klein vs groß

GeorgP 12.06.07 22:43

Hallo

Ich möchte gern nach meinem Studium in der Consultingbranche arbeiten und bin z.Zt. auf der Suche nach dem geeigneten Unternehmen.

Vorne weg gesagt, ich habe nur einen FH Abschluss, dass heißt die ganz großen, welche nur Uniabsolventen nehmen, scheiden sowieso aus...

Und zwar möchte ich gern wissen, wo ich besser aufgehoben bin.

1) Bei einer größeren Unternehmensberatung mit weltweit 10000 Mitarbeitern. Sind aber in dem Fachgebiet wo ich hinwill nur leicht verteten...

2) Bei einer kleinen Beratung mit 400 MA weltweit, sind aber dafür in diesem Fachgebiet spitze.

Nun Frage ich mich, was bringt mir eine gute Firma (Fall 2), wenn den Namen kein Arsch kennt. Oder was bringt mir ein spitzen Name (Fall 1) im Lebenslauf, wenn die in diesem Bereich nicht so dolle sind.

Was mich so von Fall 2 abschreckt ist die Angst, dort auf GEIZ IST GEIL zu treffen. MA werden nur sehr wenig geschult (Zuschüsse zu Schulungen kommen selten vor); das Auto fällt in die Polo-Klasse, statt einem Blackberry gibts nur ein einfaches Handy und der Flug wird mit der Hühnerklasse gebucht...

Also ich habe folgende Überlegung. Und würde mich super freuen, wenn ihr mir sagen könntet, ob ich da richtig oder falsch mit liege. Und zwar habe ich mir überlegt, bei der Möglichkeit 1 anzufqnge, dort 2 Jahre zu arbeiten und dies als Basis nehmen. Danach einen MBA machen und dann weiter sehen...

Oder was würdet ihr mir raten???

Danke & besten Gruß

  1. MaMatt 12.06.07 23:23

    ach wie ich diese, auf heimlichtuerei, verfassten
    Posts doch verachte!
    Könntest du nicht einfach sagen um welche
    Firmen es sich handelt?? Vielleicht ist der kleine
    Laden nicht so unbekannt...

    Zu deiner Frage-- den Großen ausnutzen ist
    gang und gebe, würde ich also in deinem Falls
    durchaus so machen. Aus deinem Post geht
    nicht heraus ob du den MBA von der Firma
    gezahlt bekommst... wenn ja dann mach es so,
    wenn nein dann kannst du auch gleich beim
    kleinen einsteigen!

    Im Prinzip hängt alles von deinem "großen", ich
    möchte es mal, 5 Jahresplan nennen.
    Wenn du schlußendlich bei einem Großen landen
    willst, dann ist der Einstieg bei einem kleinen
    (unbekannter Name) nicht sehr schlau.
    Wenn dich aber nur das Sachgebiet interessiert
    (lobenswert!!) dann sch*** auf den Namen!

    Noch eins zum MBA, gehe ich Recht in der
    Annahme davon aus dass du ein wirtschaftliches
    Studium hast? Darf ich dann Fragen was dich
    dazu bewegt einen MBA zu machen?

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  2. GeorgP 13.06.07 09:08

    Hallo MaMatt

    Danke dir für deine Antwort und ganz großes SORRY. Natürlich kann ich die Namen der Häuser sagen, versteh auch gar nicht, wieso ich es nicht schon gestern geschrieben habe. War wohl etwas spät... :)

    Also bei dem großen handelt es sich um so Häuser wie Steria-Mummert (und ein paar andere die in etwa in dieser Liga spielen) und bei den kleinen um 4flow, Miebach Logistik, Barkawi, etc.
    Bekannt???

    Den MBA werde ich bei den kleinen bestimmt nicht bezahlt bekommen. Bei den großen bestimmt auch nicht ganz, könnte mir aber gut vorstellen, dass die es zumindest unterstützen oder minimal mitfinanzieren. Oder liege ich da falsch?

    Und zu meinem Studium. Also ich habe (bzw. werde haben) einen Abschluss als Diplom-Kaufmann FH. Allerdings mit einer sehr starken Spezialisierung in Logistik (also von Anfang an war der Studiengang darauf ausgelegt). Deswegen sind so die Sachen wie BWL, Marketing, etc. sehr kurz gekommen. Durch den MBA verspreche ich mir zwei Sachen:
    1) Mich auf die Ebene mehr oder weniger eines Uniabsolventen zu setzen
    2) Mein Wissen über Unternehmensführung, BWL, VWL, Marketing, etc etc etc zu erweitern.

    Ja, dieser 5 Jahresplan. So in etwa denke ich auch, was wird in 5 Jahren sein. Also mich interessiert es schon, so schnell wie möglich bei den größeren Häusern einzusteigen. Deswegen habe ich halt Angst, dass ich untergehe, wenn ich bei den kleinen anfange....

