Umfrage: Mehrheit hält Ausländeranteil für zu hoch

Anonym 22.03.02 09:47

Eine Mehrheit von 52 Prozent der Deutschen ist nach einer aktuellen Umfrage der Ansicht, dass es zu viele Ausländer in Deutschland gibt. Dennoch sprachen sich 57 Prozent der Befragten dafür aus, ausländischen Arbeitskräften den Zuzug zu erleichtern, wenn sie in Deutschland gebraucht werden.

Für die Erhebung befragte die Forschungsgruppe Wahlen 1920 stimmberechtigte Wähler. Die Ergebnisse der Studie wurden am Donnerstagabend im in der ZDF-Sendung „Berlin-Mitte“ erstmals vorgestellt.

Nur 4 Prozent der Befragten waren der Ansicht, dass zu wenig Ausländer in Deutschland leben, 39 Prozent halten die Anzahl der Ausländer im Land für gerade richtig. Ebenfalls 39 Prozent der Befragten sprachen sich gegen eine Erleichterung des Zuzugs ausländischer Arbeitskräfte aus.

Angesichts der für diesen Freitag erwarteten Abstimmung im Bundesrat über das geplante Zuwanderungsgesetz waren 46 Prozent der Befragten dafür, dass die Unionsparteien dem Gesetz zustimmen. 36 Prozent rieten der Union zum Nein, 17 Prozent waren unentschlossen.

Also die 52% haben mich doch sehr überrascht !!! Ich kann gar nicht glauben, dass so viele Menschen in Deutschland Denken wir hätten zu viele ausländische Mitbewohner. Bei mir im Studiengang sind 50 % Ausländeranteil vorgeschrieben !!! Die deutsche Bevölkerung ist doch eh schon vom Aussterben bedroht ! Wie soll die deutsche Wirtschaft denn funktionieren, wenn nicht mit Hilfe von gut ausgebildeten Mitarbeitern aus dem Ausland ?? Was denken denn die anderen squeaker darüber ??

  1. Glo... 22.03.02 11:07

    Matthias, mich überraschen die 52% nicht sehr, denn es ist doch nicht wirklich verwunderlich, dass die Deutschen bei einer Umfrage ein solches Stimmungsbarometer abgeben! Bedenke doch bitte einmal, wer in dieser Studie alles gefragt wurde und mach einfach nicht den Fehler, aus Deinem Studiengang in RT (50% vorgeschrieben) etwailige Rückschlüsse auf unsere Bevölkerung zu ziehen ;-)
    Warum hat denn Mr. Schill in HH soviele Stimmen bekommen? Warum hat denn Stoiber dieses Jahr eine Chance? ;-) (ok, sehr kätzerisch ..).
    Ich stimme Dir natürlich zu, dass Deutschland Expertise aus dem Ausland braucht, was sich ja mal wieder mit der Green Card als nicht so einfach in der Umsetzugn gezeigt hat - doch das die Bevölkerung eine solche Meinung einnimmt - wundert es die Anderen hier?

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  2. Anonym 22.03.02 13:04

    Mir war auch vorher schon klar, dass ein großer Teil der Bevölkerung den "hohen" Ausländeranteil kritisch beäugt, aber das es eben sogar 52 % waren hat mich halt doch ein bißchen verwundert ! Das Beispiel aus dem Studiengang sollte nur als positives Beispiel dienen ;-)
    Und die Herren Schill und Stoiber haben meiner Meinung nach keine langfristigen Chancen sondern können lediglich durch deftige Reden auffallen und den einen oder anderen blenden.

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  3. Glo... 22.03.02 15:31

    Sondern wer hat Deiner Meinung nach eine langfristige Chance?

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  4. Suesse 25.03.02 13:49

    Dafür, dass du Stoiber keine langfristigen Chancen einräumst, ist er aber schon ganz schön lange Ministerpräsident ;-)

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  5. Suesse 22.03.02 15:16

    Was ihr dabei überseht ist, dass es eben nicht nur um die gut ausgebildeten Arbeitsmigranten geht. In 1. Linie beziehen sich die negativen Emotionen auf die "ganz normalen Leute", die aus irgendwelchen Gründen gerne in Deutschland leben möchten. Und auf die - dann auch noch als "Scheinasylanten" diffamierten - Fllüchtlinge. Das alte Ammenmärchen, Ausländer würden den Deutschen die Jobs wegnehmen, hält sich leider verdammt hartnäckig! Dabei gibt es wahrlich genug Jobs, für die sich die meisten Deutschen zu fein sind; einige Branchen wären wahrscheinlich ohne nicht-deutsche Anlernkräfte völlig aufgeschmissen.

