Bain oder Monitor?

vux... 19.04.06 21:38

Hi,
gibt es hier vielleicht Leute die erste Hand Erfahrungen mit beiden Unternehmen haben?

Ich habe zwar noch kein offer von Bain oder Monitor, koennte aber bald soweit sein...

Bain ist sicherlich bekannter, Monitor ist aber ziehmlich flexibel und extrem global orientiert was mir gefaelt.

Ich denke auch daran in ca. 2 Jahren einen MBA oder PhD zu machen (Top US Schools). Deshalb, wuerde es einen Unterschied machen ob man von Monitor oder Bain kommt?

Was sind eure Meinungen?

  1. groucho22 20.04.06 17:30

    Hallo vuxvux!

    War zwar bei keinem von beiden beim Interview, aber was den internationalen Ruf angeht, sind beide Unternehmen sehr stark. Bain hat sicher die stärkere Brand (gehört zu den Top3 Strategen mit McK und BCG) und ist Deutschland schon etablierter (starkes Wachstum in den letzten Jahren, nur BoozAllen und Mercer sind von den Strategen in der Flautezeit noch stärker gewachsen).
    Monitor ist international die Nummer 5 (dem vault.com Ranking zufolge) und ihnen wird laut Höselbarth Lay Index auch ein starkes Wachstum in Deutschland zugetraut (derzeit ca. 25 Mio. € Umsatz, Bain bei 130 Mio., Stand 2004). Monitor ist meinem Eindruck nach etwas familiärer, weil sie in Deutschland noch sehr klein sind, aber auch Bain ist für eine sehr starke Unternehmenskultur bekannt.

    Was die Chancen auf einen MBA/PhD an der Top School angeht, zuerst einmal folgendes: PhDs an den Top Schools in den USA und UK sind REINE Forschungsprogramme und werden auch sicher nicht von Beratungen gesponsert, weil das Programm mind. 4 Jahre dauert und Dich nicht auf die Privatwirtschaft, sondern auf einen Job an der Uni vorbereitet. Außerdem nehmen Dich die Business Schools auch gar nicht auf, wenn Du nach dem PhD nicht Forschung machen willst.
    Solltest Du Dich für die Forschung interessieren, ist es sicher ein typischer Lebenslauf ein paar Jahre Beratung zu machen und dann einen PhD, wenn man deutlich macht, dass man auf die Uni will. Dann bekommt man auch tolle Stipendien (Übernahme der Studiengebühren + 20 - 25k $ Lebenshaltungskostenzuschuss). Demnach sind die Aufnahmekriterien aber noch härter als beim MBA (an den Top Business Schools 3-5% Aufnahmeraten, im Vergleich dazu liegen die MBA Quoten bei 10-15%).

    Soviel zum PhD, ich glaub aber, dass Dich eher der MBA interessiert. Bain gibt auf der Hopmepage recht klare Informationen über das Sponsorship von MBAs und Doktoraten (Doktor aber im deutschsprachigen Raum!!). Soweit ich weiß übernimmt Bain die gesamten Studiengebühren.
    Auf der deutschen Homepage der Monitor Group (www.monitor-group.de) wird auch angedeutet, dass beim MBA Unterstützung angeboten wird, ich weiß aber nicht wie die genau aussieht.
    Was aber die Aufnahme an den Top Business Schools angeht, sind sicherlich Berater beider Firmen gerne willkommen, weil Monitor wie gesagt in den USA einen sehr guten Ruf genießt (natürlich besonders in Harvard, weil Michael Porter als Mitbegründer von Monitor dort Professor war und die Firma ihren Sitz in Cambridge hat).

    Ich würd einfach schauen, dass Du bei den Interviews dort bestehst, Dir ein Bild machst und vor allem nachfragst, wie die Unterstützung für einen MBA genau aussieht.

    Du kannst ja auch mal auf www.vault.com schauen, da gibst über beide Firmen sehr viel Informationen.


    Ich wünsch Dir auf jeden Fall alles Gute!

