Fh oder Uni

eve... 15.05.02 23:36

Nun ich höre mir viele meinungen über die 2 Hochschulformen glaubt ihr sie sind gleichgestellt oder gibt es immer noch Unterschiede?
Und was präferiert ihr

  1. Anonym 16.05.02 00:56

    Nun zunächst einmal muss ich sagen, dass die folgende Aussage sich nicht auf die FH ESB Reutlingen zielt, die für mich eher zu den Business Schools gehört.

    Ich persönnlich denke, dass beide Hochschultypen ihre Stärken und Schwächen haben, wobei ich es auch als ein Vorteil der Hochschullandschaft sehe, dass man als Abiturient die Möglichkeit hat sich zwischen diesen zu entscheiden.

    Ich habe mich für die Massenuni Köln aus den folgenden Gründen entschieden: Jahrzenhntelange Reputation in BWL ( die sich die FH`s erstmal aubauen müssen), Aussicht auf eine Promotion, die Masse der Studenten, sprich grosse volle Hörsäle (deren Anononymität mehr als den Gruppenunterricht genieße) und zu guter letzt, dass ich für die Strategische Unternehmensberatung unbedingt einen Hochschulabschluss benötige, so wie es sich im IB bei den Großen ebenfalls verhält.

    Abschließend will ich noch so verbleiben, dass ich der Meinung bin, dass jeder für sich die richtige Hochschule finden sollte und dass es die Hochschule nicht gibt!
    Am Ende muss der Hochschulabsovent mit dem Fh-Absolventen genauso im Team klarkommen, wie mit mit jedem anderen auch, deswegen bitte nicht bekriegen!;-)

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  2. piepeline 16.05.02 01:09

    Hallo,

    meiner Meinung nach sind FHs für das spätere Leben in der "freien" Wirtschaft auf jeden Fall besser geeignet als Unis. Jedoch lernt man während eines Hochschulstudiums etwas, das meiner Meinung nach FH-Studenten nicht lernen, nämlich analytisch zu denken d. h. Probleme wissenschaftlich zu hinterfragen und Zusammenhänge zu erkennen.

    Dies ist meine persönliche Meinung als TH-Studentin, jedoch denke ich, dass eine FH-Studium, so praxisorientiert es auch sein mag, niemals ein Hochschulstudium ersetzen kann. Vor allem dann, wenn man den Wunsch hat, eine wissenschafliche Laufbahn anzustreben.

    Viele Grüße
    Piepeline

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  3. Mim... 16.05.02 09:00

    Du liegst mit Deinen Aussagen absolut richtig: Es kommt einfach darauf an, was man später machen will.

    Einer Aussage von Dir möchte ich jedoch widersprechen bzw. ergänzen: gerade in Köln hat man die besten Möglichkeiten im Bereich Uni und FH, da beide Einrichtungen im Bereich BWL über einen sehr guten Ruf verfügen.

    Gruß,

    Mirjam

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  4. Anonym 16.05.02 09:28

    Ich habe mich bewußt für FH (+MBA) entschieden, da ich eher praxisorientiert bin und eine wissenscahftliche Laufbahn für mich nicht in Frage kommt. Hätte ich in die Forschung o.Ä. gewollt hätte ich mich definitv für Uni entschieden.

    Ich möchte 2 ehemalige Manager von mir zitieren:

    "FH Studenten haben es beim Berufseinstieg leichter, da sie im Gegensatz zu den Uni-Absolventen keinen Praxisschock erleiden und gleich voll einsetzbar sind. Dafür verfügen Uni-Absolventen über mehr Fachwissen. Dieses Defizit müssen die FH-Absolventen selbsständig (während die Uni-Absolventen ihren Schock haben) aufholen. Nach 6-9 Monaten sind die neuen Mitarbeiter von FH und Uni dann für die Firma gleichwertig von Nutzen...

    Wenn man seinen Dr. machen oder Beamter im gehobenen Dienst werden will sollte man sich für die Uni entscheiden da es mit FH Diplom sehr schwierig bis unmöglich ist.

