Wird Jerusalem jemals frieden sehen?

Pin... 28.03.02 01:25

Hätte gerne eure Meinung zur Lage in Israel, und Vorschläge, wie es gelingen könnte Frieden zu erlangen.

  1. cpo... 03.04.02 16:47

    Ich spreche ja auch nur davon, daß die "historische Schuld" keine Entschuldigung für Nichteingreifen sein darf.

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  2. Pin... 04.04.02 04:00

    Aber mal ehrlich bisher haben sie alle eingegriffen, und geändert hat es nichts, wie soll das aussehen; UNO NATO, was kann mann noch machen.

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  3. Suesse 04.04.02 15:27

    Wenn man so zuguckt, wie sich die Situation immer weiter zuspitzt - Arafat in "Abschiebehaft", immer mehr palästinensische Orte besetzt und unter Ausgangssperre, immer neue Attentate, etc. - sieht es eher so aus, als könnte wirklich niemand mehr etwas machen. Es sei denn, Israelis und Palästinenser würden es schaffen, Hass und Rachegefühle runterzuschlucken und gemeinsam eine friedliche Lösung finden (ok, soviel zu den Tagträumen...) Ich hoffe jedenfalls nicht, dass irgendwelche selbsternannten Weltpolizisten wieder einmal auf die grandiose Idee kommen, den Konflikt einfach platt zu bomben.

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  4. Anonym 04.04.02 19:41

    ich denke es muß ein energisches eingreifen europas und der usa erfolgen. europa hat einen besseren draht zu den palästinensern und die amerikaner zu den israelis. mit der gleichen durchsetzungskraft wie der staat israel im jahre 1948 entstanden ist soll ein staat palästina entstehen, dessen grenzen von der uno bewacht wird. was für ein idiot ist scharon, der glaubt mit gewalt gewalt zu stoppen!!!

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  5. Suesse 04.04.02 21:29

    Mit dieser Idiotie ist der gute Scharon ja nicht ganz alleine - oder passiert(e) in Ex-Jugoslawien, im Kosovo, in Afghanistan, in Nordirland, in Indonesien etc. irgendwas anderes als Gewalt mit Gewalt begegnen?!

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  6. runaway 06.04.02 09:58

    Im Grundsatz stimme ich dem zu.

    Aber:
    in Bosnien hat ja keiner eingegriffen. Und wir alle haben gesehen, daß der blutrünstige Milosevic+serbische Elite nicht genug Menschen massakrieren konnten. Ich denke da noch an die im Fernsehen gezeigten (!!) Konzentrationslager, wo Männer durch Kopfschüsse hingerichtet und Frauen von serbischen Freischärlern und Soldaten massenvergewaltigt wurden. Ich denke da an die Bilder in Newsweek, wo in Flüssen die Leichen von Zivilisten zu Dutzenden herumschwammen. Ich denke an die Bilder von 12jährigen Mädchen und alle anderen jungen Frauen, denen die ganze Zukunft dadurch geraubt wurde, daß sie den Schweiß und die abartigen Gelüste von wilden Tieren erleiden mußten. Ich denke daran, daß eine durchwaffnete jugoslawische Armee ihren Feldzug gegen "abtrünnige" Zivilisten zu einer Sexorgie ausweitete. Ich denke an Menschen, die bei einer Straßenüberquerung oder einem Marktbesuch von Scharfschützen oder Granaten willkürlich "liquidiert" wurden. Oder auch an den Befehl des Kriegsverbrechers Mladic "Ich will bis zu den Knien in bosnischem Blut stehen!" Da kann man bei besten Willen zum Frieden nicht sagen "lassen wir sie mal ihre Agressionen ausleben" . Ich hätte mir eine Bombardierung und Einschüchterung Belgrads wesentlich früher gewünscht. Ich hätte mir die kampfstarken Marines auch in Bosnien gewünscht.
    Das es nicht geschah, lag nicht unbedingt daran, daß dort nichts zu holen waren, sondern es stand der Panslawismus-Bruder Rußland dem entgegen (oder wohin meinst du, haben sich die flüchtigen serbischen Kriegsvebrecher geflüchtet?).

    Es ist richtig, nicht gleich überall einzugreifen. Manchmal legen sich ja die Agressionen von selbst. Aber es kann nicht auf der Welt jeder jedes machen dürfen, nur weil er ein Land hat. Manchmal muß man daher Gewalt mit Gewalt begegnen, und das nicht zu knapp!

    P.S.: die Ausführung ist nicht als eine Parallele zum aktuellen Konflikt im Nahen Osten zu verstehen. Israel ist bei weitem zivilisierter als die damaligen Primitivlinge in Belgrad.

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  7. Anonym 06.04.02 13:11

    Jedes Land, daß Gewalt als erstes Mittel der Diplomatie sieht, steht für mich auf der gleichen Stufe...Israel ist somit auch nur ein "Schurke".

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  8. runaway 07.04.02 17:44

    ich sprach ja nicht vom ersten Mittel der Diplomatie..

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  9. runaway 07.04.02 20:33

    schon garnicht ging es um Israel, sondern darum, ob in Konflikte eingegriffen werden soll, die unaufhaltsam ausarten..

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  10. Suesse 06.04.02 13:22

    Sorry... für mich ist niemand "zivilisiert", der zu solchen Mitteln greift! Waffengewalt gegen als "anders" definierte Menschen ist immer primitiv und verachtenswert! Kann deshalb nicht ganz nachvollziehen, warum Israelis für dich weniger schlimm sind als Serben.

