als Pate vor und nachgeholt. Für mich gilt daher nach wie vor das Motto: "global at home, local abroad"

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  9. Kla... 03.03.01 01:40

    Wo gibt`s denn in Paris gute Ausgehlocations?

    Klaudia & Margarete

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  10. Anonym 03.03.01 12:44

    Zunächst seist Du verwiesen auf: http://www.squeaker.net/sqn/index.php?index=162&cmd=b&page_id=177

    Ausserdem ein Tip: Im MySqueaker-Bereich kannst Du nach squeakern suchen, die sich in Frankreich auskennen.

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  11. tor... 03.03.01 18:38

    Probiert mal das Viertel um die Bastille aus, zum Beispiel Barrio Latino. Ein anderer Tip ist Manray, das liegt in einer Seitenstraße der Champs Elysees.

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  12. and... 24.03.01 19:37

    Also ich bin gerade fuer voraussichtlich ein Jahr in Verona/Italien. Was hier in den Beitraegen anklingt ist, dass es schwierig ist sich zu intgrieren und "einheimische" Studenten kennzulernen. Die Erfahrung habe ich auch gemacht. Meiner Meinung haengt das hauptsaechlich mit folgenden Faktoren zusammen: Du kommst ins Ausland und suchst eine Wohnung, du findest eine Erasmus-Wohnung. Das heisst du wohnst mit anderen Auslaendern zusammen und sprichst vorzuweise Englisch oder Deutsch aber nicht die einheimische (bei mir italienische) Sprache. Man wird immer den Weg des geringsten Widerstands gehen, das heisst viel deutsch reden. Abhilfe schafft nur Disziplin. Das heisst sich vor Augen halten, weshalb man im Ausland ist.
    Naechster Punkt Uni: der Sprachunterricht ist nur mit Auslaendern besetzt, wenn man Pech/Glueck mir vielen Deutschen. Man spricht Deutsch.
    Die Integration faellt deshalb so schwer, weil man als vollkommen Neuer in eine Umgebung kommt, wo sich alle kennen und man sowieso nur 1 oder 2 Semester bleibt. Die Sprachbarriere kommt hinzu.
    Ein Semester reicht nicht aus um das Leben kennzulernen, es bringt lediglich einen Einblick, aber das reicht schon aus.
    So bescheuert das jeztzt vielleicht klingt, aber am besten ist es man sucht sich eine einheimische Freundin oder Freund, aber das kann halt nicht jeder (ich auch nicht).
    Trotz allem kann man die angesprochenen Schwierigkeiten ueberwinden, wenn man offen fuer alles neue und andere ist. Deshalb geht man auch ins Ausland, um neue Eindruecke zu sammeln.

    Ich kann nur sagen ich fuehle mich hier richtig wohl und kann mir durchaus vorstellen spaeter auch einmal hier zu leben.

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  13. don... 08.03.02 12:12

    Das mit der ausländischen kann ich nur BESTätigen!!!!! (So habe ich das auch 6 Monate gemacht)

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  14. don... 08.03.02 13:03

    Also, ich meine einheimische Freundin..

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  15. sim... 07.06.01 00:38

    Ich denke wirklich, dass man bei der ganzen Diskussion berücksichtigen muss, was jemand im Ausland genau erreichen will. Nur den Lebenslaufen optimieren? Eine Sprache lernen oder perfektionieren? Einfach mal raus kommen? Gezieltes Fachstudium? Internationale Kontakte knüpfen? Es gibt unzählige Motive und jeder setzt die Prioritäten anders. Letztlich ist jeder Ansatz legitim.
    Der entscheidende Unterschied ist, dass man gewisse Erfahrungen sehr gut auch im Umgang mit anderen Nationalitäten im eigenen Land machen kann, während andere es zwingend erforderlich machen, ins Ausland zu gehen. Nur im Ausland kommt man direkt mit einer anderen Kultur in Kontakt. Nur im täglichen Umgang mit Muttersprachlern der Sprache, die man erlernen möchte, erreicht man einen Level der wirklich fliessend und verhandlungssicher genannt werden kann. Nur im Ausland macht man die Erfahrung ein Ausländer oder ggf. eine Minderheit zu sein. Nur im Ausland bemerkt man, wie Deutsch (oder Österreichisch, oder was auch immer) man ist, was einen selbst geprägt hat und wodurch andere Nationalitäten geprägt worden sind. Weder durch Bücher noch durch Kontakt zu Gaststudenten im eigenen Land kann man diese und ähnliche Erfahrungen sammeln, denke ich.

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  16. Anonym 07.06.01 08:21

    da kann ich einfach nur ja, du hast recht sagen...

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  17. Sunny23 11.07.02 20:51

    ........genau! viele grüsse

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  18. Bri... 30.03.03 13:39

    Habe meine Auslandssemester in Irland (Studium) und auf Curacao (Praktikum) gemacht. Muss schon zugeben, dass es vor allem in Irland schwierig war, sich mit irischen Studenten anzufreunden, da diese einiges juenger waren als ich und auch sehr in Gruppen eingeteilt. Trorzdem hat sich das Semester gelohnt, da man lernt, sich an alles anzupassen und doch auch viel Kontakt mit anderen auslaendischen Studneten hat und daraus lernt. Ausserdem bringt es einfach etwas Abwechslung ins Studium, die ich sehr noetig hatte. Kann Dir nur einen Tip geben: gehe ins Ausland fuer ein oder zwei Seemster, wenn Du dazu die Moeglichkeit hast. Bereuen wirst Du es sicher nicht!!

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