    Jeder muss für sich selbst wissen was das Beste für einen ist und was er im Leben machen will....

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  5. cpo... 16.05.02 12:33

    Zudem gibt es immer noch einen finanziellen Unterschied. FHler bekommen als Einsteiger in der Regel 3-5 TEURO weniger an Gehalt. Dieses relativiert sich jedoch im Laufe der nächsten Jahre, in denen nur noch die berufliche Leistung zählt.

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  6. eve... 22.05.02 20:57

    Ich glaube cpost, daß der finanzieller Unterschied nicht mehr so hoch ist, laut einer Studie des Magazins Unispiegel verdienten die FH-Leute im bereich Informatik mehr als die Uni-Leute.
    Und auch in anderen Bereichen ist der Unterschied nicht so gravierend Professoren sprechen von einem Unterschied von 1200 euro also Cpost bleibt mir nur die Frage wo bekomst du deine Infos her:)))))

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  7. Anonym 23.05.02 09:59

    Hallo eventus

    ich habe mich uebers Wochende mit einem professionellen Headhunter unterhalten. Unter anderem kamen wir dabei auch auf das Thema Uni/FH mit und ohne Promotion zu sprechen.

    In der (zugegebenermassen immer noch sehr konservativen) schweizer Arbeitswelt ist es wohl so, dass FH-Absolventen im Schnitt wirklich etwas geringere Einstiegsgehaelter bekommen als Uni-Absolventen, dass aber nach zwei, drei Jahren beide gleich viel verdienen.

    Unterschiede gibt es aber anscheinend in der laengeren Frist, da bei gleichen Leistungen wohl der Uniabsolvent eher die leitende Position uebertragen bekommt als der FH-Absolvent. Es scheint im Normalfall sogar zwei Glasdecken zu geben. eine fuer FH-Absolventen, eine weitere fuer Uni-Absolventen ohne Promotion. Je hoeher die akademischen Weihen, desto leichter faellt der Aufstieg in die Fuehrungsetagen eines Unternehmens. Nichtsdestotrotz bin ich aber ueberzeugt, dass gute Leute immer gefoerdert werden, und jeder FH-Absolvent die Chance hat ganz nach oben zu kommen. Das beste (?!) Beispiel ist Herr Schrempp, der ja auch FH-Absolvent ist.

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  8. meydo 17.05.02 13:48

    denke nicht, dass Uni-studenten generell einen mangelnden praxisbezug haben.

    ich habe vor dem Studium eine Ausbildung gemacht und arbeite ca. 15 stunden pro woche im controlling. denke nicht, dass mir der praxisbezug fehlt.

    muss aber auch sagen, dass es langsam nervt, dass fast jeder prof an der Uni verlangt, dass man das rad neu erfindet... wenn die fh's einen besseren ruf hätten, hätte ich mich wohl auch für die fh-alternative entschieden.

    allerdings möchte ich nicht, dass hinter dem dipl-kfm. ein fh steht.... und die option zu promovieren ist auch nicht schlecht.

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  9. das... 01.06.02 02:12

    Hallo,

    diese Antwort gilt fuer alle, die hier was reingeschrieben haben. Ich studiere an der FH Mannheim nur zur Info....

    1. Gehalt:
    Unser Topeinstiegsgehalt liegt bei ca. 110 000, da brauche ich wohl nichts mehr zu sagen, und das ist ein Job, bei dem man auch abends mit Freunden einen Trinken gehen kann.

    2. Reputation
    FH Mannheim gehoert zu den besten 5 Hochschulen (FH + Uni) im deutschsprachigen Raum. Laut Manager Magazin.