    Ich habe vor einiger Zeit eine Untersuchung gelesen, nach der gerade in (häufig ländlichen) Orten mit extrem niedrigem Ausländeranteil dieser vom größten Teil der Bevölkerung als viel zu hoch empfunden wurde...

    Eigentlich ist es auch nicht die Frage, ob (mehr) Migration für die deutsche Wirtschaft gut wäre oder ob es die deutsche Bevölkerung vorm Aussterben retten würde - es ist eine Frage der Toleranz gegenüber Menschen mit anderem kulturellen Hintergrund (die hier leben möchten)!!! - Um ehrlich zu sein, mich wundert eher, dass es nur 52 % waren!

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  6. Glo... 22.03.02 15:36

    Ich stimme Deinem gesamten ersten Absatz zu - viele sind sich zu fein und wir sprechen von den wirklich ganz normalen Menschen, wie Du Sie so treffend beschrieben hast!
    Für mich ist es aber nicht nur eine Frage der Toleranz, denn es spielen auch noch u.a. wirtschaftliche Komponenten eine tragende Rolle - wie verhält sich den zB Schweden? Denke wir sollten das Thema nicht zu soft angehen ;-)

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  7. cpo... 22.03.02 15:43

    Ich glaube schon, daß es ein ernst zu nehmendes Problem ist.

    Ich kann dieses Problem von zweierlei Seiten betrachten, da ich mit einer Ausländerin verheiratet bin, auch wenn wir ähnlich denken. Sie hat manchmal Probleme, weil häufig "Nicht-Deutsche" unter dem Begriff Ausländer in einen Topf geworfen werden. Und ärgert sich massiv darüber.

    Dabei müssen die Menschen dieser "Gruppierung" (Finde ich auch nicht sehr gelungen!) sehr stark differenziert werden. Ich würde eher sagen, daß man schon unterscheiden sollte, zwischen Personen, die gewillt sind, in Deutschland zu leben mit allen Rechten und Pflichten und denjenigen, die sich - wie viele Deutsche aber auch - unser schlechtes aber starkes Sozialnetz zu nutze machen wollen. Aufgrund dieser negativen Beispiele entstehen dann auch die Hetzparolen gegen große Teile der ausländische Bevölkerung.

    Ich persönlich kann auf letztere Gruppe gerne verzichten. Jeder der jedoch bereit ist sich hier in die Gesellschaft einzubringen bzw. seinen „Beitrag“ zu leisten, ist für mich herzlich willkommen. Dazu gehört für mich jedoch auch eine teilweise Anpassung an die hiesigen Lebensgewohnheiten, auch wenn ich die Einflüsse aus unterschiedlichen Kulturen sehr begrüße.

    Von dem Märchen, daß Ausländer den Deutschen Jobs wegnehmen, halte ich persönlich überhaupt nichts. Viele Jobs würden zum Teil von Deutschen nicht angenommen werden (typisches Beispiel Müllentsorgung).

    Aber Äußerungen zu diesem Thema sind immer eine echte Gratwanderung, bei der man leicht in die braune Ecke gestellt wird.

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  8. Suesse 22.03.02 16:06

    Kann ich nachvollziehen, dass sich deine Frau über sowas ärgert. Ich habe einige Zeit mit Flüchtlingen gearbeitet und weiss daher recht gut, welche Beschimpfungen sich solche Leute anhören müssen. Ihnen allerdings pauschal zu unterstellen, sie würden sich nur unser Sozialnetz zunutze machen wollen, geht ziemlich daneben: 1. kriegen sie vom Sozialnetz kaum was ab und 2. würden die weitaus meisten gerne arbeiten, bekommen aber keine Arbeitserlaubnis. Überhaupt denke ich nicht, dass eine nennenswerte Zahl an Menschen mit dem Vorsatz hierher kommt, sich in die "soziale Hängematte" zu legen. Für viele (nicht nur Flüchtlinge) läuft es irgendwann darauf hinaus, weil sie keine Arbeit kriegen oder zu alt dafür geworden sind und immer nur in Ausbeuterjobs ohne Sozialabgaben gearbeitet haben.

