Demo gegen Wahlbetrug

Anonym 15.11.02 08:17

Hi squeaker,

ein Novum in der deutschen Geschichte.

Der Bund der Steuerzahler veranstaltet in naher Zukunft eine Demo gegen den Wahlbetrug und die Belastungen in Deutschland. Auf der Homepage kann man über die Idee abstimmen und sich auch als potentieller Teilnehmer registrieren lassen.

so was hat es in Deutschland noch nie gegeben. Was sagt ihr dazu? Was passiert wenn wirklich 1 Mio Menschen durch Berlins Straßen gehen?

  1. Anonym 22.11.02 12:47

    Und die Bereitschaftspolizei wuerde auch ohne eine Demonstration ihten alltaeglichen Dienst in den Kasernen vollziehen...

    Mein ursoruengliches Posting ging in die Richtung, dass es m. E. nicht richtig ist, dass mit den Kosten an der Stelle argumentiert wird. In den HausHalten der entsprechenden Stellen gibt es teurere und gleichzeitig unnoetigere Posten.

    War es nicht sogar so, dass die Castor-Gegner absichtlich in der Art und Weise demomstrieren, damit die Kosten fuer den Staat extra hoch werden - und sich damit der Aufwand nicht mehr lohne?

    Und was ist daran polemisch, wenn man Eure "Kosten" relativiert?

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  2. Suesse 22.11.02 18:51

    Ok, dann eben doch...

    Ja, die BePo würde auch so Dienst tun, aber: 1. müssen die Beamten zum Einsatz transportiert und dort versorgt werden, 2. müssen u.U. Zulagen bezahlt werden, weil die Einsätze länger dauern als der normale Dienst, 3. müssen die Beamten u.U. irgendwo untergebracht werden, 4. würden die Wasserwerfer u.ä. Fahrzeuge sonst nicht benötigt und müssen befüllt, gefahren, transportiert werden, 5. sind für eine Großdemo so viele Beamte nötig, dass meist noch aus anderen Bundesländern welche dazugezogen werden müssen, die dann auch wieder bezahlt werden müssen (incl. Transport, Verpflegung, Unterkunft, Zulagen etc. pp.), 6. ...
    Nun klar, was ich mit den hohen Kosten für die Einsätze meinte und warum Dein Argument nicht zieht? (ich kann da zufällig auf das Wissen eines ehemaligen Einsatzleiters für Demos zurückgreifen...)

    Kam der Punkt mit den Kosten von Demos nicht ursprünglich von Dir?

    Sorry, das mit der Ubahnfahrkarte war eine Polemik von mir... Lohnt sich aber doch wirklich nicht, wegen so einer Kleinigkeit noch mehr Aufhebens zu machen, oder? Frieden???

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  3. Anonym 23.11.02 14:01

    Prinzipiell Frieden. Ja.
    Aber noch eine Anmerkung: Ich glaube, dass Du die Kosten etwas hochrechnest... Auch ich haette da ein Quelle: Controller bei der Pol... :-) Lassen wir den Thread...

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  4. Anonym 21.11.02 17:50

    kann man das von der steuer absetzen???

    werbungskosten????

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  5. Suesse 21.11.02 23:39

    nicht durch einkommenserzielung veranlasst, sorry... wirst dir was anderes ausdenken müssen ;-)

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  6. Hen... 24.11.02 21:53

    Ok, suesse und ziegenhorn, jetzt verstehe ich was da los war... ;)

    also: die kostendiskussion ist sicherlich lehreich, aber als bürger eines demokratisch verfassten staates haben wir nun mal das recht unsere meinung kundzutun. Punkt.