    3. Job
    Siemens, Accenture, Porsche etc. machen keinen Unterschied zwischen Uniabsolventen und FHabsolventen.

    4. Studienlaenge
    an der FH brauch man ca. 8-9 Semester
    an der Uni .... 2 jahre laenger

    5. Praxisbezug
    FH verlangen Praktika (min. 2 x 1/2 Jahr)
    Uni verlangen nur Kurzpraktika

    6. Foerderung
    BDI und der Staat unterstuetzt zur Zeit die FHs mehr als die Unis

    7. Wissen
    Das ist wirklich wahr, dass die Unileute mehr Wissen besitzen, da sie auch komplett anders an Problemstellungen rangehen!! Und das ist bestimmt der groesste Unterschied zwischen Uni und FH!

    FH und Privatunis
    Hier noch mein Kommentar zu den Privatunis.

    1.Kosten
    FH 50 €
    Privatuni 5000-10000€

    Also bitte... hier scheinen ja sowieso alle zu denken, dass man auf Privatunis gehen muss, um gute Positionen zu erreichen.
    Herr Schrempp war auf einer FH!! :-)

    2. Praktika

    Haben sich eigentlich die Studenten einer Privatuni mal sich normal beworben....
    man muss sich sogar um den Praktikumsplatz selber kuemmern.
    Das nennt man Erfahrung.

    Zum Schluss, es ist eigentlich unglaublich, dass FH Reutlingen es schafft, so eine gute Hochschule aufzubauen ohne tausende von Mark (Euro) zu verlangen, so ein Ruf aufzubauen. Respekt. Man kann sich halt sehr schwer in die Hochschule reinkaufen. Das Schmieren scheint an Privatunis gut zu klappen.

    Redet nicht soviel um Privatunis! Das wichtigste ist DER MENSCH, entwickelt euch selber, geht nicht nach dem Trend, wenn man will kann man alles erreichen ohne viel Geld in Unis hineinzustecken.




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  10. mac... 18.06.02 22:55

    Deine Meinung ueber Privatunis ueberspringe ich einfach mal, da ich weiss, dass ich keine Opposition heraufbeschwoeren moechte.

    Zum angeblich nicht vorhandenen Unterschied zw. Fachhochschulen und vollwertigen (provokativ genug ? ;-) Universitaeten: Man lese sich jedes erdenkliche Interview mit einem Personaler durch. Da wird hoechstens die ESB mit einer wahren Hochschule gleichgestellt. Aber gut, das ruft jetzt auch eine Opposition hervor - nur zu !

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  11. Glo... 19.06.02 17:17

    Bezüglich der FH Reu stimme ich Dir zu - scheint ja die reinste Schmiede zu sein ;-) Deine Einschätzung der Privatunis verstehe ich einfach mal als eine allgemeine Aussage Deinerseits - dennoch gibt es auch hier Studenten, die nicht dem typischen Bild entsprechen - und bezüglich Deiner "Schmieraussage" - diese Leute werden schon noch früh genug auf die Nase fallen ...

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  12. gra... 05.07.02 11:32

    sorry, aber ich hab das gefühl hier wird wieder alles etwas zu undifferenziert betrachtet.

    relevant ist ja wohl wie der spätere Arbeitgeber das ganze einschätzt, oder?

    je nach Firma wird bzw. wird nicht zwischen fh und Uni unterschieden. imho: geht der trend dahin, dass es keine unterscheidung mehr gibt.

    hatte kürzlich das glück zu eine exzellente studie zu dem thema zu lesen. die schlussfolgerungen waren:
    alte/traditionelle Unternehmen unterscheiden eher noch.
    jüngere/dynamische eher weniger.

    management-Beratungen ganz deutlich.

    i.a. gleichen sich die gehälter spätestens nach drei JAhren an und es wird kein unterschied mehr gemacht.

    witziger punkt am ende. tendenz in österreich. fh´ler höhere anfangsgehälter als Uni´ler ;-)


    so und jetzt wieder von vorn

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  13. mac... 16.07.02 22:01

    Alles klar.

    Leute, scheisst auf das Abitur und geht auf FHs ! ;-)

    Nicht Dein Ernst, oder ?

