PhD in Großbritannien

Oxana 29.04.06 21:11

Moin, moin!
Hatte jemand von Euch schon ein PhD Programm in GB gemacht?
Ich habe einen deutschen M. Sc. Abschluss in Economics und würde gern in GB promovieren.
Gibt es in GB möglicherweise vergleichbare Institutionen wie DFG (deutsche Forschungsgemeinschaft) o.ä. und wie sieht es mit finanzieller Unterstützung aus (Stipendien, Übernahme der Studiengebühren etc) und die Formalitäten (Staatsangehörigkeit usw)?
Welche Uni's sind ausser Cambirdge und Oxford akzeptabel bzw. spezialisiert auf CIS Staaten (Russland etc)?

Wäre sehr dankbar für die Infos.

  1. StefSch 29.04.06 21:53

    die einzige Uni in uk, die wirklich mit den Top-Unis in economics mithalten kann ist die LSE! sonst in uk: cambridge, oxford, UCL, warwick. förderung: ESCR

    Antworten Melden
    (4.2/5)   5 Votes
  2. groucho22 30.04.06 13:22

    Seh ich auch so, was die LSE angeht. Ich würd mir noch die PhD Programme in den USA anschauen, da gibts meistens bessere Stipendien als in UK. Dort halt die üblichen Verdächtigen: Chicago, MIT, Harvard, Stanford, Princeton, Berkeley, Columbia.

    Antworten Melden
    (4.2/5)   4 Votes
  3. Anonym 30.04.06 15:28

    Stimme bezüglich der Unis in UK überein. Ich weiss allerdings nicht wie gut du bist. Ich würde erst mal (nach intensiver Vorbereitung) den GRE machen und wenn du da keinen Top-Score erreichts dürfte es wohl sehr, sehr schwierig werden bei diesen Top-Adressen ins Phd-Programm zu kommen.

    Antworten Melden
    (4.1/5)   6 Votes
  4. MBA_05 30.04.06 18:23

    Jetzt werde ich wahrscheinlich gleich wieder von allen Seiten beschossen, aber ich moechte eines anmerken:

    anders als beim MBA spielt beim PhD die Auswahl der Uni nicht eine so grosse Uni. Es kommt vielmehr darauf an ob an der jeweiligen Uni ein Experte fuer dein sehr spezialisiertes Thema zu finden ist. Deshalb wuerde ich mir zumindest im UK nicht zu viele Gedanken um die Uni machen.

    In England ist PhD oft gleich PhD (ich betone: beim MBA ist das definitiv NICHT so)

    Antworten Melden
    (4.5/5)   7 Votes
  5. MBA_05 30.04.06 18:24

    Zeile 4: Korrektur 'nicht eine so grosse Rolle'

    Antworten Melden
    (4.5/5)   6 Votes
  6. StefSch 30.04.06 19:29

    Bzgl. des Beschusses hast Du natürlich Recht.

    Es kommt immer darauf an, was Du machen willst. Wenn Du eine durchschnittiche Uni-Karriere anstrebst, dann ist die Wahl der Uni für den PhD nicht so entscheidend (genauso wie die Wahl der Schule für einen MBA nicht so entscheidend ist, wenn Du eine durchschnittliche Karrierre in der Wirtschaft planst).

    Wenn Du später an eine Top-Uni willst, ist die Wahl der Uni schon sehr wichtig. Guck Dir einfach mal die Placements der einzelnen Programme an... Es ist nicht unmöglich, von einer durchschnittlichen Schule eine gute Karierre zu starten, mit der Wahl einer guten Schule machst Du es Dir jedenfalls viel einfacher:

    Deine Mitstudenten sind potentielle Co-Autoren, gute Unis ziehen gute Leute zu Seminare an etc. , Du lernst die richtigen Leute kennen etc. Das ganze Umfeld ist anregender und Du bist einfach mit besseren Leuten zusammen.

    Europa hat insgesamt einen Standortnachteil und die LSE ist im Bereich economics die einzige, die bei den ganz Großen mitspielen kann. Du hast ganz vorne so 5-6 US Schulen und dann noch mal 8 Schulen, die ein bisschen darunter sind - hier würde ich die LSE etwa einordnen.

    Insgesamt würde ich Dir raten, es an einer Top-Uni in den US zu probieren.

    Antworten Melden
    (4.4/5)   5 Votes
  7. MBA_05 30.04.06 19:39

    Ok, erstens: es besteht auch die Moeglichkeit an einer (wie du so treffend formulierst) 'durchschnittlichen' Uni im PhD Programm eingeschrieben zu sein, aber einen Doktorvater von einer Top-Uni zu haben. In diesem Falle eruebrigt sich auch das Argument bezueglich Co-Autorship usw. Ich weiss das deshalb, da ich mich genau in der Situation befinde, trotzdem mit meinem zweiten Supervisor von der Top-Uni Publikationen geplant habe.