    Die Hetzparolen entstehen meiner Meinung nach nicht, weil es solche Beispiele gibt - sie entstehen aus Angst, dass es solche geben könnte und primär aus Angst, dass man selbst nicht genug abkriegen könnte.

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  9. cpo... 22.03.02 16:35

    Sorry, aber da muß ich Dir widersprechen. Ich habe mich hier nicht auf Flüchtlinge insbesondere bezogen.
    Sehr schlechte Erfahrungen haben wir besonders mit EINIGEN (Achtung: keine Verallgemeinerung) sogenannten "Rußland-Deutschen" gemacht.

    Des weiteren würde ich die Situation auch nicht so verharmlosen und auf eine nicht nennenswerte Zahl reduzieren. Ich will aber hier auch keinen Dämon propagieren.

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  10. Anonym 22.03.02 21:43

    Ich leugne ja nicht, dass es solche Negativbeispiele überhaupt gibt. Nach meiner Erfahrung ist es eben ein sehr geringer Teil, der nicht arbeiten will. Aber ob nun ich verharmlose oder die Gegenposition überzeichnet ist, läßt sich schwer definitv sagen. Man kann den Leuten nunmal nicht in die Köpfe gucken... Ich denke aber, wir sind uns einig, dass die automatische Assoziation Ausländer = Sozialschmarotzer, wie man sie so häufig antrifft (siehe 52 %!), mit der Realität nichts zu tun hat.

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  11. Suesse 22.03.02 21:45

    Sorry, war zwischendrin weg - wollte nicht anonym sein...

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  12. cpo... 23.03.02 09:36

    Dem kann ich uneingeschränkt zustimmen.

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  13. Glo... 22.03.02 17:49

    100% d´accord monsieur!!!

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  14. Lan... 23.03.02 20:31

    Dass wir ein offenes und kosmopolitisches Land in Europa sein wollen und z.T. sind, steht m.E. nicht im Widerspruch zu der Überlegung wieviel Migration wir ertragen und uns v.a. leisten können. Ich muss nochmals auf den Fakt hinweisen, dass Migration und v.a. Integration sehr viel Geld kostet. Kosten, die v.a. von den Ländern und Kommunen getragen werden müssen. Unter diesem Blickwinkel ist auch der Entwurf zum neuen Zuwanderungsgesetz unausgereift.

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  15. runaway 25.03.02 01:17

    52% ist sicherlich noch untertrieben. Ich könnte mir vorstellen, daß es rund 70% sind und die übrigen 30% mehr in westdeutschen Großstädten leben.
    Woran ich das festmache!? Mal Hand auf's Herz, wer in ost- und süddeutschen Regionen die Meinung der Leute über Ausländer erfragt, der wird über die Zahl 52 nur noch schmunzeln..

    Daß das deutsche Volk vom aussterben bedroht sein soll, halte ich für utopisch. Eine niedrige Bevölkerungszahl kann auch sehr zum Vorteil sein, wenn man Leerstellen mit der Zuwanderung reguliert. Und nichts anderes soll ja das Zuwanderungsgesetz sein. Wobei ich nichts definitives zu dem Inhalt des Gesetzes sagen kann, da ich es noch nicht gesehen habe. Daher mag es sein, daß das Gesetz auch unausgereift und nicht die Vostellung der Bevölkerung repräsentiert. Was richtig ist, ist der Ansatz zu einem solchen Gesetz. Wenn es der Union nicht gefällt, kann sie in eigener Legislaturperiode gerne daran rumdoktern.

    Ich glaube aber nicht, daß Deutschland - so die Gesamtheit der deutschen Bevölkerung - schlechte Erfahrungen mit Ausländern gemacht hat. Unterm Strich haben sie sich "gerechnet". Daher verstehe ich den Unmut der 52% (bzw 70%) eigentlich nicht. Aber na gut, wenn sie meinen "was zuviel ist zuviel", dann sollen sie den Zustrom stoppen und am besten einen Teil rauswerfen.

