AC Roland Berger

Anonym 19.07.03 18:20

Wer hat schonmal einen Bewerbertag bei Roland Berger durchlaufen und kann mir Tipps/Hinweise/Erfahrungen zu den Persoenlichkeits- und Fachinterviews, Fallstudien, und Praesentationen geben?

  1. Jan... 20.07.03 22:40

    Mhmmm....

    gibt es hier überhaupt keine tolle BWL/VWL, die bei den kreativen Strategen gewesen sind?

    Bis wann brauchst Du es?

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  2. Anonym 21.07.03 21:00

    asap ;-))

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  3. Jan... 21.07.03 23:39

    1. Teil Aufwärmphase
    eher Verhaltensfragen
    - stellen sie sich vor, sie müssen zu einen wichtigen termin, aber alle ihre unterlagen sind im Büro, was tun sie?
    - zu ihrem Lebenslauf, wieso haben sie dies gemacht
    - in ihrer eigenschaft als .... wie hättest sie sich verhalten wenn ...
    - sie sind in einer arbeits/projektgruppe; ihr vorgesetzer und sie haben eine andere meinung, was tun sie?
    etc.

    2. Phase
    VWL/BWL Fragen
    schätzt aufgaben

    - wie viel umsatz macht .... im jahr?
    - wie viel umsatz macht .... im jahr?
    - woran liegt es?
    - welche faktoren spielen hier die entscheidende rolle?
    - welche faktoren sind fix und welche beeinflussbar?
    - Frankfurt Airport will den Flughafen erweitern, wie gehen sie vor
    - ....
    - wie komemn sie zum höheren umsatz?

    3. Phase
    Case Studies
    + denkaufgaben
    - aldi hat ein problem; ein bestimmter anteil an waren verschwindet; wie stellen sie heraus was der grund dafür ist
    - sie sind in einem raum, wo sich drei birnen befinden, in den anderen raum befinden sich drei farbige schalter, sie können zweimal in den anderen raum gehen, wie finden sie heraus welcher schalter zur welcher birne gehört

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  4. Noemi 24.07.03 10:45

    Hy, war Roland Berger dann auch so toll, bzw. die Erfahrungen dort, oder ist es auch nicht anders als sonst?

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  5. Jan... 21.07.03 23:43

    Achja:

    - bewusstes durch spitzfindige Fragen, nachbohren Nervösmachen = wie verhält sich der kandidat unter Druck

    - teilweise nur eine lösung richtig, hilfe wird angeboten, aber man muss wirklich dann schnell herausfinden, was der Consulter für "richtig" hält

    - wichtig natürlich einige sehr wichtige Grundformel von VWL/BWL

    - etc.

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  6. tri... 22.07.03 08:51

    "sie sind in einem raum, wo sich drei birnen befinden, in den anderen raum befinden sich drei
    farbige schalter, sie können zweimal in den anderen raum gehen, wie finden sie heraus welcher
    schalter zur welcher birne gehört"

    - beim 1. gang drücke ich 2 schalter an, gehe dann in den birnenraum zurück und habe somit
    mit der nicht-leuchtenden birne den nicht-angeschalteten schalter definiert.
    beim 2. gang drücke ich einen der zwei angeschalteten schalter aus, gehe zurück und habe mit
    der birne, die nun ausgegangen ist, den 2. schalter definiert - und natürlich somit auch den 3.
    und die dazugehörige birne (ausschlussprinzip).
    so in etwa? (hab noch nie logik-tests gemacht).

    aldi hat ein problem; ein bestimmter anteil an waren verschwindet; wie stellen sie heraus was
    der grund dafür ist

    - und? was wäre eine (consulting-spitzenfirma-) angemessene lösung?
    (außer der konsequenten versteckten videoüberwachsung ;-))) )

    "wichtig natürlich einige sehr wichtige Grundformel von VWL/BWL"

    - das ist interessant - als da wären? G = U - K und so was - oder Preiselastizitäten
    berechnen? Oder schwerere Dinge? (wenn ja, welche?!). Das würde mich wirklich brennend
    interessieren!

    Vielen Dank.