    Hoffe meine Ausführung erleichtert etwas, mir einen Tipp zu geben...

    Danke & Gruß

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  3. perhoos 13.06.07 09:41

    Wenn du so schnell wie möglich bei einer der großen UBs einsteigen willst, solltest du dich bereits jetzt Bewerben.

    Wenn du die notwendige Brainpower mitbringst, werden heutezutage auch bei FH-Absolventen Ausnahmen gemacht. Gerade in letzter Zeit trifft man immer häufiger Absolventen z.B. aus Münster, Pforzheim - Reutlingen sowieso, etc. Wers nicht glaub kann sich z.B. bei XING selbst überzeugen.

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  4. GeorgP 13.06.07 10:08

    Hallo

    Ja, von diesen Ausnahmefällen habe ich auch gehört. Allerdings komme ich leider nicht von solch einer "Top" FH, sondern nur von einer kleinen... Und mein Abschluss wird auch nur bei etwa 1,8 - 1,9 liegen und nicht bei 1,0.

    Kann man das denn auch durch Auslandsaufenthalte und Fortbildungen weg machen???

    Mal noch so eine andere Frage. Und zwar habe ich bei Accenture gelesen, dass Praktika möglich sind. Und auch, dass Diplomarbeiten möglich sind. Allerdings ist eine DA nur möglich, wenn man vorher bei denen ein Praktikum gemacht hat. Meint ihr, dass es möglich wäre, dort einfach dann nur ein Praktikum zu machen (Praxissemester) und die DA anschliessend in Hausarbeit zu schreiben?! Oder ist dies nicht sinnvoll?

    Danke, Gruß

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  5. perhoos 13.06.07 12:16

    Durch Auslandsaufenthalte und Fortbildungen kannst du bei UBs in der Regel nichts weg machen. Natürlich müsste man sich genauer anschauen, von was für Fortbildungen du redest. Anders sieht es mit relevanter Berufserfahrung (keine Praktika, etc.) aus - die nimmt immer stärker an Bedeutung zu.

    Auch die Idee, einen MBA draufzusetzen kann durchaus nach hinten losgehen. Selbst wenn du an eine der Top10 BS gehst, hast du alles andere als eine Garantie in eine Top UB reinzukommen. Hinzu kommt, dass auch die Aufnahme bei den Top BS nicht ganz ohne ist.

    Auch wenns hart klingt, wenn du jetzt nicht bereit bist, wird sich daran mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr viel ändern. Am ehesten würde ich dir raten, dir sehr spezifische Branchenerfahrung anzueignen um so nach ein paar Jahren zu einer großen UB zu wechseln.

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  6. GeorgP 13.06.07 15:54

    Hallo

    Das ein MBA keine Garantie für eine Top UB ist, dass ist mir schon klar. Ich denke aber, dass er mir aber bestimmt nicht schaden wird, oder? Wie gesagt, ich möchte es nutzen um meinen Abschluss aufzuwerten...

    Was meinst du denn damit, dass wenn ich jetzt nicht bereit bin, das sich da nichts ändern wird?
    Also ich bin natürlich zu allem bereit, ich würde alles dafür geben, bei einem der großen einsteigen zu dürfen. Wozu soll ich denn jetzt bereit sein, bzw. was soll ich jetzt machen?! Wie soll ich deine Aussage verstehen???

    Danke, Gruß

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  7. perhoos 13.06.07 17:01

    Wenn du einen MBA einer einer Top Business School machst, dann wir dir das natürlich nicht schaden.

    Aber was meinst du mit Abschluss aufwerten? Wenn du in 2 Jahren einen MBA machst konkurrierst du nicht mehr mit irgendwelchen Uniabsolventen sondern mit anderen MBA-Absolventen von Top Business Schools. Was hat sich denn an deiner Lage dann verbessert?

    Wenn du heute nicht zu den Besten gehörst, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass du zu den Besten deines MBA-Jahrgangs gehörst nicht gerade hoch. So ist meine Aussage zu verstehen.

    Und falls irgendwelche Gründe dazu geführt haben, dass du in den letzte 25-30 Jahren dein Potential nicht voll ausreizen konntest, diese Gründe nun aber nicht mehr Geltung haben, dann empfehle ich dir nochmal: Bewirb dich sofort. Die Top UBs haben ein hervorragendes GespüHR dafür Talente zu erkennen.

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  8. GeorgP 13.06.07 21:00

    Hi

    Jetzt habe ich verstanden, wie du es gemeint hast... Das ich dann mit anderen Leuten konkuriere ist auch einleuchtend. Machen die McK's, BCG's, etc denn so etwas, dass man dann eine Stude tiefer einsteigt, als wenn man mit dem MBA einsteugen würde? Dann würde ich ja wieder mit den Uniabsolventen konkurieren? Oder gibts soetwas nicht???

