Was tun nach Abi?

Anonym 17.04.02 16:22

Ich suche nach möglichst guten Ausbildungsmöglichkeiten. Was lohnt sich wirklich? Uni? Kombistudium bei einer Firma? Ich will in den Bereich Wirtschaft, bin mir jedoch noch bei weitem nicht im klaren, welche Optionen welche Chancen öffnen.
Ist ein gutes Abi allgemein wichtig?

  1. Glo... 17.04.02 17:09

    Naja,erstmal mußt du ja dienen, oder?
    Gutes Abi ist ja Fachrichtung relevant oder auch nicht - sofern es nicht gerade über 3,2 liegt ;-)
    Ansonsten kann ich von meiner Seite eine Biz School oder ein "Kombistudium" empfehlen - bei beiden Alternativen hast Du den praxusbezug, den Du auch sicherstellen solltest, egal was Du angehst. Versuch auch noch Internationalität mit reinzubringen, sprich Auslandssemester und/ oder Auslandspraktikum!

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  2. Anonym 17.04.02 18:28

    Vorallem wenn du Wirtschaft studieren willst, kann ich mich GlobalPlayer nur anschließen. Hier zählt praxisbezug. Ein kombiniertes Studium oder eine Private Uni (wenn finanzierbar) ist hier wohl der Königsweg um später ein vernünftiges Gehalt einzustreichen.

    ... aber du must halt auch bedenken, daß das eher die stressigere Methode ist und was ganz klar fehlt ist die wissenschaftliche Arbeit. Bei einem Kombistudium wird man schon so von Arbeit und Lernen gesqueezt, daß nicht viel Zeit übrig bleibt um sich in ein interessantes Thema einzulesen und dann darüber etwas zu schreiben.

    Meine persönliche Meinung ist, daß egal wofür man sich entscheiden (nur Studium/erst Azubi dann Studium/Kombilösung), wenn man gut ist, setzt man sich durch und bekommt auch die Entlohung die man dafür verdient...

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  3. DominikW 17.04.02 22:37

    Es muss nicht zwangsläufig eine Private Uni sein, auch staatliche Fachhochschulen bzw. zum Teil auch Unis bieten Studiengänge an, bei denen keine Studiengebühren anfallen und man später das gleiche Gehalt wie ein Absolvent einer privaten Hochschule bekommt. Vorteil dieser Programme (z.B. ESB Reutlingen, EBP Münster, EBS Regensburg,...) ist vor allem, daß Auslandsstudium, Auslandspraktikum und Doppeldiplom mit einer kurzen Studienzeit verknüpft ist. Ein daraus resultierender Nachteil ist der straffe Aufbau des Studiums, in dem es wenige Wahlmöglichkeiten gibt, sowie ein leichtes Defizit im Theorieteil. Kombistudiengänge werden auch immer populärer und angesehener, wobei man da meist die besten Chancen bei dem Unternehmen hat, das dieses Kombistudium anbietet.

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  4. meydo 17.04.02 19:44

    also ich prsönlich kann dir eine Ausbildung zum bankkaufmann empfehlen. wenn man dort nicht gerade als dauer-kassierer eingesetzt wird, sondern auch mal in interessante abteilungen (z.b. Investment Banking, controlling, research, firmenkundenbetreuung) kommt, kann man sich schon einen guten ersten eindruck der arbeit in der wirtschaftwelt verschaffen. auch inhaltlich erhält man eine gute basis in diversen bereichen wie z.b finanzierung, anlage, recht, VWL etc.. eine banklehre ist auch immer gern im Lebenslauf gesehen. was mir persönlich noch sehr viel gebracht hat, ist zu sehen was ich später nicht machen möchte! wenn man mitbekommt wie manch einer jeden tag den gleichen langweiligen kram zu tun hat, wie z.b. ein finanzberater, kassierer, kreditsachbearbeiter..., dann wirkt das schon motivierend sich im Studium anzustrengen (bzw. überhaupt erst studieren zu gehen). außerdem kann man nach einer Ausbildung immer noch alles andere tun, bei einem Studium sieht es meiner meinung nach im Lebenslauf nicht so gut aus, wenn man nach zwei semestern den studiengang wechselt.

    vg
    meydo

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  5. Anonym 17.04.02 20:51

    MUSS man denn so ein Kombiniertes Studium zwangsweise von einer Firma gesponsort bzw. organisiert werden oder kann man das auch in eigene Hand nehmen?