    Jetzt mal im Ernst: ich glaube jeder hier sollte sich mal locker machen:
    ich kenne Harvard MBA-Absolventen (with Distinction) die den gleichen Job haben wie jemand mit Bachelor.
    Genauso gibt es Millionaere und Firmenbosse die keine Minute an der Uni waren. Education ist wichtig, aber wer an die Spitze kommt oder nicht haengt garantiert nicht von der Uni deines PhD's ab

    Antworten Melden
    (4.2/5)   6 Votes
  8. MBA_05 30.04.06 19:41

    und zweitens: was Europa vs. USA betrifft stimme ich Stefano zu

    Antworten Melden
    (4/5)   3 Votes
  9. StefSch 30.04.06 21:16

    Lieber MBA,

    ich denke, dass wir aneinander vorbeireden... Wer einen PhD macht, will in der Regel in die Forschung gehen. Ein MBA hat damit mal überhaupt nichts zu tun.

    Wer nur den Doktortitel will (auch wenn ich da kein Verständnis für habe), der soll an eine Uni ala WHU oder so gehen, wo man das in kürzerer Zeit durchziehen kann.

    Meine Antwort bezog sich auf eine wissenschaftliche Karriere. Es gibt hier auch einige, die von anderswo kommen und es trotzdem zu einer Professur an einer Top-Uni geschafft haben; alle haben aber ganz deutlich zu einer Ausbildung an einer Top-Uni geraten, weil es unheimlich viele Sachen einfacher macht.

    Antworten Melden
    (4.2/5)   4 Votes
  10. MBA_05 30.04.06 21:22

    Ja, ich stimme zu: Ausbildung einer Top-Uni macht das Leben ueberall einfacher.

    Irgendwie stelle ich gerade fest, dass ich wahrscheinlich ein ziemlicher Exot bin, da ich
    a) MBA habe
    b) PhD mache
    aber
    c) mittelfristig KEINE wissenschaftliche Karriere anstreben.

    Falls es Gleichgesinnte gibt, bitte melden zwecks Erfahrungsaustauch

    Antworten Melden
    (4.1/5)   6 Votes
  11. Oxana 30.04.06 22:36

    Hallo ihr Lieben,
    vielen Dank für die interessanten Info's.

    Wie sieht es mit den o.g. Uni's aus?
    Welche Vorteile hat die London Business School ggü. LSE?


    @MBA 05: Du erwähntest du machst gerade deinen PhD, darf man dich Fragen, GB oder BRD? Wenn GB, welche Uni?
    Apropos wissenschaftliche Karriere:
    Du bist mit deiner Einstellung nicht allein. Man muß nicht unbedingt nach Erlangen des Doktorgrades in die Wissenschaft bzw. bleiben. Viele der internationale Organisationen fordern den PhD Abschluß bereits beim Einstieg an.

    Antworten Melden
    (4/5)   3 Votes
  12. Oxana 30.04.06 22:49

    Hallo ihr Lieben,
    vielen Dank für die interessanten Info's.

    Wie sieht es mit den o.g. Uni's aus?
    Welche Vorteile hat die London Business School ggü. LSE?


    @MBA 05: Du erwähntest du machst gerade deinen PhD, darf man dich Fragen, GB oder BRD? Wenn GB, welche Uni?
    Apropos wissenschaftliche Karriere:
    Du bist mit deiner Einstellung nicht allein. Man muß nicht unbedingt nach Erlangen des Doktorgrades in die Wissenschaft bzw. bleiben. Viele der internationale Organisationen fordern den PhD Abschluß bereits beim Einstieg an.

    Antworten Melden
    (4/5)   3 Votes
  13. StefSch 30.04.06 23:13

    LBS für Business, LSE für Economics... so einfach ist das.

    Internationale Organisationen wie Weltbank, UN etc. achten auch darauf, wo man herkommt... einige Kommilitonen von mir haben da Internships gemacht - auch sehr selektiv das Ganze.

    Antworten Melden
    (4.4/5)   7 Votes
  14. StefSch 30.04.06 23:20

    noch eine Anmerkung zur LBS: die haben grad erst zwei Placements im Bereich Finance an die GSB in Stanford gehabt... An der LSE gibt es wenige im Bereich CF. Die haben aber die Financial Market Group, welche excellent ist.

    Für Economics ist die LSE klar der LBS vorzuziehen. Gerade Development ist an der LSE ziemlich gut... Finanzierung ist an LBS einfacher als an LSE.

    Aufnahmekriterien ähnlich selektiv.

    Warum kommt US für Dich nicht in Frage?

    Antworten Melden
    (4/5)   3 Votes
  15. Oxana 01.05.06 00:02

    Muss gestehen, ich befasse mich mit PhD Programmen erst seit ein paar Tagen. Und was UK PhD- Programme betrifft, bin ich absoluter Anfänger.

    Warum USA? Bis du etwa dort?

    Antworten Melden
    (4/5)   7 Votes
  16. StefSch 01.05.06 00:17

    LOL. Das hat weniger mit mir als mit den o.g. Bedingungen und Vorteilen zu tun...