    LG, Groucho

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  2. MBA_05 20.04.06 19:12

    @Groucho:
    so ein Schwachsinn-die meisten Beratungen in Deutschland foerdern den Erwerb eines PhD durch Sabbatical-ueber den Sinn eines Doktortitels kann man sich streiten, aber gerade in Beratungen ist er sehr oft erwuenscht!

    Abgesehen davon nehmen dich die Business Schools sehr wohl fuer PhD-Programm auf wenn du danach nicht in die Forschung willst (weiss das aus eigener Erfahrung, da ich mich in dieser Situation befinde). Desweiteren dauert PhD in den USA nicht mindestens 4 sondern eher 3 Jahre.

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  3. groucho22 20.04.06 22:10

    1) Hab nicht gesagt, dass Beratungen keinen Doktor fördern, im Gegenteil, hab ich sogar erwähnt, allerdings nicht im englischsprachigen Raum.

    2) Schau mal auf die Homepage der HBS oder GSB Stanford, Chicago, Columbia etc. und studier mal das PhD Programm. Dort wirst du dann auch sehen, dass an den Top Business Schools ein PhD mind. 4 jahre dauert.
    Des Weiteren wirst Du sehen, dass sie Dich dort nur aufnehmen, wenn Du danach Forschung betreiben willst, vornehmlich an Universitäten, in Ausnahmefällen auch an privaten Instituten (am besten, lies mal die FAO durch).
    Schau Dir auch ruhig mal an, was die Alumni von PhDs an den Top Schools machen und Du wirst wiederum sehen, dass mind. 90 % in die Forschung gehen.
    Natürlich gibt es immer wieder Fälle, die sich dann durch die Gehälter der Privatwirtschaft verleiten lassen, aber das passiert sehr selten.

    3) Natürlich bringt Dir der Doktor etwas bei Beratungen, aber der Punkt ist (den ich schon öfters versuche klar zu machen, aber Du bist der einizige, der es nicht zu kapieren scheint): PhDs im englischsprachigen Raum (UK mind. 3 Jahre, US mind. 4 Jahre) sind FORSCHUNGSPROGRAMME.

    Und da kannst Du noch so oft was anderes posten, aber auf Grund Deiner Meinung werden sie das System nicht ändern. Zum Glück!

    4) Und noch was an Dich persönlich und das ist das einzige und letzte Mal, dass ich auf eines Deiner Postings antworte:
    Du scheinst ja echt nur Unsinn zu erzählen und den anderen hier nur Flauseln in den Kopf zu setzen. Wenn Du Deine Meinung mitteilen willst, mach das ruhig, aber verwechsle es nicht mit den Fakten, weil es hier Leute gibt, die ernsthaft um Rat Fragen und auch ernsthafte Antworten haben wollen.

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  4. MBA_05 20.04.06 23:12

    Den Unsinn erzaehle nicht ich, denn ich kenne MBA und PhD nicht NUR von der Homepage der Business Schools wie die meisten anderen auf diesem Forum.

    zu 2) was Harvard usw. betrifft: wenn man einen MBA an gewissen anerkannten Unis schon vorweisen kann dann dauert der PhD nur 3 Jahre, weil man nicht alle quant. and qualitativen Research methods Kurse durchlaufen muss. In UK dauert PhD (full-time) DEFINITIV nur drei Jahre, es sei denn man laesst sich 10 jahre zeit und wird nicht aus dem Programm gekickt.

    zu 3) ich bestreite nicht dass ein PhD ein Forschungsprogramm ist aber was man danach damit macht ist jedem selbst ueberlassen. Desweiteren kommt es auch auf das Thema deiner Doktorarbeit an.

    zu 4) ich bin hier nicht der allgemeine Verteidiger eines PhD-vielmehr wuerde ich sogar den meisten davon abraten weil es in der Tat eine sehr theoretische und langwierige Angelegenheit ist. Nichtsdestotrotz habe ich eine Meinung und die werde ich auch weiterhin posten also fick dich