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  11. Anonym 06.04.02 20:28

    na sag ich doch...oder war das auf ihn da oben bezogen? wir sind mal einer meinung...

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  12. Suesse 07.04.02 15:42

    War auf run bezogen. Wir sind tatsächlich mal einer Meinung, Björn - was für ein Tag!!! ;-)

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  13. Anonym 07.04.02 16:06

    werde ihn mir rot im kalender anstreichen!

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  14. runaway 07.04.02 17:55

    was die aktuelle Situation betrifft, stimme ich zu, daß insbes. Sharon mit dem Verteidigungs-Gedanken übertreibt. Aber das habe ich oben ausgeführt. Auch nervt es mich, wenn das israelische Militär willkürlich auf Häuserfassaden schießt.
    Israel kann man eben nicht mit dem damaligen (!!!!!!!) Serbien vergleichen. Milosevic war ein Massenmörder, sowie Stalin oder Hitler. Sharon ist auch mörderisch, aber seine Schuld ist bei weitem nicht derart exsessiv.
    So ist doch sehr fraglich, warum sich dieselben Medien über Israel riesig aufregen, die während des Balkan-Massakers jahrelang halbherzig berichteten.

    Dennoch: ich denke, daß meine obige Aussage von euch beiden mißverstanden wurde. Es ging nicht primär um den Vergleich, sondern darum, daß man auch in ein souveränes Land eingreifen sollte, wenn da offensichtlich Verbrechen von großer Tragweite geschehen. Daß dies praktisch selten umsetzbar ist, ist mir auch klar.

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  15. Anonym 07.04.02 22:58

    dann stimme ich dir natürlich zu...;-)))

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  16. Anonym 06.04.02 13:17

    Ein tolles Beispiel unserer Schuld ist, die Erklärung des Zentralrates der Juden in Deutschland, die Möllemann nach seiner Äußerrung "Schulterschluß mit den Antisemiten" vorwarfen. Warum dürfen wir in Deutschland nicht sagen, daß die derzeitigen Aggressionen von Israel ausgehen? Warum regt sich in Deutschland denn keiner auf, wenn man bei Äußerungen die sich gegen Israel richten, gleich als Nazi beschimpft wird.

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  17. Suesse 06.04.02 13:25

    Das ist denke ich eine Frage des wie. Ausserdem sind Judentum und Israel nunmal nicht gleichzusetzen.

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  18. cpo... 06.04.02 19:08

    Dem kann ich nur beipflichten.

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  19. cpo... 06.04.02 19:23

    Dem kann ich nur beipflichten.

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  20. Anonym 06.04.02 20:30

    aber warum machen die keinen unterschied? wenn ich kritik an der politik isreales über und gleich als antisemit tituliert werde, wer hat denn den verstand verloren? außerdem war es der zentralrat der juden der keinen unterschied gemacht hat...

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  21. cpo... 06.04.02 23:18

    Also ich finde auch, daß man zwischen den Juden und Israel differenzieren sollte. Nur weil man mit der Politik der Israelis nicht einverstanden ist, muß man ja nicht gegen das Judentum eingestellt sein.

    Sollte der Zentralrat der Juden hier keinen Unterschied machen können, so handelt er unsachlich.

    Leider kenne ich die Äußerung von J.Möllemann nicht vom genauen Wortlaut und kann deshalb nicht sagen, ob die Bedenken berechtigt waren oder nicht.

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  22. Pin... 07.04.02 15:35

    Alllerdings!
    Ist es doch klar wir sind so vorbelastet mit denn Nazionalsozialismus das wir nie und das zu recht dies immer vor geworfen, wird, allerdings muß uns das recht eingräumt werden das mann sich frei äußern darf und dies stört mich ins besondere.
    Sie scheinen keinen Unterschied zu machen da ich noch niemanden da unten gesehen habe der für frieden auf die Straße ging.

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  23. cpo... 07.04.02 19:28

    Sorry, aber ich habe nicht so genau verstanden, was Du in diesem Abschnitt zu sagen versuchst.
    Ich persönlich stehe aber auf dem Standpunkt, daß man sich nicht permanent für die Vergangenheit entschuldigen muß. Sie in Erinnerung behalten ja. Aber ich laufe nicht mit dem Büßerhemd herum.

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  24. runaway 07.04.02 22:46

    Abgesehen davon, daß ich das Einbringen von Stichwörtern wie "Nazi" oder "historische Schuld" bei diesem Thema für unangebracht halte, haben Deutsche auch vor 1933 und nach 1945 eine Geschichte, die mehr eine Bereicherung für die Welt war (Stichwort: Geisteswissenschaften, Naturwissenschaften und Literatur). Auch ist unter Historikern unumstritten, daß das deutsche Volk das größte Opfer des totalitären Nazi-Regimes wurde; über 20 Mio Tote sprechen für sich.
    Es wäre daher sehr angebracht, zu erwähnen, wer wem dieses Büßerhemd anziehen will. Wer bittet denn ständig um Entschuldigung?

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  25. Suesse 07.04.02 15:54

    Dazu muss ich kategorisch sagen: ist mir völlig egal, wer hier nicht differenziert; es ist und bleibt nicht nur unsachlich, sondern populistisch - und ist damit nicht wirklich besser als irgendwelche antisemistischen, rassistischen, sexistischen oder sonstwie diskriminierenden Äußerungen.

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