    Gruss,
    Trigger

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  7. mac... 22.07.03 09:32

    @trigger: RTFM; i.e. VAULT-GUIDES!

    Gefragt ist der 1st year MBA-Stoff, der in Grundzuegen dem deutschen Grundstudium entspricht.

    NPV, Matrizen, 5 Ps, 4Cs, 5Cs, Porter etc.

    Aber so wirklich wichtig sind diese Tools nicht: Sie sollten nur als Strukturierungsrahmen Deiner Gedanken gelten, damit die Berater auch etwas mit Deinen recommendations anfangen koennen.

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  8. tri... 22.07.03 10:44

    arxl, ok, der meiste stoff war zwar in Köln nicht 1., sondern eher 2. jahr grundstudium (ausser matrizen, das war sogar propädeutikum, also VOR dem grundstudium), aber den rest hab ich doch schon seit ewigkeiten verdrängt (insbesondere NPV-berechnung, obwohl man das sicherlich problemlos wieder hinkriegen würde, aber halt erst nach kurzer wiederholungslektüre), 5 P hiessen die bei uns auch nie (auf englisch), sondern wir hatten im grunde die lustigen 4 (+1) deutschen KDPP-ausdrücke... porter ist easy, aber was zum geier sind 4Cs und 5Cs (die abkürzung hab ich offen gestanden noch nie gehört - und ich hab mein diplom schon ;-) ).
    greets,
    trigger

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  9. mac... 22.07.03 12:16

    Bitte genau lesen! 1st year-MBA...in GRUNDZUEGEN hat man das an jeder guten Uni in den ersten beiden Semestern. Es geht auch nicht um eine Vertiefung. Zu den Matrizen: Ich spreche nicht von linearer Optimierung, sondern von Modellen wie der BCG-Matrix etc., die ja nun wirklich nicht hochkompliziert sind, obgleich sie einen interessanten wirtschaftsgeschichtlichen Hintergrund haben (als Kernkompetenzen noch nicht der Trend waren...).

    4Cs:
    Customer, Cost, Competition, Capabilities...

    5Cs:
    Capacities, Competitive Advantage, Capital etc.

    PARDON, meinte natuerlich die 4Ps.

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  10. mac... 22.07.03 12:19

    Notabene: NPV und die Fortfuehrung (Equity & Firm Valuation - DCF also!) sind relevant in sog. M&A-Cases, die gerne von den Finance-Spezialisten in den Beratungen gestellt werden. In diesem Sinne: Viel Spass mit CAPM, NPV, DCF, FCFE und Co. ;-)

    Alles im uebrigen ERSTES Semester, was die Tiefe angeht, welche die Beratung erwartet. Um MEHR GEHT ES NICHT.

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  11. tri... 22.07.03 13:50

    Hi macb3th.
    Danke für die Aufklärung.
    Also, in der nun nicht wirklich NICHT-GUTEN Universität zu Köln hat man davon quasi NIX in den ersten beiden Semestern, zumindest nicht per se.

    Auf Englisch hat man davon sowieso rein gar nichts, so dass man auch diese 4C und 5C - Abkürzungen noch niemals gehört haben muss (nicht mal zwangsläufig im Hauptstudium).

    Da Frage ich mich doch ernsthaft, wie ein Absolvent einer staatlichen Uni da jemals zum Zuge kommen soll...

    Greets,
    T.

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  12. mac... 22.07.03 13:59

    Ich wuerde niemals die Guete einer (betriebs-)wirtschaftlichen Ausbildung anhand der fruehen Lehre dieser simplen Konzepte und Faustregeln festmachen.

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  13. tri... 22.07.03 13:51

    PARDON, meinte natuerlich die 4Ps.


    -- Paßt schon. 5 P ist heutzutage durchaus möglich, manche sprechen sogar von 7 P in der neueren Literatur...

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  14. tri... 22.07.03 13:52

    PARDON, meinte natuerlich die 4Ps.


    -- Paßt schon. 5 P ist heutzutage durchaus möglich, manche sprechen sogar von 7 P in der neueren Literatur...