    Das Thema Integration ist ein Thema für sich. Ich denke, daß sich die eigentliche Unzufriedenheit auch genau hier findet. Ausländern wird gerne und oft fehlende Integration vorgeworfen. "Man würde die Eigenarten des Landes nicht erkennen und sich nicht anpassen wollen". Dieser Kritik kann entgegengebracht werden, daß die Integrationspolitik erst Ende der 80er eingesetzt hat (und das zu lasch), d.h. zuvor politisch NICHT GEWOLLT war, und diejenigen Ausländer, die Gegenstand dieser Kritik sind, mittels eines unklaren Staatsvertrages (verantwortlich sind beide Beteiligten) hergeholt wurden. Insbesondere wurde die Vision, womit sie rechnen durften, nicht klar herausgestellt. Was man in einen Vertrag reinschreibt und wovon man ausgeht, was später geschehen würde, sind nun mal zwei Dinge. Die Erkenntnis, daß man Menschen nicht wie Vieh hin und her schieben kann, hat sich erst im Nachhinein bemerkbar gemacht. Auch ist sicherlich sehr komisch, daß ausgerechnet nach der deutschen Wiedervereinigung auf diesem Thema vehement rumgehackt wird.
    Hinzu kommt die komplizierte Weltsicht im Osten, wo die Bevölkerung erst 12 Jahre zuvor von einer Parteidiktatur befreit wurde. Demnach waren sie 69 Jahre von (2) Parteien entmündigt. Dementsprechend verhalten sie sich auch: schlagen Ausländer zusammen, töten dabei farbige Menschen, von deren Steuergeldern sie sich wieder wirtschaftlich aufrappeln durften. Jetzt kommt bestimmt das 'Topargument' "Nicht alle sind so!". Die Masse ist aber erstaunlich STILL, dafür daß sie in einer freien Gesellschaft leben wollen;sind anscheinend nicht bereit, den Preis dafür zahlen zu wollen. Bei dieser Art von Mensch reden die Parteien nicht von Integration, obgleich sie den aufgezählten Eigenarten - auf eine andere Weise - ebenso entfernt sind. So hat z.B. keiner die Überlegung geäußert, daß den Chaoten von Solingen (eine türk. Familie wurde dort von den Witzfiguren, die sich Neo-Nazis nennen, "abgefackelt"/zwar ist das Geschehen in Westdeutschland, aber für seine Zeit eher typisch für den Osten) nicht Zwangsintegrationskurse für Demokratie und Meschenrechte aufgedrückt werden.
    Das Thema kann man sicherlich mit Beispielen für beide Ansichten - für und wider Ausländer - noch exakter darstellen, kann es aber bei weitem nicht mit der Fehlvorstellung abtun, die lieben Deutschen würden von ihren undankbaren Ausländern nicht verstanden werden (so ein Teil der Medienmeinung, so die Stammtische in Ost- und Südd.).
    Wie cpost erwähnt hat, kann ich auch nur im Umkehrschluß BESTätigen, daß man bei diesem Thema leicht in eine Ecke gestellt wird, wo man nicht sein will. Genau so geht es Leuten, die wegen ihrer Meinung zu diesem Thema in den Medien als "Berufsausländer" lächerlichgemacht und zum schweigen gebracht werden.

    P.S.: sicherlich ist die Ausschweifung zur "Integration" zu lang geraten, aber sie ist das eigentliche Thema, nicht das Zuwanderungsgesetz, die nur auf ausgebildete Fachkräfte spekuliert.

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  16. Suesse 25.03.02 14:00

    D'accord!!!

    Nur greift es leider zu kurz, das Neonazi-Problem bzw. ausländerfeindliche Grundhaltung auf Ost- und Süddeutschland reduzieren zu wollen. Fakt ist, dass es sehr aktive und mitgliederstarke Neonazi-Strukturen ebenso in HH, im Ruhrgebiet, in Berlin etc. gibt (das zeigt auch dein Bsp. Solingen). Und dass bundesweit anscheinend sehr viele Menschen empfänglich für diesen brauen Dünnschiß (sorry) sind, zeigt u.a. auch, in wievielen Kommunalparlamenten DVU, Reps & Co. Sitze haben. Es ist schlicht ein gesamtgesellschaftliches Problem!

