Interview: Einstieg bei KPMG Financial Services

Daniel ist ganz frisch bei KPMG an Bord und Teil des Management Consulting Insurance Teams. Dort dreht sich alles um die Beratung nationaler sowie internationaler Versicherungsunternehmen. Bei squeaker berichtet er von seinen Erfahrungen im Bewerbungsprozess, dem ersten kniffligen Projekt und seinem Arbeitsalltag als Consultant.

Daniel KPMG Einstieg

Warum hast Du Dich für KPMG entschieden?

KPMG befindet sich derzeit im Wandel. Wenn man den Namen KPMG hört, denkt man zunächst oftmals an Wirtschaftsprüfung. Allerdings baut das Unternehmen die Beratung gerade stark aus. Ich war deshalb sofort Feuer und Flamme von Beginn an Teil einer ambitionierten und überaus spannenden Entwicklung zu sein und als Mitglied eines hochmotivierten Teams dazu beitragen zu können.

Welche Skills braucht jemand, der bei euch anfangen will, und was kann man bei euch lernen?

Gute analytische Fähigkeiten sind essenziell für Berater, denn in oftmals kurzer Zeit müssen komplexe Sachverhalte erfasst, verarbeitet und verständlich für Kunden aufbereitet werden. Darüber hinaus sollte man eine gewisse Kommunikationsstärke mitbringen, um im häufigen Kontakt mit den Kunden überzeugen zu können. Ohne ein starkes Team im Rücken helfen einem aber all diese Skills nur bedingt weiter. Die KollegInnen und Führungskräfte ermöglichen es, optimale Projektergebnisse zu erzielen und helfen einem als Neueinsteiger bei der persönlichen Entwicklung. Neben fachlichen Aspekten, wie beispielsweise Projektmanagement, Marktanalysen oder Prozesssteuerung, verbessert man im Daily Business zusätzlich seine sozialen Kompetenzen wie Führungsstärke oder Durchsetzungsvermögen.

Wie lief das Auswahlverfahren bei KPMG ab?

Ungefähr anderthalb Wochen nach meiner Bewerbung erhielt ich bereits einen Anruf aus der Personalabteilung. Meine Bewerbungsunterlagen hatten den Fachbereich überzeugt. Zwei Wochen später hatte ich dann schon das Vorstellungsgespräch an meinem Wunschstandort München und jetzt bin ich hier. Ich kann also nur Positives berichten. Alles ging sehr schnell und lief professionell ab.

Wie hast Du Dich auf das Bewerbungsverfahren vorbereitet?

Zunächst einmal habe ich einige Erfahrungsberichte von BewerberInnen bei KPMG gelesen und konnte mir so ein gutes Bild vom generellen Ablauf des Gesprächs machen. Ich habe aber auch Freunde, die bereits bei KPMG arbeiten bzw. ein Praktikum absolviert hatten, nach weiteren Insights gefragt. Mein Tipp: Mithilfe von Übungs-Cases, u.a. auf squeaker.net, konnte ich mich sehr gut auf diesen Teil des Bewerbungsgesprächs vorbereiten.

Welche Fachfragen wurden Dir in den Gesprächen gestellt?

Während meines Gesprächs wurden keine expliziten Fachfragen gestellt. Vielmehr musste man sein Fachwissen im Rahmen einer Case-Study anwenden können. Mein Case beschäftigte sich beispielsweise mit der Einführung einer neuen Haftpflichtversicherung für Privatpersonen. Dabei war es hilfreich zu wissen, wie man generell ein Marktpotential berechnet und es ist auch wichtig, ein wenig Fachwissen in der Versicherungswirtschaft mitzubringen, um den Case erfolgreich zu lösen. Alles in allem rate ich BewerberInnen allerdings ab, nochmals alte Uni-Skripte durchzublättern und Definitionen auswendig zu lernen. Das wird auf keinen Fall abgefragt und macht auch für den späteren Berufsalltag wenig Sinn. Wichtiger ist es, dass in der Uni sowie in Praktika angeeignete Fachwissen in (echten) Geschäftsfällen anwenden zu können.

Wie sieht ein Arbeitstag bei Dir aus?

