Kündigungsbedingungen verhandeln

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Gründe für eine Kündigung

Doch was sind übliche und faire Kündigungsbedingungen, die man akzeptieren sollte?

Üblich ist eine dreimonatige Kündigungsfrist (die im Arbeitsvertrag aufgeführt sein sollte), während der man häufig freigestellt wird und sein normales Gehalt  weiter erhält. Darüber hinaus ist die Zahlung einer Abfindung in Höhe von einem halben Monatsgehalt pro Jahr der Betriebszugehörigkeit in der Industrie üblich. Bei hochbezahlten Jobs bei Beratungen und Banken, bei denen der jährliche Bonus häufig eine wesentliche Komponente der Gesamtentlohnung darstellt, ist die Zahlung von einem ganzen Monatsgehalt pro Jahr der Betriebszugehörigkeit möglich. Auch eine wesentlich höhere Abfindung kann möglich sein.

Aufhebungsvertrag & Abfindung

Es lohnt sich im Allgemeinen, den Aufhebungsvertrag nicht blind zu unterschreiben, sondern sich mit anderen ehemaligen Mitarbeitern des Unternehmens, Bekannten oder in Internetforen (wie hier bei squeaker.net) auszutauschen und übliche Abfindungszahlungen zu eruieren. Nimm das Abfindungsangebot mit nach Hause und denk in Ruhe darüber nach. Wenn du unsicher bist, solltest du einen Anwalt hinzuziehen, denn du hast – anders als dein Arbeitgeber – keine Eile mit der Einigung. Verhandle nicht nur über die Kündigungsfrist, die Höhe der Abfindungszahlung und im Arbeitsvertrag vereinbarte Zusatzleistungen sondern auch über:

  • den Dienstwagen (Car Allowance)
  • die Nutzung von Firmenhandy und Laptop
  • die Unterstützung des Arbeitgebers bei der Suche nach einem neuen Job
  • die Formulierungen im Arbeitszeugnis (falls du unsicher bist kannst du dich an einem Muster Arbeitszeugnis orientieren)
  • den Jahresbonus und eventuell entfallendes Weihnachtsgeld
  • Urlaubsansprüche, Überstunden etc.

Achte vor dem Unterschreiben deines Arbeitsvertrages immer auf Zusatzklauseln, z. B. zur Einhaltung bestimmter Fristen, zu Urlaubs- und Weihnachtsgeld, zur Rückzahlung von Aus- und Fortbildungskosten oder zur Freistellung nach einer Kündigung. Viele Arbeitgeber verstecken diese Ergänzungsklauseln gerne im Kleingedruckten. 

Insider-Tipp zur Freistellung nach einer Kündigung

Bei der Freistellung nach einer Kündigung unterscheidet man zwischen einer widerruflichen und einer unwiderruflichen Freistellung von der Arbeitsleistung. Bei der widerruflichen Freistellung kann der Arbeitgeber jederzeit vom Arbeitnehmer die Wiederaufnahme der Arbeit verlangen. Bei der unwiderruflichen Freistellung kann der Mitarbeiter während der Freistellungsphase nicht mehr zur Arbeit zurückgerufen werden. Daraus ergeben sich wichtige Konsequenzen, etwa hinsichtlich eines möglichen früheren Eintrittstermins beim neuen  Arbeitgeber , der Anrechnung bzw. Verrechnung von Sondervergütungen (z.B. Boni), Anspruch auf Resturlaub oder sozialversicherungsrechtliche Themen.

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Inhalt

  1. Einleitung: Kündigung
  2. Kündigungsbedingungen verhandeln
  3. Kündigungsgründe

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    Aly Zaazoua, Squeaker und angehender Praktikant bei Siemens Management Consulting
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