    Gut, also halten wir mal fest, dass ich mir McK, BCG, RB abschmieren kann. Das wird nichts...

    Aber wen könnte ich denn so zwischen den drei obigen und Steria-Mummert anpeilen? Man muss ja immer ein Ziel im Leben haben?!

    Und noch eine Frage, was bringt mich weiter. Eine Spezialisierung oder eine gute breite Streuung? Also ich meine das so: wenn man sich den Bereich Transport ansieht, dann besteht er aus Luftfracht, Seefracht, Binnenschifffahrt, etc etc. Ist es nun besser den gesamten Transportbereich zu kennen oder sich lieber nur auf die Schifffahrt spezialisieren???

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  9. perhoos 13.06.07 22:17

    Du bewirbst dich in der Regel auf keine bestimmte Stufe. Die Einordnung übernimmt der Partner in Absprache mit deinen Interviewpartnern/ eventuell noch HR.

    Ich sage auch nicht, dass du dir McK, usw. abschmieren kannst. Wenn du deine Chancen aber verbessern bist, dann müsstest du dich ab jetzt sehr schnell weiterentwickeln. MBA ist ein Möglichkeit, spezifische Berufserfahrung eine weitere, am besten in Kombination. Aber deine Konkurrenz bewegt sich auch und dreht nicht Däumchen, das musst du beachten.

    Welche Spezialisierung im Bereich Logistik sinnvoll ist, kann ich dir nicht sagen.

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  10. GeorgP 13.06.07 22:36

    O.K., habe es verstanden. Also, so schnell wie möglich weiterbilden und reinhauen.

    Habe ja eben nach den Unternehmen zwischen McK und Steria-Mummert geschaut. Aber wenn ich mir da so z.B. diese Liste hier ansehe (weiß leider nicht ob es die aktuellste ist):
    http://www.Consulting-insider.com/unternehmen_branche/top-listen/liste.php

    Dann stelle ich fest, dass da ja gar nicht mehr so viel liegt, zwischen Steria und den Top 3. Sehe ich das richtig, bin ich bei Steria denn schon gut aufgehoben oder ist das ne "Hinterhof-Firma"?

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  11. perhoos 13.06.07 23:33

    Ich habe nie Erfahrung mit Steria-Mummertberatern gemacht, kann also überhaupt keine Aussage treffen.

    Die Liste zeigt zumindest schon mal die Managementberatungen nach Umsatzstärke. Dennoch besteht zwischen BAH (Platz 6) und Deloitte Consulting (Platz 7) im Sinne der Reputation ein großer Unterschied.

    Zu den "großen" (Umsatz/ Mitarbeiter/ Reputation) gehören in Deutschland weitestgehend McK, BCG, RB, Mercer/ Oliver Wyman, Bain, BAH, AT Kearney. Über die Auflistung kann man sicherlich vortrefflich streiten. AT Kearney hat z.B. in den letzten Jahren bei der Reputation stark eingebüßt, RB hat ein grundsätzliches Imageproblem und ist fast nur in Deutschland bekannt, usw.

    Alle Beratungen außer den oben aufgezählten zählen zur 2. Reihe. Ob du da gut aufgehoben bist, kann ich dir nicht sagen. Musst du schon selbst beurteilen.

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  12. GeorgP 14.06.07 15:12

    Danke dir nochmals für Deine Hilfe. No RISK No FUN! Ichwerde es einfachmal bei Steria ausprobieren und gucken wie sich Die Zeit entwickelt. Dann kann ich ja mit denen über einen MBA reden und dann gucken, obs zu denen zurückgeht oder nicht...

    Nochmals Danke und besten Gruß

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  13. nairolf 14.06.07 21:08

    muss auch noch kurz meinen senf dazugeben:

    ein MBA ist in der regel wenig sinnvoll ohne berufserfahrung.
    und, viel wichtiger: mit fh-abschluss UND ohne Erfahrung wirst du auch ganz denfinitiv an keiner top-schule akzeptiert. das leben ist hart.

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  14. GeorgP 15.06.07 11:24

    Hi Nairolf

    Danke für deinen Senf, bin für jeden Tipp dankbar.

    Deine Aussage ist schon richtig, hab ees auch schon erfahren. Deswegen will ich ja nach dem Diplom erstmal 2 bis 3 Jahre arbeiten und dann den MBA machen.

    Habe bereits bei manchen Schools angefragt und di emeinten, dass (bei einem normalen bis guten GMAT) und meinem Lebenslauf, die Aufnahem kein Problem wäre...

    Hoffentlich ist es dann auch in ein paar Jahren so...

    Gruß

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