Aufgrund von Corona bin ich im Moment nur jede zweite Woche im Büro. In der anderen Woche arbeite ich von zu Hause aus. Auch die für BeraterInnen übliche Vor-Ort-Präsenz beim Kunden wurde in meinen Projekten bisher komplett „ins Virtuelle“ verlegt. Bis auf Abstimmungsrunden face to face sowie gemeinsame Mittagessen unterscheidet sich das Home-Office jedoch nicht groß vom generellen Arbeitsalltag. Ich komme meistens gegen 08:30 Uhr ins Büro und beginne den Tag mit einem Kaffee und einem ersten Austausch bezüglich der Projektaktivitäten mit den KollegInnen. Im Anschluss bespricht man mit dem gesamten Projekt-Team die anstehenden Aufgaben und setzt sich klare Ziele für den Tag, denn jeder Berater verantwortet seinen Aufgabenbereich für den Kunden selbstständig. Da sich die Tätigkeiten aber von Projekt zu Projekt unterscheiden, gleicht kein Tag dem anderen, wodurch es niemals langweilig wird. Sollte man bei einem Thema einmal nicht weiterkommen, kann man jederzeit auf KollegInnen zugehen und gemeinsam das Problem lösen. Nach der Arbeit verabredet man sich mit den KollegInnen am Abend oftmals zu einem gemeinsamen Abendessen oder Drink.

Was war bisher Dein kniffligstes Projekt?

Wie so oft ist aller Anfang bekanntlich schwer. Dieses Sprichwort trifft exakt auf mein erstes Projekt zu. Ohne große Vorlaufzeit ging es direkt nach meinem Start für mich auf das erste Projekt. Hierbei war ich auch direkt eigenständig für die Erstellung eines Marktmodells für einen großen Versicherer verantwortlich. Zwar wusste ich in der Theorie, was ich bei der Erstellung beachten musste, allerdings gestaltete sich die Umsetzung zunächst schwierig. Hinzu kam, dass der Projektstart genau in die erste Lockdown-Woche fiel. Mithilfe meiner KollegInnen und einer gewissen Portion Ehrgeiz schaffte ich es aber, diese Herausforderung erfolgreich zu meistern. Diese knifflige Aufgabe hat mich direkt zu Beginn enorm gefordert, mich gleichzeitig aber auch ein großes Stück weitergebracht, sowohl fachlich als auch persönlich. Zudem habe ich gemerkt, dass ich mich in jeder Situation auf mein Team verlassen kann.

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Consultants haben kein Privatleben und arbeiten in einem Haifischbecken, wo nur Ellenbogenmentalität zählt. Trifft dieses Klischee zu?

Natürlich ist es nicht der klassische 9-to-5 Job. Allerdings wechseln sich stressigere mit ruhigen Phasen immer wieder ab. Am Abend hat man aber, selbst in stressigen Phasen, immer noch die Zeit, sich mit Freunden zu verabreden oder Sport zu treiben. Im Team verstehen wir uns alle super. Von Ellenbogenmentalität und Haifischbecken ist da gar nichts zu spüren.

Was schätzt Du an Deinem Arbeitgeber am meisten?

Bereits zu Beginn der Corona-Krise wurde klar und verbindlich seitens der Geschäftsführung kommuniziert, dass niemand aufgrund der Krise entlassen wird. Da ich mich zu diesem Zeitpunkt noch in der Probezeit befand, empfand ich diese offene, verbindliche und vor allem äußerst mitarbeiterfreundliche Kommunikation als sehr wertvoll. Diese Wertschätzung spiegelt sich in vielen weiteren Unternehmensaspekten wider, was ich enorm schätze. Hierzu zählt beispielsweise das Ansparen von anfallenden Überstunden auf Zeitkonten und der damit verbundenen Möglichkeit auf Freizeitausgleich. In der Beratungsbranche ist das keine Selbstverständlichkeit.

Welchen Insider-Tipp würdest Du AbsolventInnen mitgeben, die im Bereich Management Consulting Insurance bei KPMG einsteigen wollen?

Informiert euch vorab über das aktuelle Geschehen im Versicherungsmarkt und bereitet euch außerdem auf Case-Studies vor. Nutzt dazu einfach diverse Übungscases aus dem Internet. Seid aber vor allem während des Bewerbungsgesprächs offen und aufgeschlossen und überzeugt uns mit eurer Persönlichkeit. Denn wir suchen weiterhin humorvolle und motivierte Young Talents, die unser Team erweitern!

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