Shareholdervalue - Ansatz

Hen... 29.10.02 23:23

Hallo squeaker! Wer kennt sich mit der praktischen Umsetzung und der Untersuchung von Folgen des Shareholdervalue-Konzeptes aus? Wenn ich mich an meine Grundstudiumsvorlesungen erinnere wurde da eigentlich Stakeholdervalue, also ein breiteres Konzept propagiert.

  1. Anonym 30.10.02 16:27

    Mitarbeiter entlassen und auf die Kostenbremse gehen im Namen der Aktionäre...das ist der Shareholder Value Ansatz...

    Stakeholder Value ist die ein wenig sozialere Schwester! ;-)

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  2. Hen... 30.10.02 17:12

    Ok, das wird immer so kolportiert... liegt ja auch nahe und wird wahrscheinlich in der Mehrzahl der Fälle so praktiziert - zum Nutzen des Aktienkurses, aber hilft es dem Unternehmen mittel-langfristig oder schadet es ihm eher?

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  3. Anonym 30.10.02 18:36

    Meiner Meinung nach sollte ein Unternehmen einen Stakeholder Value Ansatz fahren der die Mitarbeiter, Zulieferer, Umwelt etc einbindet. Der Shareholder Value Ansatz wird gerade bei den Banken massiv gefahren...Erstmal alle Mitarbeiter vor die Türsetzen und sich nicht ums Morgen kümmern...der langfristige Schaden interessiert die Vorstände nicht, die ja an der aktuellen Performance gemessen werden...

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  4. Hen... 30.10.02 19:16

    ...und dafür ganz gut entlohnt werden...
    aber theoretisch sollte das ja in den Aktienkursen eskompiert sein, oder - effiziente Kapitalmärkte, homo oeconomicus, perfekte Voraussicht und so...

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  5. han... 30.10.02 22:38

    Ich glaube, der Shareholder-Value-Ansatz ist und bleibt durchaus valide, nur muß er durch den sog. Sustainability-Ansatz gestützt werden. Dadurch soll ein Unternehmen gewährleisten, daß es nicht nur auf kurzfristige Gewinne und Aktienhaussen guckt, sondern dafür sorgt, daß sich der Aktienkurs in einem stetigen Aufwärtstrend bewegt.
    Das wird heutzutage besonders bei vielen sog. Old Economy-Firmen in den USA propagiert und vor-exerziert.

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  6. Anonym 31.10.02 09:29

    nur wenn unternehmesleitungen massive erhöhungen ihrer bezüge bekommen, weil sie in einem schwierigen umfeld überstanden haben, den aktienkurs gehalten und 10.000 menschen vor die tür gesetzt haben, dann ist dem shareholder value ansatz genüge getan...

    meiner meinung nach sollten Unternehmen nicht ausschließlich mit hilfe von finanzkennzahlen ihre geschickte steuern.
    ob der sustainability ansatz der richtige ist weiß ich nicht...eine gesunder mix aus verschiedenartigen kennzahlen erleichtert eine unternehmenssteuerung - balanced scorecard wäre hier ein guter ansatz...

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  7. Hen... 31.10.02 19:19

    kurzfristieg Krisenbewältigung, insb zur Existensicherung, ist sicherlich durch Shareholder und Stakeholdervalue - Konzepte gedeckt.

    Ok klar ist, dass Shareholdervalue als Argument auch -oft??? - missbraucht worden ist? Aber beweisbare, emprische Fälle?

    Dann wäre es interessant zu wissen, unter welchen Bedingungen die beiden Konzpete in ihren "Handlungsanleitungen" auseinanderfallen! Und das heisst, dass das Management - obwohl es kurzfristig den Aktienkurs maximiert - das Ansehen, die "Beziehungen" oder gar das Überleben des Unternehmens gefährdet.

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  8. Anonym 01.11.02 10:05

    aus diesen grund habe ich den balanced scorecard ansatz ins spiel gebracht. bei diesem ansatz werden i.d.r. vier Unternehnemsperspektiven definiert. das fundament stellt die innovations und lern perspektive dar. darauf aufbauend die Kunden und interne Perspektive. Anschließend Finanzkennzahlen.

    Die Steuerung des Unternehmens erfolg im Einklang der vier Perspektiven. Da Finanzkennzahlen vergangenheitsorientiert sind, eignen sie sich nicht ausschließlich als Steuerungsinstrument. (Das ist das Problem vieler Unternehmen, insb der Banken in letzter Zeit). Die drei anderen Perspektiven stellen hingegen die Zukunft der Unternehmens dar. Nur wenn ein Unternehmen strategisch für die Zukunft ausgerichtet ist, stimmen die Finanzkennzahlen. Somit sollte der Shareholder Value Ansatz nur ein Nebenprodukt der Unternehmensstrategie sein und nicht Kernpunkt des Strategischen Managements.....

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  9. Hen... 01.11.02 13:15

    nicht Kernpunkt des Strategischen Managements.....

    Na dann scheinen aber eine ganze Menge Unternehmen auf dem Holzweg zu sein...wenn man ihren Hochglanzbroschüren glauben darf!

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  10. Anonym 01.11.02 13:51

    Argh, da haben wir ja in einem einzigen beitrag probleme wie prinzipal-agent, controllability prinzip, sinnhaftigkeit von kennzahlen und was weiss ich noch alles. über jedes dieser probleme wurden dissertationen geschrieben, was soll man da in 5 sätzen sagen?

    also... empirische Fälle.

    Die Zürich Versicherung wurde im S&P-rating zurückgestuft weil sie sich nur auf den SV fokussiert hat Die welt 148/96 vom 2.8.1996

    Ein anderer guter Artikel zum Thema 'Ist der Stakeholder Ansatz ein Konzept für moralisten? Zur Interdependenz zwischen Wertschaffung und Wertverteilung' in Finanzmarkt&Portfoliomanagement 1997, Nr 3

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  11. Anonym 01.11.02 14:34

    Das ist das schöne an diesen Foren! Man kann hochtrabende themen kurz und knapp diskutieren! ;-)))

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  12. Hen... 01.11.02 15:20

    Holla Lena, Danke - gibts eigentlich etwas was Du nicht weisst - suchts - findest? I am deeply impressed!

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  13. Anonym 02.11.02 12:21

    eine ganz schlaue...;-')))

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  14. Anonym 02.11.02 19:13

    wie werner8 (Gott hab ihn selig) liebevoll zu sagen pflegte:

    Generalisten. Halb-Spezialisten.
    Wissen von allem etwas aber nichts so richtig.

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  15. Hen... 04.11.02 11:31

    Hast Du ihn endlich umgebracht? Oder ist er wieder mutiert? ZU WEM!!!

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  16. Anonym 04.11.02 18:04

    wer ist werner8....ich glaube ich war lange nicht mehr in foren aktiv!!! zu dumm das jeder studierte ein generalist ist...und man erst als fachidiot zum spezialisten mutiert...

    also wer ist denn werner?!

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  17. Hen... 04.11.02 21:28

    hempel?

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  18. Anonym 05.11.02 13:43

    hempel????

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  19. Hen... 06.11.02 12:37

    na ich hab ihn gefragt, ob er mit verschiedenen anderen u.a. werner8 identisch sei, einen hat definitiv ausgeschlossen, aber werner8 nicht....also im umkehrschluss: vermutlich ja.

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