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  17. Pin... 25.03.02 15:00

    Also, Sorry das problem daran fest zu machen das es im Osten zuviel Nazi gibt finde ich sehr ARM, sicherlich passiert drüben das meiste in der hinsicht, und die Bilder sprechen eine eigne Sprache, aber wer sagt das sind die Ossi dann ist das sehr Oberflächlich gesehen, und ohne Verstand.
    Denn mann muß mal Überlegen zur Zeit der DDR gab es im keine Nazi, die wurden sofort, weggesperrt, also wo kommen sie her?
    Das sind Gruppen die in Westen im Untergrund gelebt haben und im Osten denn NäHR satz gefunden haben, denn sie brauchten.
    Das problem liegt inder Gesellschaft mann hat es nicht geschafft die leute zu beschäftigen, und der einzige weg auf sich aufmerksam zu machen ist halt der weg der gewalt, das sieht mann ja überall auf der Welt.
    Ich selber bin dort geboren, weiß worum es geht, und es ist tödlich wenn leute die noch nie im Osten waren sich eine meinung bilden, dann machen sie die selben fehler wie auf der anderen Seite wo leute denken das Ausländer die arbeit weg nehmen.
    Ich lebe nun schon seit 12 Jahren im Ruhrpott und stelle mir die Frage wieviele Arbeitslose wir hätten wenn wir keine Ausländer hier hätten.
    So und nun zum eigentlichen Punkt, 52 % ist iel und das regt mich auf denn alleine schon der begriff auslander ist eine Schande, egal aus welchen Mund, wir sind alle Induvidien einer Spezies, und das müssen wir endlich kapieren, solange uns das nicht gelingt werden es immer 52% bleiben in jeden Land. Danke fürs lesen

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  18. runaway 25.03.02 21:48

    lieber Daniel,

    abgesehen davon, daß ich jetzt in deinen Augen als "ARM", "oberflächlich" und "ohne Verstand" gelte, würde ich doch gerne auf deinen Beitrag antworten.
    Du sagst selber, daß rechte "Gruppen im Osten den Nährsatz gefunden haben, den sie brauchten". Daß sie aus dem Westen kommen und während der DDR-Zeit weggesperrt wurden(was ja auch nicht die Lösung des Problems ist), ist dabei sekundär. Genau auf diesen Nährsatz wollte ich anspielen. Das mag sicherlich viele Gründe haben, die teils sogar harmlos sind. Aber eine Regel bleibt: wer frei sein will, muß sich gegen die Unterdrücker der Freiheit - seien sie aus eigenen Reihen - auch seinen Mann/seine Frau stehen. Nirgends wird die freie Gesellschaft anders erhalten. Das mag zu ideologisch beladen klingen, läßt sich aber nicht anders umschreiben.
    Du redest von Leuten, "die noch nie im Osten waren, sich dennoch eine Meinung bilden". Ich war im Osten und habe auch ein bißchen aus Erfahrung geredet. Ich war aber noch nie in Afghanistan, bilde mir aber trotzdem eine Meinung darüber. Sollten Geschehnisse, die durch Medienübertragung uns erreichen, nicht für eine Meinungsbildung ausreichen??
    Ohne jetzt zu verallgemeinern - ich gebe zu, daß im obigen Beitrag ich micht ausdrücke wie ein Elefant im Porzellanladen - halte ich die Behauptung aufrecht, daß die Vestimmung über Ausl. dort etwas mehr ins Auge sticht. Hoffen wir, daß es sich ändert.
    Wie ich zudem sehe, studierst du Wiwi an der Gerhard-Mercator-Universität, wo zahlreiche Freunde/-innen von mir dort ihren Abschluß gemacht haben. Da ich die recht hohen Anforderungen dort kenne, weiß ich, daß du mich im zweiten Anlauf besser verstehen wirst, da ich mich jetzt auch präziser ausgedrückt habe.
    Im übrigen gefällt mir dein letzter Satz.

    Gruß..run..

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  19. Pin... 26.03.02 00:14

    lieber run,

    Hab wohl genauso trivial und ohne Verstand dahin geschmettert,werde mein Temperament demnächst zügeln, also "SoRRY", aber das ist halt ne sache wenn du Jahre lang sowas zuhören kriegst dan haste die Schnauze voll.
    Hab die sache zu persönlich genommen und meinen Verstand mal wieder aus geschaltet( Selbst kritik ist der erste Schritt zur Besserung*g*)
    Und ich habe denn text falsch aufgenommen, also, Sorry wenn ich dich in einer Form Beleidigt haben sollte.
    Netten Gruß Pino

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  20. runaway 26.03.02 07:19

    alles halb so schlimm...mein Beitrag hat's ja mitprovoziert..forget it...

