Einführung von nachgelagerten Studiengeühren

Squ... 21.10.14 15:35

Hallo Squeaker;)

Laut einem Artikel der SZ fordert die Hochschulrektorenkonferenz die erneute Einführung von Studiengebühren. Aufgrund der angespannten Lage der Haushalte der Bundesländer wäre dies notwendig.
(http://www.sueddeutsche.de/bildung/vorstoss-zu-neuen-studiengebuehren-akademiker-sollen-fuers-studium-zahlen-1.2176671)

Was haltet ihr davon? Ein Vorschlag den auch die Hochschulrektorenkonferenz etwas abgewinnen kann ist die Idee von nachgelagerten Studiengebühren. Dabei soll das Studium vorerst kostenlos sein und später wenn der ex Student gut verdient soll er einen Teil seines Einkommen an die Universität abgeben.
Wie findet ihr die Idee? Ist es für euch in Ordnung wärend des Studiums kostenlos zu studieren, aber später ein Teil eures Einkommens an die Universität zurück zu zahlen?

  1. Squ... 05.12.14 10:35

    Hallo Community,

    Ich habe heute eine kurze Meldung bei T-Online gelesen, weswegen ich den Blogpost noch mal aufleben lassen wollte.
    Hier die Kurzmeldung:
    http://www.t-online.de/regionales/id_72049848/studenten-fordern-beteiligung-an-debatte-um-hochschulfinanzen.html

    Die Studierenden fordern, dass sie sich mit an den Tisch setzen dürfen wenn es um Hochschulfinanzen geht. Was haltet ihr davon?
    Mangelt es bei uns an Mitspracherecht? Und denkt ihr, dass wir oder unsere Vertreter überhaupt ernst genommen werden würden?

    Viele Grüße
    Florian

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  2. Squ... 06.12.14 17:34

    Hallo Florian,

    ich halte das für eine sehr gute Idee. An der Amerikanischen Hochschule an der ich studiert haben, wurde Studenten auch die Möglichkeit gegeben mit zu entscheiden was mit den Studiengebühren (die in Amerika bekanntlich ja recht hoch sind) passieren soll. Dadurch sollten die Gelder schon ehr auch wirklich den Studenten zugute kommen.
    Aktuell bin ich auch der Meinung das es zu wenig Mitspracherecht für uns Studenten gibt.

    Viele Grüße
    Daniel

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  3. Squ... 31.10.14 18:02

    Hallo squeaker.net-Community,

    ich möchte nochmals den Blogpost hier aufrufen, da ich heute einen interessanten Artikel in der Süddeutschen Zeitung gelesen habe. Demnach sollen bis 2020 zusätzlich 25,3 Milliarden Euro für unsere Hochschulen bereitgestellt werden.
    Mich würde interessieren, was ihr davon haltet? Ist es ein Schritt in die richtige Richtung oder nur ein Tropfen auf dem heißen Stein?

    Ich persönlich finde außerdem, dass diese Unterstützung Studiengebühren überflüssig macht. Denkt ihr, dass die Rektoren weiterhin die Wiedereinführung von Studiengebühren fordern oder seit ihr der Meinung, dass diese weiterhin mehr Geld fordern werden?

    Link zum Artikel: http://www.sueddeutsche.de/bildung/finanzielle-unterstuetzung-fuer-hochschulen-mehr-geld-mehr-studienplaetze-1.2198690

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  4. Squ... 23.10.14 14:24

    Hallo Daniel,

    das wohl bekannteste Beispielland für dieses System ist Australien. Und hier heißt der Ergebnis: „Students pay more, universities get less, the government pockets the difference“. Die finanzielle Situation australischer Hochschulen hat sich nicht verbessert, da der Staat weniger investiert. Der Staat entzieht sich seiner Finanzierungsverantwortung.

    Außerdem ist ein akademischer Abschluss keine Garantie für ein höheres Einkommen. Lediglich das "Durchschnittseinkommen" ist höher. Und würde man die Gebühren für den angehenden "Facility Manager" und "Investmentbanker" unterschiedlich hoch ansetzen, verletzt man wiederum die Gleichheit.

    Vielmehr sollte der Staat durch ein effektives progressives Steuersystem genügend Staatseinnahmen generieren, um seiner Bevölkerung eine gute Bildung zu ermöglichen.

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  5. Squ... 23.10.14 18:13

    Vielen Dank für eure Beiträge Marvin und Florian.

    Bei einem progressiven Steuersystem mit genügend Staatseinnahmen ist, denke ich, leider das Problem das Politiker sich bei der Verteilung der Staatseinnahmen auf ihre größten Wählergruppen konzentrieren... und das sind ganz oben erstmal Rentner und angehende Renter.... Studenten sind leider weit unten....

    Meiner Ansicht nach sollte sich der Staat im Falle von nachgelagerten Studiengebühren nicht sonderlich viel einmischen.
    Ein Student zahlt über einen gewissen Zeitraum 2%(als Beispiel) seines späteren Jahreseinkommen (was dann für die Gehaltsunterschiede zwischen "Facility Manager" und "Investmentbanker" denke ich i.O. ist) an die Universität direkt ohne das der Staat dazwischen steht und die Hand aufhält... dadurch wird auch ein hoher Anreiz für die Uni geschaffen Studenten auszubilden die auch auf dem Arbeitsmarkt gebraucht werden und dementsprechend ein gutes Gehalt bekommen. Und nicht so wie es derzeit den Anschein hat, hauptsache jedes Jahr erhöht sich die Anzahl der Studienabsolventen...
    Florian du hast sicher recht das der Satz nicht zu hoch sein sollte...
    Außerdem müsste, in meinen Beispiel, dafür gesorgt werden das die Unis dann nicht nur "Investmentbanker" mit zukünftig hohen Gehalt sondern auch "Facility Manager" ausbilden wollen...

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  6. Squ... 22.10.14 18:50

    Hallo Daniel,

    Also direkte Studiengebühren wieder Zahlen zu müssen, würde ich von vorn herein ausschlagen. Da "Wissen" der einzige Rohstoff ist, der Deutschland zur Verfügung steht, sollte man dies weiterhin kostenfrei anbieten.

    Den einzigen Kompromiss, den ich als Möglichkeit erachte, bezieht sich auf deine Frage mit der nachträglichen Entrichtung der Studiengebühren. Allerdings würde ich auch hier nur einen sehr geringen Satz akzeptieren. Bildung in Deutschland sollte weiterhin kostenlos bleiben.

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