Bachelor unzureichend?

Squ... 12.08.14 19:16

Laut dem Artikel der karriere.de sind viele Bachelor-Studenten mit dem Bachelor unzufrieden und wollen/müssen noch einen Master machen:
http://www.karriere.de/studium/was-studenten-am-bachelor-nervt-167019/

Wie seht ihr den Bachelor? Meint ihr er reicht um einen attraktiven Job zu bekommen? Oder muss ein Master sein?

  1. Squ... 30.09.14 10:27

    Hallo Daniel,

    Ich finde deine Frage sehr interessant und mich beschäftigt das Thema auch schon seit längerem, weswegen ich deinen Post hier einfach mal aufgreife.
    Aus meiner Perspektive ist der Bachelor ein vollkommener Abschluss und daher "ausreichend" für einen erfolgreichen Karrierestart.... Zumindest sollte er das sein. In Wirklichkeit wird allerdings häufig immer noch mit unserem alten Hochschulsystem verglichen, auch wenn das Pauschal nicht möglich ist. Ich finde dass es ein riesiger Vorteil ist, dass man bereits nach 3 Jahren einen akademischen Abschluss in der Tasche hat und dann direkt mit arbeiten anfangen kann. Der Master kann ja ggf. nachgeholt werden.
    Außerdem wird das Studium dadurch international einheitlicher, was ich als sehr positiv erachte, vor allem für Studenten, die einen internationalen Abschluss/Karriere ansteuern.

    in dem unten aufgeführten Artikel der Süddeutschen Zeitung geht es um die vermeintlichen Schwächen des Bachelors und darum, dass ein Master-Abschluss von den meisten Studenten favorisiert wird, da es sonst schwer sei eine gute Position zu finden.
    Mich würde interessieren, was der Rest der squeaker.net-Community darüber denkt? Vielleicht sind auch noch ein paar Bachelor-Absolventen aktiv, die ihre Erfahrungen vom Berufseinstieg mit uns teilen können?


    Link zum Artikel: http://www.sueddeutsche.de/bildung/hochschul-abschluss-die-schwaechen-des-bachelor-1.2144576

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  2. Tho... 30.09.14 18:07

    Hallo auch,

    ich habe da eine etwas gespaltene Meinung zum Bachelor. Während meines Studiums hatte ich noch den direkten Vergleich zwischen Bachelor und Diplom. Die Hochschule hat in einigen Studiengängen den Inhalt des Diploms zusammengestrichen und dann mit einem Bachelor als Abschluss versehen, dabei sind dann eben einige Fächer auf der Strecke geblieben.
    Und ich denke genau in diesem Zusammenstreichen liegt das Problem mit vielen Bachelor-Abschlüssen. Wenn die Transformation gut und durchdacht durchgeführt wurde ist der Bachelor ein vollwertiger Abschluss mit dem jeder befähigt ist entweder in den Beruf zu starten oder sich für einen Master zu entscheiden. Wenn aber nur ein anderer Name drauf steht und der Inhalt zusammengestückelt ist dann bleibt natürlich der Eindruck das irgendetwas fehlt. Und das hat wohl jede Hochschule etwas anders gehandhabt, die eine besser und die andere schlechter.

    Generell bin ich der Meinung dass das Studium das Handwerkszeug liefert und auch nicht alles was man theoretisch wissen sollte vermitteln kann: Man erhält in den ersten drei bis vier Semestern die Grundlagen beigebracht und die höheren Semester vertiefen das ganze dann.
    Dabei ist es unerheblich ob das Studium jetzt drei oder vier Jahre dauert. Jeder von uns der in den Beruf gestartet ist oder am Ende seines Studium ist hat Zweifel ob das was man gelernt hat reicht; ich denke da geht es Diplom, Bachelor und Masterabsolventen gleich.

    Sicherlich müssen die Unternehmen auch ihren Teil beitragen und sich mit dem Abschluss und seiner Einstufung beschäftigen, aber es wie in dem Artikel etwas pauschal zu sagen ( oder einem beim Lesen das Gefühl zu vermittlen), dass Bachelor nur ein halbes Studium ist und ohne Master nichts wert ist oder nur zu schlechten Jobchancen führt finde ich etwas übertrieben.

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  3. Squ... 01.10.14 20:13

    Hallo zusammen,

    den Punkt mit der Internationalen Vereinheiltlichung, den du nanntest Florian sehe ich auch als absoluten Vorteil des Bachelor/Master Systems. Durch den Bachelor ist es mitlerweile wirklich erleichtert worden, einen Master im Ausland zu absolvieren, dies wäre früher warscheinlich nicht so leicht. Auch Arbeit im Ausland, direkt nach dem Abschluss ist nicht mehr sehr unüblich.
    Thomas du hast sicher recht damit, dass die Unternehmen sich noch mehr mit dem Abschluss beschäftigen müssen. Einige Unternehmen bieten ja auch schon eine Art "pre Master" programme an bei dennen man nach dem Bachelor einsteigt, 1-2 Jahre Berufserfahrungen sammelt und dann den Master macht. Wenn das Unternehmen die Kosten für den Master dann auch noch übernimmt ist das für den Absolventen sicherlich optimal.

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