Mobile Nachaltige neue Geschäftsmodelle?!?

tha... 25.10.02 12:34

Was denkt ihr zu GEschäfrtsmodellen? Der Begriff taucht erst seit der DIgitalisierung in der Theorie auf und ist sehr verschwommen. Was macht Geschäftsmodelle im M-Commerce aus? Ich denke das Erlösmodell, der Content, das Wettbewerbsumfeld und die Beziehung zum Kunden sind das wichtigste. Würde gerne eure Meinung dazu hören. Schreibe gerade Diplomarbeit zu dem Thema und einheitliche Meinungen gibt es kaum um Geschäftsmodelle sinnvoll zu klassifizieren. (Hier geht es auch schon los. Unterschied: Klassifikation, Typologisierung etc.) Freue mich auf Antworten.

  1. Hen... 25.10.02 16:17

    Begriff kommt wie so vieles wohl aus dem Englischen - Business model - entsprechend duerfte sich da in der Literatur eher etwas konkretes finden.

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  2. futurefunds 29.10.02 23:20

    hallo,
    auch wenn es sich "doof" anhören mag würde ich business modelle als eine abstrahierte unternehmensstrategie definieren, die merkmale in den vordergrund stellt ,welche insbesondere für externe "interessengruppen" relevant sind.

    das "scheitern der new economy" lag vielfach am fehlenden "added value /kundennutzen" und gänzlich missachteter der kostenstrukturen (zumindest beim handel mit nicht virtuellen produkten).
    das andere ist schlicht und einfach die adaptionskurve von innovationen was wohl mit psychologie zu tun hat. selbst wenn es was tolles gibt traut sich eben nicht jeder das auch sofort auszuprobieren. viele der unternehmen waren mit ihren geschäftsmodellen (dimension des nutzens für den kunden / das produkt selbst) einfach der zeit voraus. ich glaube auch dass eineige start ups die gescheitert sind durchaus chancen in der zukunft haben werden.

    und genau diese probleme gelten auch für den m-commerce. nur was einen wirklichen nutzen bringt macht überhaupt sinn und troz dem braucht es eben seine zeit bis auch jeder diesen nutzen erkennt (auch wenn er offensichtlich ist)

    im m-commerce steht uns somit noch ein langer weg bevor der z.z. aber auch noch von der technik determiniert und limitiert ist. (gute hochauflösende kleine displays, lange akku laufzeiten, hohe rechenleistung-java ,multimedia , geringe kosten der mobile devices selbst).

    und eine noch viel wichtigerer aspekt: die bediengung der geräte. (problem der mensch maschine kommunikation /interface design) wer ist schon so "blöd" und kauft in der ubahn bei Schlecker über das mobile device ein. da braucht man wochen. erst wenn die geräte intelligent sind und ich einfach mit denen sprechen kann, ohne lange zahlenkollenen mühsam über eine 10 tasten tastatur eintippen zu müssen machen manche anwendungen und damit geschäftsmodelle sinn.

    ob irgendwelche m-commerce geschäftsmodelle wirklich einen mehrwert bieten wird wohl deshalb die nächste zeit noch zu beneinen sein. (wobei man erstmal m-commerce genauer definieren müsste.)

    einfacher content wie nachrihten sind sicherlich für bestimmte zielgruppen von wert und läßt sich bereits jetzt "abverkaufen" und bildet somit die basis für ein geschäftsmodell.

    (das hat jetzt wohl wenig mit commerce zu tun aber die heimautomation stellt für mich persönlich auch ein großes potential für mobile devices dar: es klingelt jemand an der türe, ich sehe das auf dem mobile device. ich überwache die wohnung, kann in jeden raum sehen... ich steuere die heizung wenn ich vergessen hab sie abzustellen , ich sprengle den garten bei einer hitzewelle wenn ich im urlaub bin etc...)

    an anderer anwendungsbereich wären mobile video/digitalkameras. der mehrwert liegt aber hier in der direkten übertragung auf einen zentralen speicherplatz, niemals darin sich unterwegs auf einem 4x4cm großen display filme anzusehen...

    m-commerce aus kundenperspektive, der in einem puren abverkauf von waren (auch digital) besteht halte ich für keine gute basis für geschäftsmodelle. wie auch in der nichtvirtuellen welt: mit dienst/serviceleistungen läßt sich am einfachsten geld verdienen und dafür gibt es wesentlich mehr geschäftsmodelle die auch kundennutzen haben. dehslb würde ich eher von "m-services" als "m-commerce" als zukünftige "killer-applikation" sprechen.

    das ist echt ein spannendes thema für eine diplomarbeit da wird man ja ganz neidisch;-)
    with kind regards
    tom

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  3. tha... 31.10.02 20:12

    Ich denke DU hast auf jeden Fall recht, das es nicht darum geht Produkte über den mobilen Kanal zu vermarkten. Dies wird zwar auch in Zukunft geschehen, ist aber keine eigenständiges Geschäftsmodell sondern nur ein neuer Distributionskanal. Geschäftsmodelle werden nur bestehen, wenn die die Mobilität wirklich ausnutzen, also den Wertbeitrag den das Mobilfunknetz bietet auch nutzt. Die kann zum einen sein das man Kontext und Ortsspezifische INformationen bekommt die man gerade wirklich braucht (Location Based Services) oder die SIcherheit des Handy wird ausgenutzt. Ich denke Paybox hat ein mehr als gutes Konzept, sich bisher sehr gut etabliert und wird es auch weiterhin tun. Ein Standrad wäre damit schon geschafft. Es gibt eine alternative Bezahömöglichkeit zu den Rechnungen der MObilfunkbetreiber.

    Ich denke aber das die bisherigen Limititationen wie z.B. die des Displays aufgehoben werden. Es gibt das elektronische Papier. Diese kann mit dem Mobiltelefon kombiniert z.B. ein ABo bieten um immer aktuelle Artikel aus der Zeitung zu lesen oder die Berichte aus dem Intranet des Unternehmens für das man arbeitet, immer egal wo man ist. Anytime, anywhere. Internationales roamnig macht es möglich.

    Doch was machen Geschäftsmodelle wirklich aus. Es ist eigentlich eine BEschreibung, wie man Nutzen und somit Geld schaffen kann. Der Nutzen ist eine Definition des Produktes. Es muss Bedürfnisse befriedigen ohne diese erst entstehen zu lassen. Ein Erlösmodell muss langfristig sichergestellt sein und.....

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  4. Hen... 11.11.02 13:11

    einige Geschäftsmodelle waren ihrer Zeit voraus? D.h. das Geblubbere von windows of opportunities und first-mover advantages war in diesen Fällen Bödsinn?!

    Wer also abwartet und die Fehler der frühen Versuchskanninchen analysiert hat jetzt bzw. in Zukunft Chancen sich am Markt zu etablieren.

    Technisch wird man in vielen Fällen UMTS bzw die Übertragungsraten und Netzinfrstruktur brauchen... und da haben e-entrepreneure und -manager jetzt viel Vertrauen verspielt. D.h. insgesamt wird es wohl länger dauern als durch die Technik limitiert. Limitierender Faktor dürfte damit Kapital und vieleicht auch unternehmerischer Wagemut sein.

    Wer von uns squeakern will sich denn in diesem Bereich noch mal tummeln?

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