Erfahrungsbericht

Warsaw School of Economics (M.Sc. International Business)

Hochschule

Warsaw School of Economics

Titel des Studiengangs

M.Sc. International Business

Standort

Warsaw

Zeitraum

September 2013 - Juni 2014

Fachrichtung

Wirtschaftswissenschaften - BWL

Bewertung von

Anonym

Gesamtbewertung

Ansehen der Hochschule

4

Ausstattung der Universität

3

Wie bewertest du die Vielfalt an deiner Hochschule?

4

Alumni-Aktivität

3

Networking

4

Career Services

4

Unternehmenspartnerschaften

4

Karierremöglichkeiten

4

Austauschprogramme

5

PRO:

  • Tolle Metropole mit viel Geschichte
  • Abwechslungsreiche Kurse (Vorlesung, Projekt, Präsentation, Mitarbeit, Gastvorträge)
  • Vom ESN gut organisierte Parties und Trips für Internationals

CONTRA:

  • Sehr unterschiedliches Niveau der Kurse
  • Professoren sind nicht besonders verlässlich
  • Präsentationen können nerven und blockieren das klassische Wissensvermittlung durch den Professor

Erfahrungsbericht Zusammenfassung

Gesamtfazit

Die SGH ist eine gute Uni (und eine der Besten in Osteuropa).
Allerdings ist das Niveau durchaus unter dem der deutschen BWL-Studiengänge (zumindest im Master). Die Qualität der angebotenen Fächer ist sehr unterschiedlich. Man kann herausragende Kurse und eher schlechte Kurse erwischen.
Die Stadt selbst ist sehr lebenswert und lohnt sich auf alle Fälle.

Empfehlung

Viel Zeit in die Kurswahl investieren und ältere Semester fragen.
Unbedingt an die Metro ziehen oder zwischen Stadt-Zentrum und SGH. Nowy Swiat, Altstadt, Ratusz Arsenal und Metro Polytechnika sind die besten Orte zum Wohnen!
Unbedingt mal nach Krakau fahren - wunderschön!

Art des Studiums

Master (MSc, MA, etc.)

Die Hochschule

Studienwahl

Es handelt sich um ein Doppelmasterprogramm mit der Universität zu Köln (Vergleichbar CEMS). Meine Alternativen wären, nur in Köln zu studieren (und ein Auslandssemester an einer der Partneruniversitäten zu machen) oder einen Doppelmaster an einer anderen Partnerhochschule in wahlweise Helsinki oder Louvain/Brüssel.
Der Vorteil des Doppelmasters ist, dass alle Credits für ein komplettes Jahr angerechnet werden. Ich wollte unbedingt ein volles Jahr ins Ausland, deshalb war dies für mich wichtig. Keine Anrechenproblematik, keine Verzögerung des Studiums.
Beim Doppelmaster Köln+Partner kann man sich bereits vor dem Studium bewerben, hat also die Zusage und den FESTEN AUSLANDSSTANDORT bereits vor dem ersten Semester und nicht erst im Laufe des Studiums (Vergleiche CEMS).
Die Wahl fiel bei mir auf Warschau, weil die Stadt eine Metropole in einer aufstrebenden Gegend ist. Die SGH ist selbst CEMS-Uni und ist mit St. Petersburg die beste Business School Osteuropas.