    In dieser Frage tut das sicherlich not -- insbesondere, wenn man die regierung dazu bringen könnte -- oder auch nur einen tropfen in einem grösseren fasse zusätzlich darstellen - ausgewogenere und mittel-, langffristige konzepte zu entwickeln. Clement meinte vor kurzem von sich geben zu müssen, die regierung könne gar nicht anders handeln als ad hoch zu sparen, weil sinvolle sparkonzepte nicht akzeptiert würden -- und das stimmt so pauschal nicht.

    ob die kosten bei so einer demo tatsächlich mit denen einer castor - demo gleichzusetzen sind? die gefährdungslage dürfte geringer sein. und gesamtgesellschaftlich könnten sich die millionen dafür schnell rechnen.

    die verteilung der sparbeschlüsse bzw ihrer wirkungen... wäre anders bei Schwarz-gelb (und mir tendenziell vermutlich lieber). das problem mit den ad-hoc sparmassnahmen ist das sie die wirtschaft weiter belasten sprich versuchen die staatseinahmen, anstatt da zu sparen.

    staatsausgaben die damit aufrechterhalten werden, haben zwar auch ein einfluss auf die wirtschaft, allerdings dürfte der in der gegenwärtigen lage wesentlich geringer sein, als die senkung der ausgaben. Ökonomisches Stichwort:Multiplikatorwirkung und Psychologie. Wenn ich sehe dass nicht gespart, sondern mir mehr geld aus der tasche gezogen wird, dann werde ich künftig mit meinem einkommen noch vorsichtiger umgehen und sparen... insbeondere wenn ich vermute dass die massnahmen der regierung nicht dazu angetan sind das wachstum zu steigern, darunter leidet die wirtschaft und die staatseinnahmen... und zumindest die meisten "Unternehmen" werden so handeln.

    Laffer-curve habe ich schon mal erwähnt.

    Psychologisch wäre die Senkung der Staatsausgaben m.E. in dieser Situation das Richtige -- Reagan aund Thatcher haben das Anfang der 80er Jahre mit einigem Erfolg vorexerziert.

    die wirtschaftssubjekte würden dann - hoffentlich - mehr vertrauen in die wirtschaftliche entwicklung haben und den konsum steigern und investitionen von Unternehmen würden die wirtschaft weiter ankurbeln.

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  7. Anonym 25.11.02 17:44

    Hallo Henning, nach diesem Posting hast Du grosse Chancen auf den Posten des Wirtschaftsministers (wenn ich zum Bundeskanzler gewaehlt bin ;-) ).

    Nochmal zu den Demos: Eigentlich koennte man doch auch der Meinung sein, dass man als Staatsbuerger die PFLICHT hat, gegen diese Politik vorzugehen. Also ueber die Meinungsfreiheit / das Demonstrationsrecht hinausgehend...

    Die radikalen Einschnitte machen die in Berlin doch erst nach den Landtagswahlen in Niedersachen und Hessen. Also ab Sonntag 2. Februar 2002, 18:00 werden wir hier mit besonderem Eifer diskutieren koennen :-(((((

    Wollen wir mal hoffen, dass es demnaechst in Bezug auf die Politik nicht heistt "Same procedure as last year?" "The same proc. as everey year..."

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  8. Suesse 26.11.02 20:45

    herr kanzler in spe & herr wirtschaftsminister in spe (freue mich schon auf die demos gegen eure regierungspolitik *g*), also nochmal zu den demos:

    ja, als mündige bürger/-innen ist es unsere pflicht, kritische meinungen zu äußern! auch auf demos. egal wieviel sie kosten. davon geht i.e. auch das grundgesetz aus.

    nebenbei: mir war bisher eigentlich herzlich egal, wie viel es den staat kostet, wenn ich demonstrierend meine meinung äußerte - ok, die kosten für die gummiknüppel, die ich überflüssigerweise zu spüren bekam, hätten sie vielleicht einsparen können ;-(

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  9. Anonym 27.11.02 13:59

    Tja Tanja, nur dass die Mehrzahl der Buerger nach den derzeitigen Umfragen mit unserer Politik zufrieden waeren
    ;-))))

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  10. Suesse 27.11.02 15:40

    ich lasse mich gerne vom gegenteil überzeugen ;-)

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