theoretische vs. praktische Diplomarbeit

Squeezer 30.09.05 11:24

Hallo squeaker!


Wie ist Eure Meinung zum Thema theoretische vs. praktische Diplomarbeit?

Vielleicht kann der/die ein oder andere die gesammelten Erfahrungen darstellen. Wie sieht's aus Eurer sicht mit der Aussage "theoretische nur fuer Uni-Absolventen; praktische fuer Uni, FH, BA"

Wer von Euch hat eine theoretische, wer eine praktische Diplomarbeit geschrieben, und was hat Euch dazu bewegt / veranlasst?

  1. Anonym 01.10.05 00:09

    Hallo Squeezer,

    meiner Meinung nach gilt: der Mix machts! Zumindest ist das der optimale Fall. Wenn Du in der Diplomarbeit zeigen kannst, dass du theoretisch fundiert und wissenschaftlich arbeiten kannst, und dann noch anhand einer (nicht ganz trivialen) Implementierungsaufgabe Deine praktischen Kenntnisse anwenden kannst, finde ich das persönlich optimal. Zumidest empfand ich das bei meiner DA als gute Kombination.

    Die Gefahr bei "gemixten" DA's ist allerdings, dass nichts richtig tiefgreifend gemacht wird. Das ist dann natürlich auch nichts.

    Zum Thema Uni-FH: Tendenziell bekommen FH-Studenten eher praktische Diplomarbeiten machen. Das liegt aber schlichtweg an der meist sehr praktisch ausgerichteten FH. An Unis wird hier deutlich mehr verlangt. Aber auch da gibt es Unterschiede abhängig vom Prof, den Forschungsaktivitäten etc.

    Was ich auch noch raten würde: mache keine DA, die nicht Deinen Neigungen entspricht! Im Laufe der Zeit bekommt man ja schon mit, was einem eher liegt. Man tut sich sehr schwer, wenn man dem nicht folgt und kann meist nicht zeigen, was eigentlich in einem steckt.

    Viele Grüße!

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  2. Squeezer 01.10.05 13:49

    Hallo luckyone,


    danke für Deinen Beitrag! Wie stehst Du zu der Thematik, dass die Schreiber von praktischen Diplomarbeiten, während sie diese schreiben, zumeist auch praktisch in einem Unternehmen, Verband, Organisation oder Institut tätig sind und auf diese Weise zusätzliche Erfahrungen sammeln kann. Während jemand der sich für eine theoretische Diplomarbeit entscheidet doch eher "im stillen Kämmerlein" sitzt.

    Wie beurteilen Deiner Meinung nach potentielle spätere Arbeitgeber dieses Thema?

    Ich freue mich auf weitere interessante Beiträge!

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  3. Anonym 02.10.05 14:12

    Hallo Squeezer,

    Zum Punkt 1: Meiner Meinung nach kann man praktische und theoretische DAs nicht jeweils über einen Kamm scheren. Sicher ist eine theoretische DA, in der z.B. Recherche eine Rolle spielt, eher einmal eine zurückgezogenere Phase nötig. Gerade bei theoretischen Arbeiten ist es dann aber wichtig, sich mit anderen auszutauschen und deren Meinung zu hören.
    Auch bei praktischen Arbeiten (bei Informatikern meist Prohrammieren) gibt es immer einen Zeitraum, in dem man mal nicht gestört werden will.

    DAs in einem Unternehmen sind immer ein gewisses Risiko. Ich selber habe meine DA in einem großen Unternehmen geschrieben, aber immer darauf geachtet, dass ich zwischendurch auch mal an der Uni präsent war. Wenn Du bei einer externen DA nicht relativ sicher sein kannst, wie die Verhältnisse im Unternehmen sind, dann kann es evtl. später mühsam werden, z.B. wenn Du nicht Die Zeit hast, in der Du Dich voll auf die DA konzentrieren kannst. Hast Du aber bereits jetzt einen Nebenjob in einem Unternehmen, der Dir gut gefällt, und es bietet sich die Möglichkeit zu einer geeigneten DA, dann würde ich eher extern machen. Dann bist Du in ein Team eingebunden, hast z.B. einen eigenen Arbeitsplatz etc. Das kann eine DA an der Uni/FH nicht bieten.

    Zu Punkt 2: Wenn Du nach der DA einen Job in der Wirtschaft anstrebst, dann ist eine externe DA sicher nicht negativ - vorausgesetzt, das Unternehmen und die Inhalte stimmen. Eine DA in einer 2-Mann-Firma wird dagegen wohl eher als Einsatz einer billigen Arbeitskraft angesehen. Noch ein Vorteil einer externen DA: Du kannst Dich mit Deiner Arbeit ggf. als zukünftiger Mitarbeiter empfehlen.

    Aber immer im Hinterkopf behalten: Eine "schlechte" externe DA ist zehnmal schlimmer als eine gute DA an der Uni-

    Viele Grüße

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  4. aug... 06.01.06 16:29

    Das hängt in erster Linie von deinen Stärken ab.

    Ich würde die Unterscheidung aber grundsätzlich anders gliedern.

    Will ich die DA an einem Institut an der Uni oder in einem externen Unternehmen schreiben.

    Ich persönlich habe bereits zwei DA verfasst. Meine erste war eine theoretische DA bei einem Automibilhersteller. War zwar theoretisch, endete aber auch mit einem Jobangebot. Meine zweite DA war eine praktische Arbeit bei einer Unternehmensberatung. Da kam auch ein Jobangebot.

    Haette ich jedoch am Institut geschrieben, wäre nur schwer ein Jobangebot gekommen, weil ich nicht promovieren wollte und somit die ganze Sache keinen Sinn gemacht hätte.

    Trotzdem gibt es an einem Institut auch praktische Arbeiten, da viele Institute Kooperationen mit Unternehmen haben.

    Von daher:
    Willst du an der Hochschule bleiben, dann schreibe am Institut um zu promovieren oder ein Fachgebiet zu haben.
    Willst Du nach der DA arbeiten (wenn möglich sofort), dann schreibe im Unternehmen.
    cu
    maik

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