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  5. MBA_05 21.04.06 20:37

    und was Punkt 2) und die naechsten Karrierestationen von PhD-Absolventen betrifft empfehle ich folgende Studie im Auftrag des 'Guardian' (2004):

    http://education.guardian.co.uk/higher/postgraduate/story/0,,1322108,00.html

    Postgrads choose industry over academia

    Press Association
    Thursday October 7, 2004


    More than half of PhD students turn their backs on the academic life and head for Jobs in industry, according to a report today.
    The study analysed data for about 4,700 UK PhD students and found that 52% left academia after gaining their qualifications.

    The figures raised fears over the future supply of academics in British universities, the Times Higher Education Supplement reported.

    The report's author, Ellen Pearce, from the UK Grad Programme, told the paper: "The figures will raise serious issues about how universities retain PhD students and sustain the teaching base of UK universities."

    About 60% of students gaining PhDs in engineering, physical and biomedical sciences left academia.

    The study also found that a PhD greatly enhanced a Student's job prospects, and about three-quarters were in work after six months.

    This compares with 61% of those with first degrees finding employment six months after graduating.

    Ms Pearce said: "We interviewed employers from different sectors and found them to be highly enthusiastic about PhD students.

    "It is clear that PhD students have a high value in the market."

    More women are now taking PhDs than in the past - the proportion rose from 40% in 1999 to 46% in 2003, the report found.


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  6. vux... 22.04.06 02:56

    Danke Groucho fuer deine ausfuerhliche Antwort. Danke auch an dich MBA05

    - Jungs, immer mit der Ruhe...

    Also ich habe meine DiplA. im Silicon Valley geschrieben, mein Betreuer ist von Stanford. Ich war daher auch viel an der GSB.

    In den USA geniesst Monitor wiegesagt einen sehr guten Ruf - ich wollte mir ein Bild darueber machen, was die Studies in der Heimat so von Monitor halten. Als ich noch in Deutschland war, kannte ich Monitor naehmlich gar nicht!!! Erst meine Stanford Kumpels haben mich auf Monitor aufmerksam gemacht...

    Was die PhD/MBA Debatte angeht, wuerde ich eher Groucho zustimmen. An den Ivy League Schools ist das Phd Programm sehr stark strukturiert und 4/5 Jahre lang. Danach folgt normaler Weise eine Unikarriere - natuerlich gibt es Ausnahmen!!!

    Ich wollte erfragen, ob es bei den "Recruitern" von der Uni einen Unterschied macht, ob man von McK, BCG, Mon, Bain kommt (fuer MBA), oder ob das alles eine Sache ist. Mir ist klar, dass ich darauf keine klare Antwort kriegen kann - dachte vielleicht hat jemand hier aber persoenlich Erfahrung damit, oder hat was von jemanden gehoert...

    vault.com kenne ich auch - ziehmlich gross in den USA...

    Also beste Gruesse (aus Vancouver zur Zeit...)!

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  7. ste... 28.04.06 21:25

    Dazu fällt mir zunächst nur ein, was der Volksmund sagt:

    Wer naehmlich mit H schreibt,
    ist dämlich.

    Sorry, konnte ich mir nicht verkneifen ;-)

    Aber im Ernst, wer in Stanford studiert und seine Diplomarbeit in den USA geschrieben hat, braucht sich um eine Anstellung bei den Top-Beratungen keine Sorgen zu machen...

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  8. vux... 08.05.06 11:13

    jaja deutsche Sprache schwere Sprache...habe mich schon zu sehr an spell checker gewoehnt ;-)

    ich mache mir ja keine Sorgen - geht eher darum die richtige Wahl zu treffen. werde mich im Endeffekt danach entscheiden wo mir das Umfeld/Leute am besten gefallen...

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  9. tde... 11.06.06 15:37

    haha das ist ja witzig stanford graduates mit einer monitor empfehlung ;)
    (monitor-hbs)

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