    Antworten Melden
    (4/5)   7 Votes
  17. Oxana 02.05.06 13:02

    Kennt jemand von Euch 'ne Seite mit PhD-Rankings? u.a. mit Schwepunkten?

    Antworten Melden
    (4/5)   3 Votes
  18. groucho22 03.05.06 09:37

    Unter folgendem Link findest Du ein europäisches Ranking, das an Hand der Veröffentlichungen der Departments in den Top 10 Journals vorgeht:

    http://econ.tau.ac.il/papers/econ_rankings.pdf

    Für das amerikanische Ranking empfehl ich www.usnews.com. Ist aber leider kostenpflichtig, weshalb Du nur die Top3-5 siehst. Wenn Du alle 50 gerankten Departments sehen willst, musst Du zahlen.

    Für England ist auch das Times Good University Ranking und das Guardian Ranking empfehlenswert. Die sind allerdings beide Undergraduate Rankings, sind aber meiner Ansicht dennoch ein ganz guter Indikator für die besten Economics Departments:

    http://education.guardian.co.uk/universityguide2005/table/0,,-5163891,00.html

    http://extras.timesonline.co.uk/gooduniversityguide2005/20economics.pdf

    LG, Groucho

    Antworten Melden
    (4.1/5)   5 Votes
  19. groucho22 03.05.06 09:38

    Ach ja, bezüglich der Schwerpunkte der Departments, das gibts auch bei www.usnews.com, wiederum nur die besten drei bis fünf, Rest ist kostenpflichtig.

    Antworten Melden
    (4.1/5)   3 Votes
  20. MBA_05 03.05.06 17:08

    Das neue Guardian-Ranking ist jetzt online (2006)

    http://education.guardian.co.uk/universityguide2006/0,,1595180,00.html

    Antworten Melden
    (4.4/5)   5 Votes
  21. StefSch 04.05.06 00:38

    guardian etc. ist undergrad... da sind natürlich oxbridge stark. für phd guck nach rankings, die den wissenschaftlichen output messen. z.b. www.econphd.net (und von da gibts auch verweise zu papern, die das behandeln).

    Antworten Melden
    (4.3/5)   5 Votes
  22. Oxana 05.05.06 23:08

    Hallihallo,

    wie sieht es eigentlich mit full awards für EU Studenten als nicht-Residenten von UK.

    Welche Fördermöglichkeiten gibt es noch?
    Gruß
    Oxana

    Antworten Melden
    (4.4/5)   6 Votes
  23. Anonym 11.07.07 21:11

    Moin,

    Ich mache gerade mein Diplom in Mathematik. Danach werde ich eine Stelle als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an meiner Heimatuni am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Institut für Statistik und Ökonometrie antreten. Nach der Promotion würde ich noch gerne einen MBA machen. Ist natürlich noch weit hin, interessiert mich trotzdem. Ist vielleicht nicht die optimale Reihenfolge, aber so ist das Leben. Langfristig sehe ich mich in der Wissenschaft, möchte aber stets unabhängig und flexibel bleiben. Ich erhoffe mir von einem MBA neue Möglichkeiten eventuell in die Wirtschaft zu gehen, im Ausland zu studieren, viele neue Erfahrungen machen zu können und Managementfähigkeiten zu entwickeln, die man in jedem anspruchsvollerem Job gut gebrauchen kann. Meine Frage ist nun:

    Wie stehen die Chancen mit einem Diplom in Mathematik und einem Doktor in Statistik in einem vernünftigen MBA-Programm aufgenommen zu werden? Und läßt sich die etwa dreijährige Arbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter als work experience auslegen oder ist da immer Arbeitserfahrung in der Wirtschaft gemeint?

    Viele Grüße

    Manuel

    Antworten Melden
    (4.1/5)   6 Votes

Disclaimer: Erfahrungsberichte und andere Nutzerbeiträge sind subjektive Erfahrungen einzelner Personen und spiegeln nicht die Meinung der squeaker.net-Redaktion wieder. Beitrag melden.      

  • »Ehrliche, kontrollierte und anonyme Erfahrungsberichte auf squeaker.net sind eine wichtige und sinnvolle Hilfe im Bewerbungsprozess bzw. bei der Auswahl interessanter Arbeitgeber.«

    Was unsere Mitglieder über uns sagen
  • »squeaker.net’s eigener, authentischer Stil, hohe Qualität des Netzwerkes und die Infos sind das Beste.«

    Was unsere Mitglieder über uns sagen
  • »Man sollte sich ein genaues Bild von jeder Firma machen bevor man sich bewirbt. Deshalb habe ich mich auf www.squeaker.net angemeldet.«

    Was unsere Mitglieder über uns sagen
  • »squeaker.net hat mir bei meinem Bewerbungsprozess sehr geholfen, das Insider-Wissen zu den Interviews und Unternehmen ist Gold wert!«

    Aly Zaazoua, Squeaker und angehender Praktikant bei Siemens Management Consulting
  • »Unabhängige Bewertungen und Erfahrungsberichte wie auf squeaker.net sind unbezahlbar.«

    Was unsere Mitglieder über uns sagen