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  15. JLi... 22.07.03 21:10

    Geht doch nichts über das Phänomen des klassischen "Bullshit-Bingos" oder auch "Geblubbere von großen Worthülsen", nicht wahr? :-P

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  16. mac... 23.07.03 09:58

    Du sollst denen ja auch nicht sagen: "Ich wende jetzt die 4 Ps an."
    Aber die 4Ps koennen Deine Denkstruktur begruenden - eine Art Plattform. That's it. Consulting halt.

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  17. nocchio 23.07.03 10:45

    Man merkt dann doch das Roland Berger weniger anspruchsvoll ist. Die Frage mit den Birnen ist nämlich eingentlich unter der Bedingung zu beatworten, dass man den anderen Raum nur einmal betreten darf, nicht zweimal.....

    Was sagt Ihr eingentlich zu dem (teilweise) BESTätigten Gerücht, dass Berger allen Beratern die noch in der Probezeit gewesen sind Ende 2002 gekündigt hat.
    Und jetzt stellen sie wieder ein? Sehr gute Personalpolitik ;-) (Nur eine persönliche Meinung!)

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  18. Hen... 23.07.03 17:39

    wenns stimmt: kurzfristiges Denken gepaart mit Aktionismus?

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  19. Jan... 24.07.03 08:09

    Korrektur

    ich meinte eigentlich, dass man nur einmal reingehen kann; es solltennur kurze Beispiele sein, worum es geht; in dem Forum in squeaker, steht diese Aufgabe auch schon drinn, die habe ich so vor einem jahr reingetippt; eigentlich sollte es klar sein, aber .... ;)

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  20. tri... 24.07.03 09:09

    Oh, wenn man nur 1 mal reingehen kann, bin ich eindeutig zu dämlich für die Consulting-Branche und diese absonderlichen Tests...
    ;-(

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  21. nocchio 24.07.03 09:40

    Na na Trigger, untertreib mal nicht. Aber ein kleiner Lösungstipp:
    Du machst den ersten Schalter an und lässt in eine längere Zeit an. Dann machst Du ihn aus und den zweiten Schalter an. Diesen lässt Du an. Jetzt gehst Du in den Raum. Die Birne die brennt gehört zu Schalter 2 (der an ist). Die Birne die noch heiß ist gehört zu Schalter 1 (der ja längere Zeit an war, daher ist die Birne noch heiß) und die kalte Birne gehört zu Schalter 3, der noch nie betätigt wurde.
    EInverstanden?

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  22. tri... 25.07.03 09:10

    hi nocchio.
    ok, das klingt nicht schlecht, setzt aber voraus, dass du selber die rahmenbedingungen setzen kannst, wenn nichts anderes vorgegeben ist - ist dem so?
    (sprich: die birnen könnten ja auch in einer höhe hängnen, wo man nicht drankommt...)

    greets,
    t.

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  23. Maxine 25.07.03 10:15

    Es könnte auch eine Birne kaputt sein oder der Elektriker hat einen Schalter mit 2 Birnen verbunden oder oder oder.... ;-)

    Wenn eine Aufgabe keine anderen Angaben enthält, so kannst du immer den Idealfall annehmen. Aber warum einfach, wenns auch kompliziert geht? ;)

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  24. Anonym 28.07.03 11:43

    1. Interview:
    - Persönlichkeitsfragen
    - Deine Motivation für Berger

    2. Interview:
    - Sachfragen (allg. BWL/VWL); es wird dabei auch auf Deine Hauptstudiumsschwerpunkte eingegangen
    - Fragen zur Allgemeinbildung
    - Braintease
    - Minicases

    3. Interview:
    - großer Case

    ggf. 4. Interview:
    - Persönlichkeitsfragen (u.a. elevator Pitch)

    Die Berater sind i.d.R. beim Gespräch distanziert (nicht davon einschüchtern lassen!), geben aber hinterher sehr gutes/konstruktives Feedback.

    Atmosphäre ist insg. sehr angenehm.

    Viel Erfolg!

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  25. Jan... 02.08.03 10:31

    Über Deine eigene Erfahrungen würden wir uns wohl *g* sehr freuen. :)

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