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  6. Anonym 18.04.02 10:18

    Soweit ich weiß, bittet die FOM in Essen ein Abendprogramm an, daß heißt man arbeitet ganz normal, studiert aber abends und am Wochenende.

    Das ist sicherlich eine Möglichkeit das Ganze selber zu stricken.

    Firmenorganisiert ist meiner Meinung nach jedoch der beste Weg, weil man so in der Arbeitszeit nicht bloß Azubi-Jobs sondern auf das Ende der Sudienzeit ausgelegte Arbeiten durchführt. (Wie bekommt man sonst die Möglichkeit als Student Teilzeit z.B. in einem Handelsraum oder Stabsabteilung zu arbeiten)

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  7. kayak 18.04.02 21:59

    An der FOM absolviere ich z.Zt. ein Studium der (Wirtschafts-)Informatik. Kann ich nur empfehlen.
    Du arbeitest ganz 'normal' und besuchst abends Vorlesungen. Da Du Dich für Wirtschaftsrecht interessierst, bist Du dort an der richtigen Stelle. In 6 Semestern kannst Du dort ein Diplom (FH) machen.
    Und eine Anstellung findet sich mit einem Kombistudium recht leicht. Bist halt belastbarer lt. Lebenslauf. Der Stress hält sich aber in Grenzen...

    Gruss aus Essen,

    Kay

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  8. juni_1 18.04.02 08:59

    Eine Private Schule kann ich Dir nicht empfehlen... Meistens ist es da nämlich so, dass Du keine Zeit hast große Praktika zu machen...und erst Recht nicht im Ausland! Wenn dann nur eine Private, bei der Du 100%-tig weisst, dass Du nach dem Studium quasi vermittelt wirst, oder wenn Du Vitamin B hast. So ein Kombistudium ist garantiert besser!

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  9. Anonym 18.04.02 09:28

    Also ich weiss nicht so genau, worauf juni1 sich bezieht wenn es um "grosse" Praktika geht. Ich selbst bin an der EAP, und habe vorher mein Vordiplom an der FU in Berlin gemacht, also quasi eine Mischung aus beidem. Und bin sehr zufrieden damit. Zum einen war ich von den drei Jahren Hauptstudium je ein Jahr in Paris und Oxford, und zum anderen habe ich dort auch 3-monatige Praktika (studienintegriert) gemacht. Immer in der jeweiligen Landessprache. Hm, und wenn Du drei Monate Praktikum als zu kurz empfindest kannst Du immer noch ein Jahr Auszeit nehmen und dann noch "große" Praktika machen. Und innerhalb der Jahr baust Du Dir auch Dein eigenes Netzwerk auf, und kannst ebenfalls auf das Alumninetzwerk zurückgreifen. Ich werde nach dieser Uni (die heute drei Diplome verleiht!) nicht vermittelt, und habe mich durch die Studiengebühren dementsprechend nirgends eingekauft. Ich suche mir meine Praktika selber aus, und auch meinen Berufseinstieg. So sollte es meienr Meinung nach auch sein. Habe auch kein Vitamin B gehabt, und es hat trotzdem funtkioniert.
    Für mich war es die beste Lösung, und ich hoffe, Du findest sie für Dich selber auch.

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  10. Glo... 18.04.02 09:36

    Ich kann mich da Melsta nur anschließen! Wieso man an einer Privatuni keine Zeit für Praktika haben soll, ist mir auch schleierhaft und die Uni, bei der die Absolventen zu 100% "vermittelt" werden, würde ich auch gern mal kennen! Ich denke das Thema Vitamin B durfte i.d.Z. nicht fehlen ...