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  14. Anonym 25.08.02 19:59

    ohne Abi geht bei vielen FH's gar nichts mehr....

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  15. Anonym 21.07.02 02:32

    AD "dasnetz"


    So was lese ich hier? Das heutzutage Unternehmen wie Accenture keinen Unterschied mehr zwischen Uniabsolventen und FH-Absolventen mehr machen.
    Also dann Frage ich mich wirklich warum ich an der Massenuni-Köln mich rumschlage und nicht auf die FH gegangen bin.

    Am besten gehe ich einfach mal step bei step auf das ein, auf das was mich gestört hat bzw. einfach unverständlich:

    1.Zum Gehalt:
    Glaube dir gerne, dass es diesen tollen Absolventen gibt-nur leider habe ich bis dato keine Statistik gelesen, in der die Uni-Absolventen nicht im durchschnitt mehr verdient haben!

    2.Zur Reputation deiner wahnsinns-FH:
    Bis dato wusste ich garnicht, dass Mannheim eine FH hat,sorry. Von daher das Ranking will ich sehen.In Deutschland schlagen sich folgende Unis/FHs um die Spitzenplätze:WHU, EBS, HHL, EAP, UniKöln/Mannheim/Passau/Münster, ESB, ISB, PFH Göttingen, ISM.

    3. Jobs:
    Es wird unterschieden zw. FH und Uniabschluss! Bei Accenture steht es sogar auf der Homepage!
    Kleiner Tip:www.entdecke-Accenture.de
    Siemens stellt beide ein-das stimmt-nur die Postionen in denen Uniabsolventen gelangen sind höher und besser bezahlt.
    Sicherlich kann man sagen, dass es von Zeit zur Zeit zur einer Konvergenz der Berufsfelder kommt, dennoch NIE soweit, dass es keinen Unterschied mehr macht, sonst wären ja die zwei Hochschulformen überflüssig!

    4.Studienlänge:
    Ja die durchschnittsstudienlänge liegt ca. bei 12 Semester, was daran liegt, dass es einfach ist Faktwissen (welches innerhalb von fünf Jahren wertlos ist) in 8 Semestern zu lernen, als Methoden-z.B. eine analytische herangehensweise an Probleme.

    5.Praxisbezug:
    Meine Uni verlangt gar keine Praktika-dennoch haben die meisten im Grundstudium, die ich kenne mind. 2 mal drei Monate hinter sich!

    So und nun zu deinem tollen Schrempp Beispiel. Ersten war dieser CEO sogar nur auf einer Berufsakademie, zweitens kann man diese eher untypische Konzernkarriere nur vor dem Hintergrund verstehen, dass dieser seit mittlerweile 40 Jahren dort beschäftigt ist!

    Darüberhinaus verstehe ich nicht warum du abschließend noch deine billigen klischees bez. den Privaten abgeben musstest! Komplexe?

    Als ob sich jeder dort reinkaufen tut.Sicher deswegen will die WHU auch neben dem Scheck :ein sehr gutes Abi, ein kaufmännisches Praktikum von drei Monaten, zwei Fremdsprachentests, einen bestandenen Aufnahmetest + mündliches Gespräch! Schlaues Argument, vor allem gut durchdacht!
    Irgendwie komisch, wenn es doch ehh nur auf den dicken Scheck ankommt, oder?
    Übrigens diese Leute müssen sich auch Bewerben!

    Hoffe sehr, dass dir dies zu einer Horizontverbreiterung deiner Person beigetragen hat.

    Mit den besten Grüßen aus der wunderschönen Uni-Stadt Köln,
    Malcom

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  16. das... 07.10.02 19:46

    Ja, ich habe komplexe!! :-)

    Ist eigentlich auch egal, ich wollte mal hier einige Forenleser und Schreiber ein bisschen reizen.
    Sorry für die aggressiven Sätze!

    Man sollte nur kein Fachhochschüler unterschätzen!!

    Also viel Spass weiterhin wo auch immer ihr studiert.

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