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  21. Pin... 25.03.02 15:00

    Also, Sorry das problem daran fest zu machen das es im Osten zuviel Nazi gibt finde ich sehr ARM, sicherlich passiert drüben das meiste in der hinsicht, und die Bilder sprechen eine eigne Sprache, aber wer sagt das sind die Ossi dann ist das sehr Oberflächlich gesehen, und ohne Verstand.
    Denn mann muß mal Überlegen zur Zeit der DDR gab es im keine Nazi, die wurden sofort, weggesperrt, also wo kommen sie her?
    Das sind Gruppen die in Westen im Untergrund gelebt haben und im Osten denn NäHR satz gefunden haben, denn sie brauchten.
    Das problem liegt inder Gesellschaft mann hat es nicht geschafft die leute zu beschäftigen, und der einzige weg auf sich aufmerksam zu machen ist halt der weg der gewalt, das sieht mann ja überall auf der Welt.
    Ich selber bin dort geboren, weiß worum es geht, und es ist tödlich wenn leute die noch nie im Osten waren sich eine meinung bilden, dann machen sie die selben fehler wie auf der anderen Seite wo leute denken das Ausländer die arbeit weg nehmen.
    Ich lebe nun schon seit 12 Jahren im Ruhrpott und stelle mir die Frage wieviele Arbeitslose wir hätten wenn wir keine Ausländer hier hätten.
    So und nun zum eigentlichen Punkt, 52 % ist iel und das regt mich auf denn alleine schon der begriff auslander ist eine Schande, egal aus welchen Mund, wir sind alle Induvidien einer Spezies, und das müssen wir endlich kapieren, solange uns das nicht gelingt werden es immer 52% bleiben in jeden Land. Danke fürs lesen

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  22. Lan... 25.03.02 15:30

    Die Kollektivschuldthese für Ostdeutschland im Bezug auf Rechtsradiaklismus lehne ich auch ab, da sie nicht zutrifft. Aber runaway hat das sicher nicht so gemeint, sondern nur auf das Problem allgemein hingewiesen, nicht wahr?

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  23. runaway 25.03.02 21:24

    natürlich spreche ich nicht von einer Kollektivschuld...das wäre verfehlt...ich hatte 2 konkrete Beispiele im Hinterkopf gehabt.
    Das erste war der, daß ein Schwarzer durch die Stadt gehetzt wird, sich bei der Flucht Verletzungen mit Todesfolge holt. Es gibt im Nachhinein so ca. an die Dutzend Zeugen, aber anscheinend keiner, der eingegriffen hat. Des weiteren wurden erst vor Wochen 2 ausl. wissenschaftliche Mitarbeiter zusammengeschlagen. Es kommen halt vermehrt Ereignisse dort vor; entweder hat die Polizei die Lage nicht unter Gewalt oder aber die Bevölkerungsmehrheit steht der Lage indifferent gegenüber..
    Das zweite, was mir einfiel, war eine Kampagne in München gegen einen anscheinend schwachsinnigen 14jährigen Dauerstraftäter. Ich empfand diese Aktion mehr als eine Dämonisierung einer bestimmten Ethnie.

    Im übrigen danke ich dir Langner für die richtige Erkenntnis. Im Gesamtzusammenhang mit meinen bisherigen Beiträgen hätte ich niemals auf die These der Kollektivschuld hinausgewollt. Gebe aber zu, daß mein obiger Beitrag an Struktur und Gedankenführung zu wünschen übrig läßt. Nichts für ungut, es war spät in der Nacht.

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  24. Lan... 25.03.02 23:22

    Die gute alte selektive Wahrnehmung halt....

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  25. Pin... 25.03.02 23:28

    Ich wollte auch niemanden angreifen, und stimme natürlich über ein das es Leider zutrifft, das die meisten aktionen von dort kommen.
    Und die Frage natürlich berechtigt ist was ist da los?
    Wieso macht keiner was? Und das ist das was ich meine, das muß man hinter Fragen, und ich wäre euch dankbar wenn ihr mir sagen würdet, wo ihr da probleme seht, und wie eventuell man lösungen finden kann.;)

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