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  11. juni_1 21.04.02 13:56

    Ich spreche nur aus meiner Erfahrung, die ich um Himmels Willen nicht verallgemeinern will! Bei mir war es nun mal so, dass man keine langen Ferien und auch keine Zeit für ein längeres Praktikum hatte. Deshalb sage ich ja, dass man, wenn man sich schon für eine Private entscheidet, sich genauestens informieren sollte! Zu 100% vermitteln? War nicht die Rede von! Nur ist es bei privaten sehr lobenswert, wenn man dort mehr Kontakte zu Unternehmen erwarten könnte, als woanders! :-)

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  12. Anonym 18.04.02 20:51

    Hm... "Kombistudium bei einer Firma ist besser" ist leicht gesagt, aber ersteinmal da reinkommen :(
    Ich war bis zur 12/2 super faul und mein Schnitt war bei 2.7... damit komm ich nirgends rein. Ich Glaube mein Abischnitt kommt auf 2.2 - 2.3. Aber damit ist ja auch nicht gut Kirschen essen.

    Ich habe noch ein bisschen weitergelesen und mich würde glaube ich das Studium Wirtschaftsrecht interessieren. Würde man mit excellenter studienzeit und herausragenden Studienleistungen da nicht auch attraktiv fuer Firmen sein?

    Besteht als Wirtschaftsjurist die Chance in die Unternehmensberatung zu kommen? (ich weiss nicht wie die anteile Jura/BWL sind)

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  13. kayak 18.04.02 22:03

    Abi ist 'fast' egal. Persönliches Auftreten reicht meist aus. Kannst ja ganz normal eine Ausbildung beginnen und das Studium selbst in die Hand nehmen. Pro Monat zahlst Du 'nur' 250,53 EUR und das 7 Semester lang !!! hört sich viel an, geht aber. Vielleicht zahlt die Firma ja auch die Hälfte. Ist bei mir so. Habe ich nachträglich aushandeln können.

    Kay

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  14. Suesse 19.04.02 01:01

    ... ist so'ne Sache. Es gibt wohl mehrere Möglichkeiten, Wirtschaftsrecht zu studieren: Ganz normales Jurastudium mit entsprechendem Wahlfach im Examen; einige Unis (z.B. Bayreuth) bieten auch eine Art Doppelstudium Jura&BWL an (mit beiden Abschlüssen). Seit kurzem gibt es wohl auch Studiengänge Diplom-Wirtschaftsjurist (z.B. Erlangen) - damit bist du aber kein Volljurist und dürftest z.B. nicht vor Gericht auftreten. Wie Firmen auf diesen Abschluss reagieren, lässt sich wohl noch nicht sagen, weil zu neu - aber bis du fertig bist... ;-) Oder eben BWL mit Recht als Schwerpunkt. - Wie die Gewichtung Jura / BWL im einzelnen ist, hängt also ganz davon ab, welchen Weg du wählst und ist sicher von Uni zu Uni auch nochmal verschieden. Am besten mal die entsprechenden Uni-Homepages durchstöbern!

    Wenn du mehr zum Jura-Schwerpunkt tendierst, würde ich eher ein klassisches Jurastudium empfehlen als irgendeinen Diplomstudiengang, da der Abschluss einfach akzeptierter ist. Mit einem 2.3-Abi sollte das kein Problem sein und Gestaltungsmöglichkeiten für einen wirtschaftlichen Schwerpunkt gibt es genug (Seminare, Wahlfach, Praktika...).

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  15. Suesse 19.04.02 01:03

    Ach ja... wenn du Jura unbedingt an einer Privatuni haben willst: Bucerius Law School in Hamburg.

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  16. Glo... 19.04.02 08:43

    ... die ist wirklich gut!