Studiengang

Im Doppelmaster an der SGH konnte ich aus einer gekürzten Liste an (Master-)Kursen wählen. Innerhalb dieser Kurse bin ich frei und kann sicher sein, dass die Anrechnung funktioniert. Es gibt den Schwerpunkt International Business oder Management. Ich habe den Schwerpunkt IB gewählt. Die Vertiefungen behandeln verstärkt den Block Central and European (Sattelitenstaten). Es geht außerdem viel um Expansionsstrategien und das Management multinationaler Unternehmen sowie Entry Strategies in internationale Märkte (Export/Contractual Agreements/FDI).
Die Dozenten sind teilweise Praktiker teilweise Forschungsorientiert. Das Niveau ist sehr unterschiedlich von schwach bis hoch. Die Lehrer sind fast alles Polen, die teilweise mäßig, teilweise sehr gut Englisch sprechen.
Die Note setzt sich sehr häufig aus Multiple Choice Klausuren + eines vorlesungsbegleitenden Projekts/Präsentation zusammen. Manchmal wird auch mündliche Mitarbeit honoriert.
Für deutsche Studenten ist das Studium eher einfach. Das Niveau ist meist eher mittel für einen Master und man kann gute Noten schreiben.
Die vorlesungsbegleitenden Projekte sind das eigentliche Highlight. Dort lernt man meiner Meinung nach am meisten.

Studienbedingungen und Ausstattung der Hochschule

Für jedes Fach ist ein vorlesungsbegleitendes Buch Pflicht. Jede Klausur ist zwar auch ohne Buch machbar, manche Lehrer stellen aber auch Klausuren, die nur mit dem Begleitbuch vollständig lösbar sind. In der Bibliothek gibt es die meisten Bücher, allerdings nur sehr wenige Ausgaben. Alternativ sammeln Studenten Begleitbücher (wahrscheinlich illegal) und Vorlesungsmaterialien der letzten Jahre in einem Dropbox Ordner.
Die Hauptinformationsquelle sind Powerpoint-Slides, welche die Lehrer teils vorher, teils hinterher verteilen.
Das SGH-Hauptgebäude befindet sich direkt an der Metro-Linie, die sie mit dem Stadtzentrum verbindet. Einen Campus gibt es im eigentlichen Sinne nicht, die Hörsaalgebäude sind in das Stadtbild integriert. Die Räume sind fast alle gut ausgestattet und im neuen Lehrgebäude C ist alles hochmodern. Es gibt klassische Hörsäle die halbrund ansteigend gebaut sind und klassische Klassenzimmer mit Tischen und Stühlen. Die Klassengrößen sind sehr unterschiedlich zwischen 10 und 100 Studenten.
Für Forschungszwecke kann man auf die Forschungsdatenbanken der SGH zugreifen.

Die Studentenschaft

Studierende

Es gibt ein Erasmus Student Network. Dieses ist sehr aktiv und veranstaltet viele Parties und Ausflüge in polnische Städte wie Krakau, Danzig und co. Die Studentenschaft besteht zumeist aus Polen, die kulturell und international sehr aufgeschlossen sind und den Internationals einen angenehmen Aufenthalt ermöglichen wollen.
Es gibt auch viele weitere Vereine (bsp. studentische Unternehmensberatung, etc.) diese sind allerdings nur mit aktiver Suche zu finden.

Services und Angebote

Kosten und Gebühren

Wer den Master vollzeit an der SGH studiert, muss Studiengebühren bezahle (Bachelor frei). Wird man von einer deutschen Partneruniversität geschickt, entfallen diese Studiengebühren. Die Mieten und die Lebenshaltungskosten sind unter denen der deutschen Universitätsstädten. WG-Zimmer in Stadtnähe gibt es unter 400 Euro und wer bescheidener oder leicht außerhalb wohnt, kommt auch unter 300 Euro pro Monat. Die Bahnkosten sind extrem günstig (90 Euro für 3 Monate). (Alkoholische) Getränke und Lebensmittel sind günstig.

Stipendien, Fördermittel und Unterstützung bei der Finanzierung

Im Doppelmaster von der Uni Köln wird man automatisch mit einem Vollstipendium des DAAD ausgestattet, das einem 700 (!) Euro für 9 Monate Studium im Ausland auszahlt.
Wird man von einer deutschen Partnerhochschule geschickt, entfallen in der Regel die Studiengebühren. Die Uni selbst bietet Stipendien für herausragende Studierende und für finanziell bedürftige.
Darüber hinaus gibt es auch Auslands-Bafög.

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