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  17. Anonym 19.04.02 09:56

    Hm, ich habe zwar auch gehört, dass die Bucerius Law School richtig gut sein soll - aber worauf ist das denn begründet? Soweit ich weiss, gibts noch keine Absolventen. Und daher kann man doch nicht so viel sagen über die Qualität der Schule (oder doch?). Ausser natürlich, dass sie von der Struktur und vom Aufbau her vielversprechend ist.

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  18. mac... 19.04.02 10:21

    Mich haben die Ansprueche der Law School schon ueberzeugt.

    Zwischen meiner ersten und zweiten LK-Klausur (ERGO: am 01.05.) werde ich am Aufnahmetest in Bonn teilnehmen - schreibe mir eine quick message, und ich werde Dir dann mitteilen, wie es sich mit dem test verhaelt.

    Ich muss aber auch anmerken, dass mein Unifavorit immer noch die Universitaet Witten/Herdecke ist und ich definitiv sehr hoffe, dort aufgenommen zu werden.
    Meine Interessen decken sich uebrigens mit den Deinen: Wirtschaft + ein wenig Sekundaerinteresse fuer Recht, aber auch fuer Philosophie.

    St. Gallen waere vor diesem Interessenhintergrund natuerlich auch eine sehr namhafte Alternative ...
    ... it's up to you !

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  19. mac... 19.04.02 10:25

    Gott, bin ich dicht ! ;)

    Falscher Bezug: Also == WER AUCH IMMER mehr ueber das Aufnahmeverfahren an der Law School erfahren moechte, kann sich gerne bei mir melden.

    Und wer auch immer sich fuer Wirtschaft (und einiges darueber hinaus interessiert), sollte ich Witten und St. Gallen antun ;-) So.

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  20. Suesse 19.04.02 14:12

    @ melsta: Dazu kommt noch, dass sie es wohl geschafft haben, sich sehr renommierte Profs zu angeln; die relativ kleine Studierendenzahl ist sicher auch positiv. - Insgesamt bin ich eher skeptisch: Letztlich ist ein (Jura-)Studium genau das, was man selbst daraus macht und vergleichbare Möglichkeiten bieten die öffentlichen Unis durchaus, man muss sie nur nutzen (und evtl. ein wenig mehr Eigeninitiative zeigen)!

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  21. Glo... 19.04.02 14:35

    Genau das ist der Punkt - warum diese zeigen, wenn sich auch Unis um einiges mehr kümmern, als die große Masse?

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  22. mac... 19.04.02 14:40

    Global Player,

    es gibt Persoenlichkeiten, denen man eine Zeitlang ihres Lebens diese Eigeninitiative abnehmen kann, damit sie diese spaeter im Job umso besser demonstrieren koennen.
    Aber es gibt auch Wannabe-Businessmodels, die ihre Unfaehigkeit hinter der Reputation einer Privatuni verstecken und dann vier Jahre lang durchlernen, nur um nicht aufzufallen.

    Es fragt sich, welchem Personalchef dieser subtile Unterschied auffaellt ...

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  23. Glo... 21.04.02 12:22

    Eine berechtigte Frage nach dem "subtilen Unterschied" - der eine erkennt es, der andere nicht! Kommt drauf an welche Position in einem Unternehmen zu besetzen ist und welche Anforderungen zugrunde liegen!

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  24. Anonym 19.04.02 15:13

    Hallo Suesse,
    ich wollte eigentlich auch nur damit sagen, dass die Ausgangsbasis der Law School sich auf jeden Fall vielversprechend anhört, ich jedoch mit einem konkreten Urteil eher warten würde, bis die ersten Absolventen da sind. Das ist alles. Und natürlich ist letztendlich wirklich relevant (genau wie Du sagst), was man aus seinem Studium selbst macht...

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  25. Suesse 19.04.02 17:03

    Wollte dich eigentlich eher ergänzen als dir zu widersprechen. Ich teile deine Einschätzung - ebenso wie die von macb3th, was die wannabes betrifft...

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